Pflanzliche Wirkstoffe

Alfalfa

Pflanzliche Hilfe bei erhöhten Cholesterin- und Blutfettwerten

Regulierung der Cholesterinwerte: Eine Reihe an klinischen Studien belegen die senkenden Effekte der Pflanze Alfalfa (Medicago sativa) auf den Blutplasma-Cholesterinspiegel. Zugleich können bestehende arteriosklerotische Gefäßablagerungen durch eine Ergänzung mit Alfalfa (auch als Luzerne bekannt) vermindert werden. Die in Alfalfa-Blättern zu 2 bis 3% enthaltenen Saponine sind der Grund für diese Wirkung: Saponine sind Sekundäre Pflanzenstoffe, die sich an das Cholesterinmolekül binden und dieses aus dem Blutkreislauf schleusen. Saponine hemmen damit die Cholesterin-Absorption aus dem Dünndarm. Darüber hinaus wird die Ausscheidung von fettähnlichen Substanzen und Gallensäuren über den Darm gesteigert. Damit wird das Verhältnis des „guten“ HDL-Cholesterins zum Gesamt-Cholesterin verbessert und die Blutkapillaren vor der Bildung arteriosklerotischer Plaques geschützt.

Weitere wissenschaftliche Veröffentlichungen: 1. Malinow M. et al.: Comparative effects of alfalfa saponins and alfalfa fiber on cholesterol absorption in rats. Am J Clin Nutr 32:1810 (1979). 2. Malinow M. et al.: Cholesterol and bile acid balance in Macaca fascicularis. Effects of alfalfa saponins. J Clin Invest ;67(1):156-162 (1981). 3. Cookson F. et al.: Quantitative relationships between administered cholesterol and alfalfa required to prevent hypercholesterolaemia in rabbits. Br J Exp Pathol 49(4):348-355 (1968). 4. Barichello A.: Effect of ileal bypass and alfalfa on hypercholesterolaemia. Br J Exp Pathol 52(1):81-87 (1971). 5. Malinow M. et al.: Effect of alfalfa saponins on intestinal cholesterol absorption in rats. Am J Clin Nutr 30(12):2061-2067 (1977). 6. Molgaard J. et al.: Alfalfa seeds lower low density lipoprotein cholesterol and apolipoprotein B concentrations in patients with type II hyperlipoproteinemia. Atherosclerosis 65(1-2):173-179 (1987). 7. Malinow M. et al.: Alfalfa seeds: effects on cholesterol metabolism. Experientia 36(5):562-564 (1980).

Aloe Vera

Foto: Aloe Vera Pflanze (Barbadensis miller)
Das Gel der reinen Aloe Vera fördert die Gesundheit und wirkt positiv bei Erkrankungen wie Neurodermitis (VitaminWiki)

Wüstenpflanze beschleunigt Wundheilung und verbessert Blutzuckerwerte

„Vier Pflanzen sind unerlässlich für das menschliche Leben: der Weizen, die Rebe, die Olive und die Aloe. Die erste nährt ihn, die zweite erfreut sein Herz, die dritte bringt ihm Harmonie und die vierte macht ihn gesund.“ CHRISTOPH KOLUMBUS

Die Aloe Vera (Aloe barbadensis) zählt zu den Pflanzen, deren nachgewiesene Wirkungen und medizinische Anwendungsbereiche längst in der modernen Wissenschaft angekommen sind. Bislang konnten 230 Substanzen wissenschaftlich identifiziert werden. Darunter hat besonders Acemannan, ein immunförderndes Mucopolysaccharid (Kohlenhydratverbindung), das Forschungsinteresse geweckt. Insbesondere wird Aloe wegen ihrer Wirkungen auf die Immun- und Verdauungsfunktionen sowie ihrer entzündungslindernden, wundheilenden und Blutzucker regulierenden Eigenschaften eingesetzt.

Verbesserte Wundheilung: Das Mark der Aloe beschleunigt die Prozesse der Wundheilung und die Regeneration von Haut- und Schleimhautgewebe sowohl bei oberflächlich als auch tiefer gehenden Wunden wie Operations- und Verbrennungswunden.

Senkung des Blutzuckerspiegels: Das Mark der Aloe hat eine senkende Wirkung auf den Blutglukosespiegel. Darüber hinaus reduziert Aloe oxidativen Stress der Körperzellen, der bei Diabetikern in der Regel erhöht ist.

Weitere wissenschaftliche Veröffentlichungen: 1.Bunyapraphatsara N. et al.: Anti-diabetic activity of Aloe vera L. juice. II. Clinical trial in diabetes mellitus patients in combination with glibenclamide. Phytomedicine 3(3):245-248 (1996). 2. Kaufman T. et al.: Aloe vera gel hindered wound healing of experimental second-degree burns: a quantitative controlled study. J Burn Care Rehabil. 9:156-159 (1988). 3. Chithra P. et al: Influence of Aloe vera on collagen characteristics in healing dermal wounds in rats. Mol Cell Biochem. 181:71-76 (1998). 4. Fulton J. Jr.: The stimulation of postdermabrasion wound healing with stabilized aloe vera gel-polyethylene oxide dressing. J Dermatol Surg Oncol. 16:460-467 (1990). 5. Syed T. et al.: Aloe vera estract 0.5% in ahydrophilic cream versus Aloe vera gel for the management of genital herpes in males. A placebo-controlled, double-blind, comparative study. J Eur Acad Dermatol Venereol. 7:294-295 (1996). 6. Vardy D. et al.: A double-blind, placebo-controlled trial of an Aloe vera (A. barbadensis) emulsion in the treatment of seborrheic dermatitis. J Dermatol Treat. 10:7-11 (1990). 7. Okyar A. et al.: Effect of Aloe vera leaves on blood glucose level in type I and type II diabetic rat models. Phytother Res. 15:157-161 (2001). 8. Ajabnoor M.: Effect of aloes on blood glucose levels in normal and alloxan diabetic mice. J Ethnopharmacol. 28:215-220 (1990).

Beta-Sitosterin

Fördert die Gesundheit von Herz und Prostata

Pflanzlicher Cholesterinsenker: Beta-Sitosterin gilt als eines der wirksamsten und für die medizinische Forschung derzeit interessantesten Phytosterine (Pflanzliches Sterin). Aufgrund seiner cholesterinähnlichen Molekülstruktur dient Beta-Sitosterin zur natürlichen Senkung der Serum-Cholesterinwerte. Der Pflanzenstoff konkurriert mit dem aufgenommenen Nahrungscholesterin um die Transportwege über die Darmschleimhaut (Resorption) und vermindert dadurch das Gesamt- und LDL-Cholesterin im Blut, wohingegen das förderliche HDL-Cholesterin unberührt bleibt. Beta-Sitosterin wird vorbeugend bei bestehenden Risikofaktoren für Gefäßerkrankungen sowie zur Behandlung erhöhter Cholesterinwerte (Hypercholesterinämie) oder bei beginnender Arteriosklerose eingesetzt.

Schützt die Prostata: Beta-Sitosterin hat darüber hinaus eine gefestigte Stellung in der klassischen Behandlung der gutartigen Prostatavergrößerung (benigne Prostatahyperplasie, BPH), wie auch die  Deutsche Gesellschaft für Urologie bestätigt. Beta-Sitosterin wirkt schwach antiandrogen, das heißt, es blockiert die Umwandlung des männlichen Sexualhormons Testosteron in biologisch wirksames Dihydrotestosteron. Hierdurch wird das hormonelle Gleichgewicht wieder hergestellt und die typischen Beschwerden einer vergrößerten Prostata (beim Harnlassen) vermindert. Beta-Sitosterin hat  entzündungsmindernde und abschwellende Wirkung und senkt signifikant das Risiko, bösartige Zellentartungen der Prostata zu entwickeln.

Weitere wissenschaftliche Veröffentlichungen: 1. Wilt T. et al.: ß-sitosterol for the treatment of benign prostatic hyperplasia: a systematic review. BJU International 83: 976-983 (1999). 2. Berges R., et al.: Randomized placebo-controlled, double-blind clinical trial of beta-sitosterol in patient with benign prostatic hyperplasia. Beta-sitosterol Study Group. Lancet. 345; 1529-1532 (1995). 3. Grundy S., Davignon J.: The interaction of cholesterol absorption and cholesterol synthesis in man. J Lipid Res 110:30 (1969). 4. Bracher F.: Phytotherapy of benign prostatic hyperplasia. Urologe A  Jan;361;:10-17 (1997). 5. Klippel K. et al.: A multicentric, placebo-controlled, double-blind clinical trial of beta-sitosterol (phytosterol) for the treatment of benign prostatic hyperplasia. German BPH-Phyto study group. Br J Urol; 80;3;: 427-32 (1997). 6. von Holtz R. et. al.: beta-Sitosterol activates the sphingomyelin cycle and induces apoptosis in LNCaP human prostate cancer cells. Nutr Cancer;32 1;:8-12 (1999). 7. Lichtenstein A. et al.: Stanol/Sterol-Containing Foods and Blood Cholesterol Levels. in: Circulation. American Heart Association Science Advisory Forum. Baltimore MD, S.1177–1179 (2001).

Bromelain

Ananas-Enzym mit medizinischer Wirkung

Bromelain ist ein Enzym aus der Ananas (Bromeliaceae), das aufgrund seiner positiven Wirkungen im Körper seit mehr als fünf Jahrzehnten medizinischen Einsatz findet.

Verdauungsförderung: Bromelain zählt zu den proteolytischen, also eiweißspaltenden Enzymen. Es fördert die Verdauungsarbeit der körpereigenen Enzyme Trypsin und Pepsin, die für die Eiweißverdauung zuständig sind. Bromelain unterscheidet sich von anderen Verdauungsenzymen darin, dass es sowohl im sauren als auch basischen Milieu des Dünndarms seine Wirkung entfaltet. Insbesondere unterstützt Bromelain daher die Verdauung von Nahrungseiweiß, darüber hinaus verbessert es die Resorption bestimmter  gesundheitsföderlicher sekundärer Pflanzenstoffe (z.B. dem Quercetin).

Entzündungslinderung: Bromelain wirkt entzündungshemmend, weshalb es bei Gewebeverletzungen verschiedenster Art, wie nach Operationen oder bei Sportverletzungen (Bänderdehnungen, Muskelfaserrissen oder Prellungen) zur Verbesserung der Wundheilung und schnelleren Regeneration Anwendung findet. Grundsätzlich lindert Bromelain Entzündungsprozesse im Körper, sowohl akut als auch bei chronischen Leiden wie Autoimmunerkrankungen, chronisch-degenerativen Gelenkerkrankungen (z.B. rheumatoide Arthritis) oder chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED).

Weitere wissenschaftliche Veröffentlichungen: 1. Cirelli MG.: Five years of clinical experience with bromelains in therapy of edema and inflammation in postoperative tissue reaction, skin infections and trauma. Clinical Medicine 74(6):55-59 (1967). 2. Taussig S., Batkin S.: Bromelain, the enzyme complex of pineapple (Ananas comosus) and its clinical application. An update. J Ethnopharmacol. 22:191-203 (1998). 3. Tilwe G. et al.: Efficacy and tolerability of oral enzyme therapy as compared to diclofenac in active osteoarthrosis of knee joint: an open randomized controlled clinical trial. J Assoc Physicians India (2001). 4 Onken J. et a.: Bromelain treatment decreases secretion of pro-inflammatory cytokines and chemokines by colon biopsies in vitro. Clin Immunol. 126(3):345-52 (2008). 5. Roxas M. The role of enzyme supplementation in digestive disorders. Altern Med Rev (2008). 6. Desser L. et al.: Oral therapy with proteolytic enzyes decreases excessive TGF-beta levels in human blood. Cancer Chemother Pharmacol 47:S10-5 (2001).

Cayenne

Aktiviert Stoffwechsel und körpereigene Endorphin-Bildung

Steigerung der Thermogenese: Cayennepfeffer enthält bis zu 2% Capasaicin, ein pflanzlicher Wirkstoff der den Capsaicinoiden angehört. Capsaicin ist für seine anregenden, thermogenetischen also wärmebildenden Eigenschaften bekannt. Indem es den Stoffwechselumsatz im Körper erhöht, steigert Capsaicin den Energieverbrauch und unterstützt eine angestrebte Gewichtsreduktion.

Stimulierung der Endorphin-Ausschüttung: Capsaicin aktiviert zudem die so genannten Nozirezeptoren, die sich in unterschiedlicher Konzentration auf der Oberfläche des Körpers verteilt befinden. Diese Rezeptoren senden spezifische Reize an das Gehirn, das daraufhin mit der Ausschüttung von Endorphinen und Adrenalin reagiert. Endorphine, sind körpereigene „Glückshormone“, die stimmungsaufhellende und schmerzlindernde Effekte ausüben. Capsaicin hat sich als komplementäre (ergänzende) Behandlung besonders bei Nervenschmerzen (Brennen, Kribbeln), Migräne, Gürtelrose und Muskelverspannungen  bewährt.

Weitere wissenschaftliche Veröffentlichungen: 1. Alper BS. et al.: Treatment of postherpetic neuralgia: a systematic review of the literature. J Fam Pract. 51:121-128 (2002). 2. Bouraoui A. et al.: Effects of capsicum fruit on theophylline absorption and bioavailability in rabbits. Drug Nutr Interact. 5:345-350 (1998). 3. Bortolotti M. et al.: The treatment of functional dyspepsia with red pepper. Aliment Pharmacol Ther. 16:1075-1082 (2002). 4. Bernstein J. et al.: Effects of topically applied capsaicin on moderate and severe psoriasis vulgaris. J Am Acad Dermatol.15:504-507 (1986). 5. Biesbroeck R, Bril V, Hollander P, et al.: A double-blind comparison of topical capsaicin and oral amitriptyline in painful diabetic neuropathy. Adv Ther. 12:111-120 (1995). 6. Frerick H, Keitel W, Kuhn U, et al.: Topical treatment of chronic low back pain with a capsicum plaster. Pain. 106:59-64 (2003). 7. Low P. et al.: Double-blind, placebo-controlled study of the application of capsaicin cream in chronic distal painful polyneuropathy. Pain. 62:163-168 (1995). 8. McCleane G.: Topical application of doxepin hydrochloride, capsaicin and a combination of both produces analgesia in chronic human neuropathic pain: a randomized, double-blind, placebo-controlled study. Br J Clin Pharmacol. 49:574-579 (2000).

Chlorella

Grünalge mit Schutzwirkung

Mikroalge zur Entgiftung: Die Chlorella-Alge (Chlorella pyrenoidosa) besitzt durch ihren hohen Gehalt an bestimmten Eiweißen und Biomolekülen (u.a. Sporopollenin) die Fähigkeit, toxische Substanzen wie Pestizide und Schwermetalle wie Cadmium, Blei und insbesondere Amalgam zu binden und auszuleiten. Darüber hinaus erhöht Chlorella den Glutahionspiegel. Glutathion fördert die Entgiftungsleistung der Leber und ist selbst aufgrund seiner Affinität zu Schwermetallen in der Lage, anorganische und organische Quecksilberverbindungen zu binden. Das in hoher Konzentration enthaltene Chlorophyll steigert zudem den Sauerstoffgehalt im Blut und verbessert das Körpermilieu.

Mariner Antioxidant: Die Chlorella-Alge besitzt außerdem eine hohe Konzentration an Antioxidantien, vorrangig Polyphenole und Carotinoide wie Beta-Carotin, Lutein und Zeaxanthin. Diese reduzieren oxidative Schäden sowie den Ausstoß der Körperzellen an so genanntem Stickstoffmonoxid (NO). NO löst normaler Weise Entzündungsprozesse aus, die zu oxidativen Schäden, der so genannten Lipidoxidation, führen. Chlorella senkt den NO-Ausstoß der Zellen. Hierdurch können sich antioxidative Enzymsysteme, vor allem die Glutathionperoxidase, die Superoxidismutase und die Katalase stärker entwickeln.

Weitere wissenschaftliche Veröffentlichungen: 1. Konishi, F. et al.: Antitumor effect enduced by a hot water extract of Chlorella vulgaris (CE): Resistance to Meth-A tumor growth mediated by CE-induced polymorphonuclear leukocytes. Cancer Immunol. Immunother 19:73-78, (1985). 2. Kojima, M. et al.: A New Chlorella Polysaccharide and Its Accelerating Effect an the Phagocytic Activity of the Reticuloendothelial System. Recent Adv. R.E.S. Res. 13:11 (1973). 3. Kobayashi, S.: Influence of chlorella extract an reticuloendothelial phagocytosis of rats. Health and Industry Newsletter. Agricultural Chemical Convention (1978). 4. Konishi F. et al.: Antitumor effect induced by a hot water extract of Chlorella vulgaris (CE): resistance to Meth-A tumor growth mediated by CE-induced polymorphonuclear leukocytes. Cancer Immunol Immunother 19(2):73-78 (1985). 5. Matsueda, S. et al.: Anti-tumor effect by oral administration of Chlorella extract. PCM-4. Gan To-Kagaku-Ryoho, 10(3), 781-5 (1983). 7. Tanka K. et al.: Oral administration of a unicellular green algae, Chlorealla vulgaris, prevents stress-induced ulcer. Planta Medica 1997; 63:465-466 (1997). 8. Yamaguchi, N. et al.: Immunomodulation by single cellular algae (Chlorella pyrenoidosa) and anti-tumor activities for tumor-bearing mice. Third International Congress of Developmental and Comparative Immunology, Reims, France, July 7-13 (1985). 9. Lee, SH et al.: Six-week supplementation with Chlorella has favorable impact on antioxidant status in Korean male smokers., Nutrition, pp. 175-83 (2010).

Cranberry

Beerenfrucht schützt vor Blasenentzündungen

Prävention und Behandlung von Harnwegsinfektionen: Die Cranberry (Vaccinium macrocarpon) besitzt die Eigenschaft, bakteriell bedingten Entzündungen von Blase und Harntrakt vorzubeugen und die Behandlung bei bestehenden Infekten zu unterstützen. Das Bakterium E. Coli (Escherichia Coli) stellt den häufigsten Auslöser für Entzündungen der Blase dar. Die medizinische Wirksamkeit und der Wirkmechanismus der Cranberry in der Prophylaxe und Behandlung häufig wiederkehrender bakterieller Infekte der Harnwege sind gut erforscht: Tannine, eine Untergruppe der so genannten Proanthocyanidine (Sekundäre Pflanzenstoffe), verhindern das Anhaften (Adhäsion) der Bakterien an der Schleimhautwand von Blase und Urinaltrakt. Escherichia Coli und andere infektiöse Bakterien werden dadurch mit dem Urin aus der Blase gespült, bevor sie sich an der Wand „einnisten“ können. Die anti-adhäsiven Eigenschaften der Cranberry wurden in vielen wissenschaftlichen Studien nachgewiesen und unterscheiden die dunkelrote Beere deutlich von allen anderen Beerenfrüchten.

Weitere wissenschaftliche Veröffentlichungen: 1. Bailey D. et al.: Can a concentrated cranberry extract prevent recurrent urinary tract infections in women? A pilot study. Phytomedicine (2007). 2. Campbell G. et al.: A randomised trial of cranberry versus apple juice in the management of urinary symptoms during external beam radiation therapy for prostate cancer. Clin Oncol (R Coll Radiol) 15(6):322-328 (2003). 3. DuGan, C.R. and Cardaciotto, P.S.: Reduction of ammoniacal urinary odors by the sustained feeding of cranberry juice. J. Phychiatr. Nurs. 4: 467-470 (1966). 4. Eichhorst, A.M.et al.: The therapeutic value of cranberries in treating and preventing urinary tract infections. The Online Journal of Knowledge Synthesis for Nursing, (1997). 5. Fellers, C.R.et al.: Effect of cranberries on urinary acidity and blood alkali reserve. Journal of Nutrition, 6(5): 455-463 (1933). 6. Fonda, M.M., et al.: Efficacy of cranberry in prevention of urinary tract infection in susceptible pediatric population. Canadian Journal of Urology, 2(1): 98-102 (1995). 7. Gettman MT. et al.: Effect of cranberry juice consumption on urinary stone risk factors. J Urol. 5 Aug;174(2):590-4; quiz 801 (2005). 8. Gibson, L. et al.: Effectiveness of cranberry juice in preventing urinary tract infections in long-term care facility patients. The Journal of Naturopathic Medicine, 2(1): 45-47 (1991).

Dong Quai

Natürlicher Regulator für hormonelles Gleichgewicht

Unterstützung der weiblichen Hormonregulation: Dong Quai (Angelica sinensis) hat seit vielen Jahren einen festen Stellenwert in der traditionellen und modernen Medizin. Die Wurzelpflanze dient insbesondere zur Behandlung weiblicher Beschwerden, die auf hormonellen Imbalancen beruhen. So wird der so genannte „weibliche Ginseng“ vor allem zur Linderung von Wechseljahresbeschwerden wie Hitzewallungen, Haut- und Scheidentrockenheit und Depressionen sowie zur Regulierung des Menstruationszyklus und dem prämenstruellen Syndrom (PMS) eingesetzt. Die in Dong Quai enthaltenen Phytoöstrogene sind bioaktive Pflanzenbestandteile, die aufgrund ihrer Ähnlichkeit zum weiblichen Geschlechtshormon Östrogen hormonähnliche Aktivität ausüben. Phytoöstrogene besitzen die regulative Fähigkeit, den Hormonspiegel je nach Notwendigkeit zu erhöhen oder zu senken. Dong Quai hat allgemein schmerzlindernde (analgetische), entzündungshemmende (antiinflammatorische) und muskelentspannende (antispastische) Wirkungen und umfasst daher ein breites Spektrum an Anwendungsgebieten.

Weitere wissenschaftliche Veröffentlichungen: 1. Carroll D.: Nonhormonal therapies for hot flashes in menopause. Am Fam Physician. 73(3):457-64 (2006). 2. Hirata J. et al.: Does dong quai have estrogenic effects in postmenopausal women? A double-blind, placebo-controlled trial. Fertil Steril 68(6):981-986 (1997). 3. Israel D., Youngkin E.: Herbal therapies for perimenopausal and menopausal complaints. Pharmacother. 17(5):970-98 (1997). 4. Lau C. et al.: Use of dong quai (Angelica sinensis) to treat peri- and postmenopausal symptoms in women with breast cancer: is it appropriate? Menopause 2005;12:734-40. 5. Shaw C.: The perimenopausal hot flash: epidemiology, physiology, and treatment. Nurse Pract. 22(3):55-56, 61-66 (1997). 6. Zhiping H., et al.: Treating amenorrhea in vital energy-deficient patients with angelica sinensis-astralagus membranaceus menstruation-regulating decoction. J Trad Chin Med;6(3):187-190 (2002).

Flohsamen (Psyllium)

Reguliert die Darmfunktion und entgiftet den Körper

Natürliche Stuhlregulierung: Die Samenschalen des Flohsamen (Psyllium, Plantago ovato) werden neben anderen Anwendungsbereichen vor allem zur Anregung und Regulierung der Darmfunktionen bei chronischer Darmträgheit und Verstopfung (Obstipation) eingesetzt. Die reichlich enthaltenen Schleimstoffe des Psylliums besitzen eine herausragend hohe Quellfähigkeit, was zur Vergrößerung des Darminhaltes führt und den Reflex der Darmentleerung auslöst. Flohsamen findet auch Anwendung bei Reizdarmbeschwerden sowie den chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen Colitis ulcerosa und Morbus Crohn sowie weiteren Störungen, bei denen die Regulierung der Stuhlkonsistenz angestrebt wird, wie Analfissuren und Hämorrhoiden. Aufgrund des starken Wasserbindevermögens der Faserstoffe schafft Flohsamen ebenfalls bei Durchfallerscheinungen Abhilfe. Die hohe Wirksamkeit von Psyllium wurde in einer Vielzahl an wissenschaftlichen Studien erforscht und einschlägig bestätigt.

Weitere wissenschaftliche Veröffentlichungen: 1. Fernandez-Banares F. et al.: Randomized clinical trial of Plantago ovata seeds (dietary fiber) as compared with mesalamine in maintaining remission in ulcerative colitis. Am J Gastroenterol 94:427–33 (1999). 2. Gelissen I. et al.: Effect of Plantago ovata (psyllium) husk and seeds on sterol metabolism: studies in normal and ileostomy subjects. Am J Clin Nutr 59:395-400 (1994). 3. Rodriguez-Moran M.: Lipid- and glucose-lowering efficacy of plantago psyllium in type II diabetes. J Diabetes Complications 12:273–8 (1998). 4. Spiller G. et al.: Bulk laxative efficacy of a psyllium seed hydrocolloid and of a mixture of cellulose and pectin. J Clin Pharmacol ;19:313-20 (1979). 5. Stevens J. et al.: Comparison of the effects of psyllium and wheat bran on gastrointestinal transit time and stool characteristics. J Am Diet Assoc 1;88:323-6 (1988). 6. Voderholzer W. et al.: Clinical response to dietary fiber treatment of chronic constipation. Am J Gastroenterol 92:95–8 (1997).

Fo-Ti (Polygonum multiflorum)

Verhindert Grauwerden der Haare

Erhalt der Haarpigmentierung: Das Forschungsteam um H.-J. Park lieferte im März 2011(1.) den jüngsten wiederholten wissenschaftlichen Nachweis für die Wirkung von Fo-Ti auf die Hemmung der Kopfhaarergrauung. Die hierzulande als Vielblütiger Knöterich, in Japan als He Shou Wu („mit schwarzen Haaren“) bekannte Wurzel Polygonum multiflorum, enthält spezielle Pflanzenwirkstoffe wie das resveratrol-ähnliche Glykosid TSG (Tetrahydroxystilben-Glucopyranosid). Ihnen konnten verschiedene signifikant positive Wirkungen bei der Bremsung physiologischer Alterungsprozesse nachgewiesen werden. Fo-Ti erhält unter anderem die Bildung des Farbpigments Melanin, das sich in der Faserschicht des Kopfhaars befindet. Im Zuge des Alterungsprozesses geht die körpereigene Bildung dieses Pigmentstoffs zurück. Die vielen wissenschaftlichen Belege stützen die Jahrtausende alte Anwendung des Vielblütigen Knöterichs als präventiv gesundheitsförderliches Tonikum sowie um den unerwünschten Anzeichen vorzeitigen Alterns natürlich entgegen zu steuern.

Weitere wissenschaftliche Veröffentlichungen: 1. Park H. et al.: Topical application of Polygonum multiflorum extract induces hair growth of resting hair follicles through upregulating Shh and β-catenin expression in C57BL/6 mice. J Ethnopharmacol (2011). 2. Chan Y. et al.: Beneficial effects of different Polygonum multiflorum Thunb. extracts on memory and hippocampus morphology. Journal of Nutritional Science and Vitaminology. (Tokyo). 48(6):491-497 (2002). 2. Pan H. et al.: Processed root tuber of Polygonum multiflorum on SOD and LPO levels in mice, China Journal of Chinese Materia Medica 18(6): 344 (1993). 3. Chan Y. et al.: Long-term administration of Polygonum multiflorum Thunb. reduces cerebral ischemia-induced infarct volume in gerbils. American Journal of Chinese Medicine. 31(1):71-77 (2003). 4. Chen Y.: 2,2-Diphenyl-1-picrylhydrazyl radical-scavenging active components from Polygonum multiflorum thunb. Journal of Agricultural and Food Chemistry.47(6):2226-2228 (1999). 5. Pang M. et al.: Studies on the leukopoietic actions of Polygonum cuspidatum and Huanghuji Mixture, Xinjiang Journal of Materia Medica; 2: 33-35 (1989). 6. Van Damme E. et al.: Molecular cloning of the lectin and a lectin-related protein from common Solomon’s seal (Polygonatum multiflorum). Plant Molecular Biology. 31(3):657-672 (1996).

Gamma-Linolensäure

Steuert Immunüberreaktionen entgegen

Bildung immunmmodulierender Botenstoffe: Die Gamma-Linolensäure (GLA) gehört der Gruppe der mehrfach ungesättigten Omega-6-Fettsäuren an und ist Ausgangsstoff zur Bildung hormonähnlicher Reglerstoffe. Diese Botenstoffe, genannt Eicosanoide, und insbesondere die Prostaglandine unter ihnen, erfüllen zahlreiche biologische Funktionen und regulierende Aktivitäten in den verschiedenen Steuersystemen des menschlichen Körpers. Die Gamma-Linolensäure sorgt dabei für ein dynamisches Gleichgewicht bei der Synthese unterschiedlicher Prostaglandine, wie PGE1 und PGE2. In Form von Schwarzkümmel- oder Nachtkerzenöl wird die Gamma-Linolensäure innerlich oder äußerlich zur Regulierung allergischer und entzündlicher Prozesse sowie bei der großen Gruppe der Autoimmunerkrankungen eingesetzt. Von Autoimmunerkrankungen spricht man, wenn das Immunsystem gegen das eigene Gewebe eine Immunantwort startet, wie es bei Neurodermitis, Psoriasis (Schuppenflechte), Multiple Sklerose, Rheumatischer Arthritis oder entzündlichen Darmerkrankungen wie Morbus Crohn der Fall ist.

Weitere wissenschaftliche Veröffentlichungen: 1. Furse R. et al.: Gammalinolenic acid, an unsaturated fatty acid with anti-inflammatory properties, blocks amplification of IL-1 beta production by human monocytes. J Immunol. 1;167(1):490-496 (2001). 2. Goyal A.: A randomized multicenter study of gamolenic acid (Efamast) with and without antioxidant vitamins and minerals in the management of mastalgia. Breast J11(1):41-47 (2005). 3. Jamal G. et al.: Gamma-linolenic acid in diabetic neuropathy. Lancet 5-10-6;1(8489):1098 (1986). 4. Middleton S. et al.: A double-blind, randomized, placebo-controlled trial of essential fatty acid supplementation in the maintenance of remission of ulcerative colitis. Aliment Pharmacol Ther ;16(6):1131-1135 (2002). 5. Miles E. et al.: The influence of different combinations of gamma-linolenic acid, stearidonic acid and EPA on immune function in healthy young male subjects. Br J Nutr 91(6):893-903 (2004). 6. Takwale A. et al.: Efficacy and tolerability of borage oil in adults and children with atopic eczema: randomised, double blind, placebo controlled, parallel group trial. BMJ 327(7428):1385 (2003). 7. Usami M. et al: Effect of gamma-linolenic acid or docosahexaenoic acid on tight junction permeability in intestinal monolayer cells and their mechanism by protein kinase C activation and/or eicosanoid formation. Nutrition 19(2):150-156 (2003). 8. van Gool C. et al.: Gamma-linolenic acid supplementation for prophylaxis of atopic dermatitis–a randomized controlled trial in infants at high familial risk. Am J Clin Nutr 77(4):943-951 (2003).

Glucomannan

Gefäß mit Cholesterin-EinlagerungenFaserstoff mit positiver Wirkung auf Gewicht und Cholesterinwert

Unterstützt eine nachhaltige Gewichtsreduktion: Glucomannan (Konjak Mannan) ist ein aus den Wurzeln des asiatischen Aronstabgewächses Konjac (lat. Amorphophallus konjac), der so genannten Teufelszunge, extrahierter wasserlöslicher Ballaststoff. Der Pflanzenstoff Glucomannan besteht aus langen unverdaulichen Kohlenhydrat-Ketten und besitzt die Fähigkeit, in Wasser zu festen Gelen aufzuquellen. Das Polysaccharid kann dabei die 50-fache Wassermenge seiner Eigenmasse binden und hat damit die höchste bislang bekannte Wasserbinde-Kapazität aller Naturstoffe. Durch sein hohes Quellvermögen erzeugt Glucomannan auf natürliche Weise eine angenehme Fülle im Magen, sorgt für ein natürliches Sättigungsgefühl und wird daher im Rahmen einer kalorienarmen Ernährung zur Unterstützung einer nachhaltigen Gewichtsreduktion erfolgreich eingesetzt. Eine Vielzahl an Studien sowie die EFSA, die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit, bestätigen diese Effekte.

Senkt Blut-Cholesterinwerte: Glucomannan wirkt sich zudem positiv auf Gesamtcholesterin-, LDL-Cholesterin- und Triglycerid-Wert aus. Eine Studie der American Society for Clinical Nutrition konnte außerdem eine Verbesserung der Blutzuckerwerte sowie weiterer Risikofaktoren für Gefäß- und Herzprobleme bei Diabetes Typ 2 nachweisen.

Glucomannan wird in Pulverextrakt-Form – optimaler Weise in Kombination mit Vitamin C – zur Unterstützung der Gewichtsreduktion und der Cholesterinsenkung  eingesetzt. Dabei sollte nur Konjak-Extrakt verwendet werden, da es Glucomannan in hoch konzentrierten Mengen liefert, hingegen enthält Konjak-Mehl nur einen vergleichsweise sehr geringen Anteil an Glucomannan.

Weitere wissenschaftliche Veröffentlichungen: 1. Martino F. et al.: Effect of dietary supplementation with glucomannan on plasma total cholesterol and low density lipoprotein cholesterol in hypercholesterolemic children. Nutr Metab Cardiovasc Dis 15:17480 (2005). 2. Gallaher D. et al.: A glucomannan and chitosan fiber supplement decreases plasma cholesterol and increases cholesterol secretion in overweight normocholesterolemic humans. J Am Coll Nutr 21:428-433 (2002). 3. Vuksan V. et al.: Konjac-mannan (glucomannan) improves glycemia and other associated risk factors for coronary heart disease in type 2 diabetes. A randomized controlled metabolic trial. Diabetes Care 22:913–9 (1999). 4. Zhang M. et al.: The effect of foods containing refined Konjac meal on human lipid metabolism. Biomed Environ Sci 3:99–105 (1990). 5. Arvill A. et al.: Effect of short-term ingestion of konjac glucomannan on serum cholesterol in healthy men. Am J Clin Nutr 61:585–9 (1995). 6. American Society for Clinical Nutrition Effect of glucomannan on plasma lipid and glucose concentrations, body weight, and blood pressure: systematic review and meta-analysis1. 7. EFSA Journal: Scientific Opinion on the substantiation of health claims related to konjac mannan (glucomannan) and reduction of body weight (ID 854, 1556, 3725), reduction of post-prandial glycaemic responses (ID 1559), maintenance of normal blood glucose concentrations (ID 835, 3724), maintenance of normal (fasting) blood concentrations of triglycerides (ID 3217), maintenance of normal blood cholesterol concentrations (ID 3100, 3217), maintenance of normal bowel function (ID 834, 1557, 3901) and decreasing potentially pathogenic gastro-intestinal microorganisms (ID 1558) pursuant to Article 13(1) of Regulation (EC) 2010.

 

Gotu Kola

Bild: Querschnitt einer Vene (Blutgefäß)
Gotu Kola stärkt das Gefäßendothel der Venenwände (VitaminWiki)

Stärkung der Venen bei Gefäß- und Venenleiden

Kräftigt die Kapillaren und verbessert die Blutzirkulation: Gotu Kola (Centella asiatica) hat sich aufgrund seiner positiven Wirkungen auf die Blutkapillaren und das Zirkulationssystem zur Behandlung von Venen- und Gefäßleiden bewährt. Die in Gotu Kola enthaltenen Pflanzenstoffe, darunter so genannte triterpenische Glykoside, stärken das Kollagen des Bindegewebes und verbessern die Integrität des Venensystems. Gotu Kola steuert unter anderem der Verhärtung der Gefäßwände (Arteriosklerose) entgegen und verbessert die Durchblutung der Extremitäten. Wie wissenschaftliche Studien zeigen, kann Gotu Kola die Entstehung von Krampfadern signifikant verringern, indem es in den Stoffwechsel der so genannten Mukopolysacharide (Stoffe mit strukturellen Funktionen in den Venenwänden) regulierend eingreift. Der Einsatz von Gotu Kola ist gängig bei allen venösen Störungen wie Krampfadern, Varizen, Ödemen, Entzündungen der Venen und venösen Insuffizienzen (Venenverhärtung).

Weitere wissenschaftliche Veröffentlichungen: 1. Bradwejn J. et al.: A double-blind, placebo-controlled study on the effects of Gotu Kola (Centella asiatica) on acoustic startle response in healthy subjects. J Clin Psychopharmacol.;20:680 – 684 (2000). 2. Belcaro G. et al.: Improvement of capillary permeability in patients with venous hypertensionafter treatment with TTFCA. Angiology.;41: 533 – 540 (1990). 3. Belcaro G. et al.: Capillary filtration and ankle edema in patients with venous hypertension treated with TTFCA. Angiology.;41:12 – 18 (1990). 4. Cesarone M. et al.: The microcirculatory activity of Centella asiaticain venous insufficiency. A double-blind study]. Minerva Cardioangiol. 42:299 – 304 (1994). 5. Pointel J. et al.: Titrated extract of Centella asiatica(TECA) in the treatment of venous insufficiency of the lower limbs. Angiology. 38:46 – 50 (1987). 6. Cesarone M. et al. Activity of Centella asiaticain venous insufficiency. Minerva Cardioangiol. 40:137 – 143v (1992). 7. Mahajani S. et al.: Study of venodynamic effect of an Ayurvedic formulation of Centella asiatica using venous occlusion plethysmography (VOP) and laser-Doppler velocimetry (LVD). Can J Physiol Pharmacol;72(suppl 1):180 (1994).

Grapefruit

Schützt vor Pilzausbreitung, bewahrt Herz und Gefäße

Natürliches Antibiotikum hemmt Bakterien, Pilze und Co.: Bioaktive Pflanzenstoffe der Grapefruit (Citrus paradisi) besitzen die Eigenschaft, mehr als 930 bislang bekannte Krankheitserreger wie Bakterien, Viren, Pilze und Parasiten, die das biologische Gleichgewicht stören, in ihrem Wachstum zu hemmen respektive zu eliminieren. Darunter fallen Bakterien wie Salmonellen, Escherichia coli und Campylobacter jejuni sowie der Hefepilz Candida Albicans. Insbesondere zur Behandlung der weitverbreiteten Candidiasis sowie bei Mundsoor, Fuß- und Hautpilz hat sich der Einsatz von Grapefruitextrakt bewährt.

Multipler Arteriosklerose-Schutz: Der lösliche Faserstoff Pektin sowie Citrus-Bioflavoinoide und eine Reihe antioxidativer Pflanzenwirkstoffe wie Naringin, Hesperidin, Glutathion, Polyphenole wie Apigenin, Glucar- und Galacturonsäure der Grapefruit senken erhöhte Blutfettwerte (Cholesterin, Triglyceride), verbessern das Verhältnis zwischen LDL- und HDL-Cholesterin und verhindern die gefäßschädigenden Prozesse der so genannten Lipidoxidation. Die konzentrierte Aufnahme von Grapefruitextrakt als alimentäre Ergänzung senkt nachweislich das Risiko für die Entstehung arteriosklerotischer Gefäßveränderungen und beugt der Entwicklung koronarer Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor.

Weitere wissenschaftliche Veröffentlichungen: 1. Cerda J.: Inhibition of atherosclerosis by dietary pectin in microswine with sustained hypercholesterolemia. Circulation 89(3):1247-53 (1994). 2. Gao K. et al.: The citrus flavonoid naringenin stimulates DNA repair in prostate cancer cells. J Nutr Biochem.17(2):89-95 (2006). 3. Gorinstein S. et al.: Red Grapefruit Positively Influences Serum Triglyceride Level in Patients Suffering from Coronary Atherosclerosis: Studies in Vitro and in Humans. J Agric Food Chem. ;54(5):1887-1892 (2006). 4. Heggers, J. P. et al.: The effectiveness of processed grapefruit-seed extract as an antibacterial agent: II. Mechanism of action and in vitro toxicity. Altern Complement Med. 8(3):333-340 (2002). 5. Khaw K. et al.: Relation between plasma ascorbic acid and mortality in men and women in EPIC-Norfolk prospective study: a prospective population study. European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition. Lancet. 3;357(9257):657-63 (2001). 6. Shela Gorinstein et al.: Red Grapefruit Positively Influences Serum Triglyceride Level in Patients Suffering from Coronary Atherosclerosis: Studies in Vitro and in Humans. In: Journal of Agricultural and Food Chemistry. 7. Tenney, L.: Grapefruit Seed Extract: Powerful Protection Against Viruses, Bacteria, Fungi and other Harmful Microbes. Pleasant Grove, Utah, USA. 19 (2000).

Holunder

Kleine schwarze Beere bietet Immun-, Zell- und Gefäßschutz

Stärkung der Abwehrkräfte, Befreiung der Bronchien: Sambucus nigra, die schwarze Holunderbeere, hat sich aufgrund ihrer ausgeprägt immunstärkenden Eigenschaften zur Vorbeugung und Behandlung von Erkältungserkrankungen, grippalen Infekten sowie akuten und chronischen Bronchialinfekten besonders in den Wintermonaten bewährt. Holunderbeeren und -blüten enthaltenen eine besondere Kombination an ätherischen Aromakomplexen, Anthocyanen, organischen Pflanzensäuren und Vitamin C. Die in den Beeren bis zu 0,01% vertretenen ätherischen Öle wirken schweißtreibend und schleimlösend bei Atemwegsinfekten der Bronchien. Die Wirkung zur Stärkung der Abwehrkräfte sowie ausgeprägt entzündungshemmende, schmerzstillende, antivirale, schweiß- und harnfördernde sowie fiebersenkende Eigenschaften sorgen für einen positiven Allgemeinzustand und werden vom Menschen seit Jahrhunderten in vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten genutzt.

Antioxidativ, entzündungshemmend, antibakteriell: Die Beeren des schwarzen Holunders sind reich an Anthocyanen (Flavonoide), Pflanzenfarbstoffe, die in dunkelroten und blauen Pflanzenfrüchten vorkommen und in der Holunderbeere in besonders hoher Konzentration vorhanden ist. Anthocyane sind grundsätzlich hoch antioxidativ wirksam und schützen die Körperzellen vor Angriffen durch reaktive freie Radikale, welche Zellmembranen und Zellkern irreversibel schädigen. Anthocyane wirken dadurch stark zell- und gefäßschützend sowie entzündungshemmend und beugen arteriosklerotischen Gefäßveränderungen und koronaren Herzerkrankungen vor. Die in den Holunderbeeren enthaltenen Pflanzensäuren wie Apfel-, Zitronen- und Weinsäure wirken antimikrobiell und hemmen das Wachstum verschiedener potentieller Krankheitserreger.

Weitere wissenschaftliche Veröffentlichungen: 1. Barak, V. et al.: The effect of Sambucol, a black elderberry-based, natural product, on the production of human cytokines: I. Inflammatory cytokines. Eur. Cytokine Netw. 2:290–296 (2001). 2. Zakay-Rones. et al.: Inhibition of several strains of influenza virus in vitro and reduction of symptoms by an elderberry extract (Sambucus nigra L.) during an outbreak of influenza B Panama. J Altern Complement Med 1(4):361-369 (1995). 3. Christensen, K.B., et al.: Identification of bioactive compounds from flowers of black elder (Sambucus nigra L.) that activate the human peroxisome proliferator-activated receptor (PPAR) &ggr; Phytotherapy Research (2010). 4. Lee, J.: Anthocyanins and other polyphenolics in American elderberry (Sambucus canadensis) and European elderberry (S. nigra) cultivars. Journal of the Science of Food and Agriculture. 87 (14), 2665-2675 (2007). 5. Vandenbussche, F. et al.: Analysis of the in planta antiviral activity of elderberry ribosome-inactivating proteins. European Journal of Biochemistry. 271 (8), 1508-1515, (2004). 6. Vlachojannis, J.E., et al.: A systematic review on the sambuci fructus effect and efficacy profiles. Phytotherapy Research. 24 (1), 1-8 (2010).

Indol-3-Carbinol (Broccoli)

Antikrebswirkung mit Broccoli-Extrakt

Seit einigen Jahren ist der in besonders hoher Konzentration in Broccoli-Keimlingen und reifem Broccoli enthaltene Pflanzenstoff Indol-3-Carbinol Untersuchungsgegenstand der modernen Krebsforschung. Bislang bestätigen mehr als 30 breit angelegte Studien die signifikante Antikrebswirkung von Indol-3-Carbinol (I3C).

Bindung Krebs verursachender Substanzen: Indol-3-Carbinol ist in der Lage, toxische und krebsauslösende Substanzen (Karzinogene) wie Dioxine,  Aflatoxine und Amine unschädlich zu machen und damit die DNA, die zelluläre Erbsubstanz, vor bösartigen Zellveränderungen zu schützen.

Hemmung der Zellteilung und -vermehrung:
I3C greift zudem direkt in den Zellzyklus ein und hemmt die typische schnelle Teilung von Krebszellen.

Sekundärprävention:
Nach Beendigung sowie begleitend während einer Strahlen-, Chemo- oder anderer spezifischer Krebstherapien wird IC3 eingesetzt, um die Nebenwirkungen der Behandlung zu verringern und die Wirksamkeit zu erhöhen. Indol-3-Carbinol regt darüber hinaus die körpereigene Bildung von Gluathion in den Leberzellen (Hepatozyten) an. Gluathion unterstützt die Leber in ihrer Entgiftungsfunktion und schützt seinerseits das Erbgut der Körperzellen vor Strahlenschädigung durch Strahlungstherapien.

Indol-3-Carbinol wird behandlungsbegleitend vorrangig bei hormonell bedingten Krebsarten wie Prostata-, Brust- und Gebärmutterkrebs eingesetzt.

Weitere wissenschaftliche Veröffentlichungen: 1. Lee I., Han F. et al.: Inhibition of MUCI expression of indole-3-carbinol.; Int J Cancer 109:810-16 (2004). 2. Nugon-Baudon, L., Rabot, S.: Glucosinolates and glucosinolate derivates: implications for protec-tion against chemical carcinogenesis. Nutr. Res. Rev. 7, S. 205-231 (2003). 3. Cover C. et al: Indole-3-carbinol and tamoxifen cooperate to arrest the cell cycle of MCF-7 human breast cancer cell. Cancer Res. 1999; 59 1244-51 (1999). 4. Wong GY. et al.: A dose-ranging study of indole-3-carbinol for breast cancer prevention. J Cell Biol.; 28:111-116 (1988). 5. Bradlow HL. et al.: Long term responses of women to indole-3-carbinol or a high fiber diet. Cancer Epidemiol Biomarkers Prev. 3:591-595 (1994). 6. Bradlow HL. et al.: Multifunctional aspects of the action of indole-3-carbinol as an anti-tumor agent. Ann NY Acad Sci. 889:204-213 (1999). 7. Devanaboyina U, et al.: Effects of indole-3-carbinol (I3C) and phenethyl isothiocyanate (PEITC) on 7,12-dimethylbenz[aanthracene (DMBA)-induced DNA adducts in rat mammary glands and liver (Meeting abstract). Proc Annu Meet am Assoc. Cancer Res 38:A2427 (1997). 8. He Y. et al.: Indole-3-carbinol as a chemopreventive agent in 2-amino-1-methyl-6-phenylimidazo [4,5-b pyridine (PhIP) carcinogenesis: inhibition of PhIP-DNA adduct formation, acceleration of PhIP metabolism, and induction of cytochrome P450 in female F344 rats. Food Chem Toxicol. 38:15-23 (2000).

Kelp

Reinste Quelle zur natürlichen Jod- und Algen-Mineralversorgung

Prophylaxe und Ausgleich von Jodmangel: Die Meeresalge Kelp (Laminariales) hat sich durch ihren hohen Gehalt an reinem Jod als hochwertige natürliche Jodquelle einen Namen gemacht. Jod stellt für dem Menschen einen essentiellen Mineralstoff dar, der insbesondere zur Synthese der Schilddrüsenhormone vom Körper benötigt wird. Die Hormone Trijodthyronin (T3) und Thyroxin (T4) besitzen eine übergeordnete Bedeutung für die Funktion der Schilddrüse, alle Prozesse der Teilung und des Wachstums von Körperzellen und einen funktionierenden Energiestoffwechsel. Sowohl die körperliche und geistige Entwicklung in Wachstumsstadien wie die normale Embryonalreifung (Entwicklung des Gehirns und der geistigen Leistungsfähigkeit), als auch die Regulation der Stoffwechselrate sind auf eine ausreichende Jodzufuhr angewiesen. Deutschland ist ein Jodmangelgebiet, das heißt, über die Nahrungsaufnahme wird durchschnittlich nur die Hälfte (100 µg) der empfohlenen täglichen Zufuhrmenge aufgenommen.

Nahrungsergänzung empfohlen: Eine dauerhafte Jodunterversorgung führt zwangsläufig zu Störungen des Energiestoffwechsels, Schilddrüsenerkrankungen (Hypothyreose), Immunschwäche, Fertilitätsstörungen sowie körperliche und geistige Fehlentwicklung in Wachstumsphasen. Selbst von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung wird aus diesem Grund eine Nahrungsergänzung mit Jod wie in Form natürlicher pflanzlicher Algenquellen zur präventiven Vermeidung von Jodmangel und deren Folgen empfohlen. Kelp liefert darüber hinaus bemerkenswerte Konzentrationen an Calcium, Kupfer, Selen, Eisen, Magnesium, Zink, den Vitaminen A, C, E, K und dem B-Komplex sowie Enzymen, Proteinen, Algensäure und den Nervenstoffen Cholin und Inositol.

Weitere wissenschaftliche Veröffentlichungen: 1. Jurkovic N. et al.: Nutritive value of marine algae Laminaria japonica and Undaria pinnatifida. Di Nahrung 1:63-66. (1995). 2. Kathan R.: Kelp extracts as antiviral substances. Ann N Y Acad Sci . 130:390-39 (1965).*3. Chida K. et al.: Antitumor activity of a crude fucoidan fraction prepared from the roots of kelp (Laminaria species). Kitasato Arch Exp Med . 60:33-39 (1987). 4. Konno N. et al.: Association between dietary iodine intake and prevalence of subclinical hypothyroidism in the coastal regions of Japan. J Clin Endocrinol Metab. 78:393-397 (1994). 5. Eliason C.: Transient hyperthyroidism in a patient taking dietary supplements containing kelp. J Am Board Fam Pract. 11:478-480 (1994). 6. Severe dyserythropoiesis and autoimmune thrombocytopenia associated with ingestion of kelp supplements. Lancet. 339:1540  (1992). 7. Clark M. et al.: Effects of kelp supplementation on thyroid function in euthyroid subjects. Endocr Pract. 9:363-9 (2003). 8. Pye K. et al.: Severe dyserythropoiesis and autoimmune thrombocytopenia associated with ingestion of kelp supplements. Lancet .339:1540 (1992).

Knoblauch

Universalschutz für den Herz-Kreislauf-Apparat

Lipidsenker und Mehrfach-Gefäßschutz: Unterschiedliche Metastudien belegen die Wirkung von Knoblauch-Extrakt (Allium sativum) in der Prophylaxe und komplementären Behandlung bei Hyperlipidämie, Arteriosklerose und Bluthochdruck sowie seine positiven Wirkungen auf verschiedene Herz-Kreislauf-Risikofaktoren. Im Knoblauch enthaltene Sulfide (Schwefelverbindungen), insbesondere Alliin, das zu Allicin und Vinyldithiin umgewandelt wird, senken den Gesamt- und LDL-Cholesterin- sowie Triglyceridspiegel. Durch die tägliche Supplementierung mit Knoblauchextrakt kann der Entstehung und dem Fortschreiten arteriosklerotischer Gefäßablagerungen entgegen gesteuert werden. Diese so genannten Plaques entstehen infolge zu hoher Blutfettspiegel durch Fett- und Cholesterineinlagerungen und führen zur Verhärtung der Gefäßinnenwände (Arteriosklerose) und Durchblutungsstörungen bis hin zu Gefäßverschlüssen.

Regulierung von Mikrozirkulation und Blutdruck: Die Sulfide des Knoblauchs weisen gefäßerweiternde (vasodilatorische), fibrinolytische (Blutgerinnsel lösende), blutverdünnende Wirkungen auf und hemmen die Verklumpung von Blutplättchen. Durch die tägliche Aufnahme von Knoblauchauszügen kann eine Blutdrucksenkung von 10 mm Quecksilber erzielt, die Fließfähigkeit des Blutes verbessert und der Entwicklung koronarer Herzkrankheiten (KHK) entgegen gesteuert werden.

Weitere wissenschaftliche Veröffentlichungen: 1. Ackermann R. et al.: Garlic shows promise for improving some cardiovascular risk factors. Arch Intern Med. 161:813-824 (2001). 2. Alder R. et al.: A systematic review of the effectiveness of garlic as an anti-hyperlipidemic agent. J Am Acad Nurse Pract. 15(3):120-129 (2003). 3. Silagy, C. et al.: Garlic as a lipid-lowering agent – a meta-analysis. J R Coll Phys London; 1994; (28): p. 39-45. 4. Paradox, P.: Garlic. In: Gale encyclopedia of alternative medicine. Gale Group, 2001. 5. Kleijnen, J. et al.: Garlic, onoin and cardiovascular risk factors: A review of the evidence from human experiments with emphasis on commerciallyavailable preparations. Br J Clin Pharmacol; 1989; (28): p. 535-44. 6. Dillon S. et al.: Antioxidant properties of aged garlic extract: an in vitro study incorporating human low density lipoprotein. Life Sci. 72(14):1583-1594 (2003). 7. Kendler B.: Recent nutritional approaches to the prevention and therapy of cardiovascular disease. Prog Cardiovasc Nurs . 12(3):3-23 (1997). 8. Koscielny et al.: The antiatherosclerotic effect of Allium sativum. Atherosclerosis . 144:237-249 (1999). 9. Loy M. et al.: Herbal medicine for the treatment of cardiovascular disease. Arch Intern Med. 158:2225–2234. 10. Wojcikowski K. et al.: Effects of garlic oil on platelet aggregation: a double-blind placebo-controlled crossover study. Platelets 2007 Feb;18(1):29-34. 11. Yeh Y., Liu L.: Cholesterol-lowering effect of garlic extracts and organosulfur compounds: human and animal studies. J Nutr. 2001;131(3s):989S-993S.

Krill-Öl

KrillMaritimer Schutz von Herz und Arterien

Herz- und Gefäß-Prophylaxe: Das Öl des Kleinkrebses Krill (Euphausia superba) dient aufgrund seines besonders zuträglichen Fettsäuremusters zur Primär- und Sekundärprävention sowie adjudanten (begleitenden)  Therapie  von Herz- und kardiovaskulären Erkrankungen. Nahezu ein Drittel der in Krill-Öl gespeicherten Fettsäuren nehmen die Omega-3-Fettsäuren EPA (Eicosapentaensäure) und DHA (Docosahexaensäure) ein, denen in über 9.000 klinischen Studien kardioprotektive Wirkungen nachgewiesen wurden. So reduziert eine hohe Zufuhr dieser Fettsäuren das Risiko für Herz- und Gefäßerkrankungen signifikant, unter anderem durch die Senkung erhöhter Blutfett-, Cholesterin- und Blutdruckwerte. Zudem wird die Blutfließfähigkeit verbessert, das Risiko für Blutgerinnselbildung reduziert und Entzündungsprozessen des Gefäßendothels sowie der Entstehung arteriosklerotischer Gefäßablagerungen (Plaques) entgegen gesteuert. Eine der positiven Nebenwirkungen ist daher der blutverdünnende Effekt beim Verzehr von Krill-Öl Kapseln.

Verbund mit Zellschutz-Carotinoid Astaxanthin: Der rote so genannte „Leuchtkrebs“ bietet zudem einen einzigartigen Komplex aus Fettsäuren, Phospholipiden (Baustein der Zellmembranen) und dem hoch antioxidativen Farbpigment Astaxanthin. Krill-Öl kann aufgrund dieses beispiellosen Verbundes besonders gut vom Organismus resorbiert werden. Damit ist Krill-Öl das einzige Öl, das Astaxanthin liefert – das von Wissenschaftlern als einen der stärksten Zellprotektoren eingestufte rotfarbene Carotinoid. Untersuchungen ergaben für Astaxanthin das 6.000-fache antioxidative Potential von Vitamin C und eine 50-fach stärkere antioxidative Wirksamkeit verglichen mit allen bislang bekannten Fischölen. Die in renommierten Fallstudien zu Krill-Öl belegten Wirkungen in der Prophylaxe und Therapie umfassen unter anderem: Schutzeffekte für Herz- und Gefäßsystem und Regulierung erhöhter Blutfettwerte (Cholesterin-Triglyceride). Aufgrund seiner antiinflammatorischen (entzündungreduzierenden) Wirksamkeit hat sich Krill-Öl zudem insbesondere bei chronischen, entzündlichen Erkrankungen wie den chronisch-entzündliche Gelenkerkrankungen (Arthritis, Arthrose), Hauterkrankungen (Schuppenflechte, Neurodermitis) und chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (Morbus Crohn, Colitis ulcerosa) bewähren können.

Weitere wissenschaftliche Veröffentlichungen: 1. Bunea R. et al.: Evaluation of the effects of Neptune Krill Oil on the clinical course of hyperlipidemia. Altern Med Rev 9(4):420-8 (2004). 2. Werner A. et al.: Treatment of EFA deficiency with dietary triglycerides or phospholipids in a murine model of extrahepatic cholestasis. Am J Physiol Gastrointest Liver Physiol.;286(5):G822-32. Epub 2003 Dec 11 (2004). 3. Sampalis T.: Evaluation of the Effect of NKO on Biomarkers of Chronic Inflammation in vivo. JSS medical research, inc. June 9, 2004. 4. Sally T. et al.: Dietary Krill Oil Supplementation Reduces Hepatic Steatosis, Glycemia, and Hypercholesterolemia in High-Fat-Fed Mice . Journal of Agricultural and Food Chemistry, 17.9. (2009). 5. Deutsch L.: Evaluation of the Effect of Neptune Krill Oil on Chronic Inflammation and Arthritic Symptoms. Journal of the American College of Nutrition, Vol. 26, No.1 (2007). 6. Duda M. et al.: Fish oil, but not flaxseed oil, decreases inflammation and prevents pressure overload-induced cardiac dysfunction. Cardiovasc Res. 1;81(2):319-27 (2009). 7. Tou J. et al.: Krill for human consumption: nutritional value and potential health benefits. Nutr Rev.;65(2):63-77 (2007).

Lutein

Innerer UV-Schutz der empfindlichen Netzhaut

Carotinoid bewahrt vor der altersbedingten Makuladegeneration (AMD): Eine der zwei häufigsten Ursachen für das Erblinden ab 55 Jahren stellt die AMD dar. Der „gelbe Fleck“, die Makula, bildet das Zentrum unserer Netzhaut, der Retina. Für das Scharfsehen verantwortlich, besitzt die Makula die höchste Dichte an Fotorezeptorzellen. Diese so genannten Stäbchen und Zäpfchen sind reich an ungesättigten Fettsäuren, die sich jedoch für oxidative (zellschädigende) Prozesse ausgesprochen anfällig zeigen. Zum Schutz vor schädlicher Oxidation enthält die Makula daher einen besonders hohen Gehalt an Lutein (lat. gelb), dem Carotinoid und gelben Farbpigment, dem sie auch ihren Namen verdankt (Macula lutea). Lutein schützt den gelben Fleck, indem es durch UV-Strahlung hervorgerufenen oxidativen Stress vermindert, wie auch die AMD Alliance International bestätigt. Hohe Luteinwerte konnten in Studien das Erkrankungsrisiko für AMD um 82% senken. Da der Körper Lutein selbst nicht bilden kann, muss es in ausreichender Menge über die Nahrung sowie Nahrungsergänzung zugeführt werden.

Weitere wissenschaftliche Veröffentlichungen: 1. Chopdar A. et al.: Age-related macular degeneration. BMJ 2003 326: 485-488. JM Seddon et al. Association between C-reactive protein and age-related macular degeneration. JAMA 291: 704-710. (2004). 2. Fessler B.: Alterstbezogene Makuladegeneration – Mit photodynamischer Therapie gegen den Sehverlust. Deutsche Apotheker-Zeitung (DAZ) 42: 4824-4825. 3. Hammond B., Wooten B., Snodderly D.: Density of the Human Crystalline Lens is related to the Macular Pigment Carotenoids, Lutein and Zeaxanthin. Optom. Vis. Sci. 74: 499-504. (1997). 4. Evans et al. : Causes of visual impairment in people aged 75 years and older in Britain: an add-on study to the MRC trials of assessment and management of older people in the community. British Journal of Ophthalmology 2004 88: 365-370. (2000). 5. Bartlett H., Eperjesi F.: Age-related macular degeneration and nutritional supplementation: a review of randomised controlled trials. Ophthal Physiol Opt 23: 383-399. (2003). 6. M Mozaffarieh et al.: The role of carotenoids, lutein and zeaxanthin, in protecting against age-related macular degeneration: a review based on controversial evidence. Nutritional Journal 2:20 (2003).

Lycopin

Tomaten-Pigment schützt vor Krebs

Krebsschutz aus der Pflanze: Verschiedene wissenschaftliche Studien der letzten beide Jahrzehnte konnten nachweisen, dass der rote Tomatenfarbstoff Lycopin hoch zellschützende Effekte und eine signifikante Schutzwirkung vor Krebs besitzt. Wie Forscher heraus fanden, bewahrt das rotfarbene Carotinoid die Wände der Körperzellen sowie die  „Funktionsorgane“ unserer Zellen, die so genannten Organellen, sowohl vor oxidativen Stress (Lycopin ist einer der stärksten natürlichen Antioxidantien, der u.a. die Zellen vor Singulett-Sauerstoff schützt) als auch vor krebserregenden Substanzen unterschiedlichster Art (Karzinogene). Studien konnten nachweisen: Umso höher der Lycopin-Spiegel im Körper ist, desto niedriger ist das Risiko, an Haut-, Brust-, Prostata-, Darm-, Lungen-, Magen-, Blase-, Speiseröhren-, Gebärmutter- und Bauchspeicheldrüsenkrebs zu erkranken. Dies bestätigen neuste Forschungen, die beim 90. Jahrestreffen der AACR, der amerikanischen Vereinigung für Krebsforschung (American Association for Cancer Research), präsentiert wurden.

Weitere wissenschaftliche Veröffentlichungen: 1. Bilton, R. et al.: The White Book on antioxidants in tomatoes and tomato products and their health benefits, 2nd rev. edition 2001, CMITI Sarl Avignon, ISSN 1145-9565. 2. Block, G. et al.: Fruit, vegetables, and cancer prevention: A review of the epidemiological evidence, Nutr. Cancer 18 (1992) 1-29. 3. Bowen, P. et al.: Tomato sauce supplementation and prostate cancer: Lycopene accumulation and modulation of biomarkers of carcinogenesis, Exp. Biol. Med. 227 (2002) 886-893. 4. Bradley, S. et al.: Why is there an association between eating fruit and vegetables and a lower risk of stroke?, J. Human Nutr. Diet. 11 (1998) 363-372. 5. Cooper, D. A. et al.: Dietary carotenoids and certain cancers, heart disease, and age-related macular degeneration: A review of recent research, Nutr. Rev. 57 (1999) 201-214. 6 Franceschi, S. Et al.: Role of different types of vegetables and fruit in the prevention of cancer of the colon, rectum, and breast, Epidemiol. 9 (1998) 338-341. 7. Gaziano J. M. et al.: Supplementation with b-carotene in vivo and in vitro does not inhibit low density lipoprotein oxidation, Atherosclerosis 112 (1995) 187-195. 8. Giovannucci, E. et al.: A prospective study of tomato products, lycopene, and prostate cancer risk, J. Natl. Cancer Inst. 94 (2002) 391-398.

Maca

Wurzelextrakt steigert Libido und verleiht dem Organismus neue Energie

Aktivierung weiblicher und männlicher Libido: Die herausragende Eigenschaft der Andenwurzel Maca als natürlich sexuelles Stimulans bei beiden Geschlechtern (biologisches Aphrodisiakum) konnte in  verschiedenen wissenschaftlichen Studien in den vergangenen Jahrzehnten gut erforscht werden. Die in der Maca-Wurzel gebildeten biologisch aktiven aromatischen Isothiocyanate, Glucosinolate sowie spezielle Macamide und Macaene beeinflussen den männlichen und weiblichen Hormonstoffwechsel (Testosteron und Östrogen) und regen gleichzeitig die Beckendurchblutung an. Maca wird zur Stärkung der männlichen Potenz auch bei ausgeprägt erektiler Dysfunktion (ED) bei Männern eingesetzt.

Energetisierende und adaptogene Wirkung auf Körpersysteme: Die Kombination pflanzlicher Inhaltsstoffe aus Sterolen, essentiellen Fettsäuren, Alkaloiden, Tanninen, Saponinen sowie Mineralstoffen und Vitaminen verleiht Maca universell adaptogene Eigenschaften, das heißt, sie wirkt ausgleichend, regulierend und stabilisierend auf verschiedene Systeme des menschlichen Körpers. Zu hohe Blutdruckwerte werden durch den Verzehr gesenkt, während zu niedrige Blutdruckwerte erhöht werden. Maca hat eine allgemein energetisierende Wirkung, stärkt die immunologische Abwehrkraft, fördert die Regenerationsfähigkeit und Schlafqualität, vermindert Stresssymptome und Hormonschwankungen und hat sich bei chronischer Müdigkeit/Erschöpfung und Depressionen bewährt. Während der weiblichen Wechseljahre wirkt sich Maca harmonisierend auf den Östrogenhaushalt und auf das allgemeine körperliche und mentale Befinden aus, vermindert Hitzewallungen und Gefühlsschwankungen und steigert Wachheit und Energievermögen.

Weitere wissenschaftliche Veröffentlichungen: 1. Gonzales G. et al.: Effect of Lepidium meyenii (Maca) on sexual desire and its absent relationship with serum testosterone levels in adult healthy men. Andrologia. 34:367 (2002). 2. Chung F. et al.: Dose-response effects of Lepidium meyenii (Maca) aqueous extract on testicular function and weight of different organs in adult rats. J Ethnopharmacol. 98:143–7 (2005). 3. Gonzales G.et al.: Effect of Lepidium meyenii (Maca) on spermatogenesis in male rats acutely exposed to high altitude (4340 m). J Endocrinol. 180:87–95 (2004). 4. Gonzales G. et al.: Effect of Lepidium meyenii (Maca), a root with aphrodisiac and fertility-enhancing properties, on serum reproductive hormone levels in adult healthy men. J Endocrinol.176:163–8 (2003). 5. Gonzales G. et al.: Red maca ( Lepidium meyenii) reduced prostate size in rats. ReprodBiol Endocrinol (2005). 6. Ruiz-Luna A. et al.: Lepidium meyenii (Maca) increases litter size in normal adult female mice. Reprod Biol Endocrinol. 3:16 (2005). 7. Walker M.: Effects of Peruvian Maca on Hormonal Functions. Townsend Letter 184:18-22 (1998). 8. Mock D.: Skin manifestations of biotin deficiency. Semin Dermatol. Dec 10(4):296-302(1991). 9. Vecera R u.a.: The Influence of Maca (Lepidium meyenii) on Antioxidant Status, Lipid and Glucose Metabolism, 2007. 10. Rubio J u.a.: Lepidium meyenii (Maca) reversed the lead acetate induced – damage on reproductive function, 2006.

Perilla

Pflanzlicher Omega-3-Überflieger und Fitmacher fürs Herz

Natürlicher Schutz für Kreislauf und Gefäßsystem: Das Samenöl der Perilla-Pflanze (Perilla frutescens) stellt die bislang reichhaltigste identifizierte pflanzliche Quelle für Omega-3-Fettsäuren, insbesondere der  Alpha-Linolensäure (ALA, alpha-linolenic acid) dar. ALA zählt zu den essentiellen Fettsäuren und kann vom Körper selbst nicht synthetisiert werden. Die spezielle Fettsäurekombination des Perilla-Samenöls liefert 60% ALA, die sich nachweislich präventiv und therapeutisch positiv auf die Gesundheit und Funktionen von Herz und Blutgefäßen auswirkt. So senkt die Alpha-Linolensäure erhöhte Blutdruck- sowie Blutfettwerte (Cholesterin, Triglyceride). Da sie die Fettsäurezusammensetzung der Zellmembranen günstig beeinflusst, hält ALA die Gefäßinnenwände elastisch und stabil und beugt Gefäßschäden und arteriosklerotischen Prozessen vor. Zudem werden die Blutfließfähigkeit verbessert und Entzündungsprozesse vermindert (anti-inflammatorische Wirkung). Menschen mit erhöhtem Herz-Kreislauf-Risiko profitieren besonders von Perilla Samenöl in Kapseln. Da ALA zu den „Fisch“-Fettsäuren EPA und DHA umgebaut wird, empfiehlt sich Perilla-Öl besonderes für Menschen, die nicht regelmäßig Fisch verzehren oder einen oder mehrere Herz-Risiko-Faktoren aufweisen.

Nachgewiesene Wirkungen und Einsatzbereiche von Perilla Samenöl:

  • Prophylaxe sowie Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Senkung erhöhter Blutdruckwerte
  • Reduktion erhöhter Blutfettwerte
  • Hemmung von Entzündungsprozessen
  • Senkung des Arteriosklerose- und Infarkt-Risikos sowie
  • Linderung chronisch-entzündlicher Gelenkerkrankungen (Arthritis)
  • Unterstützung der Wundheilung (Verbrennungen)
  • Linderung chronisch-entzündlicher Darmerkrankungen
Weitere wissenschaftliche Veröffentlichungen: 1. Banno N. et al.: Triterpene acids from the leaves of Perilla frutescens and their anti-inflammatory and antitumor-promoting effects. Biosci Biotechnol Biochem. 2004;68:85-90. 2. Hrboticky N.: Alpha-Linolenic acid reduces the lovastatin-induced rise in arachidonic acid and elevates cellular and lipoprotein eicosapentaenoic and docosahexaenoic acid levels in Hep G2 cells. J Nutr Biochem. 1996;7:465-471. 3. Hu F. et al.: Dietary intake of alpha-linolenic acid and risk of fatal ischemic heart disease among women. Am J Clin Nutr . 1999;69:890-897. 4. Ishikura, N.: Anthocyanins and flavones in leaves and seeds of Perilla plant. Agr. Biol. Chem. 45:1855-1860. 5. Kashima, M. et al.: 1991. The antioxidant effects of phospholipids on perilla oil. Amer. Oil Chem. Soc. 6. Narisawa T. et al.: Inhibitory effect of dietary perilla oil rich in the n-3 polyunsaturated fatty acid alpha-linolenic acid on colon carcinogenesis in rats. Jpn J Cancer Res. 1991;82:1089-1096. 7. Sakono M, Yoshida K, Yahiro M.: Combined effects of dietary protein and fat on lipid metabolism in rats. J Nutr Sci Vitaminol. 1993;39:335-343. 8. Yamamoto, N.: Effect of dietary linolenate/linoleate balance on brain lipid compositions and learning ability of rats. Lipid Res. 28:144-151.

Policosanol

Etablierter pflanzlicher Herzschutz zur Blutfettsenkung und für gesunde Gefäße

Reduktion von Lipidwerten: Die aus Reiskleie gewonnene Pflanzenverbindung Policosanol hat sich in der medizinischen Anwendung zur Senkung erhöhter Cholesterol- und Triglyceridwerte als nebenwirkungsarme Alternative zu pharmakologischen Cholesterinsenkern durchgesetzt. Entscheidende Wirkkomponente in Policosanol stellt die Pflanzenverbindung Octacosanol dar. Verschiedene wissenschaftlichen Studien konnten für Octacosanol eine Senkung der Gesamt- und LDL-Cholesterinwerte um 20% sowie der Triglyceride um 15% nachweisen. Octacosanol und weitere pflanzliche Verbindungen in Policosanol bremsen die übersteigerte körpereigene Cholesterinsynthese in der Leber und erhöhen gleichzeitig die Serumwerte des (gefäßschützenden) HDL-Cholesterins um über 18%.

Verbesserung der Blutfließfähigkeit und Arteriosklerose-Prophylaxe: Policosanol steuert zudem der Bildung von Blutgerinnseln (Thromben) durch Verklumpen der Blutplättchen entgegen. Damit verhindert es Ablagerungen und Schädigungen am so genannten Gefäßendothel der Innenwände von Arterien und Venen und verhindert gefährliche arteriosklerotische Veränderungen der Gefäße. Policosanol wird bei erhöhtem Risiko für koronare Herzerkrankungen (HKH), zur Reduktion erhöhter Lipidfettwerte, zum Schutz vor Thrombenbildung und Arteriosklerose komplementär (therapeutisch) sowie in der Primär- und Sekundärprophylaxe eingesetzt.


Weitere wissenschaftliche Veröffentlichungen: 1. Arruzazabala, M. et al.: Antiplatelet effects of policosanol (20 and 40 mg/day) in healthy volunteers and dyslipidaemic patients. Clin. Exp. Pharmacol. Physiol. 29 891 – 897 (2002). 2. Torres O. et al.: Treatment of hypercholesterolemia in NIDDM with policosanol. Diabetes Care.;18(3):393-7. (1995). 3. Castano, G. et al.: Comparison of the efficacy and tolerability of policosanol versus atorvastatin in elderly patients with Type-II-HyperCholesterolemia. Drugs Aging 20 153 – 163. (2003). 4. Fernandez, J. et al.: Comparison of the efficacy, safety and tolerability of policosanol versus fluvastatin in elderly, hypercholesteremic women. Clin. Drug Invest. 21 103 – 113. (2001). 5. Gouni-Berthold, I.: Policosanol clinical pharmacology and therapeutic significance of a new lipid lowering agent. Am. Heart J. 143 356 – 365. (2002). 6. Janikola, M.: Policosanol – New treatment for cardiovascular disease? Altern. Med. Res. 7 203 – 217. (2002). 7. Zheng, B.L. (200): Effect of a lipidic extract from lepidium meyenii on sexual behavior, Urology.55(4):598-602. 8. Heiner K. et al.:Effect of Policosanol on Lipid Levels Among Patients With Hypercholesterolemia or Combined Hyperlipidemia; A Randomized Controlled Trial, JAMA. 2006;295(19):2262–2269. 9. Menendez R. et al.: Policosanol inhibits cholesterol biosynthesis and enhances low density lipoprotein processing in cultured human fibroblasts. Biol Res. 27(3-4): (1994). 10. Menendez R.: Effects of policosanol treatment on the susceptibility of low density lipoprotein (LDL) isolated from healthy volunteers to oxidative modification in vitro. Br J Clin Pharmacol.50(3):255-62 (2000).

Propolis

Natürliches Anti-Biotikum aus dem Bienenstock

Zur Immunsteigerung, Krankheitsabwehr und besseren Heilung: Propolis (lat. propolis cera) wird das Kittharz (auch Bienenharz, Bienenleim) genannt, das Bienen zur biologischen Abwehr gegen Bakterien, Viren und Pilzen zur Auskleidung des Bienenstocks herstellen. Bienenpropolis enthält hochwirksame  Substanzen mit bakteriziden, antiviralen und fungiziden Eigenschaften, die ihre antibiotischen Effekte auch im menschlichen Körper ausüben. Ebenso ist die stimulierende Wirkung von Propolis auf die zelluläre Immunabwehr wissenschaftlich belegt. Propolis aktiviert die zelluläre Immunantwort, sprich die Aktivität von Immunzellen wie Makrophagen und Zytokinen, den Botenstoffen unsres Abwehrsystems. Zudem weist Propolis stark antioxidative, entzündungshemmende und regenerations- und heilungsfördernde Fähigkeiten auf. Aufgrund des breiten Wirkspektrums hat sich Propolis neben der Anwendung als natürliches Antibiotikum und zur Immunaktivierung, zur allgemeinen Förderung von Regenerations- und Heilungsprozessen bewährt.

Weitere wissenschaftliche Veröffentlichungen: 1. Borrelli F. et al.: Phytochemical compounds involved in the anti-inflammatory effect of propolis extract. Fitoterapia 73 Suppl 1:S53-S63. (2002). 2. Debiaggi M. et al.: Effects of propolis flavonoids on virus infectivity and replication. Microbiologica. 13:207-213. (1990). 3. Grange J. et al.: Antibacterial properties of propolis (bee glue). J R Soc Med. 83:159-160. (1990). 4. Harish Z. et al.: Suppression of HIV-1 replication by propolis and its immunoregulatory effect. Drugs Exp Clin Res. 23:89-96. (1997). 5. Hladon B. et al.: In vivo studies on the cytostatic activity of propolis extracts. Arzneimittelforschung. 30:1847-1848. (1980). 6. Steinberg D. et al.: Antibacterial effect of propolis and honey on oral bacteria. Am J Dent 9(6):236-239. (1996). 7. Krol W. et al.: Synergistic effect of ethanolic extract of propolis and antibiotics on the growth of staphylococcus aureus. Arzneimittelforschung, 43 (5): 607-609, 1993. 7. Churchill R. American Chiropractor, 34-38, January/February 1980. 8. Dim V. et al.: Immunomodulatory action of propolis: IV. Prophylactic activity against gram-negative infections and adjuvant effect of the water-soluble derivative. Vaccine, 10 (12): 817-823, 1992.

Resveratrol

Bremst Zellalterungsprozesse, fördert das kardiovaskuläre System

Senkung des biologischen Zellalters: Das pflanzliche Polyphenol und Flavonoid Resveratrol wird vorrangig aus dem Knöterich (Polygonum cuspidatum) sowie aus roten Weintraubenschalen isoliert. Resveratrol ist ein zentraler Faktor im Abwehrsystem und schützt die Pflanze vor schädlichen äußeren Einflüssen auf vielfache Weise. Den Zellen des menschlichen Organismus kommt sein hohes protektive Potential gleichwohl zugute. Resveratrol besitzt stark antioxidative Eigenschaften, insbesondere vermag es direkt im so genannten Mitochondrium, dem zentralen Stoffwechselorgan der Zelle, freie reaktive Sauerstoffradikale zu neutralisieren. Darüber hinaus setzt Resveratrol die Wirksamkeit anderer Enzyme wie der Superoxiddismutase (SOD) signifikant herauf.

Verminderung von Herz-Kreislauf-Risikofaktoren: Resveratrol wirkt mehrfach gefäßprotektiv. Auf den Fettstoffwechsel und die Blutserumfettwerte hat Resveratrol einen positiven Einfluss indem es das Gesamt- und LDL-Cholesterin reduziert. Durch seine antioxidative Eigenschaft verhindert es zudem die Oxidation von Cholesterin und die Entstehung von Plaques, schädigenden Gefäßablagerungen, in der Innenwand der Arterien (Endothel). Resveratrol verbessert zudem die Blutfließfähigkeit und steuert dem Zusammenklumpen von Blutplättchen, im Fachdeutsch, der Thrombozytenaggregation entgegen. Knapp 3.000 veröffentlichte klinische Untersuchungen dokumentieren die vaskulärprotektiven, antikarzinogenen (krebshemmend), antioxidativen, antimikrobiellen und entzündungshemmenden Eigenschaften von Resveratrol.

Resveratrol wird insbesondere zur Verlangsamung der biologischen Zellalterung sowie der Prävention von degenerativen (alters- und verschleißbedingten) Erkrankungen wie Krebs-, Gefäß-, Demenz- und Gelenkerkrankungen eingesetzt. Optimaler Weise wird Resveratrol mit dem Pflanzenstoff Quercetin synergetisch kombiniert, das die Zellaufnahme von Resveratrol verbessert.

Weitere wissenschaftliche Veröffentlichungen:  1. Aggarwal, B. et al.: Role of resveratrol in prevention and therapy of cancer: preclinical and clinical studies. Anticancer Res. 24 2783-2840. (2004). 2. Bianchini F. et al.: Wine and resveratrol: mechanisms of cancer prevention? Eur J Cancer Prev; 12(5):417-425.( 2003). 3. Dong Z.: Molecular mechanism of the chemopreventive effect of resveratrol. Muta Res; 523-524:145-150.(2003). 4. Fulda, S. et al.: Sensitization for tumor necrosis factor-related apoptosis-inducing ligand-induced apoptosis by the chemopreventive agent resveratrol. Cancer Res. 64 337-346. (2004). 5. Gould, K. et al.: The Diverse Protective Roles of Anthocyanins in Leaves. J. Biomed. Biotechnol. 5 314-320. (2004). 6. Ignatowicz E. et al.: Resveratrol, a natural chemopreventive agent against degenerative diseases. Pol J Pharmacol 2001; 53:557-569. (2001). 7. Kimura Y.: Pharmacological studies on resveratrol. Methods Find Exp Clin Pharmacol 2003; 25(4):297-310. (2003). 8. Kundu, J. et al.: Molecular basis of chemoprevention by resveratrol: NF-kappaB and AP-1 as potential targets. Mutat. Res. 555 65-80. (2004). 9 Leighton F. et al.: Plasma polyphenols and antioxidants, oxidative DNA damage and endothelial function in a diet and wine intervention study in humans. Drugs Exp Clin Res 1999; 25(2-3):133-141 (1999).

Rotklee

Phytoöstrogene, sanft und effektiv für hormonelle Balance

Beschwerdefreie Wechseljahre mit Isoflavonen: Rotklee (Trifolium pratense) hat einen festen Stellenwert in der Anwendung zum hormonellen Ausgleich bei klimakterischen Beschwerden. Rotklee enthält eine besonders günstige Konzentration an Isoflavonen, Pflanzenstoffe, die den Phytoöstrogenen (pflanzliche Östrogene) angehören. Insbesondere Daidzein und Genistein weisen eine hohe biostrukturelle Ähnlichkeit mit dem weiblichen Sexualhormon Östradiol auf. Hierdurch besitzen Isoflavone die Fähigkeit zur Stimulierung der Östrogenrezeptoren und wirken sich regulierend auf den Hormonstoffwechsel aus. Der weibliche Organismus wird entlastet und das hormonelle Gleichgewicht unterstützt. Isoflavone wirken symptomlindernd bei den typischen postmenopausalen Beschwerden wie Hitzewallungen, Schweißausbrüchen, Schlafstörungen, Erschöpfung, Reizbarkeit sowie depressiven Stimmungsschwankungen und verbessern das körperliche und mentale Befinden. Rotklee stellt damit eine sanfte nutritive Alternative zur klassischen Hormonersatztherapie dar, die durch hochgradige Nebenwirkungen (Risikoerhöhung für Krebs- und kardiovaskuläre Erkrankungen) in starke Kritik geraten ist.

Erhalt der Knochendichte (Osteoporose-Prävention): Isoflavone wirken sich zudem positiv auf den Vitamin-D-Stoffwechsel aus, verstärken die Bildung und hemmen den Abbau von Vitamin D und und damit die Knochenmineralisation. Studien liefern eindeutige Nachweise für den erfolgreichen Einsatz von Rotklee zum Erhalt der Knochendichte und seiner vorbeugenden Wirksamkeit gegen Osteoporose (Knochenschwund) bei postmenopausalen Frauen.

Wegen seiner entzündungsmindernden, antioxidativen sowie Blutlipidwerte regulierenden Eigenschaften beugen Isoflavone kardiovaskulären sowie Krebs- und Demenzerkrankungen vor und werden auch zum Herz-Kreislauf-Schutz, optimaler Weise in synergetischer Kombination mit Pueraria, eingesetzt.

Weitere wissenschaftliche Veröffentlichungen: 1. Baber R. et al.: The effect of an Isoflavone dietary supplement (P-081) on serum lipids, forearm bone density & endometrial thickness in post menopausal women [abstract]. Menopause. 1999A;6:326. 2. Baber R. et al.: Randomized, placebo-controlled trial of an isoflavone supplement and menopausal symptoms in women. Climacteric. 1999B;2(2):85-92. 3. Howes J. et al.: The effects of dietary supplementation with isoflavones from red clover on the lipoprotein profiles of postmenopausal women with mild to moderate hypercholesterolemia. Atherosclerosis. 2000;152(1):143-147. 4. Husband A.: Red clover isoflavone supplements: safety and pharmacokinetics. Journal of the British Menopause Society. 2001;Supplement S1:4-7. 5. Jeri A.: The effect of isoflavones phytoestrogens in relieving hot flushes in Peruvian postmenopausal women. Paper presented at: 9 th International Menopause Society World Congress on the Menopause; October 20, 1999; Yokahama, Japan. 6. Nachtigall L.: Isoflavones in the management of menopause. Journal of the British Menopause Society. 2001;Supplement S1:8-12. 7. Nestel P. et al.: Isoflavones from red clover improve systemic arterial compliance but not plasma lipids in menopausal women. J Clin Endocrinol Metab . 1999;84(3):895-898. 8. Occhiuto F. et al.: Effects of phytoestrogenic isoflavones from red clover ( Trifolium pratense L .) on experimental osteoporosis. Phytother Res . 2007 Feb;21(2):130-4.

Rutin

Pflanzlicher Gefäß- und Venenschutz für intakte Mikrozirkulation

Aktive Stärkung der Kapillargefäße: Rutin ist ein Flavonoid, das als antioxidativer Schutzstoff von Pflanzen gebildet wird. Das Glykosid hat sich in der Prophylaxe und Behandlung von Gefäß- und Venenerkrankungen, Ödemen sowie zur Bindegewebsstärkung etabliert. Als gefäßwandaktive Substanz kräftigt Rutin die Blutgefäße, verbessert die Elastizität und Blutzirkulation bis in die kleinsten Haargefäße (<0,2mm Durchmesser) und schützt vor arteriosklerotischen Gefäßschäden. Zudem vermindert Rutin die Entzündungsbereitschaft und hemmt die Zusammenballung der Blutplättchen (Thrombozyten). Rutin besitzt die besondere Eigenschaft, die Kapillardurchlässigkeit zu verringern und damit den Flüssigkeitsaustausch zu regulieren, wovon Menschen mit Ödemen und venösen Stauungen besonders profitieren. Anwendung findet Rutin darüber hinaus bei allen Mikrozirkulationsstörungen, peripheren Durchblutungsstörungen, Venenerkrankungen wie Varizen, Hämorriden, Krampfadern sowie in der Arteriosklerose- und Herz-Kreislauf-Prophylaxe.

Weitere wissenschaftliche Veröffentlichungen: 1. Wijayanegara H. et al.: A clinical trial of hydroxyethylrutosides in the treatment of haemorrhoids of pregnancy. J Int Med Res; 20(1):54-60 (1992). 2. De Jongste A. et al.: A double-blind three center clinical trial on the short-term efficacy of O-(B-hydroxyethyl)-rutosides in patients with post-thrombotic syndrome. Thromb Haemost; 62(3):826-829. (1989). 3. Bergqvist D. et al.: A double-blind trial of O-(B-hydroxyethyl)-rutoside in patients with chronic venous insufficiency.10(3):253-260. (1981). 4. Mann R.: A double-blind trial of O.B-hydroxyethyl rutosides for stasis leg ulcers. Br J Clin Pract; 35(2):79-81. (1981). 5. Bamigboye A. et al.: Interventions for leg edema and varicosities in pregnancy. What evidence? Eur J Obstet Gynecol Reprod Biol. 129/1/2006. 6. Chen W. et al: Experimental study on inhibitory effect of rutin against platelet activation induced by platelet activating factor in rabbits. Zhongguo Zhong Xi Yi Jie He Za Zhi. 2002 Apr;22(4):283-5. 7. Guardia T. et al.: Anti-inflammatory properties of plant flavonoids. Effects of rutin, quercetin and hesperidin on adjuvant arthritis in rat. Farmaco. 2001 Sep;56(9):683-7.

Soja-Protein

Optimale Eiweißquelle plus schützender Phytoöstrogene

Bausteine zur Eiweißbildung: Soja-Protein weist mit einem Wert von 85 eine für den menschlichen Organismus vergleichbar hohe so genannte „biologische Eiweiß-Wertigkeit“ auf. Auch als orale Bioverfügbarkeit von Eiweiß bezeichnet, ist die Eiweiß-Wertigkeit ein Messparameter, mit dem der physiologische Wert einer Proteinquelle für den menschlichen Organismus charakterisiert wird. Soja liefert auch rein vegetarisch lebenden Menschen alle wichtigen und essentiellen Aminosäuren. Als Besonderheit liefert Soja-Eiweiß bemerkenswerte Mengen an L-Glutamin, eine Aminosäure, die über die übliche Ernährungsweise in geringen Mengen aufgenommen wird und daher als limitierende (begrenzende) Aminosäure für die körpereigene Eiweißsynthese, zum Aufbau von Zellen, Geweben, Muskelmasse, Hormonen, Regler-  und Immunstoffen, gilt.

Soja-Isoflavone bieten Schutz für Knochen und Herz-Kreislauf-System: Die in Soja-Eiweiß enthaltenen Isoflavone Genistein und Daidzein stellen die für den Menschen wichtigsten Phytoöstrogene dar. Phytoöstrogene sind sekundäre Pflanzenstoffe, deren hormonähnliche Oberflächenstruktur den weiblichen Östrogenen gleicht, die daher deren Zellrezeptoren besetzen und damit ein breites Spektrum an positiv regulierenden Wirkungen auf das Hormon- sowie Herz-Kreislauf-System und Knochenstrukturen ausüben. In verschiedenen placebokontrollierten Studien konnten u.a. folgende Wirkungen für Soja-Isoflavone nachgewiesen werden: Mehrfacher Herz-Kreislauf-Schutz einschließlich Senkung der Lipidwerte (LDL-Cholesterin, Triglyceride), Erhalt/Erhöhung der Knochendichte (Osteoporose-Prophylaxe), antioxidative Wirksamkeit sowie positiver Einfluss auf die Flexibilität der Blutgefäße insbesondere bei Frauen in der Prä- und Postmenopause. Soja-Isoflavone haben darüber hinaus seit Jahren einen festen Stellenwert zur sanften, effektiven Linderung von Wechseljahres- und Menstruationsbeschwerden.

Weitere wissenschaftliche Veröffentlichungen: 1. Adlerereutz H.: Soy isoflavones: A safety review. Nutrition Review. 2003;61:1–33. 2. Potter S.: Overview of proposed mechanisms for the hypocholesterolemic effect of soy. J Nutr 1995;125:606S–11S. 3. Anderson J. et al.: Meta-analysis of the effects of soy protein intake on serum lipids. N Engl J Med 1995;333:276–82. 4. Arliss R. et al.: Do soy isoflavones lower cholesterol, inhibit atherosclerosis, and play a role in cancer prevention? Holistic Nurse Practitioner. 2002;16(5):40–48. 5. Bhathena S. et al.: Beneficial role of dietary phytoestrogens in obesity and diabetes. American Journal of Clinical Nutrition. 2002;76:1191–1201. 6. Carroll K.: Review of clinical studies on cholesterol-lowering response to soy protein. J Am Diet Assoc 1991;91:820–7. 7. FDA Talk Paper.: FDA Approves New Health Claim for Soy Protein and Coronary Heart Disease. Accessed May 6, 2005. 8. Hasler C.: The cardiovascular effects of soy products. Cardiovascular Nursing. 2002;16(4):50–63. 9. Tikkanen M. et al.: Effect of soybean phytoestrogen intake on low density lipoprotein oxidation resistance. Proc Natl Acad Sci USA 1998;95:3106–10.

Schwarzkümmelöl

Lindert Bronchialerkrankungen, harmonisiert das Immunsystem

Regulierung der Immunabwehr: Das Samenöl des Schwarzkümmels (Nigella sativa) besitzt ein für den menschlichen Organismus besonders günstiges Fettsäuremuster. Sein hoher Gehalt an Gamma-Linolensäure (GLA) in Kombination mit Omega-3-Fettsäuren und ätherischen Ölen ist für die regulierenden und harmonisierenden Wirkungen von Schwarzkümmelöl auf das Immunsystem verantwortlich. Gamma-Linolensäure dient dem Organismus als Grundbaustoff zur Bildung bestimmter Reglerstoffe, vorrangig der Prostaglandine (PGE). Diese Gewebshormone harmonisieren die Immunreaktionen des Körpers und verhindern Entzündungsprozesse („anti-inflammatorische Mittlerstoffe“) und immunologische Überreaktionen (durch Histamin-Hemmung z.B. bei Allergien oder chronischen Hauterkrankungen). Die im Schwarzkümmelöl enthaltenen ätherischen Öle und sekundären Pflanzenstoffe aktivieren darüber hinaus die natürlichen Abwehrmechanismen und fördern den Prophylaxe-Schutz gegen verschiedene Krankheitserreger (z.B. Grippeviren).

Linderung bei Atemwegserkrankungen: Das reine Schwarzkümmelöl hat sich zudem in der Behandlung von akuten und chronischen Infekten der Bronchien, Asthma, Reiz- und Keuchhusten, Bronchitis und anderen Atemwegsinfekten bewährt. Pflanzenverbindungen des Schwarzkümmelöls sowie Gewebshormone, deren Eigensynthese im Organismus aktiviert wird, wirken erweiternd auf die Bronchien sowie schleimlösend (sekretlösend), entkrampfend und schweißtreibend. Die ätherischen Öle, Pflanzenstoffe und ungesättigten Omega-3-Fettsäure aktivieren die Abwehrkräfte und wirken präventiv gegen Erkältungserreger (antibakteriell), weshalb sich Schwarzkümmelöl unter anderem gezielt in der Erkältungszeit bewährt hat. Weitere Anwendungsbereiche zur inneren Anwendung von Schwarzkümmelöl sind Autoimmunerkrankungen (z.B. Neurodermitis, Psoriasis), chronische und akute Entzündungen, Störungen des Fett- und Blutzuckerstoffwechsels sowie Hormonstörungen und Menopause-Beschwerden. Äußerlich wird Schwarzkümmelöl insbesondere bei Hautentzündungen, Pilzbefall, Irritationen der Haut, Neurodermitis und Akne eingesetzt.

Weitere wissenschaftliche Veröffentlichungen: 1. Houghton, P. et al.: Fixed oil of nigella sativa and derived Thymoquinone inhibit eicosanoid generation in leukocytes and membrane lipid peroxidation. Planta Med. 61 (1995) 33-36. 2. Ansari, A. et al.: Structural studies on a saponin isolated from nigella sativa. Phytochemistry, Vol. 27, No. 12 (1988) 3977-3979. 3. Berdel, D.: Schwarzkümmelöl bei Asthma? Arzneimittel-, Therapie-Kritik. Hans Marseille Verlag GmbH, München, (1997). 4. El-Dakhakhny, M.: Studies on Egyptian Nigella sativa L. Arzneimittel-Forsch. 15 (1965) 1227-1229. 5. Atta-ur-Rahman, et al.: Isolation and strukture determination of Nigellicine, a novel alkaloid from the seeds of nigella sativa. Tetrahedron Letters, Vol. 26, No. 23 (1985) 2759-2762. 6. Kämmerer, W.: Essentielle Fettsäuren zur Therapie der atopischen Neurodermitis. Pharm. Ztg. 139, Nr. 28 (1994) 2195-2201. 7. Karawya, M. et al.: Essential oil and lipids of nigella sativa seed and their biological activity. Zag. J. Pharm. Sci. Vol. 3, No. 2 (1994) 49-57. 8. Nergiz, C. et al.: Chemical composition of nigella sativa L. seeds. Food chemistry 48 (1993) 259-261.

Spirulina

Mikroskopisch kleine Blaualge besticht durch höchste Nährstoffdichte

Liefert Optimum an Nährstoffvielfalt: Die grünblaue Mikroalge Spirulina platensis gilt als Nahrungspflanze mit einer der größten Nährstoffspektren und -konzentrationen  überhaupt. Spirulina besteht zu über 60% aus pflanzlichem Eiweiß mit hoher biologischer Wertigkeit (neun essentielle Aminosäuren). Neben lebensnotwendigen Fettsäuren wie Linol- und Gamma-Linolensäure liefert Spirulina in hoher Dichte Vitamine, Mineralstoffe, Glykonährstoffe sowie sekundäre Phytonährstoffe und Phytamine, darunter insbesondere zellschützende Farbpigmente wie Carotinoide, Chlorophyll, Phycocyanin, Spirulan und das bestechende „Methusalem-Enzym“ Superoxiddismutase.

Aktiviert körpereigene Immun-, Zellreparatur- und Entgiftungprozesse: Das Farbpigment Phycocyanin (PC) ist ein Immunaktivator, der die Stammzellen im Körper zur Bildung von roten und weißen Blutzellen, Immunzellen wie Makrophagen und Killerzellen sowie Cytokinen, den Botenstoffen des Immunsystems, anregt. Zugleich stimuliert die tägliche Aufnahme von Spirulina die Ausbildung einer optimal zusammengesetzten immunaktiven Darmflora (inkl. Lactobacillus acidophilus), dies macht eine mehrwöchige Spirulinaeinnahme insbesondere nach einer Antibiotika-Anwendung sinnvoll. Phycocyanin sowie Chlorophyll und Spirulan besitzen außerdem die Eigenschaft, Umweltschadstoffe wie Schwermetalle (Cadmium, Blei, Amalgan) zu neutralisieren und auszuleiten, weshalb Spirulina gezielt zur Förderung von Entgiftungsprozessen  eingesetzt wird. Zudem verbessern Phytamine die Zellkommunikation und regen  Reparaturvorgänge des Zellerbguts (DNA) an. Spirulina platensis wird des Weiteren zur Stärkung des Organismus von Leistungssportlern sowie zur Herz-Kreislauf-Prophylaxe eingesetzt, da es Entzündungsvorgänge, Blutfettwerte und das Arterioskleroserisiko signifikant senkt.

Weitere wissenschaftliche Veröffentlichungen: 1. Ayehunie, S. et al.: Inhibition of HIV-1 Replication by an Aqueous Extract of Spirulina platensis (Arthrospira platensis). JAIDS: Journal of Acquired Immune Deficiency Syndromes & Human Retrovirology. 18, 1, May 1998: 7-12. 2. Blinkova L. et al.: Biological activity of Spirulina. Zh Mikrobiol Epidemiol Immunobiol . 2001;(2): 114-118. 3. Hayashi K. et al.: A natural sulfated polysaccharide, calcium spirulan, isolated from Spirulina platensis: in vitro and ex vivo evaluation of anti-herpes simplex virus and anti-human immunodeficiency virus activities. AIDS Res Hum Retroviruses . 1996;12:1463–1471. 4. Hayashi O. et al.: Class specific influence of dietary Spirulina platensis on antibody production in mice. J Nutr Sci Vitaminol. 1998;44(6):841-851. 5. Hernandez-Corona A. et al.: Antiviral activity of Spirulina maxima against herpes simplex virus type 2. Antiviral Res 2002;Dec, 56(3):279-285. 6. Hirahashi T. et al.: Activation of the human innate immune system by spirulina: augmentation of interferon production and NK cytotoxicity by oral administration of hot water extract of Spirulina platensis. Int Immunopharmacol 2002;Mar, 2(4):423-434. 7. Jensen G. et al.: Consumption of Aphanizomenon flos aquae has rapid effects on the circulation and function of immune cells in humans. J Amer Nutraceut Assoc 2000;2(3):50-58. 8. Jensen G. et al.: Blue-green algae as an immuno-enhancer and biomodulator. J Amer Nutraceut Assoc 2001;3(4):24-30.

Yams

Verjüngende Pflanzenkraft, für natürliches Hormongleichgewicht

Natürlichee Ausgleich niedriger Hormonspiegel: Die Yamswurzel (Dioscorea villosa) wird seit frühesten Hochkulturen naturmedizinisch genutzt. Ihr Wurzelextrakt enthält neben Proteinen, Mikronährstoffen und Saponinen einen hohen Gehalt an Diosgenin, einem Pflanzenstoff, der die Bildung von Dehydroepiandrosteron (DHEA) in den Nebennieren stimuliert. DHEA ist eines der wichtigsten Steroidhormone für den Menschen und die Vorstufe für alle weiblichen und männlichen Geschlechtshormone wie Östrogen, Testosteron und Progesteron. Ab dem 30. und verstärkt ab dem 40. Lebensjahr nehmen die körpereigene Bildung von DHEA und einhergehend das körperliche Leistungsvermögen kontinuierlich ab und zelluläre Alterungsprozesse beschleunigen sich.

Von Altersforschern empfohlen: DHEA ist in üblichen Nahrungsmitteln nicht enthalten und kann nur über eine gezielte Ergänzung mit Yamswurzel-Extrakt aufgenommen werden. Eine Supplementierung ab Beginn der zweiten Lebenshälfte, wie sie von Altersmedizinern empfohlen wird, geht mit einer signifikanten Steigerung der körperlichen, einschließlich sexuellen, und kognitiven (geistigen) Leistungsfähigkeit sowie des Allgemeinbefindens und einer Verlangsamung der Alterungsprozesse einher. Zudem dient der Einsatz von DHEA zur Stärkung der körperlichen Immunabwehr, zur Herz-Kreislauf-Prophylaxe, zur Förderung einer ausgeglichenen Östrogen- und Testosteronbildung während der Wechseljahre beider Geschlechter, sowie bei Hormonstörungen, dem Prämenstruellen Syndrom (PMS), depressiven Verstimmungen und bei verschleißbedingten Beschwerden des Bewegungsapparats.

Weitere wissenschaftliche Veröffentlichungen: 1. Baulieu E. et al.: DHEA and aging: contribution of the DHEAge Study to a sociobiomedical issue. Proc Natl Acad Sci, (2000). 2. Bird C. et al.: Dehydroepiandrosterone sulfate: kinetics of metabolism in normal young men and women. Clin Invest Med. 7:119–122. (1984). 3. Cleary M. et al.: Anti-obesity effect of two different levels of dehydroepiandrosterone in lean and obese middle-aged female Zucker rats. International Journal of Obesity 10(3): 193-204, 1986. 4. Coleman D. et al.: Therapeutic effects of dehydroepiandrosterone (DHEA) in diabetic mice. Diabetes 31: 830-33, 1982. 5. Casson P. et al.: Oral dehydroepiandrosterone in physiologic doses modulates immune function in postmenopausal women. Am J Obstet Gynecol. 169:1536–1539. (1993). 6. Diamond P. et al.: Metabolic effects of 12-month percutaneous dehydroepiandrosterone replacement therapy in postmenopausal women. J Endocrinol (1996). 7. Haning R. et al.: Metabolic clearance rates (MRC) of dehydroepiandrosterone sulfate DS, its metabolism to dehydroepiandrosterone, androstenedione, testosterone and dehydrotestosterone, and the effect of increased DS concentration on DS MRC in normal women. J Clin Endocrinol Metab. 69:1047–1052 (1989). 8. Morales A. et al.: Effects of replacement dose of DHEA in men and women of advancing age. J Clin Endocrinol Metab (1994). 9. Schwartz A. et al.: Dehydroepiandrosterone: An antiobesity and anti-carcinogenic agent. Nutrition and Cancer 3: 46-53, 1981.

Yucca

Reinigende Gesundkur für schmerzfreie Gelenke

Unterstützt die natürliche Reinigung des Körpers: Yucca Schidigera ist eine Agavenpflanze, die durch ihren hohen Gehalt an Saponinen (Sekundäre Pflanzenstoffe) ausgeprägt physiologisch wirksame Eigenschaften aufweist. Saponine fördern die natürlichen Entgiftungsprozesse des Körpers. Für die Neutralisation, also die Unschädlichmachung von unerwünschten Stoffen sind Leber und Nieren verantwortlich. Insbesondere die Funktion der Leber wird durch Saponine unterstützt. Durch ihre markante Oberflächenaktivität, besitzen Saponine eine hohe Bindungsfähigkeit, was dem Körper bei der Ausscheidung von ungewollten Substanzen und Ablagerungen im Darm zugute kommt. Saponine erhöhen die Darmgesundheit, senken das Krebsrisiko und haben eine unterstützende Wirkung auf das Immunsystem.

Vermindert Entzündungsprozesse: Da Saponine auch Substanzen binden, die für entzündliche Prozesse im Körper verantwortlich sind, wird Yucca gezielt bei chronisch-entzündlichen Erkrankungen wie den degenerativen Gelenkerkrankungen (Arthritis, Rheuma, Osteoarthritis) eingesetzt. Betroffen mit Gelenkentzündungen profitieren durch eine deutlich verbesserte Gelenkbeweglichkeit und der Reduktion von Schwellungen, Entzündungen und Gelenkschmerzen. Yucca hat sich zum therapeutischen Einsatz insbesondere zur Linderung entzündlicher Erkrankungen wie chronisch-entzündlicher Haut-, Gelenk- und Autoimmunerkrankungen sowie zum Schutz des Herz-Kreislauf-Sytems, zur Darmreinigung und Förderung der Blutzuckerkontrolle (Diabetes mellitus) bewährt.

Weitere wissenschaftliche Veröffentlichungen: 1. Killeen, G. et al.: The effects of dietary supplementation with Yucca schidigera extract or fractions thereof on nitrogen metabolism and gastrointestinal fermentation processes in the rat. J.Sci.Food Agri. 76: 91-99. (1998). 2. Hristov, A. et al.: Effect of Yucca schidigera on ruminal fermentation and nutrient digestion in heifers. J.Anim.Sci. 77: 2554-2563 (1999). 3. Miyakoshi, M. et al.: Antiyeast Steroidal Saponins from Yucca schidigera (Mohave Yucca), A New Anti-Food-Deteriorating Agent, J. Nat. Prod., pp. 332-338, vol. 63:3. (2000). 4. Wallace, et al.: Influence of Yucca Shidigera Extract on Ruminal Ammonia Concentrations and Ruminal Microorganisms, Appl Environ Microbiol, Jun., pp. 1762-1767, vol. 60, Issue 6, Rowett Research Institute, Bucksburn, Aberdeen, United Kingdom, (1994). 5. Tanako, et al.: Application of Saponins in Foods and Cosmetics: Saponins of Mohave Yucca and Sapindus Mukurossi, Adv Exp Med Biol, pp. 1-11, vol. 405, Suzugamine Women’s College, Hiroshima, Japan, PMID 8910691, UI 97067277, Bibliographical Data. (1996). 6. Sen, et al.: Effect of Quillaja Saponaria Saponins and Yucca Schidigera Plant Extract on Growth of Escherichia Coli, Lett Appl Microbiol, pp. 35-38, Issue 1(1998).

Zimt

Diabetiker-Gold und Gewürz fürs Herz

Erleichtert Blutzuckerkontrolle (antidiabetische Wirkung): Zimt-Extrakt (Cinnamomum) hat sich aufgrund seiner „insulinmimetischen“, sprich senkenden Effekte auf den Blutzuckerspiegel als effektive Hilfe für Diabetiker erwiesen. Wie eine Reihe evidenzbasierter Untersuchungen dokumentieren, besitzt der in Zimt enthaltene Pflanzenstoff MHCP (Methylhydroxy-Chalcone-Polymer) die Eigenschaft, den Blutzuckerstoffwechsel zu verbessern und die Nüchtern-Blutzuckerwerte signifikant zu reduzieren. MHCP wirkt dabei direkt an den Rezeptoren der Zellen, erhöht deren Sensibilität gegenüber dem Stoffwechselhormon Insulin und beschleunigt den Eintritt von Glukose (Blutzucker) in die Zelle. Besonders ausgeprägt treten diese Effekte bei dem speziellen Zimtextrakt Cinnulin PF™ zutage.

Unterstützt das Herz-Kreislauf-System: Die verbesserte Insulinwirkung beeinflusst zudem den Lipidstoffwechsel, das heißt, wirkt senkend auf Cholesterol- und Triglyceridwerte. Da MHCP stark antioxidativ wirksam ist, verhindert es die schädliche Lipidoxidation. Zimt wirkt darüber hinaus entzündungshemmend und blutdruckregulierend und reduziert das Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen und Arteriosklerose. Diabetiker weisen naturgemäß ein erhöhtes oxidatives Stresslevel auf und sind für Herz-Kreislauf- sowie degenerative Nerven- und Netzhauterkrankungen besonders gefährdet. Sie profitieren daher doppelt von den Schutzeffekten des Zimts.

In der Kombination pflanzlicher Inhaltsstoffe aus Gerbstoffen (Proanthocyanidine), Phenolcarbonsäuren,  ätherischen Ölen (Cymol, Linalool, Methoxizimtaldehyd, Methylydroxy-Chalcone-Polymer), Borneol, Kampfer, Eugenol und Limonen sind die antibakteriellen, relaxierenden (krampflösenden) Eigenschaften des Zimts zu begründen. Die nutritive Ergänzung von Zimt-Extrakt wird daher auch bei Appetitlosigkeit, Verdauungsbeschwerden und Darmverstimmungen genutzt.

Weitere wissenschaftliche Veröffentlichungen: 1. Anderson, R. et al.: Isolation and characterization of polyphenol type-A polymers from cinnamon with insulin-like biological activity. J. Agric. 52 (2004) 65-70. 2. Berrio, L. et al.: Insulin activity: stimulatory effects of cinnamon and brewer‹s yeast as influenced by albumin. 37 (1992) 225-229. 3. Broadhurst, C. et al.: Insulin-like biological activity of culinary and medicinal plant aqueous extracts in vitro. J Agric. Food Chem 48 (2000) 849-852. 4. Imparl-Radosevich, J. et al.: Regulation of PTP-1 and insulin receptor kinase by fractions from cinnamon: implications for cinnamon regulation of insulin signalling. Horm Res 1998;50:177-182. 5. Jarvill-Taylor, K. et al.: A hydroxychalcone derived from cinnamon functions as a mimetic for insulin in 3T3-L1 adipocytes. J Am Coll Nutr 20 (2001) 327-336. 6. Khan A. et al.: Cinnamon improves glucose and lipids of people with type 2 diabetes. Diabetes Care 2003; 26(12):3215-3218 . 7. Qin, B. et al.: Cinnamon extract prevents the insulin resistance induced by a high-fructose diet. Horm Metab Res 36 (2004) 119-125. 8. Verspohl, E. et al.: Antidiabetic effect of Cinnamomum cassia and Cinnamomum zeylanicum in vivo and in vitro. Phytother Res 19 (2005) 203-206.