Störungen im Hormonsystem

Dong Quai

Natürlicher Regulator für hormonelles Gleichgewicht

Unterstützung der weiblichen Hormonregulation: Dong Quai (Angelica sinensis) hat seit vielen Jahren einen festen Stellenwert in der traditionellen und modernen Medizin. Die Wurzelpflanze dient insbesondere zur Behandlung weiblicher Beschwerden, die auf hormonellen Imbalancen beruhen. So wird der so genannte „weibliche Ginseng“ vor allem zur Linderung von Wechseljahresbeschwerden wie Hitzewallungen, Haut- und Scheidentrockenheit und Depressionen sowie zur Regulierung des Menstruationszyklus und dem prämenstruellen Syndrom (PMS) eingesetzt. Die in Dong Quai enthaltenen Phytoöstrogene sind bioaktive Pflanzenbestandteile, die aufgrund ihrer Ähnlichkeit zum weiblichen Geschlechtshormon Östrogen hormonähnliche Aktivität ausüben. Phytoöstrogene besitzen die regulative Fähigkeit, den Hormonspiegel je nach Notwendigkeit zu erhöhen oder zu senken. Dong Quai hat allgemein schmerzlindernde (analgetische), entzündungshemmende (antiinflammatorische) und muskelentspannende (antispastische) Wirkungen und umfasst daher ein breites Spektrum an Anwendungsgebieten.

Weitere wissenschaftliche Veröffentlichungen: 1. Carroll D.: Nonhormonal therapies for hot flashes in menopause. Am Fam Physician. 73(3):457-64 (2006). 2. Hirata J. et al.: Does dong quai have estrogenic effects in postmenopausal women? A double-blind, placebo-controlled trial. Fertil Steril 68(6):981-986 (1997). 3. Israel D., Youngkin E.: Herbal therapies for perimenopausal and menopausal complaints. Pharmacother. 17(5):970-98 (1997). 4. Lau C. et al.: Use of dong quai (Angelica sinensis) to treat peri- and postmenopausal symptoms in women with breast cancer: is it appropriate? Menopause 2005;12:734-40. 5. Shaw C.: The perimenopausal hot flash: epidemiology, physiology, and treatment. Nurse Pract. 22(3):55-56, 61-66 (1997). 6. Zhiping H., et al.: Treating amenorrhea in vital energy-deficient patients with angelica sinensis-astralagus membranaceus menstruation-regulating decoction. J Trad Chin Med;6(3):187-190 (2002).

Kelp

Reinste Quelle zur natürlichen Jod- und Algen-Mineralversorgung

Prophylaxe und Ausgleich von Jodmangel: Die Meeresalge Kelp (Laminariales) hat sich durch ihren hohen Gehalt an reinem Jod als hochwertige natürliche Jodquelle einen Namen gemacht. Jod stellt für dem Menschen einen essentiellen Mineralstoff dar, der insbesondere zur Synthese der Schilddrüsenhormone vom Körper benötigt wird. Die Hormone Trijodthyronin (T3) und Thyroxin (T4) besitzen eine übergeordnete Bedeutung für die Funktion der Schilddrüse, alle Prozesse der Teilung und des Wachstums von Körperzellen und einen funktionierenden Energiestoffwechsel. Sowohl die körperliche und geistige Entwicklung in Wachstumsstadien wie die normale Embryonalreifung (Entwicklung des Gehirns und der geistigen Leistungsfähigkeit), als auch die Regulation der Stoffwechselrate sind auf eine ausreichende Jodzufuhr angewiesen. Deutschland ist ein Jodmangelgebiet, das heißt, über die Nahrungsaufnahme wird durchschnittlich nur die Hälfte (100 µg) der empfohlenen täglichen Zufuhrmenge aufgenommen.

Nahrungsergänzung empfohlen: Eine dauerhafte Jodunterversorgung führt zwangsläufig zu Störungen des Energiestoffwechsels, Schilddrüsenerkrankungen (Hypothyreose), Immunschwäche, Fertilitätsstörungen sowie körperliche und geistige Fehlentwicklung in Wachstumsphasen. Selbst von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung wird aus diesem Grund eine Nahrungsergänzung mit Jod wie in Form natürlicher pflanzlicher Algenquellen zur präventiven Vermeidung von Jodmangel und deren Folgen empfohlen. Kelp liefert darüber hinaus bemerkenswerte Konzentrationen an Calcium, Kupfer, Selen, Eisen, Magnesium, Zink, den Vitaminen A, C, E, K und dem B-Komplex sowie Enzymen, Proteinen, Algensäure und den Nervenstoffen Cholin und Inositol.

Weitere wissenschaftliche Veröffentlichungen: 1. Jurkovic N. et al.: Nutritive value of marine algae Laminaria japonica and Undaria pinnatifida. Di Nahrung 1:63-66. (1995). 2. Kathan R.: Kelp extracts as antiviral substances. Ann N Y Acad Sci . 130:390-39 (1965).*3. Chida K. et al.: Antitumor activity of a crude fucoidan fraction prepared from the roots of kelp (Laminaria species). Kitasato Arch Exp Med . 60:33-39 (1987). 4. Konno N. et al.: Association between dietary iodine intake and prevalence of subclinical hypothyroidism in the coastal regions of Japan. J Clin Endocrinol Metab. 78:393-397 (1994). 5. Eliason C.: Transient hyperthyroidism in a patient taking dietary supplements containing kelp. J Am Board Fam Pract. 11:478-480 (1994). 6. Severe dyserythropoiesis and autoimmune thrombocytopenia associated with ingestion of kelp supplements. Lancet. 339:1540  (1992). 7. Clark M. et al.: Effects of kelp supplementation on thyroid function in euthyroid subjects. Endocr Pract. 9:363-9 (2003). 8. Pye K. et al.: Severe dyserythropoiesis and autoimmune thrombocytopenia associated with ingestion of kelp supplements. Lancet .339:1540 (1992).

L-Phenylalanin

Signalvermittler im Nervensystem, für geistige Beweglichkeit und Nervenstabilität

Bildung von Nervenbotenstoffen: Die essentielle Aminosäure Phenylalanin ermöglicht die körpereigene Synthese der Neurotransmitter Dopamin, Noradrenalin, Adrenalin, Serotonin und Tyramin, für die Reizübermittlung zwischen den Nervenzellen unentbehrliche Signalstoffe. Über seine Rolle im Neurotransmitter-Stoffwechsel steigert Phenylalanin die geistige Wachheit und kognitive Hirnfunktionen wie Konzentrations- und Gedächtnisvermögen und hat stimmungsaufhellende und nervenstabilisierende Wirkungen. Da es den Abbau körpereigener Endorphine (natürlich schmerzhemmende Peptide im Gehirn) verhindert, findet Phenylalanin  Anwendung bei chronischen Schmerzen. Das aus Phenylalanin gebildete Dopamin reduziert Appetit- und Heißhungerempfinden und fördert die Gewichtsreduktion.

Therapeutischer Einsatz bei Depression, Demenz und Parkinsonscher Krankheit: Über die Erhöhung des Noradrenalin- und Adrenalin-Spiegels wirkt Phenylalanin stimmungsverbessernd und angstmindernd bei chronisch Depressiven. Betroffene der Alzheimer-Demenz sowie Morbus Parkinson weisen einen Dopamin-Mangel auf. Phenylalanin erhöht den Dopamin-Spiegel und kann die Symptome signifikant lindern. Weitere Einsatzbereiche sind Multiple Sklerose, Vitiligo, Prämenstruelles Syndrom (PMS), Erschöpfungszustände sowie akuter/chronischer Stress (Infektionen, Traumata).

Weitere wissenschaftliche Veröffentlichungen: 1. Gardos G. et al.: The acute effects of a loading dose of phenylalanine in unipolar depressed patients with and without tardive dyskinesia. Neuropsychopharmacology. 6:241-247 (1992). 2. Heller B.: Pharmacological and clinical effects of D-phenylalanine in depression and Parkinsons disease. In: Mosnaim AD, Wolf ME,eds. Noncatecholic Phenylethylamines. Part 1. New York, NY: Marcel Dekker; 397-417 (1978). 3. Heller B. et al.: Therapeutic action of D-phenylalanine in Parkinson’s disease. Arzneimittelforschung. 26:577-579 (1976). 4. Kravitz H. et al.: Dietary supplements of phenylalanine and other amino acid precursors of brain neuroamines in the treatment of depressive disorders. J Am Osteopathic Assoc. 84(suppl):119-123 (1984). 5. Sabelli H. et al.: Clinical studies on the phenylethylamine hypothesis of affective disorder: urine and blood phenylacetic acid and phenylalanine dietary supplements. J Clin Psychiatry. 47:66-70 (1986). 6. Beckmann H. et al.: DL-phenylalanine versus imipramine: a double-blind controlled study. Arch Psychiat Nervenkr. 227:49-58 (1979). 7. Woodward W. et al.: The effect of L-dopa infusions with and without phenylalanine challenges in parkinsonian patients: Plasma and ventricular CSF L-dopa levels and clinical responses. Neurol. 43:1704-1708 (1993). 8. Wood D. et al.: Treatment of attention deficit disorder with DL-phenylalanine. Psychiatry Res.16:21-26 (1985).

Nachtkerzenöl

flower #72Harmonisiert den Hormonhaushalt, mindert Entzündungsvorgänge

Linderung von Hormon- und Wechseljahresbeschwerden: Das Öl aus den Kernen der Nachtkerze (Oenothera biennes) besitzt eine besonders hohe Konzentration an Gamma-Linolensäure (GLS), einer dreifach ungesättigten Omega-6-Fettsäure. Als essentieller Baustein zum Aufbau so genannter Gewebshormone übt GLS auf verschiedene Körpersysteme positiv regulierende Wirkungen aus. Diese biologisch aktiven hormonähnlichen Reglerstoffe, so genannte Prostaglandine, besitzen stark immunregulierende, schmerz- und entzündungshemmende (anti-inflammatorische) Eigenschaften. Bei durch Hormonimbalancen ausgelösten Beschwerden wie Wechseljahres- und PMS-Beschwerden (Prämenstruelles Syndrom) wirkt sich die Zufuhr von Gamma-Linolensäure reichem Nachtkerzenöl ausgleichend aus und lindert Beschwerden wie Hitzewallungen, Brustempfindlichkeit (Mastodynie), depressive Zustände sowie Reizbarkeit und  Erschöpfung. Nachtkerzenöl besitzt allgemein relaxierende Effekte auf den Organismus, wirkt krampflösend und entspannt die Unterleibsmuskulatur bei Menstruations- und postmenopausalen Schmerzen.

Entzündliche Gelenk- und Hauterkrankungen: Menschen mit chronisch-entzündlichen Erkrankungen profitieren im Besonderen von den signifikant entzündungsmodulierenden Effekten des Nachtkerzenöls. Sowohl bei rheumatischen Erkrankungen (Gelenkentzündungen) als auch entzündlichen Nerven- und Hauterkrankungen können vorherrschende Entzündungsprozesse gebremst und die Medikamenteneinnahme reduziert werden. Neurodermitis- sowie Psoriasis-Betroffene (Schuppenflechte) können mit der inneren Anwendung von Nachtkerzenöl gute Erfolge bei der Linderung von Ekzemen, Juckreiz, Hautentzündungen, -reizungen und Hautschäden erzielen. Weitere Einsatzbereiche der nutritiven Anwendung stellen die Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Lipidstoffwechselstörungen, Steigerung der Abwehrkraft (Immunmodulans), Akne und das ADH-Syndrom dar.

Weitere wissenschaftliche Veröffentlichungen: 1. Blommers J. et al.: Evening primrose oil and fish oil for severe chronic mastalgia: a randomized, double-blind, controlled trial. Am J Obstet Gynecol 187(5):1389-1394 (2002). 2. Budeiri D. et al.: Is evening primrose oil of value in the treatment of premenstrual syndrome? Controlled Clin Trials 17(1):60-68 (1996). 3. Gateley C. et al.: Evening primrose oil (Efamol), a safe treatment option for breast disease. Breast Cancer Res Treat (14):161 (2001). 4. Huntley A., Ernst E.: systematic review of herbal medicinal products for the treatment of menopausal symptoms. Menopause 10(5):465-476 (2003). 5. Joe L. et al.: Evening primrose oil in rheumatoid arthritis. Ann Pharmacother 27(12):1475-1477 (1993). 6. Korsch, E. et al.: Therapie mit Nachtkerzensamenöl-Kapseln bei schwerem atopischem Ekzem’, Sozialpädiatrie, 1, 12-17(1993). 7. Qureshi S. et al.: Topical nonsteroidal anti-inflammatory drugs versus oil of evening primrose in the treatment of mastalgia. Surgeon. 3(1):7-10 (2005). 8. Jepson R. et al.: Evening Primrose oil or other essential fatty acids for premenstrual syndrome. The Cochrane Library. Oxford, Update software (2000).

Rotklee

Phytoöstrogene, sanft und effektiv für hormonelle Balance

Beschwerdefreie Wechseljahre mit Isoflavonen: Rotklee (Trifolium pratense) hat einen festen Stellenwert in der Anwendung zum hormonellen Ausgleich bei klimakterischen Beschwerden. Rotklee enthält eine besonders günstige Konzentration an Isoflavonen, Pflanzenstoffe, die den Phytoöstrogenen (pflanzliche Östrogene) angehören. Insbesondere Daidzein und Genistein weisen eine hohe biostrukturelle Ähnlichkeit mit dem weiblichen Sexualhormon Östradiol auf. Hierdurch besitzen Isoflavone die Fähigkeit zur Stimulierung der Östrogenrezeptoren und wirken sich regulierend auf den Hormonstoffwechsel aus. Der weibliche Organismus wird entlastet und das hormonelle Gleichgewicht unterstützt. Isoflavone wirken symptomlindernd bei den typischen postmenopausalen Beschwerden wie Hitzewallungen, Schweißausbrüchen, Schlafstörungen, Erschöpfung, Reizbarkeit sowie depressiven Stimmungsschwankungen und verbessern das körperliche und mentale Befinden. Rotklee stellt damit eine sanfte nutritive Alternative zur klassischen Hormonersatztherapie dar, die durch hochgradige Nebenwirkungen (Risikoerhöhung für Krebs- und kardiovaskuläre Erkrankungen) in starke Kritik geraten ist.

Erhalt der Knochendichte (Osteoporose-Prävention): Isoflavone wirken sich zudem positiv auf den Vitamin-D-Stoffwechsel aus, verstärken die Bildung und hemmen den Abbau von Vitamin D und und damit die Knochenmineralisation. Studien liefern eindeutige Nachweise für den erfolgreichen Einsatz von Rotklee zum Erhalt der Knochendichte und seiner vorbeugenden Wirksamkeit gegen Osteoporose (Knochenschwund) bei postmenopausalen Frauen.

Wegen seiner entzündungsmindernden, antioxidativen sowie Blutlipidwerte regulierenden Eigenschaften beugen Isoflavone kardiovaskulären sowie Krebs- und Demenzerkrankungen vor und werden auch zum Herz-Kreislauf-Schutz, optimaler Weise in synergetischer Kombination mit Pueraria, eingesetzt.

Weitere wissenschaftliche Veröffentlichungen: 1. Baber R. et al.: The effect of an Isoflavone dietary supplement (P-081) on serum lipids, forearm bone density & endometrial thickness in post menopausal women [abstract]. Menopause. 1999A;6:326. 2. Baber R. et al.: Randomized, placebo-controlled trial of an isoflavone supplement and menopausal symptoms in women. Climacteric. 1999B;2(2):85-92. 3. Howes J. et al.: The effects of dietary supplementation with isoflavones from red clover on the lipoprotein profiles of postmenopausal women with mild to moderate hypercholesterolemia. Atherosclerosis. 2000;152(1):143-147. 4. Husband A.: Red clover isoflavone supplements: safety and pharmacokinetics. Journal of the British Menopause Society. 2001;Supplement S1:4-7. 5. Jeri A.: The effect of isoflavones phytoestrogens in relieving hot flushes in Peruvian postmenopausal women. Paper presented at: 9 th International Menopause Society World Congress on the Menopause; October 20, 1999; Yokahama, Japan. 6. Nachtigall L.: Isoflavones in the management of menopause. Journal of the British Menopause Society. 2001;Supplement S1:8-12. 7. Nestel P. et al.: Isoflavones from red clover improve systemic arterial compliance but not plasma lipids in menopausal women. J Clin Endocrinol Metab . 1999;84(3):895-898. 8. Occhiuto F. et al.: Effects of phytoestrogenic isoflavones from red clover ( Trifolium pratense L .) on experimental osteoporosis. Phytother Res . 2007 Feb;21(2):130-4.

Soja-Protein

Optimale Eiweißquelle plus schützender Phytoöstrogene

Bausteine zur Eiweißbildung: Soja-Protein weist mit einem Wert von 85 eine für den menschlichen Organismus vergleichbar hohe so genannte „biologische Eiweiß-Wertigkeit“ auf. Auch als orale Bioverfügbarkeit von Eiweiß bezeichnet, ist die Eiweiß-Wertigkeit ein Messparameter, mit dem der physiologische Wert einer Proteinquelle für den menschlichen Organismus charakterisiert wird. Soja liefert auch rein vegetarisch lebenden Menschen alle wichtigen und essentiellen Aminosäuren. Als Besonderheit liefert Soja-Eiweiß bemerkenswerte Mengen an L-Glutamin, eine Aminosäure, die über die übliche Ernährungsweise in geringen Mengen aufgenommen wird und daher als limitierende (begrenzende) Aminosäure für die körpereigene Eiweißsynthese, zum Aufbau von Zellen, Geweben, Muskelmasse, Hormonen, Regler-  und Immunstoffen, gilt.

Soja-Isoflavone bieten Schutz für Knochen und Herz-Kreislauf-System: Die in Soja-Eiweiß enthaltenen Isoflavone Genistein und Daidzein stellen die für den Menschen wichtigsten Phytoöstrogene dar. Phytoöstrogene sind sekundäre Pflanzenstoffe, deren hormonähnliche Oberflächenstruktur den weiblichen Östrogenen gleicht, die daher deren Zellrezeptoren besetzen und damit ein breites Spektrum an positiv regulierenden Wirkungen auf das Hormon- sowie Herz-Kreislauf-System und Knochenstrukturen ausüben. In verschiedenen placebokontrollierten Studien konnten u.a. folgende Wirkungen für Soja-Isoflavone nachgewiesen werden: Mehrfacher Herz-Kreislauf-Schutz einschließlich Senkung der Lipidwerte (LDL-Cholesterin, Triglyceride), Erhalt/Erhöhung der Knochendichte (Osteoporose-Prophylaxe), antioxidative Wirksamkeit sowie positiver Einfluss auf die Flexibilität der Blutgefäße insbesondere bei Frauen in der Prä- und Postmenopause. Soja-Isoflavone haben darüber hinaus seit Jahren einen festen Stellenwert zur sanften, effektiven Linderung von Wechseljahres- und Menstruationsbeschwerden.

Weitere wissenschaftliche Veröffentlichungen: 1. Adlerereutz H.: Soy isoflavones: A safety review. Nutrition Review. 2003;61:1–33. 2. Potter S.: Overview of proposed mechanisms for the hypocholesterolemic effect of soy. J Nutr 1995;125:606S–11S. 3. Anderson J. et al.: Meta-analysis of the effects of soy protein intake on serum lipids. N Engl J Med 1995;333:276–82. 4. Arliss R. et al.: Do soy isoflavones lower cholesterol, inhibit atherosclerosis, and play a role in cancer prevention? Holistic Nurse Practitioner. 2002;16(5):40–48. 5. Bhathena S. et al.: Beneficial role of dietary phytoestrogens in obesity and diabetes. American Journal of Clinical Nutrition. 2002;76:1191–1201. 6. Carroll K.: Review of clinical studies on cholesterol-lowering response to soy protein. J Am Diet Assoc 1991;91:820–7. 7. FDA Talk Paper.: FDA Approves New Health Claim for Soy Protein and Coronary Heart Disease. Accessed May 6, 2005. 8. Hasler C.: The cardiovascular effects of soy products. Cardiovascular Nursing. 2002;16(4):50–63. 9. Tikkanen M. et al.: Effect of soybean phytoestrogen intake on low density lipoprotein oxidation resistance. Proc Natl Acad Sci USA 1998;95:3106–10.

Schwarzkümmelöl

Lindert Bronchialerkrankungen, harmonisiert das Immunsystem

Regulierung der Immunabwehr: Das Samenöl des Schwarzkümmels (Nigella sativa) besitzt ein für den menschlichen Organismus besonders günstiges Fettsäuremuster. Sein hoher Gehalt an Gamma-Linolensäure (GLA) in Kombination mit Omega-3-Fettsäuren und ätherischen Ölen ist für die regulierenden und harmonisierenden Wirkungen von Schwarzkümmelöl auf das Immunsystem verantwortlich. Gamma-Linolensäure dient dem Organismus als Grundbaustoff zur Bildung bestimmter Reglerstoffe, vorrangig der Prostaglandine (PGE). Diese Gewebshormone harmonisieren die Immunreaktionen des Körpers und verhindern Entzündungsprozesse („anti-inflammatorische Mittlerstoffe“) und immunologische Überreaktionen (durch Histamin-Hemmung z.B. bei Allergien oder chronischen Hauterkrankungen). Die im Schwarzkümmelöl enthaltenen ätherischen Öle und sekundären Pflanzenstoffe aktivieren darüber hinaus die natürlichen Abwehrmechanismen und fördern den Prophylaxe-Schutz gegen verschiedene Krankheitserreger (z.B. Grippeviren).

Linderung bei Atemwegserkrankungen: Das reine Schwarzkümmelöl hat sich zudem in der Behandlung von akuten und chronischen Infekten der Bronchien, Asthma, Reiz- und Keuchhusten, Bronchitis und anderen Atemwegsinfekten bewährt. Pflanzenverbindungen des Schwarzkümmelöls sowie Gewebshormone, deren Eigensynthese im Organismus aktiviert wird, wirken erweiternd auf die Bronchien sowie schleimlösend (sekretlösend), entkrampfend und schweißtreibend. Die ätherischen Öle, Pflanzenstoffe und ungesättigten Omega-3-Fettsäure aktivieren die Abwehrkräfte und wirken präventiv gegen Erkältungserreger (antibakteriell), weshalb sich Schwarzkümmelöl unter anderem gezielt in der Erkältungszeit bewährt hat. Weitere Anwendungsbereiche zur inneren Anwendung von Schwarzkümmelöl sind Autoimmunerkrankungen (z.B. Neurodermitis, Psoriasis), chronische und akute Entzündungen, Störungen des Fett- und Blutzuckerstoffwechsels sowie Hormonstörungen und Menopause-Beschwerden. Äußerlich wird Schwarzkümmelöl insbesondere bei Hautentzündungen, Pilzbefall, Irritationen der Haut, Neurodermitis und Akne eingesetzt.

Weitere wissenschaftliche Veröffentlichungen: 1. Houghton, P. et al.: Fixed oil of nigella sativa and derived Thymoquinone inhibit eicosanoid generation in leukocytes and membrane lipid peroxidation. Planta Med. 61 (1995) 33-36. 2. Ansari, A. et al.: Structural studies on a saponin isolated from nigella sativa. Phytochemistry, Vol. 27, No. 12 (1988) 3977-3979. 3. Berdel, D.: Schwarzkümmelöl bei Asthma? Arzneimittel-, Therapie-Kritik. Hans Marseille Verlag GmbH, München, (1997). 4. El-Dakhakhny, M.: Studies on Egyptian Nigella sativa L. Arzneimittel-Forsch. 15 (1965) 1227-1229. 5. Atta-ur-Rahman, et al.: Isolation and strukture determination of Nigellicine, a novel alkaloid from the seeds of nigella sativa. Tetrahedron Letters, Vol. 26, No. 23 (1985) 2759-2762. 6. Kämmerer, W.: Essentielle Fettsäuren zur Therapie der atopischen Neurodermitis. Pharm. Ztg. 139, Nr. 28 (1994) 2195-2201. 7. Karawya, M. et al.: Essential oil and lipids of nigella sativa seed and their biological activity. Zag. J. Pharm. Sci. Vol. 3, No. 2 (1994) 49-57. 8. Nergiz, C. et al.: Chemical composition of nigella sativa L. seeds. Food chemistry 48 (1993) 259-261.

Yams

Verjüngende Pflanzenkraft, für natürliches Hormongleichgewicht

Natürlichee Ausgleich niedriger Hormonspiegel: Die Yamswurzel (Dioscorea villosa) wird seit frühesten Hochkulturen naturmedizinisch genutzt. Ihr Wurzelextrakt enthält neben Proteinen, Mikronährstoffen und Saponinen einen hohen Gehalt an Diosgenin, einem Pflanzenstoff, der die Bildung von Dehydroepiandrosteron (DHEA) in den Nebennieren stimuliert. DHEA ist eines der wichtigsten Steroidhormone für den Menschen und die Vorstufe für alle weiblichen und männlichen Geschlechtshormone wie Östrogen, Testosteron und Progesteron. Ab dem 30. und verstärkt ab dem 40. Lebensjahr nehmen die körpereigene Bildung von DHEA und einhergehend das körperliche Leistungsvermögen kontinuierlich ab und zelluläre Alterungsprozesse beschleunigen sich.

Von Altersforschern empfohlen: DHEA ist in üblichen Nahrungsmitteln nicht enthalten und kann nur über eine gezielte Ergänzung mit Yamswurzel-Extrakt aufgenommen werden. Eine Supplementierung ab Beginn der zweiten Lebenshälfte, wie sie von Altersmedizinern empfohlen wird, geht mit einer signifikanten Steigerung der körperlichen, einschließlich sexuellen, und kognitiven (geistigen) Leistungsfähigkeit sowie des Allgemeinbefindens und einer Verlangsamung der Alterungsprozesse einher. Zudem dient der Einsatz von DHEA zur Stärkung der körperlichen Immunabwehr, zur Herz-Kreislauf-Prophylaxe, zur Förderung einer ausgeglichenen Östrogen- und Testosteronbildung während der Wechseljahre beider Geschlechter, sowie bei Hormonstörungen, dem Prämenstruellen Syndrom (PMS), depressiven Verstimmungen und bei verschleißbedingten Beschwerden des Bewegungsapparats.

Weitere wissenschaftliche Veröffentlichungen: 1. Baulieu E. et al.: DHEA and aging: contribution of the DHEAge Study to a sociobiomedical issue. Proc Natl Acad Sci, (2000). 2. Bird C. et al.: Dehydroepiandrosterone sulfate: kinetics of metabolism in normal young men and women. Clin Invest Med. 7:119–122. (1984). 3. Cleary M. et al.: Anti-obesity effect of two different levels of dehydroepiandrosterone in lean and obese middle-aged female Zucker rats. International Journal of Obesity 10(3): 193-204, 1986. 4. Coleman D. et al.: Therapeutic effects of dehydroepiandrosterone (DHEA) in diabetic mice. Diabetes 31: 830-33, 1982. 5. Casson P. et al.: Oral dehydroepiandrosterone in physiologic doses modulates immune function in postmenopausal women. Am J Obstet Gynecol. 169:1536–1539. (1993). 6. Diamond P. et al.: Metabolic effects of 12-month percutaneous dehydroepiandrosterone replacement therapy in postmenopausal women. J Endocrinol (1996). 7. Haning R. et al.: Metabolic clearance rates (MRC) of dehydroepiandrosterone sulfate DS, its metabolism to dehydroepiandrosterone, androstenedione, testosterone and dehydrotestosterone, and the effect of increased DS concentration on DS MRC in normal women. J Clin Endocrinol Metab. 69:1047–1052 (1989). 8. Morales A. et al.: Effects of replacement dose of DHEA in men and women of advancing age. J Clin Endocrinol Metab (1994). 9. Schwartz A. et al.: Dehydroepiandrosterone: An antiobesity and anti-carcinogenic agent. Nutrition and Cancer 3: 46-53, 1981.