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Alpha-Liponsäure

Starker Antioxidant und Schutzengel im Nervensystem

Multi-Antioxidant: Die Alpha-Liponsäure zählt zu den wirksamsten Antioxidantien im menschlichen Organismus. Die Besonderheit: Ihre Struktur erlaubt es der Alpha-Liponsäure, sowohl in fettlöslichen Zellmembranen als auch den wasserlöslichen Geweben antioxidativ wirksam zu sein und so Zellwände und Zellorganellen (Funktionseinheiten) vor freien Radikalen zu schützen. Darüber hinaus ist die Alpha-Liponsäure in der Lage, andere Antioxidantien wie Vitamin E, Glutathion und Vitamin C zu regenerieren und damit die antioxidative Gesamtwirkung zu verstärken.

Nervenschutzstoff: Die Alpha-Liponsäure wirkt neuroprotektiv (Nerven schützend). Sie erhöht die Nervenleitgeschwindigkeit und verbessert die Blutzirkulation der Nervenzellen und deren Versorgung mit Sauerstoff und Nährstoffen. Gute Erfolge werden mit der Alpha-Liponsäure daher in der Regel bei allen Erkrankungen erzielt, die mit Nervenschädigungen einhergehen, wie z. B. den diabetischen Polyneuropathien oder Demenz-Erkrankungen.

Weitere wissenschaftliche Veröffentlichungen: 1. Helmer C. et al.: Association between antioxidant nutritional indicators and the incidence of dementia: results from the PAQUID prospective cohort study. European Journal of Clinical Nutrition, 57: 1555-1561 (2003). 2. Morcos, M. et al.: Effect of alpha-lipoic acid on the progression of endothelial celldamage and albuminuria in patients with diabetes mellitus: anxxploratory study (2002). 3. Nagamatsu M. et al: Lipoic acid improves nerve blood flow, reduces oxidative stress, and improves distal nerve conduction in experimental diabetic neuropathy. Diabetes Care 18:1160-1167 (1995).  4. Packer L. und Dr. C. Colman: The Antioxidant Miracle. New York, (1999). 5. Ziegler D. et al.: Treatment of symptomatic diabetic polyneuropathy with the antioxidant Alpha-lipoic acid: a meta analysis. Diabetic Medicine, 20 (2003). 6. Schmidt E., Schmidt N.: Leitfaden Mikronährstoffe. Orthomolekulare Prävention und Therapie, S. 226-227 (2004). 7. Smitthies J.: Neue Erkenntnisse über oxidativen Stress sowie die prophylaktische und therapeutische Anwendung von Antioxidantien. Journal für Orthomolekulare Medizin 6 (3), S.223-236 (1998).

Cholin

Vorreiter von nervenaktivem Acetylcholin

Übertragung von Nervenimpulsen: Cholin wird im Gehirn und in den peripheren Zellen des Nervensystems zum Neurotransmitter (Hirnbotenstoff) Acetylcholin umgewandelt. Acetylcholin ist einer der  wichtigsten Botenstoffe für die Reizübertragung, also die Weiterleitung von Nervenimpulsen. Eine wesentliche Rolle hat Acetylcholin damit für die Gedächtnisleistung sowie alle anderen kognitiven Vorgänge wie Konzentrations-, Lern- und Wahrnehmungsprozesse. Zudem hat Cholin resp. Acetylcholin eine Stress abbauende Wirkung. Die Ergebnisse klinischer Studien zeigen, dass Cholin auch eine zentrale Bedeutung bei der Hirn- und Gedächtnisentwicklung des Embryos in der Schwangerschaft zukommt. Erhöhte Cholingaben während dieser Zeit gehen demnach mit einer Erhöhung der geistigen Funktionsfähigkeit des Kindes einher. Andere Untersuchungen zeigen, dass dem altersbedingten Verlust des geistigen Leistungsvermögens durch eine gezielt erhöhte Cholinzufuhr signifikant entgegen gesteuert werden kann.

Weitere wissenschaftliche Veröffentlichungen: 1. Alvarez X. et al.: Double-blind placebo-controlled study with citicoline in APOE genotyped Alzheimer’s disease patients. Effects on cognitive performance, brain bioelectrical activity and cerebral perfusion. Methods Find Exp Clin Pharmacol. 21:633-644 (1999). 2. Bierer, L.M. et al.: Neurochemical of dementia severity in Alzheimer´s disease relative importance of cholinergic deficits. J. Neurochem. 64 749 (1995). 3. Cohen, B.M. et al.: Decreased brain choline uptake in older adults. JAMA 274 902 (1995). 4. Crowdon, J.H.: Use of phosphatidylcholine in brain diseases: An overview. In: Hanin, I., Ansell, G.B. rapeutic Aspects. Plenum Press, New York (1999). 5. Cohen B. et al.: Lecithin in the treatment of mania: double-blind, placebo-controlled trials. Am J Psychiatry. 139:1162-1164 (1982). 6. Cacabelos R. et al.: Effect of CDP-choline on cognition and immune function in Alzheimer’s disease and multi-infarct dementia. Ann N Y Acad Sci. 695:321-323 (1993). 7. De Jesus Moreno Moreno M.: Cognitive improvement in mild to moderate Alzheimer’s dementia after treatment with the acetylcholine precursor choline alfoscerate: A multicenter, double-blind, randomized, placebo-controlled trial. Clin Ther. 25:178-193 (2003). 8. Stoll A. et al.: Choline in the treatment of rapid-cycling bipolar disorder: clinical and neurochemical findings in lithium-treated patients. Biol Psychiatry. 40:382-38 (1996).

L-Phenylalanin

Signalvermittler im Nervensystem, für geistige Beweglichkeit und Nervenstabilität

Bildung von Nervenbotenstoffen: Die essentielle Aminosäure Phenylalanin ermöglicht die körpereigene Synthese der Neurotransmitter Dopamin, Noradrenalin, Adrenalin, Serotonin und Tyramin, für die Reizübermittlung zwischen den Nervenzellen unentbehrliche Signalstoffe. Über seine Rolle im Neurotransmitter-Stoffwechsel steigert Phenylalanin die geistige Wachheit und kognitive Hirnfunktionen wie Konzentrations- und Gedächtnisvermögen und hat stimmungsaufhellende und nervenstabilisierende Wirkungen. Da es den Abbau körpereigener Endorphine (natürlich schmerzhemmende Peptide im Gehirn) verhindert, findet Phenylalanin  Anwendung bei chronischen Schmerzen. Das aus Phenylalanin gebildete Dopamin reduziert Appetit- und Heißhungerempfinden und fördert die Gewichtsreduktion.

Therapeutischer Einsatz bei Depression, Demenz und Parkinsonscher Krankheit: Über die Erhöhung des Noradrenalin- und Adrenalin-Spiegels wirkt Phenylalanin stimmungsverbessernd und angstmindernd bei chronisch Depressiven. Betroffene der Alzheimer-Demenz sowie Morbus Parkinson weisen einen Dopamin-Mangel auf. Phenylalanin erhöht den Dopamin-Spiegel und kann die Symptome signifikant lindern. Weitere Einsatzbereiche sind Multiple Sklerose, Vitiligo, Prämenstruelles Syndrom (PMS), Erschöpfungszustände sowie akuter/chronischer Stress (Infektionen, Traumata).

Weitere wissenschaftliche Veröffentlichungen: 1. Gardos G. et al.: The acute effects of a loading dose of phenylalanine in unipolar depressed patients with and without tardive dyskinesia. Neuropsychopharmacology. 6:241-247 (1992). 2. Heller B.: Pharmacological and clinical effects of D-phenylalanine in depression and Parkinsons disease. In: Mosnaim AD, Wolf ME,eds. Noncatecholic Phenylethylamines. Part 1. New York, NY: Marcel Dekker; 397-417 (1978). 3. Heller B. et al.: Therapeutic action of D-phenylalanine in Parkinson’s disease. Arzneimittelforschung. 26:577-579 (1976). 4. Kravitz H. et al.: Dietary supplements of phenylalanine and other amino acid precursors of brain neuroamines in the treatment of depressive disorders. J Am Osteopathic Assoc. 84(suppl):119-123 (1984). 5. Sabelli H. et al.: Clinical studies on the phenylethylamine hypothesis of affective disorder: urine and blood phenylacetic acid and phenylalanine dietary supplements. J Clin Psychiatry. 47:66-70 (1986). 6. Beckmann H. et al.: DL-phenylalanine versus imipramine: a double-blind controlled study. Arch Psychiat Nervenkr. 227:49-58 (1979). 7. Woodward W. et al.: The effect of L-dopa infusions with and without phenylalanine challenges in parkinsonian patients: Plasma and ventricular CSF L-dopa levels and clinical responses. Neurol. 43:1704-1708 (1993). 8. Wood D. et al.: Treatment of attention deficit disorder with DL-phenylalanine. Psychiatry Res.16:21-26 (1985).

RNA und DNA

Nukleinsäuren – Bausteine für gesunde Zellerneuerung

Für intakte Zellregeneration: Die Nukleinsäuren DNA und RNA stellen die Träger der genetischen Information im Kern jeder Körperzelle dar. Sie enthalten den Bauplan zum Funktionieren und Ausführen der spezifischen Aufgaben einer Zelle. Damit die ständige Erneuerung unserer Körperzellen, sprich die Regeneration des Organismus, fehlerfrei funktioniert, muss der Körper auf eine ausreichende Menge an Nukleinsäuren als Baumaterial zugreifen können. Bei gesteigerter Zellauf- und Umbaurate ist der Bedarf an Nukleinsäuren deutlich erhöht. Physische und psychische Belastungen wie Verletzungen, Erkrankungen, chronische Medikamenteneinnahme, Stress, Umweltbelastungen, Fehlernährung und geringe Vitalstoffaufnahme erhöhen den Bedarf an Nukleinsäuren. Liegen dem Körper zu wenig Bausteine zur Neubildung von Zellmaterial zur Verfügung, kommt es zu fehlerhaften Reparaturprozessen der Zelle – die Zellalterung wird beschleunigt. Wie verschiedene Studien belegen, übt die gezielte Zufuhr von DNA und RNA einen verlangsamenden Einfluss auf den zellulären Alterungsprozess aus. RNA und DNA-Supplemente werden zudem in Phasen mit erhöhter Zellneubildungsrate und gesteigertem Reparaturbedarf nach Operationen, Verletzungen, Verbrennungen sowie in Phasen der Rekonvaleszenz empfohlen.

Weitere wissenschaftliche Veröffentlichungen: 1. Marx J.: P-Bodies Mark the Spot for Controlling Protein Production. Science; 4 Vol. 310. no. 5749, pp. 764 – 765. (2005). 2. Calladine C. et al.: DNA – Das Molekül und seine Funktionsweise. 3. Aufl., Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg. (2005). 3. Watson J.: Gene, Girls und Gamov. Piper, München. (2003). 4. Watson J. et al.:  Rekombinierte DNA. 2. Aufl., Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg. (1993). 5. Knippers R.: Molekulare Genetik. 9. Aufl., G.Thieme Verlag, Stuttgart. (2006). 6. Lindahl T.: Instability and decay of the primary structure of DNA. Nr.362, 709-715. (1993). 7. Gibbs W.: DNA ist nicht alles. In: Spektrum der Wissenschaft. Nr. 3, 68–75. (2004). 8. Beyer H., Walter W.: Lehrbuch der organischen Chemie, 23. Auflage, Hirzel Stuttgart. (1998). 9. Stryer H.: Biochemie, 5. Auflage, Spektrum Verlag (2003).

SOD

„Methusalem-Enzym“ zum Schutz vor Superoxiden

Erhöhung des antioxidativen Schutzsystems gegen degenerative Erkrankungen: Die Superoxid-Dismutase (SOD) ist das meist vorhandene und laut Zellforschern wichtigste antioxidative Enzym im menschlichen Organismus (60 µg/ml Blut). SOD ist für die Neutralisierung der so genannten Superoxide, der  am stärksten zellschädigenden freien Sauerstoffradikale überhaupt, zuständig. Superoxide zählen in der  Altersforschung zu den Hauptauslösern für Zellalterungsprozesse. SOD katalysiert die Dismutation, zu deutsch die Umwandlung der Superoxide zu unschädlichem Wasserstoffperoxid (H2O2). Der natürliche Alterungsprozess aber auch äußere Faktoren wie übermäßige UV-Strahlung, erhöhte oxidative Belastung, exzessiver Genussmittelkonsum, übermäßige körperliche Belastung, physischer und mentaler Stress sowie hohe Homocystein-Blutwerte steigern den physiologischen Bedarf an SOD um ein Vielfaches. Die medizinische Anwendung von Superoxid-Dismutase wird ab dem 40. Lebensjahr zur allgemeinen Prävention vor vorzeitiger Zellalterung (Anti-Aging-Prophylaxe) und zur Vorbeugung aller radikalinduzierten, degenerativen Erkrankungen wie Herz-Kreislauf-, Krebs- und degenerativen Gelenk- und Neuro-Erkrankungen (z.B. Demenz, Parkinson’sche Erkrankung) empfohlen.

Weitere wissenschaftliche Veröffentlichungen: 1. Corominas M. et al.: Hypersensitivity reaction after orgotein (superoxide dismutase) administration. Allergol Et Immunopathol 18(5):297-299 (1990). 2. Cudkowicz M. et al.: Intrathecal administration of recombinant human superoxide dismutase 1 in amyotrophic lateral sclerosis: a preliminary safety and pharmacokinetic study. Neurology 49:213-222 (1997). 3. Housset M. et al.: Action of liposomal superoxide dismutase on measurable radiation-induced fibrosis (article in French). Free Radic Res Commun 1(6):387-394 (1986). 4. Muizelaar J. et al.: Improving the outcome of severe head injury with the oxygen radical scavenger polyethylene glycol-conjugated superoxide dismutase: a Phase II trial. J Neurosurg 78(3):375-382 (1993). 5. Niwa Y. et al.: Effect of liposomal-encapsulated superoxide dismutase on active oxygen-related human disorders. A preliminary study. Free Radic Res Commun; 1(2):137-153 (1999). 6. Rosenfeld W. et al.: Safety and pharmacokinetics of recombinant human superoxide dismutase administered intratracheally to premature neonates with respiratory distress syndrome. Pediatrics 97(6 Pt 1):811-817 (1996). 7. Sanchiz F. et al.: Prevention of radioinduced cystitis by orgotein: a randomized study. Anticanc Res 16(4A):2025-2028. (1996).