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Alpha-Liponsäure

Starker Antioxidant und Schutzengel im Nervensystem

Multi-Antioxidant: Die Alpha-Liponsäure zählt zu den wirksamsten Antioxidantien im menschlichen Organismus. Die Besonderheit: Ihre Struktur erlaubt es der Alpha-Liponsäure, sowohl in fettlöslichen Zellmembranen als auch den wasserlöslichen Geweben antioxidativ wirksam zu sein und so Zellwände und Zellorganellen (Funktionseinheiten) vor freien Radikalen zu schützen. Darüber hinaus ist die Alpha-Liponsäure in der Lage, andere Antioxidantien wie Vitamin E, Glutathion und Vitamin C zu regenerieren und damit die antioxidative Gesamtwirkung zu verstärken.

Nervenschutzstoff: Die Alpha-Liponsäure wirkt neuroprotektiv (Nerven schützend). Sie erhöht die Nervenleitgeschwindigkeit und verbessert die Blutzirkulation der Nervenzellen und deren Versorgung mit Sauerstoff und Nährstoffen. Gute Erfolge werden mit der Alpha-Liponsäure daher in der Regel bei allen Erkrankungen erzielt, die mit Nervenschädigungen einhergehen, wie z. B. den diabetischen Polyneuropathien oder Demenz-Erkrankungen.

Weitere wissenschaftliche Veröffentlichungen: 1. Helmer C. et al.: Association between antioxidant nutritional indicators and the incidence of dementia: results from the PAQUID prospective cohort study. European Journal of Clinical Nutrition, 57: 1555-1561 (2003). 2. Morcos, M. et al.: Effect of alpha-lipoic acid on the progression of endothelial celldamage and albuminuria in patients with diabetes mellitus: anxxploratory study (2002). 3. Nagamatsu M. et al: Lipoic acid improves nerve blood flow, reduces oxidative stress, and improves distal nerve conduction in experimental diabetic neuropathy. Diabetes Care 18:1160-1167 (1995).  4. Packer L. und Dr. C. Colman: The Antioxidant Miracle. New York, (1999). 5. Ziegler D. et al.: Treatment of symptomatic diabetic polyneuropathy with the antioxidant Alpha-lipoic acid: a meta analysis. Diabetic Medicine, 20 (2003). 6. Schmidt E., Schmidt N.: Leitfaden Mikronährstoffe. Orthomolekulare Prävention und Therapie, S. 226-227 (2004). 7. Smitthies J.: Neue Erkenntnisse über oxidativen Stress sowie die prophylaktische und therapeutische Anwendung von Antioxidantien. Journal für Orthomolekulare Medizin 6 (3), S.223-236 (1998).

Chlorella

Grünalge mit Schutzwirkung

Mikroalge zur Entgiftung: Die Chlorella-Alge (Chlorella pyrenoidosa) besitzt durch ihren hohen Gehalt an bestimmten Eiweißen und Biomolekülen (u.a. Sporopollenin) die Fähigkeit, toxische Substanzen wie Pestizide und Schwermetalle wie Cadmium, Blei und insbesondere Amalgam zu binden und auszuleiten. Darüber hinaus erhöht Chlorella den Glutahionspiegel. Glutathion fördert die Entgiftungsleistung der Leber und ist selbst aufgrund seiner Affinität zu Schwermetallen in der Lage, anorganische und organische Quecksilberverbindungen zu binden. Das in hoher Konzentration enthaltene Chlorophyll steigert zudem den Sauerstoffgehalt im Blut und verbessert das Körpermilieu.

Mariner Antioxidant: Die Chlorella-Alge besitzt außerdem eine hohe Konzentration an Antioxidantien, vorrangig Polyphenole und Carotinoide wie Beta-Carotin, Lutein und Zeaxanthin. Diese reduzieren oxidative Schäden sowie den Ausstoß der Körperzellen an so genanntem Stickstoffmonoxid (NO). NO löst normaler Weise Entzündungsprozesse aus, die zu oxidativen Schäden, der so genannten Lipidoxidation, führen. Chlorella senkt den NO-Ausstoß der Zellen. Hierdurch können sich antioxidative Enzymsysteme, vor allem die Glutathionperoxidase, die Superoxidismutase und die Katalase stärker entwickeln.

Weitere wissenschaftliche Veröffentlichungen: 1. Konishi, F. et al.: Antitumor effect enduced by a hot water extract of Chlorella vulgaris (CE): Resistance to Meth-A tumor growth mediated by CE-induced polymorphonuclear leukocytes. Cancer Immunol. Immunother 19:73-78, (1985). 2. Kojima, M. et al.: A New Chlorella Polysaccharide and Its Accelerating Effect an the Phagocytic Activity of the Reticuloendothelial System. Recent Adv. R.E.S. Res. 13:11 (1973). 3. Kobayashi, S.: Influence of chlorella extract an reticuloendothelial phagocytosis of rats. Health and Industry Newsletter. Agricultural Chemical Convention (1978). 4. Konishi F. et al.: Antitumor effect induced by a hot water extract of Chlorella vulgaris (CE): resistance to Meth-A tumor growth mediated by CE-induced polymorphonuclear leukocytes. Cancer Immunol Immunother 19(2):73-78 (1985). 5. Matsueda, S. et al.: Anti-tumor effect by oral administration of Chlorella extract. PCM-4. Gan To-Kagaku-Ryoho, 10(3), 781-5 (1983). 7. Tanka K. et al.: Oral administration of a unicellular green algae, Chlorealla vulgaris, prevents stress-induced ulcer. Planta Medica 1997; 63:465-466 (1997). 8. Yamaguchi, N. et al.: Immunomodulation by single cellular algae (Chlorella pyrenoidosa) and anti-tumor activities for tumor-bearing mice. Third International Congress of Developmental and Comparative Immunology, Reims, France, July 7-13 (1985). 9. Lee, SH et al.: Six-week supplementation with Chlorella has favorable impact on antioxidant status in Korean male smokers., Nutrition, pp. 175-83 (2010).

Krill-Öl

KrillMaritimer Schutz von Herz und Arterien

Herz- und Gefäß-Prophylaxe: Das Öl des Kleinkrebses Krill (Euphausia superba) dient aufgrund seines besonders zuträglichen Fettsäuremusters zur Primär- und Sekundärprävention sowie adjudanten (begleitenden)  Therapie  von Herz- und kardiovaskulären Erkrankungen. Nahezu ein Drittel der in Krill-Öl gespeicherten Fettsäuren nehmen die Omega-3-Fettsäuren EPA (Eicosapentaensäure) und DHA (Docosahexaensäure) ein, denen in über 9.000 klinischen Studien kardioprotektive Wirkungen nachgewiesen wurden. So reduziert eine hohe Zufuhr dieser Fettsäuren das Risiko für Herz- und Gefäßerkrankungen signifikant, unter anderem durch die Senkung erhöhter Blutfett-, Cholesterin- und Blutdruckwerte. Zudem wird die Blutfließfähigkeit verbessert, das Risiko für Blutgerinnselbildung reduziert und Entzündungsprozessen des Gefäßendothels sowie der Entstehung arteriosklerotischer Gefäßablagerungen (Plaques) entgegen gesteuert. Eine der positiven Nebenwirkungen ist daher der blutverdünnende Effekt beim Verzehr von Krill-Öl Kapseln.

Verbund mit Zellschutz-Carotinoid Astaxanthin: Der rote so genannte „Leuchtkrebs“ bietet zudem einen einzigartigen Komplex aus Fettsäuren, Phospholipiden (Baustein der Zellmembranen) und dem hoch antioxidativen Farbpigment Astaxanthin. Krill-Öl kann aufgrund dieses beispiellosen Verbundes besonders gut vom Organismus resorbiert werden. Damit ist Krill-Öl das einzige Öl, das Astaxanthin liefert – das von Wissenschaftlern als einen der stärksten Zellprotektoren eingestufte rotfarbene Carotinoid. Untersuchungen ergaben für Astaxanthin das 6.000-fache antioxidative Potential von Vitamin C und eine 50-fach stärkere antioxidative Wirksamkeit verglichen mit allen bislang bekannten Fischölen. Die in renommierten Fallstudien zu Krill-Öl belegten Wirkungen in der Prophylaxe und Therapie umfassen unter anderem: Schutzeffekte für Herz- und Gefäßsystem und Regulierung erhöhter Blutfettwerte (Cholesterin-Triglyceride). Aufgrund seiner antiinflammatorischen (entzündungreduzierenden) Wirksamkeit hat sich Krill-Öl zudem insbesondere bei chronischen, entzündlichen Erkrankungen wie den chronisch-entzündliche Gelenkerkrankungen (Arthritis, Arthrose), Hauterkrankungen (Schuppenflechte, Neurodermitis) und chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (Morbus Crohn, Colitis ulcerosa) bewähren können.

Weitere wissenschaftliche Veröffentlichungen: 1. Bunea R. et al.: Evaluation of the effects of Neptune Krill Oil on the clinical course of hyperlipidemia. Altern Med Rev 9(4):420-8 (2004). 2. Werner A. et al.: Treatment of EFA deficiency with dietary triglycerides or phospholipids in a murine model of extrahepatic cholestasis. Am J Physiol Gastrointest Liver Physiol.;286(5):G822-32. Epub 2003 Dec 11 (2004). 3. Sampalis T.: Evaluation of the Effect of NKO on Biomarkers of Chronic Inflammation in vivo. JSS medical research, inc. June 9, 2004. 4. Sally T. et al.: Dietary Krill Oil Supplementation Reduces Hepatic Steatosis, Glycemia, and Hypercholesterolemia in High-Fat-Fed Mice . Journal of Agricultural and Food Chemistry, 17.9. (2009). 5. Deutsch L.: Evaluation of the Effect of Neptune Krill Oil on Chronic Inflammation and Arthritic Symptoms. Journal of the American College of Nutrition, Vol. 26, No.1 (2007). 6. Duda M. et al.: Fish oil, but not flaxseed oil, decreases inflammation and prevents pressure overload-induced cardiac dysfunction. Cardiovasc Res. 1;81(2):319-27 (2009). 7. Tou J. et al.: Krill for human consumption: nutritional value and potential health benefits. Nutr Rev.;65(2):63-77 (2007).

Maitake

„Klapperschwamm“ mit hoch immunologischen, krebshemmenden Wirkungen

Stimulierung der zellulären Immunantwort: Der japanische Nahrungspilz Maitake (Grifola frondosa) wird als immunstärkender Wirkextrakt bei allen immunsuppressiven Erkrankungen und Therapien sowie in der Krebsbehandlung zunehmend  (in Asien standardisiert) eingesetzt. Physiologisch bedeutende Wirkstoffe des Klapperschwamms stellen so genannte Beta-Glucan-Polysacharide, Beta-1,3- und Beta-1,6-Glucan, dar, deren immunmodulierende, antioxidative und tumorhemmende Wirkungen wissenschaftlich belegt sind. Die Maitake-D-Fraktion stimuliert die Aktivität von T-Helfer-Zellen, Makrophagen (Fresszellen), Interleukinen und Gamma-Interferon.

Zellschutz vor Viren, Bakterien und Tumorausbreitung: In der Krebstherapie hat die Maitake-D-Fraktion hemmenden Effekt auf das Wachstum von Krebszellen und vermindert die Tumorregression (bei Leber-, Lungen-, Mamma-, Magen- und Darmkarzinom) sowie die Nebenwirkungen von Chemo- und Strahlentherapien. Darüber hinaus wirken die Inhaltsstoffe hoch antioxidativ, antibakteriell und antiviral, das heißt, sie hemmen die Ausbreitung des Virus im Wirtskörper. Durch wissenschaftliche Studien belegt sind neben den immunstimulierenden, tumorhemmenden und antioxidativen Zellwirkungen auch die Eigenschaften des Maitake zur Senkung erhöhter Blutdruck- und Blutfettwerte (Cholesterin, Triglyceride) sowie zur Verbesserung der Insulinsensibilität.

Weitere wissenschaftliche Veröffentlichungen: 1. Inoue A. et al.: Effect of Maitake (Grifola frondosa) D-Fraction on the Control of the T-Lymph Node Th-1/Th-2 Proportion; Biol. Pharm. Bull. 25(4) 536-540 (2002). 2. el-Mekkawy, S. et al.: Anti-HIV-1 and anti-HIV-1-protease substances from Ganoderma lucidum, in: Phytochemistry; vol 49(6), pp 1651-7 (1998). 3. Cunningham-Rundles S.: Are Botanical Glucans Effective in Enhancing Tumoricidal Cell Activity? American Society for Nutrition. J. Nutr. 135: 2919S (2005). 4. Hong F. et al.: Mechanism by which orally administered beta-1,3-glucans enhance the tumoricidal activity of antitumor monoclonal antibodies in murine tumor models. J Immunol. 173:797-806 (2004). 5. Kodama N. et al. Maitake D-Fraction enhances antitumor effects and reduces immunosuppression by mitomycin-C in tumor-bearing mice. Nutrition. 21:624-629 (2005). 6. Konno S.: Potential growth inhibitory effect of maitake D-fraction on canine cancer cells. Vet Ther. 5:263-271 (2004). 8. Memorial Sloan-Kettering Cancer Institute. Maitake. 2007. 7. Nanba H. Activity of maitake D-fraction to inhibit carcinogenesis and metastasis. Ann NY Acad Sci. 768:243-245 (1995). 8. Nanba H. et al.: Effect of maitake D-fraction on cancer prevention. Ann NY Acad Sci. 833:204-207 (1997).

NADH – Coenzym 1

Natürliche Quelle für Zellenergie, geistige Frische und Wachheit

Energiemobilisierung in jeder Zelle: NADH, unter Zellbiologen Nicotinamid-Adenin-Dinukleotid-Hydrid, ist ein in jeder menschlichen Körperzelle vorhandenes Molekül. Das so genannte Coenzym 1 ist für die Entwicklung und Energiebildung der Zelle sowie für mehr als 100 biologische Reaktionen lebensnotwendig. Eine Hauptfunktion des Coenzyms ist die Energieübertragung in den energiebildenden Prozessen der Zelle, die sich über den Elektronentransport von energiereichem Wasserstoff (Hydrogenium), der bei Stoffwechselprozessen frei wird, vollzieht. NADH steigert so das verfügbare Energielevel des Körpers mit einem deutlich spürbaren Anstieg von Wachheit, Energie-, Konzentrations- Wahrnehmungs- und Leistungsvermögen. NADH-Mangel geht mit geistigen und körperlichen Erschöpfungszuständen und Müdigkeit einher, die Kraftreserven werden direkt aufgezehrt.

Förderung der Gehirnfunktionen: NADH stimuliert zudem die Bildung der wichtigen Überträgerstoffe im Nervensystem, der Neurotransmitter Serotonin, Dopamin und Adrenalin. Diese Botenstoffe ermöglichen die Informationsweiterleitung zwischen den Neuronen (Nervenzellen) und bestimmen maßgeblich unsere Denk- und Gedächtnisfähigkeit, mentale Stimmungslage sowie den Schlaf-/Wachrhythmus und die Schlafqualität. Weitere wichtige Funktionen von NADH sind die Regeneration von Zell-DNA-Schäden sowie antioxidative und immunaktive Abwehrstärkung. Der Einsatz von NADH hat sich in der Behandlung von Depression, dem chronischen Müdigkeitssyndrom (CFS), Lebererkrankungen, Immunschwäche sowie bei Erschöpfungszuständen, Jetlags sowie Nerven- und Demenzerkrankungen (Störungen des Neurotransmitter-Stoffwechsels) bewährt.

Weitere wissenschaftliche Veröffentlichungen: 1. Birkmayer G. et al.: Stimulation of endogenous L-dopa biosynthesis – a new principle for the therapy of Parkinson’s disease. Acta Neurol Scand, Suppl 126:183-7 (1989). 2. Birkmayer J.: Coenzyme nicotinamide adenine dinucleotide: new therapeutic approach for improving dementia of the Alzheimer type. Ann Clin Lab Sci 26:1-9 (1996). 3. Forsyth LM, Preuss HG, MacDowell et al.: Therapeutic effects of oral NADH on the symptoms of patients with chronic fatigue syndrome. Ann Allergy Asthma Immunol 82:185-191 (1999). 4. Swerdlow H.: Is NADH effective in the treatment of Parkinson’s disease? Drugs Aging 13:263-8 (1998). 5. Cornell University (New York): doppelblinde, placebokontrollierte Studie: NADH: Improved Aspects of Cognitive Performance Following Sleep Deprivation. 6. University of California/San Diego & Washington Neuropsychological Institute: Studienergebnis: NADH verbessert die durch Jetlag reduzierte Hirnleistung. 7. Zubenko G.: Endoplasimic reticulum abnormality in Alzheimer’s disease: selectie alteration in platelet NADH-cytochrome c reductase activity. J Geriatr Psychiatry Neurol 2:3-10 (1989). 8. Zubenko G. et al.: Brain regional analysis of NADH-cytochrome C reductase activity in Alzheimer’s disase. J Neuropathol Exp Neurol 49:206-14 (1990).

Papain

Papaya-Enzym mit vielen Gesundheitswirkungen

Verdauungsfördernde Wirkung: Papain ist ein Enzym aus dem Milchsaft der Papaya, das im Verdauungssystem und vielen anderen Bereichen des Körpers eine hohe biologische Wirksamkeit aufweist. Als proteolytisches, sprich proteinauflösendes Enzym, spaltet Papain vor allem Peptidbindungen  (Eiweißmoleküle) und erleichtert Verdauungs- und Umwandlungsprozesse von Nahrungsprotein zu  Aminosäuren. Papain-Einnahmen vor der Mahlzeit haben sich bei Verdauungsbeschwerden wie Blähungen, Gärungsprozessen, Völlegefühl, Aufstoßen, enzymatisch bedingten Resorptionsstörungen sowie bei Gluten-Unverträglichkeit nachweislich bewährt.

Immunstärkung und Heilungsförderung: Papain wirkt stark antiinflammatorisch (antientzündlich),  antioxidativ sowie stärkend und zugleich regulierend auf das Immunsystem. Bei allen akuten und chronischen Entzündungen (z.B. Gelenkerkrankungen), Sportverletzungen oder Insektenstichen wird das Enzym erfolgreich eingesetzt, da es die Wundheilungs- und Regenerationsprozesse aktiviert und intensiviert. Papain dient zur Prophylaxe und Behandlung von Autoimmunerkrankungen da es in Kombination mit anderen proteolytischen Enzymen wie Bromelain und Pankreas-Amylase die Bildung von Interleukinen und dem Tumor-Nekrose-Faktor (TNF) stimuliert. Dadurch wird der Abbau von Immunkomplexen gefördert, die Überreaktionen des Immunsystems bei Autoimmunerkrankungen auslösen. Da Papain die Auflösung von Fibrin und Fibrinogen im Blut stimuliert, wirkt es blutverdünnend, verhindert das Verklumpen der Blutplättchen (Thrombozytenaggregation) und steuert der Entstehung von Thrombosen und Gefäßerkrankungen entgegen.

Weitere wissenschaftliche Veröffentlichungen: 1. Blanco C. et al.: Carica papaya pollen allergy. Ann Allergy Asthma Immunol; 81(2):171-175. (1998). 2. Chaudhry A. et al.: Comparing two commercial enzymes to estimate in vitro proteolysis of purified or semi-purified proteins. Journal of Animal Physiology and Animal Nutrition (Berlin) 89(11-12):403-12 (2005). 3. Sakalova A. et al.: Retrolective cohort study of an additive therapy with an oral enzyme preparation in patients with multiple myeloma. Cancer Chemotherapy and Pharmacology. 47 Suppl:S38-S44. (2001). 4. Starley I. et al.: The treatment of paediatric burns using topical papaya. Burns.25(7):636-639. (1999). 5. Treatment of rheumatic disease with a mixture of enzymes in tablets and jointment. Von, Kameke E.; Maehder, K.; Jacob, E.; Arztezeitschrift fur Naturheilverfahren; 23(3); 1982; PP 156-170. 6. Keenan H. et al.: Pulmonary disease in workers exposed to papain: Clinico-physiological and immunological studies. Clinical Allergy; 10(6); 1980; PP 721-731. 7. Starkov, G. et al.: Papain as a therapeutic enzyme in medicine. Klinicheskaya Meditsina; 56(8); 1978; PP 119-122. 8. Magnes. D. et al.: Proteolytic enzymes in oral surgery. Am. Dent. Assoc.; 72(6); 1966; PP 1420-5.

Propolis

Natürliches Anti-Biotikum aus dem Bienenstock

Zur Immunsteigerung, Krankheitsabwehr und besseren Heilung: Propolis (lat. propolis cera) wird das Kittharz (auch Bienenharz, Bienenleim) genannt, das Bienen zur biologischen Abwehr gegen Bakterien, Viren und Pilzen zur Auskleidung des Bienenstocks herstellen. Bienenpropolis enthält hochwirksame  Substanzen mit bakteriziden, antiviralen und fungiziden Eigenschaften, die ihre antibiotischen Effekte auch im menschlichen Körper ausüben. Ebenso ist die stimulierende Wirkung von Propolis auf die zelluläre Immunabwehr wissenschaftlich belegt. Propolis aktiviert die zelluläre Immunantwort, sprich die Aktivität von Immunzellen wie Makrophagen und Zytokinen, den Botenstoffen unsres Abwehrsystems. Zudem weist Propolis stark antioxidative, entzündungshemmende und regenerations- und heilungsfördernde Fähigkeiten auf. Aufgrund des breiten Wirkspektrums hat sich Propolis neben der Anwendung als natürliches Antibiotikum und zur Immunaktivierung, zur allgemeinen Förderung von Regenerations- und Heilungsprozessen bewährt.

Weitere wissenschaftliche Veröffentlichungen: 1. Borrelli F. et al.: Phytochemical compounds involved in the anti-inflammatory effect of propolis extract. Fitoterapia 73 Suppl 1:S53-S63. (2002). 2. Debiaggi M. et al.: Effects of propolis flavonoids on virus infectivity and replication. Microbiologica. 13:207-213. (1990). 3. Grange J. et al.: Antibacterial properties of propolis (bee glue). J R Soc Med. 83:159-160. (1990). 4. Harish Z. et al.: Suppression of HIV-1 replication by propolis and its immunoregulatory effect. Drugs Exp Clin Res. 23:89-96. (1997). 5. Hladon B. et al.: In vivo studies on the cytostatic activity of propolis extracts. Arzneimittelforschung. 30:1847-1848. (1980). 6. Steinberg D. et al.: Antibacterial effect of propolis and honey on oral bacteria. Am J Dent 9(6):236-239. (1996). 7. Krol W. et al.: Synergistic effect of ethanolic extract of propolis and antibiotics on the growth of staphylococcus aureus. Arzneimittelforschung, 43 (5): 607-609, 1993. 7. Churchill R. American Chiropractor, 34-38, January/February 1980. 8. Dim V. et al.: Immunomodulatory action of propolis: IV. Prophylactic activity against gram-negative infections and adjuvant effect of the water-soluble derivative. Vaccine, 10 (12): 817-823, 1992.

Resveratrol

Bremst Zellalterungsprozesse, fördert das kardiovaskuläre System

Senkung des biologischen Zellalters: Das pflanzliche Polyphenol und Flavonoid Resveratrol wird vorrangig aus dem Knöterich (Polygonum cuspidatum) sowie aus roten Weintraubenschalen isoliert. Resveratrol ist ein zentraler Faktor im Abwehrsystem und schützt die Pflanze vor schädlichen äußeren Einflüssen auf vielfache Weise. Den Zellen des menschlichen Organismus kommt sein hohes protektive Potential gleichwohl zugute. Resveratrol besitzt stark antioxidative Eigenschaften, insbesondere vermag es direkt im so genannten Mitochondrium, dem zentralen Stoffwechselorgan der Zelle, freie reaktive Sauerstoffradikale zu neutralisieren. Darüber hinaus setzt Resveratrol die Wirksamkeit anderer Enzyme wie der Superoxiddismutase (SOD) signifikant herauf.

Verminderung von Herz-Kreislauf-Risikofaktoren: Resveratrol wirkt mehrfach gefäßprotektiv. Auf den Fettstoffwechsel und die Blutserumfettwerte hat Resveratrol einen positiven Einfluss indem es das Gesamt- und LDL-Cholesterin reduziert. Durch seine antioxidative Eigenschaft verhindert es zudem die Oxidation von Cholesterin und die Entstehung von Plaques, schädigenden Gefäßablagerungen, in der Innenwand der Arterien (Endothel). Resveratrol verbessert zudem die Blutfließfähigkeit und steuert dem Zusammenklumpen von Blutplättchen, im Fachdeutsch, der Thrombozytenaggregation entgegen. Knapp 3.000 veröffentlichte klinische Untersuchungen dokumentieren die vaskulärprotektiven, antikarzinogenen (krebshemmend), antioxidativen, antimikrobiellen und entzündungshemmenden Eigenschaften von Resveratrol.

Resveratrol wird insbesondere zur Verlangsamung der biologischen Zellalterung sowie der Prävention von degenerativen (alters- und verschleißbedingten) Erkrankungen wie Krebs-, Gefäß-, Demenz- und Gelenkerkrankungen eingesetzt. Optimaler Weise wird Resveratrol mit dem Pflanzenstoff Quercetin synergetisch kombiniert, das die Zellaufnahme von Resveratrol verbessert.

Weitere wissenschaftliche Veröffentlichungen:  1. Aggarwal, B. et al.: Role of resveratrol in prevention and therapy of cancer: preclinical and clinical studies. Anticancer Res. 24 2783-2840. (2004). 2. Bianchini F. et al.: Wine and resveratrol: mechanisms of cancer prevention? Eur J Cancer Prev; 12(5):417-425.( 2003). 3. Dong Z.: Molecular mechanism of the chemopreventive effect of resveratrol. Muta Res; 523-524:145-150.(2003). 4. Fulda, S. et al.: Sensitization for tumor necrosis factor-related apoptosis-inducing ligand-induced apoptosis by the chemopreventive agent resveratrol. Cancer Res. 64 337-346. (2004). 5. Gould, K. et al.: The Diverse Protective Roles of Anthocyanins in Leaves. J. Biomed. Biotechnol. 5 314-320. (2004). 6. Ignatowicz E. et al.: Resveratrol, a natural chemopreventive agent against degenerative diseases. Pol J Pharmacol 2001; 53:557-569. (2001). 7. Kimura Y.: Pharmacological studies on resveratrol. Methods Find Exp Clin Pharmacol 2003; 25(4):297-310. (2003). 8. Kundu, J. et al.: Molecular basis of chemoprevention by resveratrol: NF-kappaB and AP-1 as potential targets. Mutat. Res. 555 65-80. (2004). 9 Leighton F. et al.: Plasma polyphenols and antioxidants, oxidative DNA damage and endothelial function in a diet and wine intervention study in humans. Drugs Exp Clin Res 1999; 25(2-3):133-141 (1999).

Rotklee

Phytoöstrogene, sanft und effektiv für hormonelle Balance

Beschwerdefreie Wechseljahre mit Isoflavonen: Rotklee (Trifolium pratense) hat einen festen Stellenwert in der Anwendung zum hormonellen Ausgleich bei klimakterischen Beschwerden. Rotklee enthält eine besonders günstige Konzentration an Isoflavonen, Pflanzenstoffe, die den Phytoöstrogenen (pflanzliche Östrogene) angehören. Insbesondere Daidzein und Genistein weisen eine hohe biostrukturelle Ähnlichkeit mit dem weiblichen Sexualhormon Östradiol auf. Hierdurch besitzen Isoflavone die Fähigkeit zur Stimulierung der Östrogenrezeptoren und wirken sich regulierend auf den Hormonstoffwechsel aus. Der weibliche Organismus wird entlastet und das hormonelle Gleichgewicht unterstützt. Isoflavone wirken symptomlindernd bei den typischen postmenopausalen Beschwerden wie Hitzewallungen, Schweißausbrüchen, Schlafstörungen, Erschöpfung, Reizbarkeit sowie depressiven Stimmungsschwankungen und verbessern das körperliche und mentale Befinden. Rotklee stellt damit eine sanfte nutritive Alternative zur klassischen Hormonersatztherapie dar, die durch hochgradige Nebenwirkungen (Risikoerhöhung für Krebs- und kardiovaskuläre Erkrankungen) in starke Kritik geraten ist.

Erhalt der Knochendichte (Osteoporose-Prävention): Isoflavone wirken sich zudem positiv auf den Vitamin-D-Stoffwechsel aus, verstärken die Bildung und hemmen den Abbau von Vitamin D und und damit die Knochenmineralisation. Studien liefern eindeutige Nachweise für den erfolgreichen Einsatz von Rotklee zum Erhalt der Knochendichte und seiner vorbeugenden Wirksamkeit gegen Osteoporose (Knochenschwund) bei postmenopausalen Frauen.

Wegen seiner entzündungsmindernden, antioxidativen sowie Blutlipidwerte regulierenden Eigenschaften beugen Isoflavone kardiovaskulären sowie Krebs- und Demenzerkrankungen vor und werden auch zum Herz-Kreislauf-Schutz, optimaler Weise in synergetischer Kombination mit Pueraria, eingesetzt.

Weitere wissenschaftliche Veröffentlichungen: 1. Baber R. et al.: The effect of an Isoflavone dietary supplement (P-081) on serum lipids, forearm bone density & endometrial thickness in post menopausal women [abstract]. Menopause. 1999A;6:326. 2. Baber R. et al.: Randomized, placebo-controlled trial of an isoflavone supplement and menopausal symptoms in women. Climacteric. 1999B;2(2):85-92. 3. Howes J. et al.: The effects of dietary supplementation with isoflavones from red clover on the lipoprotein profiles of postmenopausal women with mild to moderate hypercholesterolemia. Atherosclerosis. 2000;152(1):143-147. 4. Husband A.: Red clover isoflavone supplements: safety and pharmacokinetics. Journal of the British Menopause Society. 2001;Supplement S1:4-7. 5. Jeri A.: The effect of isoflavones phytoestrogens in relieving hot flushes in Peruvian postmenopausal women. Paper presented at: 9 th International Menopause Society World Congress on the Menopause; October 20, 1999; Yokahama, Japan. 6. Nachtigall L.: Isoflavones in the management of menopause. Journal of the British Menopause Society. 2001;Supplement S1:8-12. 7. Nestel P. et al.: Isoflavones from red clover improve systemic arterial compliance but not plasma lipids in menopausal women. J Clin Endocrinol Metab . 1999;84(3):895-898. 8. Occhiuto F. et al.: Effects of phytoestrogenic isoflavones from red clover ( Trifolium pratense L .) on experimental osteoporosis. Phytother Res . 2007 Feb;21(2):130-4.

Rutin

Pflanzlicher Gefäß- und Venenschutz für intakte Mikrozirkulation

Aktive Stärkung der Kapillargefäße: Rutin ist ein Flavonoid, das als antioxidativer Schutzstoff von Pflanzen gebildet wird. Das Glykosid hat sich in der Prophylaxe und Behandlung von Gefäß- und Venenerkrankungen, Ödemen sowie zur Bindegewebsstärkung etabliert. Als gefäßwandaktive Substanz kräftigt Rutin die Blutgefäße, verbessert die Elastizität und Blutzirkulation bis in die kleinsten Haargefäße (<0,2mm Durchmesser) und schützt vor arteriosklerotischen Gefäßschäden. Zudem vermindert Rutin die Entzündungsbereitschaft und hemmt die Zusammenballung der Blutplättchen (Thrombozyten). Rutin besitzt die besondere Eigenschaft, die Kapillardurchlässigkeit zu verringern und damit den Flüssigkeitsaustausch zu regulieren, wovon Menschen mit Ödemen und venösen Stauungen besonders profitieren. Anwendung findet Rutin darüber hinaus bei allen Mikrozirkulationsstörungen, peripheren Durchblutungsstörungen, Venenerkrankungen wie Varizen, Hämorriden, Krampfadern sowie in der Arteriosklerose- und Herz-Kreislauf-Prophylaxe.

Weitere wissenschaftliche Veröffentlichungen: 1. Wijayanegara H. et al.: A clinical trial of hydroxyethylrutosides in the treatment of haemorrhoids of pregnancy. J Int Med Res; 20(1):54-60 (1992). 2. De Jongste A. et al.: A double-blind three center clinical trial on the short-term efficacy of O-(B-hydroxyethyl)-rutosides in patients with post-thrombotic syndrome. Thromb Haemost; 62(3):826-829. (1989). 3. Bergqvist D. et al.: A double-blind trial of O-(B-hydroxyethyl)-rutoside in patients with chronic venous insufficiency.10(3):253-260. (1981). 4. Mann R.: A double-blind trial of O.B-hydroxyethyl rutosides for stasis leg ulcers. Br J Clin Pract; 35(2):79-81. (1981). 5. Bamigboye A. et al.: Interventions for leg edema and varicosities in pregnancy. What evidence? Eur J Obstet Gynecol Reprod Biol. 129/1/2006. 6. Chen W. et al: Experimental study on inhibitory effect of rutin against platelet activation induced by platelet activating factor in rabbits. Zhongguo Zhong Xi Yi Jie He Za Zhi. 2002 Apr;22(4):283-5. 7. Guardia T. et al.: Anti-inflammatory properties of plant flavonoids. Effects of rutin, quercetin and hesperidin on adjuvant arthritis in rat. Farmaco. 2001 Sep;56(9):683-7.

Selen

Mineral für Zellschutz und Immunstimulation

Antioxidative Zellschutzfunktion: Selen stellt einen der wirksamsten Antioxidantien und das wichtigste Spurenelement für die körpereigene Abwehr von Zellschädigungen durch freie Radikale dar. Als Bestandteil  von Schlüsselenzymen wie der Glutathionperoxidase schützt Selen die Körperzellen und die genetische Erbsubstanz (DNA) vor aggressiven Peroxidradikalen (oxidativer Stress). Selen bremst damit Zellalterungsprozesse, verhindert den vorzeitigen Zelluntergang und senkt das Krebsrisiko signifikant. Da Selen zudem die Eigenschaften besitzt, Schwermetalle zu neutralisieren, schützt es das Zellsystem vor Schwermetallbelastung insbesondere durch Cadmium, Blei und Quecksilber.

Immunstärkung und Immunmodulation: Selen stimuliert und reguliert die humorale und zelluläre Immunabwehr. Insbesondere die Konzentrationen an T-Lymphozyten (Immunzellen) und Antikörper, sogenannte Immunglobuline (IgG), sowie des Tumor-Nekrose-Faktors (TNF) werden durch erhöhte Selengaben gesteigert. Entzündungsreaktionen wirkt Selen entgegen indem es die Bildung von entzündungsfördernden, immunschwächenden Botenstoffen, den Prostaglandinen, vermindert. Selen wird vor allem bei erhöhter Infektanfälligkeit (Immunschwäche), Krebserkrankungen aber auch allen entzündlichen Gelenk- und Hauterkrankungen sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Erkrankungen, die mit erhöhtem oxidativen Stress assoziiert sind (z. B. Diabetes mellitus) in der Prophylaxe und Therapie eingesetzt.

Weitere wissenschaftliche Veröffentlichungen: 1. McKenzie R. et al.: Selenium: an essential element for immune function. Immunol Today 1998;19:342-5. 2. Peretz A. et al.: Selenium supplementation in rheumatoid arthritis investigated in a double blind, placebo-controlled trial. Scand J Rheumatol 2001;30(4):208-212. (2001). 3. Stranges S. et al.: Effects of selenium supplementation on cardiovascular disease incidence and mortality: secondary analyses in a randomized clinical trial. Am J Epidemiol. 15;163(8):694-9. (2006). 4. Gartner R. et al.: The effect of a selenium supplementation on the outcome of patients with severe systemic inflammation, burn, and trauma. BioFactors 14 2001; 199-204. 5. Neve J.: Human selenium supplementation as assessed by changes in blood selenium concentration and glutathione peroxidase activity. J Trace Elem Med Biol 1995;9:65-73. 6. Fleet J.: Dietary selenium repletion may reduce cancer incidence in people at high risk who live in areas with low soil selenium. Nutr Rev 1997;55:277-9. 7. Grimble RF. Nutritional antioxidants and the modulation of inflammation: Theory and practice. New Horizons 1994;2:175-85. 8. Look M. et al.: Serum selenium versus lymphocyte subsets and markers of disease progression and inflammatory response in human. 10. Romero-Alvira D.: The keys of oxidative stress in acquired immune deficiency syndrome apoptosis. Medical Hypotheses 1998;51(2):169-73.

SOD

„Methusalem-Enzym“ zum Schutz vor Superoxiden

Erhöhung des antioxidativen Schutzsystems gegen degenerative Erkrankungen: Die Superoxid-Dismutase (SOD) ist das meist vorhandene und laut Zellforschern wichtigste antioxidative Enzym im menschlichen Organismus (60 µg/ml Blut). SOD ist für die Neutralisierung der so genannten Superoxide, der  am stärksten zellschädigenden freien Sauerstoffradikale überhaupt, zuständig. Superoxide zählen in der  Altersforschung zu den Hauptauslösern für Zellalterungsprozesse. SOD katalysiert die Dismutation, zu deutsch die Umwandlung der Superoxide zu unschädlichem Wasserstoffperoxid (H2O2). Der natürliche Alterungsprozess aber auch äußere Faktoren wie übermäßige UV-Strahlung, erhöhte oxidative Belastung, exzessiver Genussmittelkonsum, übermäßige körperliche Belastung, physischer und mentaler Stress sowie hohe Homocystein-Blutwerte steigern den physiologischen Bedarf an SOD um ein Vielfaches. Die medizinische Anwendung von Superoxid-Dismutase wird ab dem 40. Lebensjahr zur allgemeinen Prävention vor vorzeitiger Zellalterung (Anti-Aging-Prophylaxe) und zur Vorbeugung aller radikalinduzierten, degenerativen Erkrankungen wie Herz-Kreislauf-, Krebs- und degenerativen Gelenk- und Neuro-Erkrankungen (z.B. Demenz, Parkinson’sche Erkrankung) empfohlen.

Weitere wissenschaftliche Veröffentlichungen: 1. Corominas M. et al.: Hypersensitivity reaction after orgotein (superoxide dismutase) administration. Allergol Et Immunopathol 18(5):297-299 (1990). 2. Cudkowicz M. et al.: Intrathecal administration of recombinant human superoxide dismutase 1 in amyotrophic lateral sclerosis: a preliminary safety and pharmacokinetic study. Neurology 49:213-222 (1997). 3. Housset M. et al.: Action of liposomal superoxide dismutase on measurable radiation-induced fibrosis (article in French). Free Radic Res Commun 1(6):387-394 (1986). 4. Muizelaar J. et al.: Improving the outcome of severe head injury with the oxygen radical scavenger polyethylene glycol-conjugated superoxide dismutase: a Phase II trial. J Neurosurg 78(3):375-382 (1993). 5. Niwa Y. et al.: Effect of liposomal-encapsulated superoxide dismutase on active oxygen-related human disorders. A preliminary study. Free Radic Res Commun; 1(2):137-153 (1999). 6. Rosenfeld W. et al.: Safety and pharmacokinetics of recombinant human superoxide dismutase administered intratracheally to premature neonates with respiratory distress syndrome. Pediatrics 97(6 Pt 1):811-817 (1996). 7. Sanchiz F. et al.: Prevention of radioinduced cystitis by orgotein: a randomized study. Anticanc Res 16(4A):2025-2028. (1996).

Taurin

Schutzengel für Herzmuskel, Blutgefäße und Augennetzhaut

Mehrfachschutz im Herz-Kreislauf-System: Die Aminosäure Taurin erfüllt eine umfassend protektive Wirkung und ermöglicht das optimale Funktionieren von Herzmuskel und Blutgefäßen. Indem Taurin für ein stabiles Mempranpotential der Herzmuskelzellen sorgt, stabilisiert es den Herzrhythmus und wirkt signifikant antioxidativ, antiinflammatorisch (entzündungshemmend) sowie blutverdünnend, es verhindert also das Verklumpen der Blutplättchen und die Thrombusbildung. Der Einsatz von hochdosiertem Taurin ist als sicheres und wirksames Therapeutikum zur Behandlung kardiovaskulärer Erkrankungen wie Arteriosklerose, Bluthochdruck, Herzmuskelschwäche, Herzrhythmusstörungen sowie erhöhtem Risiko für Herz- und Gefäßkrankheiten anerkannt.

Schützt vor degenerativen Augenerkrankungen: Die menschliche Netzhaut (Retina) enthält besonders hohe Taurinkonzentrationen. Als hoch antioxidative Substanz schützt Taurin die sensiblen Netzhautzellen, die aufgrund ihrer Zusammensetzung besonders anfällig für die Angriffe von freie Radikalen und von ihnen ausgelöste lipidoxidative Prozessen sind. Taurin wird prophylaktisch und therapeutisch bei Makula-Degeneration (AMD) und Katarakt (Grauer Star) gezielt eingesetzt. Weitere Einsatzbereiche stellen Diabetes mellitus, Fettstoffwechsel- und Verdauungsstörungen, Nervenerkrankungen, Entgiftungsprozesse, Erhöhung des antioxidativen Zellschutzes und Immunschwäche dar.

Weitere wissenschaftliche Veröffentlichungen: 1. Azuma J. et al.: Usefulness of taurine in chronic congestive heart failure and its prospective application. Jpn Circ J. 1992;56:95-99. 2. Azuma J. et al.: Beneficial effect of taurine on congestive heart failure induced by chronic aortic regurgitation in rabbits. Res Commun Chem Pathol Pharmacol. 1984;45:261-270. 3. Balakrishnan S. et al.: Taurine Modulates Antioxidant Potential and Controls Lipid Peroxidation in the Aorta of High Fructose-fed Rats. J Biochem Mol Biol Biophys 2002 Apr;6(2):129-33. 4. Gaby, A. et al.: Nutritional factors in degenerative eye disorders: Cataract and macular degeneration. J Adv Med 6(1): 27-4O, Spring 1993. 5. Hayes, K. et al.: Retinal degeneration associated with taurine deficiency in the cat Science l88(4191): 949-51, May 30, 1975. 6. Nakanishi K.: Recent bioorganic studies on rhodopsin and visual transduction, Chem. Pharm. Bull. 48, 1399 – 1409 (2000). 7. Murakami S.: Taurine suppresses development of atherosclerosis in Watanabe heritable hyperlipidemic (WHHL) rabbits.” Atherosclerosis 2002 Jul;163(1):79-87.

Vitamin C (Ascorbinsäure)

„Immunprofi“ verhindert Zellschäden und stärkt das Bindegewebe

Multipler Antioxidant: Vitamin C ist hoch antioxidativ wirksam, das heißt, es schützt Gewebe und zelluläres Erbgut (DNA) vor oxidativer Schädigung durch freie Sauerstoffradikale. Vitamin C besitzt die besondere Fähigkeit, gleichzeitig in flüssigen Bereichen innerhalb und außerhalb der Zelle aktiv wirksam zu sein. Aufgrund seiner Wasserlöslichkeit ist Vitamin C in allen Zell- und Körperflüssigkeiten enthalten. Das Vitamin reagiert anstelle biologischer Strukturen wie Zellkern und Zellbestandteile mit den Radikalmolekülen z.B. Wasserstoffperoxid, Singulett-Sauerstoff, Superoxide sowie Peroxylradikale und nimmt ihnen damit ihre schädigende Wirkung. Die antioxidative Schutzwirkung fördert zugleich die zelluläre wie auch die humorale Immunabwehr des Körpers.

Aktiver Immunstärker: Vitamin C ist für das Immunsystem von besonderer Bedeutung. Ascorbinsäure  unterstützt die so genannte körpereigene unspezifische Abwehr, die sich primär gegen alle körperfremden Stoffe richtet (Erst-Abwehr). Es steigert die Aktivität der Abwehrzellen und deren immunologische Funktion. Zudem erhöht Vitamin C die Konzentration an Interferon, das  bei Virusinfekten vermehrt produziert wird.

Darüber hinaus ist Ascorbinsäure  für zahlreiche lebensnotwendige Körpervorgänge essentiell und zentral bei  der Kollagenbildung, der Folsäure-Aktivität, der Bildung von Nervenbotenstoffen, der Eisenaufnahme, Carnitinsynthese, Knochenmineralisierung, Entgiftungsprozessen und der Regulierung der Blutfettkonzentrationen involviert. Der menschliche Körper kann Ascorbinsäure selbst nicht herstellen und muss das Vitamin aufgrund seiner geringen Speicherkapazität täglich mit der Nahrung aufnehmen.

Weitere wissenschaftliche Veröffentlichungen: 1. Anderson T. et al.: The effect on winter illness of large doses of vitamin C. Can Med Assoc J 1974; 111: 31-38. 2. Carr A. et al.: Toward a new recommended dietary allowance for vitamin C based on antioxidant and health effects in humans. Am J Clin Nutr . 1999;69(6):1086-1107. 3. Douglas R. et al.: Vitamin C for preventing and treating the common cold. Cochrane Database Syst Rev . 2000;(2):CD000980. 4. Elwood P. et al.: A therapeutic effect of vitamin C in the common cold. Practitioner 1977; 218: 133-137. Eipper B. et al.: The role of ascorbate in the biosynthesis of neuroendocrine peptides. Am J Clin Nutr. : 54; 1153S-6S (1991). 5. Gorton H. et al.: The effectiveness of vitamin C in preventing and relieving the symptoms of virus-induced respiratory infections. J Manipulative Physiol Ther. 6. Hemilia H. et al.: Vitamin C and acute respiratory infections. Int J Tuberc Lung Dis . 1999;3(9):756-761. 7. Karlowski T. et al.: Ascorbic acid for the common cold. A prophylactic and therapeutic trial. JAMA 1975; 231: 1038-1042. 8. Pauling L.: The significance of the evidence about ascorbic acid and the common cold. Proc Natl Acad Sci USA 1971; 68: 2678-2681. 9. Morris M. et al.: Vitamin E and vitamin C supplement use and risk of incident Alzheimer disease. Alzheimer Dis Assoc Disord. 1998;12:121-126.

Zimt

Diabetiker-Gold und Gewürz fürs Herz

Erleichtert Blutzuckerkontrolle (antidiabetische Wirkung): Zimt-Extrakt (Cinnamomum) hat sich aufgrund seiner „insulinmimetischen“, sprich senkenden Effekte auf den Blutzuckerspiegel als effektive Hilfe für Diabetiker erwiesen. Wie eine Reihe evidenzbasierter Untersuchungen dokumentieren, besitzt der in Zimt enthaltene Pflanzenstoff MHCP (Methylhydroxy-Chalcone-Polymer) die Eigenschaft, den Blutzuckerstoffwechsel zu verbessern und die Nüchtern-Blutzuckerwerte signifikant zu reduzieren. MHCP wirkt dabei direkt an den Rezeptoren der Zellen, erhöht deren Sensibilität gegenüber dem Stoffwechselhormon Insulin und beschleunigt den Eintritt von Glukose (Blutzucker) in die Zelle. Besonders ausgeprägt treten diese Effekte bei dem speziellen Zimtextrakt Cinnulin PF™ zutage.

Unterstützt das Herz-Kreislauf-System: Die verbesserte Insulinwirkung beeinflusst zudem den Lipidstoffwechsel, das heißt, wirkt senkend auf Cholesterol- und Triglyceridwerte. Da MHCP stark antioxidativ wirksam ist, verhindert es die schädliche Lipidoxidation. Zimt wirkt darüber hinaus entzündungshemmend und blutdruckregulierend und reduziert das Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen und Arteriosklerose. Diabetiker weisen naturgemäß ein erhöhtes oxidatives Stresslevel auf und sind für Herz-Kreislauf- sowie degenerative Nerven- und Netzhauterkrankungen besonders gefährdet. Sie profitieren daher doppelt von den Schutzeffekten des Zimts.

In der Kombination pflanzlicher Inhaltsstoffe aus Gerbstoffen (Proanthocyanidine), Phenolcarbonsäuren,  ätherischen Ölen (Cymol, Linalool, Methoxizimtaldehyd, Methylydroxy-Chalcone-Polymer), Borneol, Kampfer, Eugenol und Limonen sind die antibakteriellen, relaxierenden (krampflösenden) Eigenschaften des Zimts zu begründen. Die nutritive Ergänzung von Zimt-Extrakt wird daher auch bei Appetitlosigkeit, Verdauungsbeschwerden und Darmverstimmungen genutzt.

Weitere wissenschaftliche Veröffentlichungen: 1. Anderson, R. et al.: Isolation and characterization of polyphenol type-A polymers from cinnamon with insulin-like biological activity. J. Agric. 52 (2004) 65-70. 2. Berrio, L. et al.: Insulin activity: stimulatory effects of cinnamon and brewer‹s yeast as influenced by albumin. 37 (1992) 225-229. 3. Broadhurst, C. et al.: Insulin-like biological activity of culinary and medicinal plant aqueous extracts in vitro. J Agric. Food Chem 48 (2000) 849-852. 4. Imparl-Radosevich, J. et al.: Regulation of PTP-1 and insulin receptor kinase by fractions from cinnamon: implications for cinnamon regulation of insulin signalling. Horm Res 1998;50:177-182. 5. Jarvill-Taylor, K. et al.: A hydroxychalcone derived from cinnamon functions as a mimetic for insulin in 3T3-L1 adipocytes. J Am Coll Nutr 20 (2001) 327-336. 6. Khan A. et al.: Cinnamon improves glucose and lipids of people with type 2 diabetes. Diabetes Care 2003; 26(12):3215-3218 . 7. Qin, B. et al.: Cinnamon extract prevents the insulin resistance induced by a high-fructose diet. Horm Metab Res 36 (2004) 119-125. 8. Verspohl, E. et al.: Antidiabetic effect of Cinnamomum cassia and Cinnamomum zeylanicum in vivo and in vitro. Phytother Res 19 (2005) 203-206.