Willkommen bei VitaminWiki

Biotin

Bild: Biotin im Hautgewebe
Das B-Vitamin Biotin (Vitamin B7) erfüllt wichtige Aufgaben für die Gesundheit von Haut, Haaren und Nägel. Mangelerscheinungen bei Biotinmangel sind besonders schnell im Hautgewebe erkennbar (VitaminWiki)

Vitamin für Haut und Haar

Essentiell für Zell-, Haut-, Haar- und Nagelwachstum: In jeder Körperzelle zu finden, bildet das B-Vitamin Biotin (auch Vitamin B7) einen zentralen Bestandteil verschiedener Enzyme unseres Stoffwechsels. Biotin oder auch Vitamin H (für Haut) genannt, ist ein essentieller Mikronährstoff, der die Zellfunktionen, das Zellwachstum, die Zellerneuerung und die optimale Zusammensetzung der Zellmembranen ermöglicht. Das für alle Wachstumsvorgänge nötige Vitamin steuert auch den Schwefeleinbau, also die Einlagerung von Schwefel, in die Haarwurzelzellen und Fingernägel und reguliert den Fettgehalt unserer Haut. Biotin-Supplementationen führen bei Personen mit  trockener Haut, Schuppen, Haarausfall und brüchigen Fingernägeln in klinischen Studien zu einer signifikanten Verbesserung der Haut-, Haar- und Nagelbeschaffenheit. Fehlt dem Körper Biotin über einen längeren Zeitraum (latenter oder klinischer Biotin-Mangel), beginnen die Talgdrüsen zum Schutz der Haut eine krankhaft gesteigerte Talgsekretion, die zu Haarausfall bis hin zu Glatzenbildung führt.

Weitere zentrale Funktionen erfüllt Biotin, meist als Co-Enzym, bei der Aktivierung von Eiweiß-, Kohlenhydrat- und Fettstoffwechsel- sowie bei Zellbildungs- und Fortpflanzungsprozessen.

Weitere wissenschaftliche Veröffentlichungen: 1. Hochman L. et al.: Brittle Nails: Response to Daily Biotin Supplementation. Cutis. 3;51(4): 303-05 (1999). 2. Mock D.: Skin manifestations of biotin deficiency. Semin Dermatol. 10(4):296-302 (1991). 3. Schulpis K. et al.: The effect of isotretinoin on biotinidase activity. Skin Pharmacol Appl Skin Physiol. Jan9;12(1-2):28-33 (1999). 4. Maeda Y. et al.: Biotin deficiency decreases ornithine transcarbamylase activity and mRNA in rat liver. J. Nutr. 126: 61-66 (1996). 5. Said H.M.: Biotin bioavailability and estimated average requirement: why bother? Am J Clin Nutr 69: 352-353 (1999). 6. Schmidt, Dr. med. Edmund, Schmidt, Nathalie Leitfaden Mikronährstoffe. 211-217 Urban & Fischer Verlag; München (2000). 7. Said H. et al: Biotin uptake by human colonic epithelial NCM460 cells: a carrier-mediated process shared with pantothenic acid. Am J Physiol. 1998;275(5 Pt 1):C1365-1371.

RNA und DNA

Nukleinsäuren – Bausteine für gesunde Zellerneuerung

Für intakte Zellregeneration: Die Nukleinsäuren DNA und RNA stellen die Träger der genetischen Information im Kern jeder Körperzelle dar. Sie enthalten den Bauplan zum Funktionieren und Ausführen der spezifischen Aufgaben einer Zelle. Damit die ständige Erneuerung unserer Körperzellen, sprich die Regeneration des Organismus, fehlerfrei funktioniert, muss der Körper auf eine ausreichende Menge an Nukleinsäuren als Baumaterial zugreifen können. Bei gesteigerter Zellauf- und Umbaurate ist der Bedarf an Nukleinsäuren deutlich erhöht. Physische und psychische Belastungen wie Verletzungen, Erkrankungen, chronische Medikamenteneinnahme, Stress, Umweltbelastungen, Fehlernährung und geringe Vitalstoffaufnahme erhöhen den Bedarf an Nukleinsäuren. Liegen dem Körper zu wenig Bausteine zur Neubildung von Zellmaterial zur Verfügung, kommt es zu fehlerhaften Reparaturprozessen der Zelle – die Zellalterung wird beschleunigt. Wie verschiedene Studien belegen, übt die gezielte Zufuhr von DNA und RNA einen verlangsamenden Einfluss auf den zellulären Alterungsprozess aus. RNA und DNA-Supplemente werden zudem in Phasen mit erhöhter Zellneubildungsrate und gesteigertem Reparaturbedarf nach Operationen, Verletzungen, Verbrennungen sowie in Phasen der Rekonvaleszenz empfohlen.

Weitere wissenschaftliche Veröffentlichungen: 1. Marx J.: P-Bodies Mark the Spot for Controlling Protein Production. Science; 4 Vol. 310. no. 5749, pp. 764 – 765. (2005). 2. Calladine C. et al.: DNA – Das Molekül und seine Funktionsweise. 3. Aufl., Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg. (2005). 3. Watson J.: Gene, Girls und Gamov. Piper, München. (2003). 4. Watson J. et al.:  Rekombinierte DNA. 2. Aufl., Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg. (1993). 5. Knippers R.: Molekulare Genetik. 9. Aufl., G.Thieme Verlag, Stuttgart. (2006). 6. Lindahl T.: Instability and decay of the primary structure of DNA. Nr.362, 709-715. (1993). 7. Gibbs W.: DNA ist nicht alles. In: Spektrum der Wissenschaft. Nr. 3, 68–75. (2004). 8. Beyer H., Walter W.: Lehrbuch der organischen Chemie, 23. Auflage, Hirzel Stuttgart. (1998). 9. Stryer H.: Biochemie, 5. Auflage, Spektrum Verlag (2003).