Mentale Gesundheit

Cobalamin (Vitamin B12)

Nervenvitamin hält das Gehirn agil

Umhüllung der Nervenfasern: Vitamin B12 ermöglicht die Bildung der schützenden so genannten Myelin-Hülle der Nervenzellen und nimmt damit eine Schlüsselrolle im Nervensystem ein. Myelin ist eine weiße isolierende Schutzschicht, die die Nervenfortsätze der Gehirn- und peripheren Nervenzellen umgibt. Die Myelinscheiden (auch Markscheiden, Schwannsche Scheiden) sorgen für eine optimale Weiterleitung nervlicher Impulse und sind unentbehrlich für die kognitive Leistungsfähigkeit wie dem Konzentrations- und Gedächtnisvermögen aber auch der Stimmungsregulierung und der Regeneration der Nervenzellen. Der behandlungsergänzende (komplementäre) Einsatz von Cobalamin hat sich bei verschiedenen neurologischen Erkrankungen als erfolgreich erwiesen. Ein Vitamin B12-Mangel äußert sich in teilweise irreversiblen neurologischen oder psychiatrischen Beschwerden wie Gedächtnisschwäche, verminderte mentale Kraft, Antriebslosigkeit, Schlafstörungen und anderen Störungen im zentralen Nervensystem.

Weitere wissenschaftliche Veröffentlichungen: 1. Bell D.S.: Metformin-induced vitamin B12 deficiency presenting as a peripheral neuropathy. South Med J, 103(3), 265-7(2010). 2. Goldberg TH.: Oral vitamin B12 supplementation for elderly patients with B12 deficiency. J Am Geriatr Soc 43:SA73 (1995). 3. Kumar S.: Vitamin B12 deficiency presenting with an acute reversible extrapyramidal syndrome. Neurol India 52: 507–9(2004). 4. Lindenbaum J. et al.: Neuropsychiatric disorders caused by cobalamin deficiency in the absence of anemia or macrocytosis. N Engl J Med 318:1720–8 (1988). 5. Penninx B. et al.: Vitamin B(12) deficiency and depression in physically disabled older women: epidemiologic evidence from the Women’s Health and Aging Study. Am J Psychiatry 157:715–21 (2000). 6. Snowden JA, Chan-Lam D, Thomas SE, Ng JP.: Oral or parenteral therapy for vitamin B12 deficiency. Lancet 353:411 (1999). 7. Shemesh Z, Attias J, Ornan M, et al. : Vitamin B12 deficiency in patients with chronic-tinnitus and noise-induced hearing loss. Am J Otolaryngol 14:94–9 (1993).

Dong Quai

Natürlicher Regulator für hormonelles Gleichgewicht

Unterstützung der weiblichen Hormonregulation: Dong Quai (Angelica sinensis) hat seit vielen Jahren einen festen Stellenwert in der traditionellen und modernen Medizin. Die Wurzelpflanze dient insbesondere zur Behandlung weiblicher Beschwerden, die auf hormonellen Imbalancen beruhen. So wird der so genannte „weibliche Ginseng“ vor allem zur Linderung von Wechseljahresbeschwerden wie Hitzewallungen, Haut- und Scheidentrockenheit und Depressionen sowie zur Regulierung des Menstruationszyklus und dem prämenstruellen Syndrom (PMS) eingesetzt. Die in Dong Quai enthaltenen Phytoöstrogene sind bioaktive Pflanzenbestandteile, die aufgrund ihrer Ähnlichkeit zum weiblichen Geschlechtshormon Östrogen hormonähnliche Aktivität ausüben. Phytoöstrogene besitzen die regulative Fähigkeit, den Hormonspiegel je nach Notwendigkeit zu erhöhen oder zu senken. Dong Quai hat allgemein schmerzlindernde (analgetische), entzündungshemmende (antiinflammatorische) und muskelentspannende (antispastische) Wirkungen und umfasst daher ein breites Spektrum an Anwendungsgebieten.

Weitere wissenschaftliche Veröffentlichungen: 1. Carroll D.: Nonhormonal therapies for hot flashes in menopause. Am Fam Physician. 73(3):457-64 (2006). 2. Hirata J. et al.: Does dong quai have estrogenic effects in postmenopausal women? A double-blind, placebo-controlled trial. Fertil Steril 68(6):981-986 (1997). 3. Israel D., Youngkin E.: Herbal therapies for perimenopausal and menopausal complaints. Pharmacother. 17(5):970-98 (1997). 4. Lau C. et al.: Use of dong quai (Angelica sinensis) to treat peri- and postmenopausal symptoms in women with breast cancer: is it appropriate? Menopause 2005;12:734-40. 5. Shaw C.: The perimenopausal hot flash: epidemiology, physiology, and treatment. Nurse Pract. 22(3):55-56, 61-66 (1997). 6. Zhiping H., et al.: Treating amenorrhea in vital energy-deficient patients with angelica sinensis-astralagus membranaceus menstruation-regulating decoction. J Trad Chin Med;6(3):187-190 (2002).

Folsäure

Grundlegend für Zellbildung und gesunde Homocysteinwerte

Ermöglicht die Zellentstehung: Das wasserlösliche B-Vitamin Folsäure nimmt eine essentielle Schlüsselfunktion in allen Prozessen der Zellneubildung und Zellteilung ein. Zellarten mit besonders hoher Teilungsrate wie Schleimhaut-, Darm-, Lungen- und Blutzellen wie Erythrozyten (rote Blutkörperchen) sind daher im Besonderen auf eine ausreichende Folatzufuhr angewiesen. Zudem ist das B-Vitamin unentbehrlich für die Entwicklung des Nervensystems des Embryos. Ein Unterversorgung mit Folsäure vor Beginn sowie im ersten Drittel der Schwangerschaft hat angeborene irreversible Fehlbildungen des Fötus mit schwersten neurologischen (geistigen und physischen) Störungen zur Folge.

Homocysteinabbau: Folsäure wird zudem gemeinsam mit Vitamin B6 und B12 zur Umwandlung und damit Entgiftung der schädlichen Aminosäure Homocystein benötigt. Das Zwischenprodukt des Eiweißstoffwechsels Homocystein übt eine (mit Cholesterin vergleichbar) schädigende Wirkung auf die Blutgefäße aus. Indem es zur Einlagerung von Fetten in die Gefäßwände und so zum Verlust der Gefäßelastizität führt, initiiert es gefährliche arteriosklerotische Prozesse. Ein erhöhter Homocysteinspiegel stellt damit einen der wesentlichen Risikofaktoren für Gefäßschädigungen und kardiovaskuläre Erkrankungen dar.

Weitere wissenschaftliche Veröffentlichungen: 1.Persad, V.L. et al.: Incidence of open neural tube defects in Nova Scotia after folid acid fortification. CMAJ 167 241-245 (2002). 2. Milunsky A. et al.: Multivitamin/folic acid supplementation in early pregnancy reduces the prevalence of neural tube defects. JAMA 1989;262:2847-2852 (1989). 3. Smithells R.: Vitamin deficiencies and neural tube defects. Arch Dis Chil 51:944-950 (1976). 4. Laurence K. et al.: Double-blind randomized controlled trial of folate treatment before conception to prevent recurrence of neural tube defects. Br Med. (1981). 5. Kane M. et al.: The interrelationship of the soluble and membrane-associated folate-binding proteins in human KB Cells. J Biol Chem 261:15625–15631 (1986). 6. Prasad P. et al.: Selective expression of the high-affinity isoform of the folate receptor (FR-Alpha) in the human placental cells. Biochim Biophys Acta 4;1223:71–75 (1994). 7. Jardine, M. et al.:  The effect of folic acid based homocysteine lowering on cardiovascular events in people with kidney disease: systematic review and meta-analysis. BMJ (Clinical research ed.) 344: e3533. 8. Sato Y. et al.: Effect of folate and mecobalamin on hip fractures in patients with stroke: a randomized controlled trial. JAMA 293 (9): 1082–8 (2005).

Gamma-Linolensäure

Steuert Immunüberreaktionen entgegen

Bildung immunmmodulierender Botenstoffe: Die Gamma-Linolensäure (GLA) gehört der Gruppe der mehrfach ungesättigten Omega-6-Fettsäuren an und ist Ausgangsstoff zur Bildung hormonähnlicher Reglerstoffe. Diese Botenstoffe, genannt Eicosanoide, und insbesondere die Prostaglandine unter ihnen, erfüllen zahlreiche biologische Funktionen und regulierende Aktivitäten in den verschiedenen Steuersystemen des menschlichen Körpers. Die Gamma-Linolensäure sorgt dabei für ein dynamisches Gleichgewicht bei der Synthese unterschiedlicher Prostaglandine, wie PGE1 und PGE2. In Form von Schwarzkümmel- oder Nachtkerzenöl wird die Gamma-Linolensäure innerlich oder äußerlich zur Regulierung allergischer und entzündlicher Prozesse sowie bei der großen Gruppe der Autoimmunerkrankungen eingesetzt. Von Autoimmunerkrankungen spricht man, wenn das Immunsystem gegen das eigene Gewebe eine Immunantwort startet, wie es bei Neurodermitis, Psoriasis (Schuppenflechte), Multiple Sklerose, Rheumatischer Arthritis oder entzündlichen Darmerkrankungen wie Morbus Crohn der Fall ist.

Weitere wissenschaftliche Veröffentlichungen: 1. Furse R. et al.: Gammalinolenic acid, an unsaturated fatty acid with anti-inflammatory properties, blocks amplification of IL-1 beta production by human monocytes. J Immunol. 1;167(1):490-496 (2001). 2. Goyal A.: A randomized multicenter study of gamolenic acid (Efamast) with and without antioxidant vitamins and minerals in the management of mastalgia. Breast J11(1):41-47 (2005). 3. Jamal G. et al.: Gamma-linolenic acid in diabetic neuropathy. Lancet 5-10-6;1(8489):1098 (1986). 4. Middleton S. et al.: A double-blind, randomized, placebo-controlled trial of essential fatty acid supplementation in the maintenance of remission of ulcerative colitis. Aliment Pharmacol Ther ;16(6):1131-1135 (2002). 5. Miles E. et al.: The influence of different combinations of gamma-linolenic acid, stearidonic acid and EPA on immune function in healthy young male subjects. Br J Nutr 91(6):893-903 (2004). 6. Takwale A. et al.: Efficacy and tolerability of borage oil in adults and children with atopic eczema: randomised, double blind, placebo controlled, parallel group trial. BMJ 327(7428):1385 (2003). 7. Usami M. et al: Effect of gamma-linolenic acid or docosahexaenoic acid on tight junction permeability in intestinal monolayer cells and their mechanism by protein kinase C activation and/or eicosanoid formation. Nutrition 19(2):150-156 (2003). 8. van Gool C. et al.: Gamma-linolenic acid supplementation for prophylaxis of atopic dermatitis–a randomized controlled trial in infants at high familial risk. Am J Clin Nutr 77(4):943-951 (2003).

Guarana

Anhaltend mehr Energie und geistige Leistungsfähigkeit

Guaranin steigert Konzentration und Wachheit: Für die Beerenfrucht Guarana (Paullinia cupana) wurden in zahlreichen Studien eine signifikante Erhöhung des Konzentrations-, Gedächtnis- und Lernvermögens sowie allgemein energiemobilisierende und leistungssteigernde Effekte nachgewiesen. Guarana wirkt dabei stärker stimulierend auf kognitive Bereiche als Kaffee. Verantwortlich für seine anregende Wirkung ist das in seinen Samen bis zu 8% enthaltene Guaranin, eine an Gerbstoffen gebundene Koffeinverbindung, die im Verbund mit essentiellen Ölen und Alkaloiden wie Theobromin und Theophyllin vorliegt. Aufgrund der Bindung an Gerbstoffe, die einen Anteil von 25% ausmachen, wird Guaranin nur langsam freigesetzt und entfaltet seine anregende Wirkung auf das Herz-Kreislauf-System und das Energieniveau natürlich gleichmäßig und anhaltend. Da Guarana keine Röststoffe enthält, die zur Bildung zusätzlicher Magensäure anregen, stellt es eine verträglichere und magenschonende Alternative zu Kaffee dar. Guarana hat sich zum täglichen Konsum zur Anhebung des Energieniveaus sowie bei verminderter Leistungsfähigkeit und hoher psychischer oder körperlicher Belastung und Erschöpfungszuständen bewährt.

Weitere wissenschaftliche Veröffentlichungen: 1. Belliardo, F. et al.: HPLC determination of caffeine and theophylline in Paullinia cupana Kunth (Guaraná) and Cola spp. samples. Z. Lebensm. Unters. Forsch. 180(5): 398–401 (1985). 2. Galduróz, J. C. et al.: The effects of long-term administration of Guaraná on the cognition of normal, elderly volunteers. Rev. Paul. Med.; 114(1): 1073–78 (1996).
3. Haskell C. et al.: A double-blind, placebo-controlled, multi-dose evaluation of the acute behavioural effects of guarana in humans. Journal of Psychopharmacology (2006). 4. Miura, T. et al.: Effect of Guaraná on exercise in normal and epinephrine-induced glycogenolytic mice. Biol. Pharm. Bull.; 21(6): 646–48 (1998). 4. Kennedy D. et al.: Improved cognitive performance in human volunteers following administration of guarana (Paullinia cupana) extract: comparison and interaction with Panax ginseng  PharmacolBiochem Behav . 2004;79:401–11. 5. Kennedy D. et al.: Improved cognitive performance and mental fatigue following a multi-vitamin and mineral supplement with added guarana (Paullinia cupana). Appetite (2007). 6. Oliveira Campos M. et al.: Guarana (Paullinia cupana) improves fatigue in breast cancer patients undergoing systemic chemotherapy. J Altern Complement Med. 17(6):505-512 (2011).

Holunder

Kleine schwarze Beere bietet Immun-, Zell- und Gefäßschutz

Stärkung der Abwehrkräfte, Befreiung der Bronchien: Sambucus nigra, die schwarze Holunderbeere, hat sich aufgrund ihrer ausgeprägt immunstärkenden Eigenschaften zur Vorbeugung und Behandlung von Erkältungserkrankungen, grippalen Infekten sowie akuten und chronischen Bronchialinfekten besonders in den Wintermonaten bewährt. Holunderbeeren und -blüten enthaltenen eine besondere Kombination an ätherischen Aromakomplexen, Anthocyanen, organischen Pflanzensäuren und Vitamin C. Die in den Beeren bis zu 0,01% vertretenen ätherischen Öle wirken schweißtreibend und schleimlösend bei Atemwegsinfekten der Bronchien. Die Wirkung zur Stärkung der Abwehrkräfte sowie ausgeprägt entzündungshemmende, schmerzstillende, antivirale, schweiß- und harnfördernde sowie fiebersenkende Eigenschaften sorgen für einen positiven Allgemeinzustand und werden vom Menschen seit Jahrhunderten in vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten genutzt.

Antioxidativ, entzündungshemmend, antibakteriell: Die Beeren des schwarzen Holunders sind reich an Anthocyanen (Flavonoide), Pflanzenfarbstoffe, die in dunkelroten und blauen Pflanzenfrüchten vorkommen und in der Holunderbeere in besonders hoher Konzentration vorhanden ist. Anthocyane sind grundsätzlich hoch antioxidativ wirksam und schützen die Körperzellen vor Angriffen durch reaktive freie Radikale, welche Zellmembranen und Zellkern irreversibel schädigen. Anthocyane wirken dadurch stark zell- und gefäßschützend sowie entzündungshemmend und beugen arteriosklerotischen Gefäßveränderungen und koronaren Herzerkrankungen vor. Die in den Holunderbeeren enthaltenen Pflanzensäuren wie Apfel-, Zitronen- und Weinsäure wirken antimikrobiell und hemmen das Wachstum verschiedener potentieller Krankheitserreger.

Weitere wissenschaftliche Veröffentlichungen: 1. Barak, V. et al.: The effect of Sambucol, a black elderberry-based, natural product, on the production of human cytokines: I. Inflammatory cytokines. Eur. Cytokine Netw. 2:290–296 (2001). 2. Zakay-Rones. et al.: Inhibition of several strains of influenza virus in vitro and reduction of symptoms by an elderberry extract (Sambucus nigra L.) during an outbreak of influenza B Panama. J Altern Complement Med 1(4):361-369 (1995). 3. Christensen, K.B., et al.: Identification of bioactive compounds from flowers of black elder (Sambucus nigra L.) that activate the human peroxisome proliferator-activated receptor (PPAR) &ggr; Phytotherapy Research (2010). 4. Lee, J.: Anthocyanins and other polyphenolics in American elderberry (Sambucus canadensis) and European elderberry (S. nigra) cultivars. Journal of the Science of Food and Agriculture. 87 (14), 2665-2675 (2007). 5. Vandenbussche, F. et al.: Analysis of the in planta antiviral activity of elderberry ribosome-inactivating proteins. European Journal of Biochemistry. 271 (8), 1508-1515, (2004). 6. Vlachojannis, J.E., et al.: A systematic review on the sambuci fructus effect and efficacy profiles. Phytotherapy Research. 24 (1), 1-8 (2010).

Inositol

Brainfood stärkt Gehirnleistung, Gedächtnis- und Lernvermögen

Bestandteil der Zellmembran: Das Vitaminoid Inositol ist gemeinsam mit Cholin für die Bildung so genannter Phospholipide sowie des Nervenstoffs Lecithin verantwortlich. Es bildet damit einen unentbehrlichen Baustein der Zellmembran (Zellwand) und ermöglicht alle wichtigen Nerven- und Gehirnfunktionen.

Aktiviert Nervenfunktionen: Die Übermittlung von Nervenimpulsen im Gehirn und Nervensystem wird unmittelbar von Inositol bestimmt, das sich in der Zellmembran der Neuronen befindet. Inositol und Cholin aktivieren und steuern die Bildung wichtiger Nervenbotenstoffe wie Serotonin und Acetylcholin. Sie ermöglichen damit die Signalübertragung zwischen den Gehirnzellen, so dass Nervenreize optimal übermittelt werden können. Inositol hat sich in Kombination mit Cholin insbesondere zur Verbesserung der Konzentrations-, Gedächtnis- und Wahrnehmungsfähigkeit bei Altersvergesslichkeit und Konzentrationsschwäche in der zweiten Lebenshälfte bewährt. Aufgrund seiner Bedeutung im Neurotransmitterstoffwechsel wird Inositol darüber hinaus in der komplementären Behandlung bei einer Vielzahl an psycho-neurologischen Störungen wie Depression, Alzheimer-Erkrankung, Panik-, Angst- und Zwangsstörungen sowie Neurosen eingesetzt.

Weitere wissenschaftliche Veröffentlichungen: 1. Benjamin J. et al.: Inositol treatment in psychiatry. Psychopharmacol Bull. 1995;31:167-175. 2. Benjamin J. et al.: Double-blind, placebo-controlled, crossover trial of inositol treatment for panic disorder. Am J Psychiatry. 1995;152:1084-1086. 3. Bierer, L.M. et al.: Neurochemical of dementia severity in Alzheimer´s disease relative importance of cholinergic deficits. J. Neurochem. 64 (1995) 749. 4. Chanty, D. et al.: Lecithin and cholin in human health and disease. Nutr. Rev. 52 (1994) 327. 5. Chengappa K. et al.: Inositol as an add-on treatment for bipolar depression. Bipolar Disord. 2000;2:47-55. 6. Fux M. et al.: Inositol treatment of obsessive-compulsive disorder. Am J Psychiatry. 1996;153:1219-1221. 7. Gregersen G. et al.: Oral supplementation of myoinositol: effects on peripheral nerve function in human diabetics and on the concentration in plasma, erythrocytes, urine and muscle tissue in human diabetics and normals. Acta Neurol Scand. 1983;67:164-172. 8. Levine J. et al.: Follow-up and relapse analysis of an inositol study of depression. Isr J Psychiatry Relat Sci. 1995;32:14-21.

Jod

Unentbehrliches Element für Schilddrüse und Hormonhaushalt

Bildung der Schilddrüsenhormone: Das Spurenmineral Jod ist ein unersetzlicher Baustein für die Schilddrüse und die Synthese der Schilddrüsenhormone Trijodthyronin (T3) und Tetrajodthyronin (T4), kurz Thyroxin genannt. Alle Funktionen der Schilddrüse sowie hormonell gesteuerte Stoffwechselvorgänge hängen direkt von einer ausreichend vorhandenen Jodmenge ab. Die Hormone T3 und T4 regulieren und steuern den Energiestoffwechsel, die Stoffwechselrate (Thermogenese) und Körpertemperatur sowie alle Prozesse der Zellteilung und des Zellwachstums. Sie sind damit unabkömmlich für die körperliche und geistige Entwicklung in Wachstums- und Entwicklungsphasen (Embryonalzeit, Kindesalter). Die für Erwachsene tägliche Zufuhrempfehlung für Jod (200 µg) wird im deutschsprachigen Raum kaum erreicht. Die Folgen von alimentären Jodmangel sind Hypothyreose (Schilddrüsenunterfunktion) und in kindlichen Entwicklungsphasen schwere körperliche und geistige Unterentwicklung. Zum Ausgleich von Jodmangel haben sich Supplemente der jodreichen Meeresalge Kelp zur nutritiven Therapie bewährt.

Weitere wissenschaftliche Veröffentlichungen: 1. Als, C. et al.: Swiss pilot study of individual seasonal fluctuations of urinary iodine concentration over two years: is age-dependency linked to the major source of dietary iodine? Eur J Clin Nutr 57 (2003) 636-646. 2. Harach H.: Thyroid cancer and thyroiditis in the goitrous region of Salta, Argentina, before and after iodine prophylaxis. Clin Endocrinol (Oxf) 1995;43:701-6. 3. Harach H. et al.: Thyroid carcinoma and thyroiditis in an endemic goitre region before and after iodine prophylaxis. Acta Endocrinol (Copenh) 1985;108:55-60. 4. Kim J.: Dietary iodine intake and urinary iodine excretion in patients with thyroid diseases. Yonsei Med J. 2000;41:22-8. 5. Meng W., Scriba P.C.: Jodversorgung in Deutschland. Deutsches Ärzteblatt 2002; 99(39): 2560-2564. 6. Papanastasiou L, Alevizaki M, Piperingos G, et al.: The effect of iodine administration on the development of thyroid autoimmunity in patients with nontoxic goiter. Thyroid 2000;10:493-7.  7. Reiners C. et al.: Bericht über eine klinische Studie – Verbreitung von Schilddrüsenanomalien in der erwerbstätigen Bevölkerung Deutschlands: Ultraschallscreening bei 96.278 Beschäftigten. Thyroid 2004; 14(11): 926-932. 8. Weltgesundheitsorganisation (WHO): Iodine status worldwide – WHO Global Database on iodine deficiency. De Benoist B. et al. (edits.), Geneva WHO 2004.

Kalium

Hält das Herz im Takt und schützt vor Bluthochdruck

Stabilisiert die Herzzellen, bewahrt vor Herzrhythmusstörungen: Kalium ist unentbehrlich für die Reizweiterleitung der Kardiozyten, der Herzmuskelzellen. Gemeinsam mit Magnesium reguliert der Mineralstoff die elektrische Stabilisierung der Muskelzellen und entkrampft die Herzmuskulatur. Das Funktionieren des Herzmuskels wird daher maßgeblich über die Kaliumkonzentration gesteuert. Bei Herzrhythmusstörungen liegen in der Regel niedrige Kaliumwerte im Herzmuskelgewebe (Myokard) vor. Ausgeprägter Kaliummangel (Hypokaliämie) hat lebensbedrohliche Herzrhythmusstörungen zur Folge. Menschen mit koronaren Herzerkrankungen, Herzinsuffizienz und Angina pectoris profitieren insbesondere von der komplementären, therapeutisch kontrollierten Ergänzung mit Kalium.

Blutdruckregulierung: Über eine Verbesserung der Kaliumbilanz durch Kalium-Supplementierung kann der (systolische und diastolische) Blutdruck signifikant gesenkt werden.

Weitere wissenschaftliche Veröffentlichungen: 1. Alappan R. et al.: Hyperkalemia in hospitalized patients treated with trimethoprim-sulfamethoxazole. Ann Intern Med. 124(3):316-320 (1996). 2. Appel LJ. Nonpharmacologic therapies that reduce blood pressure: a fresh perspective. Clin Cardiol . 22(Suppl. III):III1-III5 (1999). 3. Brancati F. et al.: Effect of potassium supplementation on blood pressure in African Americans on a low-potassium diet. Arch Intern Med. 156:61–72 (1996). 4. Cappuccio E.: Does potassium supplementation lower blood pressure? A meta-analysis of published trials. J Hypertens . 9:465-473 (1991). 5. Corruzzi P. et al.: Potassium depletion and salt sensitivity in essential hypertension. J. Clin. Endocrinol. Metab. 86: 2857-2862 (2001). 6. Geleijnse J. et al.: Blood pressure response to changes in sodium and potassium intake: a metregression analysis of randomised trials. J. Hum. Hypertens. 17: 471-480 (2003). 7. Grimm R.H. et al.: The influence of oral potassium chloride on blood pressure in hypertensive men on a low-sodium diet. N. Engl. J. Med. 322: 569-574 (1990). 8. Kendler BS.: Recent nutritional approaches to the prevention and therapy of cardiovascular disease. Prog Cardiovasc Nurs . 12(3):3-23 (1997).

Kelp

Reinste Quelle zur natürlichen Jod- und Algen-Mineralversorgung

Prophylaxe und Ausgleich von Jodmangel: Die Meeresalge Kelp (Laminariales) hat sich durch ihren hohen Gehalt an reinem Jod als hochwertige natürliche Jodquelle einen Namen gemacht. Jod stellt für dem Menschen einen essentiellen Mineralstoff dar, der insbesondere zur Synthese der Schilddrüsenhormone vom Körper benötigt wird. Die Hormone Trijodthyronin (T3) und Thyroxin (T4) besitzen eine übergeordnete Bedeutung für die Funktion der Schilddrüse, alle Prozesse der Teilung und des Wachstums von Körperzellen und einen funktionierenden Energiestoffwechsel. Sowohl die körperliche und geistige Entwicklung in Wachstumsstadien wie die normale Embryonalreifung (Entwicklung des Gehirns und der geistigen Leistungsfähigkeit), als auch die Regulation der Stoffwechselrate sind auf eine ausreichende Jodzufuhr angewiesen. Deutschland ist ein Jodmangelgebiet, das heißt, über die Nahrungsaufnahme wird durchschnittlich nur die Hälfte (100 µg) der empfohlenen täglichen Zufuhrmenge aufgenommen.

Nahrungsergänzung empfohlen: Eine dauerhafte Jodunterversorgung führt zwangsläufig zu Störungen des Energiestoffwechsels, Schilddrüsenerkrankungen (Hypothyreose), Immunschwäche, Fertilitätsstörungen sowie körperliche und geistige Fehlentwicklung in Wachstumsphasen. Selbst von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung wird aus diesem Grund eine Nahrungsergänzung mit Jod wie in Form natürlicher pflanzlicher Algenquellen zur präventiven Vermeidung von Jodmangel und deren Folgen empfohlen. Kelp liefert darüber hinaus bemerkenswerte Konzentrationen an Calcium, Kupfer, Selen, Eisen, Magnesium, Zink, den Vitaminen A, C, E, K und dem B-Komplex sowie Enzymen, Proteinen, Algensäure und den Nervenstoffen Cholin und Inositol.

Weitere wissenschaftliche Veröffentlichungen: 1. Jurkovic N. et al.: Nutritive value of marine algae Laminaria japonica and Undaria pinnatifida. Di Nahrung 1:63-66. (1995). 2. Kathan R.: Kelp extracts as antiviral substances. Ann N Y Acad Sci . 130:390-39 (1965).*3. Chida K. et al.: Antitumor activity of a crude fucoidan fraction prepared from the roots of kelp (Laminaria species). Kitasato Arch Exp Med . 60:33-39 (1987). 4. Konno N. et al.: Association between dietary iodine intake and prevalence of subclinical hypothyroidism in the coastal regions of Japan. J Clin Endocrinol Metab. 78:393-397 (1994). 5. Eliason C.: Transient hyperthyroidism in a patient taking dietary supplements containing kelp. J Am Board Fam Pract. 11:478-480 (1994). 6. Severe dyserythropoiesis and autoimmune thrombocytopenia associated with ingestion of kelp supplements. Lancet. 339:1540  (1992). 7. Clark M. et al.: Effects of kelp supplementation on thyroid function in euthyroid subjects. Endocr Pract. 9:363-9 (2003). 8. Pye K. et al.: Severe dyserythropoiesis and autoimmune thrombocytopenia associated with ingestion of kelp supplements. Lancet .339:1540 (1992).

L-Arginin

Für gesundes Herz und buchstäblich befriedigende Gefäßdurchblutung

Regulation von Gefäßweite und Blutfluss bei Erektiler Dysfunktion: Die Aminosäure Arginin steuert zentral die Regulierung der Gefäßweite und damit die Blutzirkulation bis in die kleinsten Arterien. Aus diesem Grund nimmt Arginin sowohl im Herz-Kreislauf-System als auch bei der Durchblutung des männlichen Schwellkörpers eine wesentliche Funktion ein. Arginin erhöht die Menge an Stickoxid (Nox) und löst damit die Muskelentspannung und Weitstellung der Gefäße aus. Das Gefäßvolumen vergrößert sich, der Blutfluss erhöht sich. Bei Erektionsstörungen liegt mehrheitlich eine gestörte Durchblutung in den winzigen Arterien des Schwellkörpers vor. Wird der Speicher an verfügbarem Stickoxid über die Argininzufuhr aufgefüllt, entspannt sich die Gefäßmuskulatur und die Durchblutung des Schwellkörpers sowie die sexuelle Leistungsfähigkeit werden signifikant gesteigert. Die Wirksamkeit von Arginin bei erektiler Dysfunktion ist durch unterschiedliche klinischen Studien belegt und die therapeutische Anwendung etabliert.

Einsatz bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen: Liegt ausreichend verfügbares Stickoxid in der Gefäßwand vor, weiten sich die Gefäße, der Blutfluss und die Sauerstoffversorgung des Herzens werden verbessert, erhöhter Blutdruckdruck nimmt ab, das Gefäßendothel (Gefäßinnenwand) wird geschützt und das Verklumpen der Blutplättchen (Thrombozytenbildung) wird verhindert. Arginin hat darüber hinaus eine senkende Wirkung auf den Blutfettspiegel und verhindert die Entstehung arteriosklerotischer Prozesse.

Weitere wissenschaftliche Veröffentlichungen: 1. Bode-Boger S. et al.: Oral L-arginine improves endothelial function in healthy individuals older than 70 years . Vasc Med . 8:77-81 (2003). 2. Blum A. et al.: Oral L-arginine in patients with coronary artery disease on medical management . Circulation ;101:2160-2164 (2000). 3. Brandes R. et al.: L-arginine supplementation in hypercholesterolemic rabbits normalizes leukocyte adhesion to non-endothelial matrix. Life Sci. 66:1519-1524 (2000). 4. Chen J. et al.: Effect of oral administration of high-dose nitric oxide donor L-arginine in men with organic erectile dysfunction: results of a double-blind, randomized, placebo-controlled study BJU Int . 83:269-273 (1999). 5. Ceremuzynski L .: Effect of supplemental oral L-arginine on exercise capacity in patients with stable angina pectoris . Am J Cardiol . 80:331-333 (1997). 6. Klotz T. et al.: Effectiveness of oral L-arginine in first-line treatment of erectile dysfunction in a controlled crossover study. Urol Int . 63:220-223 (1999). 7. Kiziltepe U. et al.: Efficiency of L-arginine enriched cardioplegia and non-cardioplegic reperfusion in ischemic hearts . Int J Cardiol. 97:93-100 (2004). 8.Lecleire S, et al.: Modulation of nitric oxide and cytokines production by L-arginine in human gut mucosa. Clin Nutr. 24:353-359 (2005). 9. Lekakis J. et al.: Oral L-arginine improves endothelial dysfunction in patients with essential hypertension. Int J Cardiol . 2002;86:317-323.

L-Phenylalanin

Signalvermittler im Nervensystem, für geistige Beweglichkeit und Nervenstabilität

Bildung von Nervenbotenstoffen: Die essentielle Aminosäure Phenylalanin ermöglicht die körpereigene Synthese der Neurotransmitter Dopamin, Noradrenalin, Adrenalin, Serotonin und Tyramin, für die Reizübermittlung zwischen den Nervenzellen unentbehrliche Signalstoffe. Über seine Rolle im Neurotransmitter-Stoffwechsel steigert Phenylalanin die geistige Wachheit und kognitive Hirnfunktionen wie Konzentrations- und Gedächtnisvermögen und hat stimmungsaufhellende und nervenstabilisierende Wirkungen. Da es den Abbau körpereigener Endorphine (natürlich schmerzhemmende Peptide im Gehirn) verhindert, findet Phenylalanin  Anwendung bei chronischen Schmerzen. Das aus Phenylalanin gebildete Dopamin reduziert Appetit- und Heißhungerempfinden und fördert die Gewichtsreduktion.

Therapeutischer Einsatz bei Depression, Demenz und Parkinsonscher Krankheit: Über die Erhöhung des Noradrenalin- und Adrenalin-Spiegels wirkt Phenylalanin stimmungsverbessernd und angstmindernd bei chronisch Depressiven. Betroffene der Alzheimer-Demenz sowie Morbus Parkinson weisen einen Dopamin-Mangel auf. Phenylalanin erhöht den Dopamin-Spiegel und kann die Symptome signifikant lindern. Weitere Einsatzbereiche sind Multiple Sklerose, Vitiligo, Prämenstruelles Syndrom (PMS), Erschöpfungszustände sowie akuter/chronischer Stress (Infektionen, Traumata).

Weitere wissenschaftliche Veröffentlichungen: 1. Gardos G. et al.: The acute effects of a loading dose of phenylalanine in unipolar depressed patients with and without tardive dyskinesia. Neuropsychopharmacology. 6:241-247 (1992). 2. Heller B.: Pharmacological and clinical effects of D-phenylalanine in depression and Parkinsons disease. In: Mosnaim AD, Wolf ME,eds. Noncatecholic Phenylethylamines. Part 1. New York, NY: Marcel Dekker; 397-417 (1978). 3. Heller B. et al.: Therapeutic action of D-phenylalanine in Parkinson’s disease. Arzneimittelforschung. 26:577-579 (1976). 4. Kravitz H. et al.: Dietary supplements of phenylalanine and other amino acid precursors of brain neuroamines in the treatment of depressive disorders. J Am Osteopathic Assoc. 84(suppl):119-123 (1984). 5. Sabelli H. et al.: Clinical studies on the phenylethylamine hypothesis of affective disorder: urine and blood phenylacetic acid and phenylalanine dietary supplements. J Clin Psychiatry. 47:66-70 (1986). 6. Beckmann H. et al.: DL-phenylalanine versus imipramine: a double-blind controlled study. Arch Psychiat Nervenkr. 227:49-58 (1979). 7. Woodward W. et al.: The effect of L-dopa infusions with and without phenylalanine challenges in parkinsonian patients: Plasma and ventricular CSF L-dopa levels and clinical responses. Neurol. 43:1704-1708 (1993). 8. Wood D. et al.: Treatment of attention deficit disorder with DL-phenylalanine. Psychiatry Res.16:21-26 (1985).

L-Tyrosin

Aktiviert das Nervensystem, erhöht Antrieb und Energievermögen

Botenstoffe für Nervenstärke und Stimmungsaufhellung: Die Aminosäure L-Tyrosin erfüllt neben ihrer („proteinogenen“ = proteinbildenden) Rolle am Eiweißaufbau eine wesentliche Funktion im Zentralnervensystem. Tyrosin ist als Vorläuferstoff für die Synthese der Neurotransmitter (Botenstoffe des Nervensystems) Dopamin, Adrenalin, Tyramin und Noradrenalin im Gehirn zentral wichtig. Damit ist der Mikronährstoff an der Stimulation und Regulation der Gehirnaktivitäten beteiligt und hat eine aktivierende und leistungssteigernde Wirksamkeit. Insbesondere die Botenstoffe Adrenalin und Noradrenalin weisen stimmungsaufhellende Effekte auf, steigern Wachheit, Leistungsvermögen und Stressresistenz und vermindern Erschöpfungs- und depressive Stimmungstiefs. Dopamin, Adrenalin und Noradrenalin steuern auch die Energieversorgung und die Durchblutung von Gehirn und Organen (sympathisches Nervensystem).

Tyrosin wird als sanftes Antidepressivum, milder Appetithemmer sowie unterstützend bei Entzugstherapien  (z.B. bei Amphetaminen) eingesetzt. Weitere medizinische Anwendungsgebiete stellen Störungen des Neurotransmitterstoffwechsels, Burnout-Syndrom, Gedächtnisstörungen, Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom (ADS), Störungen des Wach-/Schlafrhythmus, Prämenstruelles Syndrom (PMS), Schilddrüsenerkrankungen (Hypothyreose) sowie degenerative Nervenerkrankungen wie Parkinsonsche Erkrankung und Alzheimer-Demenz dar.

Weitere wissenschaftliche Veröffentlichungen: 1. Bernheimer H. et al.: Brain dopamine and the syndromes of Parkinson and Huntington. Clinical, morphological and neurochemical correlations. J Neurol Sci 20:415-455 (1973). 2. Banderet L. et al.: Treatment with tyrosine, a neurotransmitter precursor, reduces environmental stress in humans. Brain Res Bull. 22:759-762 (1989). 3. Bickel H. et al.: The influence of phenylalanine intake on the chemistry and behaviour of a phenylketonuric child. Acta Paediatr 43:64–77 (1954). 4. Eisenberg M. et al.: Effect of tyrosine on attention deficit disorder with hyperactivity. J Clin Psychiatry. 49:193-195 (1988). 5. Gibson C.: Tyrosine for the treatment of depression. Adv Biol Psychiatry. 10:148-159 (1983). 6. Neri D. et al: The effects of tyrosine on cognitive performance during extended wakefulness. Aviat Space Environ Med 66(4):313-319 (1995). 7. Melamed E. et al.: Plasma tyrosine in normal humans: effects of oral tyrosine and protein-containing meals. J Neural Transm 47:299-306 (1980). 8. Schwahn D. et al.: Tyrosine levels regulate the melanogenic response to alphamelanocyte-stimulating hormone in human melanocytes: implications for pigmentation and proliferation. Pigment Cell Res 14:32-39 (2001).

Maitake

„Klapperschwamm“ mit hoch immunologischen, krebshemmenden Wirkungen

Stimulierung der zellulären Immunantwort: Der japanische Nahrungspilz Maitake (Grifola frondosa) wird als immunstärkender Wirkextrakt bei allen immunsuppressiven Erkrankungen und Therapien sowie in der Krebsbehandlung zunehmend  (in Asien standardisiert) eingesetzt. Physiologisch bedeutende Wirkstoffe des Klapperschwamms stellen so genannte Beta-Glucan-Polysacharide, Beta-1,3- und Beta-1,6-Glucan, dar, deren immunmodulierende, antioxidative und tumorhemmende Wirkungen wissenschaftlich belegt sind. Die Maitake-D-Fraktion stimuliert die Aktivität von T-Helfer-Zellen, Makrophagen (Fresszellen), Interleukinen und Gamma-Interferon.

Zellschutz vor Viren, Bakterien und Tumorausbreitung: In der Krebstherapie hat die Maitake-D-Fraktion hemmenden Effekt auf das Wachstum von Krebszellen und vermindert die Tumorregression (bei Leber-, Lungen-, Mamma-, Magen- und Darmkarzinom) sowie die Nebenwirkungen von Chemo- und Strahlentherapien. Darüber hinaus wirken die Inhaltsstoffe hoch antioxidativ, antibakteriell und antiviral, das heißt, sie hemmen die Ausbreitung des Virus im Wirtskörper. Durch wissenschaftliche Studien belegt sind neben den immunstimulierenden, tumorhemmenden und antioxidativen Zellwirkungen auch die Eigenschaften des Maitake zur Senkung erhöhter Blutdruck- und Blutfettwerte (Cholesterin, Triglyceride) sowie zur Verbesserung der Insulinsensibilität.

Weitere wissenschaftliche Veröffentlichungen: 1. Inoue A. et al.: Effect of Maitake (Grifola frondosa) D-Fraction on the Control of the T-Lymph Node Th-1/Th-2 Proportion; Biol. Pharm. Bull. 25(4) 536-540 (2002). 2. el-Mekkawy, S. et al.: Anti-HIV-1 and anti-HIV-1-protease substances from Ganoderma lucidum, in: Phytochemistry; vol 49(6), pp 1651-7 (1998). 3. Cunningham-Rundles S.: Are Botanical Glucans Effective in Enhancing Tumoricidal Cell Activity? American Society for Nutrition. J. Nutr. 135: 2919S (2005). 4. Hong F. et al.: Mechanism by which orally administered beta-1,3-glucans enhance the tumoricidal activity of antitumor monoclonal antibodies in murine tumor models. J Immunol. 173:797-806 (2004). 5. Kodama N. et al. Maitake D-Fraction enhances antitumor effects and reduces immunosuppression by mitomycin-C in tumor-bearing mice. Nutrition. 21:624-629 (2005). 6. Konno S.: Potential growth inhibitory effect of maitake D-fraction on canine cancer cells. Vet Ther. 5:263-271 (2004). 8. Memorial Sloan-Kettering Cancer Institute. Maitake. 2007. 7. Nanba H. Activity of maitake D-fraction to inhibit carcinogenesis and metastasis. Ann NY Acad Sci. 768:243-245 (1995). 8. Nanba H. et al.: Effect of maitake D-fraction on cancer prevention. Ann NY Acad Sci. 833:204-207 (1997).

Phosphatidylserin

Optimiert die Gehirnleistung, steigert die Stressresistenz

Verbesserung geistiger Leistungsfähigkeit: Phosphatidylserin (PS) zählt wie Lecithin zu den für jede Körperzelle essentiellen Phospholipiden. Die Zellmembranen (Zellwände) erhalten durch Phosphatidylserin ihre unentbehrliche Grundstruktur und eine funktionierende Membranfluidität. Die Hauptfunktion von PS findet im Gehirn und Zentralnervensystem statt, wo es hochkonzentriert vorliegt. Phosphatidylserin ermöglicht dort die Kommunikation zwischen den Nervenzellen und fördert die Bildung der zur Reizweiterleitung wichtigen Neurotransmitter (Nervenbotenstoffe) Serotonin, Noradrenalin, Dopamin und Acetylcholin, deren synaptische Aktivitäten und damit die Signalweiterleitung zwischen den Nervenzellen (Neuronen) im Gehirn und Nervensystem. Speziell die kognitiven Prozesse der Speicherung und des Abrufens von Informationen werden verbessert. Aktuell dokumentieren fast drei tausend wissenschaftliche Studien die Wirksamkeit von Phosphatidylserin zur Steigerung kognitiver Fähigkeiten wie Gedächtnis-, Lern-, Konzentrations-, Aufmerksamkeits- und Sprachvermögen insbesondere im Alter sowie zur Erhöhung der Stressresistenz. Phosphatidylserin wird zudem bei Depression, Prüfungsstress, Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitätssyndrom (ADHS), Angststörungen und Demenz eingesetzt.

Weitere wissenschaftliche Veröffentlichungen: 1. Amaducci L.: Phosphatidylserine in the treatment of Alzheimer’s disease: Results of a multicenter study. Psychopharmacol Bull. 1988;24:130-134. 2. Blokland A. et al.: Cognition-enhancing properties of subchronic phosphatidylserine (PS) treatment in middle-aged rats: comparison of bovine cortex PS with egg PS and soybean PS. Nutrition. 1999;15:778-783. 3. Cenacchi T. et al.: Cognitive decline in the elderly: a double-blind, placebo-controlled multicenter study on efficacy of phosphatidylserine administration. Aging(Milano). 1993;5:123-133. 4. Crook T. et al.: Effects of phosphatidylserine in age-associated memory impairment. Neurology. 1991;41:644-649. 5. Crook T. et al.: Effects of phosphatidylserine in age-associated memory impairment. Neurology. 1991;41:644-649. 6. Crook T. et al.: Effects of phosphatidylserine in Alzheimer’s disease. Psychopharmacol Bull. 1992;28:61-66. 7. Delwaide PJ, Gyselynck-Mambourg A. et al.: Double-blind randomized controlled study of phosphatidylserine in senile demented patients. Acta Neurol Scand. 1986;73:136-140. 8. Engel R. et al.: Double-blind cross-over study of phosphatidylserine vs. placebo in patients with early dementia of the Alzheimer type. Eur Neuropsychopharmacol. 1992;2:149-155. 9. Toffano G. et al.: Effect of brain cortex phospholipids on catechol-amine content of mouse brain. Pharmacol Res Commun. 1976;8:581-590.

Pyridoxin – Vitamin B6

Für ein intaktes Nervensystem und erholsamen Schlaf-Wach-Rhythmus

Kurbelt die Neurotransmitter-Bildung an: Vitamin B6 (Pyridoxin) ist maßgeblich an der Synthese der Botenstoffe des Nervensystems (Neurotransmitter) wie Serotonin, Dopamin und Noradrenalin beteiligt. Nervenbotenstoffe ermöglichen die Kommunikation und Reizübertragung zwischen den Nervenzellen und stellen das Funktionieren aller kognitiven und nervalen Prozesse sicher. Die „Glückshormone“ Serotonin und Dopamin sind grundlegend für die Steuerung der mentalen Befindlichkeit verantwortlich. Der Einsatz von Vitamin B6 hat sich in der Behandlung verschiedenster psychisch und neurologisch bedingter Störungen wie Depression, Burnout-Syndrom, Angstzustände, ADHS, Parkinsonsche Erkrankung, Alzheimer-Demenz und Fibromyalgie bewährt.

Regulierung des Schlaf-Wach-Rhythmus: Pyridoxin ist über die Bildung des Hormons Melatonin zudem für einen funktionierenden Schlaf-Wach-Rhythmus verantwortlich. Das so genannte „Schlafhormon“ Melatonin wird von der Zirbeldrüse im Gehirn (Epiphyse) aus Serotonin gebildet und wirkt natürlich schlaffördernd bei Einschlaf- und Durchschlafstörungen. Darüber hinaus wird Vitamin B6 gezielt bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes mellitus, dem Prämenstruellen Syndrom (PMS), Anämie, entzündlichen Gelenkerkrankungen, Karpaltunnelsyndrom, Immunschwäche und Entzündungen der Mundschleimhaut eingesetzt.

Weitere wissenschaftliche Veröffentlichungen: 1. Bell I. et al.: Brief communication: Vitamin B1, B2, and B6 augmentation of tricyclic antidepressant treatment in geriatric depression with cognitive dysfunction. J Am Coll Nutr. 1992;11(2):159-163. 2. Brush M. et al.: Pyridoxine in the treatment of premenstrual syndrome: a retrospective survey in 630 patients. Br J Clin Pract. 1998;42:448–452. 4. Diegoli M. et al.: A double-blind trial of four medications to treat severe premenstrual syndrome. Int J Gynaecol Obstet. 1998;62:63–67. 3. Kidd P.: Attention deficit / hyperactivity disorder (ADHD) in children: rationale for its integrative management. Altern Med Rev. 2000;5(5):402-428. 4. Shor-Posner G.: Impact of vitamin B6 status on psychological distress in a longitudinal study of HIV-1 infection. Int J Psychiatry Med. 1994;24(3):209-222. 5. Findling R. et al.: High-dose pyridoxine and magnesium administration in children with autistic disorder: an absence of salutary effects in a double-blind, placebo-controlled study. J Autism Dev Disord 1997;27(4):467-478. 6. Lerner V. et al.: Vitamin B6 treatment in acute neuroleptic-induced akathisia: a randomized, double-blind, placebo-controlled study. J Clin Psychiatry 2004;65(11):1550-1554. 7. Miodownik C.: Vitamin B6 versus mianserin and placebo in acute neuroleptic-induced akathisia: a randomized, double-blind, controlled study. Clin Neuropharmacol 2006 Mar-Apr;29(2):68-72. 8. Miodownik C. et al.: High-dose vitamin B6 decreases homocysteine serum levels in patients with schizophrenia and schizoaffective disorders: a preliminary study. Clin Neuropharmacol 2007 Jan-Feb;30(1):13-7. 9. Nye C. et al.: Combined vitamin B6-magnesium treatment in autism spectrum disorder. Cochrane Database Syst Rev. 2005 Oct 19;(4):CD003497.