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Glucosamin und Chondroitin

Knorpelnährstoffe bieten neue Therapiewege bei Gelenkerkrankungen

Bildung von Knorpelgewebe und Gelenkflüssigkeit: Glucosamin und Chondroitin sind unentbehrliche körpereigene Baustoffe, die in den Chondroblasten, den aufbauenden Knorpelzellen, gebildet werden. Als Hauptbaustein der so genannten Proteoglykane sorgen die Gelenknährstoffe im Bindegewebs-Kollagen von Knorpel, Knochen, Bändern, Sehnen und Gelenkflüssigkeit (Synovia) für Elastizität und hohe Belastbarkeit. Proteoglykane besitzen aufgrund ihrer großen Wasserbindekapazität eine aufpolsternde Wirkung auf die Grundsubstanz des Knorpels. Interessanter Weise erfüllen Glucosamin und Chondroitin eine Reihe unterschiedlicher Wirkmechanismen, die zur Erhaltung der Gelenkfunktionalität dienen. Hierzu zählen die Verminderung knorpelabbauender Prozesse, Stimulierung knorpelaufbauender Prozesse, Erhöhung der Viskosität der Gelenkflüssigkeit, Stimulierung der Kollagenbildung der Knorpelzellen sowie die Entzündungs- und Schmerzhemmung (antiinflammatorischer Effekt). Chondroitin und Glucosamin finden präventiven und therapeutischen Einsatz bei allen degenerativen Gelenkerkrankungen sowie Erkrankungen, bei denen Abbauprozesse des Knorpels überwiegen, wie Osteoarthritis, Arthrose oder Morbus Bechterew.

Weitere wissenschaftliche Veröffentlichungen: 1. Bassleer C et al.: Stimulation of proteoglycan production by glucosamine sulfate in chondrocytes isolated from human osteoarthritic articular cartilege in vitro. Osteoarthritis Cartilage Nov;6(6):427-34 (1998). 2. Kelly GS.: The role of glucosamine sulfate and chondroitin sulfates in the treatment of degenerative joint disease. Alt Med Rev. 3(1):27-39 (1998).
3. Leeb B. et al.: A metaanalysis of chondroitin sulfate in the treatment of osteoarthritis. J Rheumatol. 27:205-211 (2000). 4. Mueller-Fassbender H. et al: Glucosamine sulfate compared to ibuprofen in osteoarthritis of the knee. Osteoarthritis Cartilage 12:61-69 (1998). 5. McAlindon T. et al.: Glucosamine and chondroitin for treatment of osteoarthritis: a systematic quality assessment and meta-analysis. JAMA 15;283(11):1469-75 (2000). 6. McCarty MF et al.: Sulfates glycosaminoglycans and glucosamine may synergize in promoting synovial hyaluronic acid synthesis. Med Hypotheses 54(5):798-802 (2000). 7. Reginster J. et al.: Long term effects of glucosamine sulphate on osteoarthritis progression : a randomised, placebo-controlled clinical trial. Lancet. 27; 357251-6. 30 (2001). 8. Ronca F. et al.: Anti-inflammatory activity of chondroitin sulfate.Osteoarthritis Cartilage. 6(suppl A):14-31 (1998). 9. Reichelt A. et al: Efficacy and safety of intramuscular Glucosamine sulfate in osteoarthritis of the knee: a randomized, placebo-controlled, double blind study. Arzneimittelforschung 44:75-80 (1994).

MSM

Organischer Schwefel für stabiles Bindegewebe und Knorpelstrukturen

Stimulation der Kollagenbildung: Methyl-Sulfonyl-Methan, kurz MSM, ist eine lebenswichtige, körpereigene organische Schwefelverbindung, die einen maßgeblichen Baustein des Bindegewebs-Kollagen darstellt. MSM gewährleistet den Aufbau und Erhalt der Bindegewebsstrukturen in Haut, Haaren, Nägeln, Knochen, Muskeln, Gelenken, Sehnen und Organhüllen. In Wachstums-, Gewebeaufbau- und Regenerationsphasen sowie zum Erhalt von Knorpelmasse in höherem Lebensalter benötigt der Körper besonders viel Schwefel.

Einsatz bei degenerativen Gelenkerkrankungen: MSM stimuliert den Aufbau von Knorpelmasse, setzt die Elastizität und Belastbarkeit des Knorpels herauf und fördert den Erhalt der Gelenkfunktionalität. Da es sowohl die Regeneration als auch die Funktion des Knorpels unterstützt, wird MSM präventiv und therapeutisch bei vielen Erkrankungen des Bewegungsapparates, vor allem degenerativen Gelenkerkrankungen, wie der rheumatischen Arthritis und Arthrose, eingesetzt. Aufgrund seiner antiinflammatorischen (entzündungshemmend) und abschwellenden Eigenschaften wirkt MSM  außerordentlich schmerzlindernd. Neben der Stimulation der Kollagensynthese und des Knorpelaufbaus hat sich der Einsatz von MSM zur Förderung von Heilungs- und Entgiftungsprozessen sowie zur Entzündungs- und Schmerzlinderung, Verbesserung der Blutzirkulation und Erhöhung der antioxidativen und immunologischen Abwehr bewährt.

Weitere wissenschaftliche Veröffentlichungen: 1. Lawrence, R.M.: Methylsulfonylmethane (MSM): A double-blind study of its use in Degenerative arthritis. International Journal of Anti-Aging Medicine, I (I);50. (1998). 2. Cronin J.: Methylsulfonylmethane: nutraceutical of the next century. Alternative and Complementary Therapies Dec: 386-389 (1999). 3. Kim L. et al: Efficacy of methylsulfonylmethane (MSM) in osteoarthritis pain of the knee: a pilot clinical trial. Osteoarthritis Cartilage 14(3):286–94 (2006). 4. Brien S. et al.: Systematic review of the nutritional supplements dimethyl sulfoxide (DMSO) and methylsulfonylmethane (MSM) in the treatment of osteoarthritis. Osteoarthritis Cartilage. 14 (2008). 5. Debbi E. et al.: Efficacy of methylsulfonylmethane supplementation on osteoarthritis of the knee: a randomized controlled study. BMC Complement Altern Med. 11:50 6 (2011). 6. Rose S. et al.: Detection of dimethyl sulfone in the human brain by in vivo proton magnetic resonance spectroscopy. Magn Reson Imaging;18:95–8 (2000). 7. Kocsis J. et al.: Biological effects of the metabolites of dimethyl sulfoxide. Ann N Y Acad Sci;243:104–9 (1975). 8. Lin A. et al.: Accumulation of methylsulfonylmethane in the human brain: identification by multinuclear magnetic resonance spectroscopy. Toxicol Lett;123:169–77 (2001).

Vitamin C (Ascorbinsäure)

„Immunprofi“ verhindert Zellschäden und stärkt das Bindegewebe

Multipler Antioxidant: Vitamin C ist hoch antioxidativ wirksam, das heißt, es schützt Gewebe und zelluläres Erbgut (DNA) vor oxidativer Schädigung durch freie Sauerstoffradikale. Vitamin C besitzt die besondere Fähigkeit, gleichzeitig in flüssigen Bereichen innerhalb und außerhalb der Zelle aktiv wirksam zu sein. Aufgrund seiner Wasserlöslichkeit ist Vitamin C in allen Zell- und Körperflüssigkeiten enthalten. Das Vitamin reagiert anstelle biologischer Strukturen wie Zellkern und Zellbestandteile mit den Radikalmolekülen z.B. Wasserstoffperoxid, Singulett-Sauerstoff, Superoxide sowie Peroxylradikale und nimmt ihnen damit ihre schädigende Wirkung. Die antioxidative Schutzwirkung fördert zugleich die zelluläre wie auch die humorale Immunabwehr des Körpers.

Aktiver Immunstärker: Vitamin C ist für das Immunsystem von besonderer Bedeutung. Ascorbinsäure  unterstützt die so genannte körpereigene unspezifische Abwehr, die sich primär gegen alle körperfremden Stoffe richtet (Erst-Abwehr). Es steigert die Aktivität der Abwehrzellen und deren immunologische Funktion. Zudem erhöht Vitamin C die Konzentration an Interferon, das  bei Virusinfekten vermehrt produziert wird.

Darüber hinaus ist Ascorbinsäure  für zahlreiche lebensnotwendige Körpervorgänge essentiell und zentral bei  der Kollagenbildung, der Folsäure-Aktivität, der Bildung von Nervenbotenstoffen, der Eisenaufnahme, Carnitinsynthese, Knochenmineralisierung, Entgiftungsprozessen und der Regulierung der Blutfettkonzentrationen involviert. Der menschliche Körper kann Ascorbinsäure selbst nicht herstellen und muss das Vitamin aufgrund seiner geringen Speicherkapazität täglich mit der Nahrung aufnehmen.

Weitere wissenschaftliche Veröffentlichungen: 1. Anderson T. et al.: The effect on winter illness of large doses of vitamin C. Can Med Assoc J 1974; 111: 31-38. 2. Carr A. et al.: Toward a new recommended dietary allowance for vitamin C based on antioxidant and health effects in humans. Am J Clin Nutr . 1999;69(6):1086-1107. 3. Douglas R. et al.: Vitamin C for preventing and treating the common cold. Cochrane Database Syst Rev . 2000;(2):CD000980. 4. Elwood P. et al.: A therapeutic effect of vitamin C in the common cold. Practitioner 1977; 218: 133-137. Eipper B. et al.: The role of ascorbate in the biosynthesis of neuroendocrine peptides. Am J Clin Nutr. : 54; 1153S-6S (1991). 5. Gorton H. et al.: The effectiveness of vitamin C in preventing and relieving the symptoms of virus-induced respiratory infections. J Manipulative Physiol Ther. 6. Hemilia H. et al.: Vitamin C and acute respiratory infections. Int J Tuberc Lung Dis . 1999;3(9):756-761. 7. Karlowski T. et al.: Ascorbic acid for the common cold. A prophylactic and therapeutic trial. JAMA 1975; 231: 1038-1042. 8. Pauling L.: The significance of the evidence about ascorbic acid and the common cold. Proc Natl Acad Sci USA 1971; 68: 2678-2681. 9. Morris M. et al.: Vitamin E and vitamin C supplement use and risk of incident Alzheimer disease. Alzheimer Dis Assoc Disord. 1998;12:121-126.