Verdauungsförderung

Bromelain

Ananas-Enzym mit medizinischer Wirkung

Bromelain ist ein Enzym aus der Ananas (Bromeliaceae), das aufgrund seiner positiven Wirkungen im Körper seit mehr als fünf Jahrzehnten medizinischen Einsatz findet.

Verdauungsförderung: Bromelain zählt zu den proteolytischen, also eiweißspaltenden Enzymen. Es fördert die Verdauungsarbeit der körpereigenen Enzyme Trypsin und Pepsin, die für die Eiweißverdauung zuständig sind. Bromelain unterscheidet sich von anderen Verdauungsenzymen darin, dass es sowohl im sauren als auch basischen Milieu des Dünndarms seine Wirkung entfaltet. Insbesondere unterstützt Bromelain daher die Verdauung von Nahrungseiweiß, darüber hinaus verbessert es die Resorption bestimmter  gesundheitsföderlicher sekundärer Pflanzenstoffe (z.B. dem Quercetin).

Entzündungslinderung: Bromelain wirkt entzündungshemmend, weshalb es bei Gewebeverletzungen verschiedenster Art, wie nach Operationen oder bei Sportverletzungen (Bänderdehnungen, Muskelfaserrissen oder Prellungen) zur Verbesserung der Wundheilung und schnelleren Regeneration Anwendung findet. Grundsätzlich lindert Bromelain Entzündungsprozesse im Körper, sowohl akut als auch bei chronischen Leiden wie Autoimmunerkrankungen, chronisch-degenerativen Gelenkerkrankungen (z.B. rheumatoide Arthritis) oder chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED).

Weitere wissenschaftliche Veröffentlichungen: 1. Cirelli MG.: Five years of clinical experience with bromelains in therapy of edema and inflammation in postoperative tissue reaction, skin infections and trauma. Clinical Medicine 74(6):55-59 (1967). 2. Taussig S., Batkin S.: Bromelain, the enzyme complex of pineapple (Ananas comosus) and its clinical application. An update. J Ethnopharmacol. 22:191-203 (1998). 3. Tilwe G. et al.: Efficacy and tolerability of oral enzyme therapy as compared to diclofenac in active osteoarthrosis of knee joint: an open randomized controlled clinical trial. J Assoc Physicians India (2001). 4 Onken J. et a.: Bromelain treatment decreases secretion of pro-inflammatory cytokines and chemokines by colon biopsies in vitro. Clin Immunol. 126(3):345-52 (2008). 5. Roxas M. The role of enzyme supplementation in digestive disorders. Altern Med Rev (2008). 6. Desser L. et al.: Oral therapy with proteolytic enzyes decreases excessive TGF-beta levels in human blood. Cancer Chemother Pharmacol 47:S10-5 (2001).

Flohsamen (Psyllium)

Reguliert die Darmfunktion und entgiftet den Körper

Natürliche Stuhlregulierung: Die Samenschalen des Flohsamen (Psyllium, Plantago ovato) werden neben anderen Anwendungsbereichen vor allem zur Anregung und Regulierung der Darmfunktionen bei chronischer Darmträgheit und Verstopfung (Obstipation) eingesetzt. Die reichlich enthaltenen Schleimstoffe des Psylliums besitzen eine herausragend hohe Quellfähigkeit, was zur Vergrößerung des Darminhaltes führt und den Reflex der Darmentleerung auslöst. Flohsamen findet auch Anwendung bei Reizdarmbeschwerden sowie den chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen Colitis ulcerosa und Morbus Crohn sowie weiteren Störungen, bei denen die Regulierung der Stuhlkonsistenz angestrebt wird, wie Analfissuren und Hämorrhoiden. Aufgrund des starken Wasserbindevermögens der Faserstoffe schafft Flohsamen ebenfalls bei Durchfallerscheinungen Abhilfe. Die hohe Wirksamkeit von Psyllium wurde in einer Vielzahl an wissenschaftlichen Studien erforscht und einschlägig bestätigt.

Weitere wissenschaftliche Veröffentlichungen: 1. Fernandez-Banares F. et al.: Randomized clinical trial of Plantago ovata seeds (dietary fiber) as compared with mesalamine in maintaining remission in ulcerative colitis. Am J Gastroenterol 94:427–33 (1999). 2. Gelissen I. et al.: Effect of Plantago ovata (psyllium) husk and seeds on sterol metabolism: studies in normal and ileostomy subjects. Am J Clin Nutr 59:395-400 (1994). 3. Rodriguez-Moran M.: Lipid- and glucose-lowering efficacy of plantago psyllium in type II diabetes. J Diabetes Complications 12:273–8 (1998). 4. Spiller G. et al.: Bulk laxative efficacy of a psyllium seed hydrocolloid and of a mixture of cellulose and pectin. J Clin Pharmacol ;19:313-20 (1979). 5. Stevens J. et al.: Comparison of the effects of psyllium and wheat bran on gastrointestinal transit time and stool characteristics. J Am Diet Assoc 1;88:323-6 (1988). 6. Voderholzer W. et al.: Clinical response to dietary fiber treatment of chronic constipation. Am J Gastroenterol 92:95–8 (1997).

Glucomannan

Gefäß mit Cholesterin-EinlagerungenFaserstoff mit positiver Wirkung auf Gewicht und Cholesterinwert

Unterstützt eine nachhaltige Gewichtsreduktion: Glucomannan (Konjak Mannan) ist ein aus den Wurzeln des asiatischen Aronstabgewächses Konjac (lat. Amorphophallus konjac), der so genannten Teufelszunge, extrahierter wasserlöslicher Ballaststoff. Der Pflanzenstoff Glucomannan besteht aus langen unverdaulichen Kohlenhydrat-Ketten und besitzt die Fähigkeit, in Wasser zu festen Gelen aufzuquellen. Das Polysaccharid kann dabei die 50-fache Wassermenge seiner Eigenmasse binden und hat damit die höchste bislang bekannte Wasserbinde-Kapazität aller Naturstoffe. Durch sein hohes Quellvermögen erzeugt Glucomannan auf natürliche Weise eine angenehme Fülle im Magen, sorgt für ein natürliches Sättigungsgefühl und wird daher im Rahmen einer kalorienarmen Ernährung zur Unterstützung einer nachhaltigen Gewichtsreduktion erfolgreich eingesetzt. Eine Vielzahl an Studien sowie die EFSA, die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit, bestätigen diese Effekte.

Senkt Blut-Cholesterinwerte: Glucomannan wirkt sich zudem positiv auf Gesamtcholesterin-, LDL-Cholesterin- und Triglycerid-Wert aus. Eine Studie der American Society for Clinical Nutrition konnte außerdem eine Verbesserung der Blutzuckerwerte sowie weiterer Risikofaktoren für Gefäß- und Herzprobleme bei Diabetes Typ 2 nachweisen.

Glucomannan wird in Pulverextrakt-Form – optimaler Weise in Kombination mit Vitamin C – zur Unterstützung der Gewichtsreduktion und der Cholesterinsenkung  eingesetzt. Dabei sollte nur Konjak-Extrakt verwendet werden, da es Glucomannan in hoch konzentrierten Mengen liefert, hingegen enthält Konjak-Mehl nur einen vergleichsweise sehr geringen Anteil an Glucomannan.

Weitere wissenschaftliche Veröffentlichungen: 1. Martino F. et al.: Effect of dietary supplementation with glucomannan on plasma total cholesterol and low density lipoprotein cholesterol in hypercholesterolemic children. Nutr Metab Cardiovasc Dis 15:17480 (2005). 2. Gallaher D. et al.: A glucomannan and chitosan fiber supplement decreases plasma cholesterol and increases cholesterol secretion in overweight normocholesterolemic humans. J Am Coll Nutr 21:428-433 (2002). 3. Vuksan V. et al.: Konjac-mannan (glucomannan) improves glycemia and other associated risk factors for coronary heart disease in type 2 diabetes. A randomized controlled metabolic trial. Diabetes Care 22:913–9 (1999). 4. Zhang M. et al.: The effect of foods containing refined Konjac meal on human lipid metabolism. Biomed Environ Sci 3:99–105 (1990). 5. Arvill A. et al.: Effect of short-term ingestion of konjac glucomannan on serum cholesterol in healthy men. Am J Clin Nutr 61:585–9 (1995). 6. American Society for Clinical Nutrition Effect of glucomannan on plasma lipid and glucose concentrations, body weight, and blood pressure: systematic review and meta-analysis1. 7. EFSA Journal: Scientific Opinion on the substantiation of health claims related to konjac mannan (glucomannan) and reduction of body weight (ID 854, 1556, 3725), reduction of post-prandial glycaemic responses (ID 1559), maintenance of normal blood glucose concentrations (ID 835, 3724), maintenance of normal (fasting) blood concentrations of triglycerides (ID 3217), maintenance of normal blood cholesterol concentrations (ID 3100, 3217), maintenance of normal bowel function (ID 834, 1557, 3901) and decreasing potentially pathogenic gastro-intestinal microorganisms (ID 1558) pursuant to Article 13(1) of Regulation (EC) 2010.

 

Guarana

Anhaltend mehr Energie und geistige Leistungsfähigkeit

Guaranin steigert Konzentration und Wachheit: Für die Beerenfrucht Guarana (Paullinia cupana) wurden in zahlreichen Studien eine signifikante Erhöhung des Konzentrations-, Gedächtnis- und Lernvermögens sowie allgemein energiemobilisierende und leistungssteigernde Effekte nachgewiesen. Guarana wirkt dabei stärker stimulierend auf kognitive Bereiche als Kaffee. Verantwortlich für seine anregende Wirkung ist das in seinen Samen bis zu 8% enthaltene Guaranin, eine an Gerbstoffen gebundene Koffeinverbindung, die im Verbund mit essentiellen Ölen und Alkaloiden wie Theobromin und Theophyllin vorliegt. Aufgrund der Bindung an Gerbstoffe, die einen Anteil von 25% ausmachen, wird Guaranin nur langsam freigesetzt und entfaltet seine anregende Wirkung auf das Herz-Kreislauf-System und das Energieniveau natürlich gleichmäßig und anhaltend. Da Guarana keine Röststoffe enthält, die zur Bildung zusätzlicher Magensäure anregen, stellt es eine verträglichere und magenschonende Alternative zu Kaffee dar. Guarana hat sich zum täglichen Konsum zur Anhebung des Energieniveaus sowie bei verminderter Leistungsfähigkeit und hoher psychischer oder körperlicher Belastung und Erschöpfungszuständen bewährt.

Weitere wissenschaftliche Veröffentlichungen: 1. Belliardo, F. et al.: HPLC determination of caffeine and theophylline in Paullinia cupana Kunth (Guaraná) and Cola spp. samples. Z. Lebensm. Unters. Forsch. 180(5): 398–401 (1985). 2. Galduróz, J. C. et al.: The effects of long-term administration of Guaraná on the cognition of normal, elderly volunteers. Rev. Paul. Med.; 114(1): 1073–78 (1996).
3. Haskell C. et al.: A double-blind, placebo-controlled, multi-dose evaluation of the acute behavioural effects of guarana in humans. Journal of Psychopharmacology (2006). 4. Miura, T. et al.: Effect of Guaraná on exercise in normal and epinephrine-induced glycogenolytic mice. Biol. Pharm. Bull.; 21(6): 646–48 (1998). 4. Kennedy D. et al.: Improved cognitive performance in human volunteers following administration of guarana (Paullinia cupana) extract: comparison and interaction with Panax ginseng  PharmacolBiochem Behav . 2004;79:401–11. 5. Kennedy D. et al.: Improved cognitive performance and mental fatigue following a multi-vitamin and mineral supplement with added guarana (Paullinia cupana). Appetite (2007). 6. Oliveira Campos M. et al.: Guarana (Paullinia cupana) improves fatigue in breast cancer patients undergoing systemic chemotherapy. J Altern Complement Med. 17(6):505-512 (2011).

Pyridoxin – Vitamin B6

Für ein intaktes Nervensystem und erholsamen Schlaf-Wach-Rhythmus

Kurbelt die Neurotransmitter-Bildung an: Vitamin B6 (Pyridoxin) ist maßgeblich an der Synthese der Botenstoffe des Nervensystems (Neurotransmitter) wie Serotonin, Dopamin und Noradrenalin beteiligt. Nervenbotenstoffe ermöglichen die Kommunikation und Reizübertragung zwischen den Nervenzellen und stellen das Funktionieren aller kognitiven und nervalen Prozesse sicher. Die „Glückshormone“ Serotonin und Dopamin sind grundlegend für die Steuerung der mentalen Befindlichkeit verantwortlich. Der Einsatz von Vitamin B6 hat sich in der Behandlung verschiedenster psychisch und neurologisch bedingter Störungen wie Depression, Burnout-Syndrom, Angstzustände, ADHS, Parkinsonsche Erkrankung, Alzheimer-Demenz und Fibromyalgie bewährt.

Regulierung des Schlaf-Wach-Rhythmus: Pyridoxin ist über die Bildung des Hormons Melatonin zudem für einen funktionierenden Schlaf-Wach-Rhythmus verantwortlich. Das so genannte „Schlafhormon“ Melatonin wird von der Zirbeldrüse im Gehirn (Epiphyse) aus Serotonin gebildet und wirkt natürlich schlaffördernd bei Einschlaf- und Durchschlafstörungen. Darüber hinaus wird Vitamin B6 gezielt bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes mellitus, dem Prämenstruellen Syndrom (PMS), Anämie, entzündlichen Gelenkerkrankungen, Karpaltunnelsyndrom, Immunschwäche und Entzündungen der Mundschleimhaut eingesetzt.

Weitere wissenschaftliche Veröffentlichungen: 1. Bell I. et al.: Brief communication: Vitamin B1, B2, and B6 augmentation of tricyclic antidepressant treatment in geriatric depression with cognitive dysfunction. J Am Coll Nutr. 1992;11(2):159-163. 2. Brush M. et al.: Pyridoxine in the treatment of premenstrual syndrome: a retrospective survey in 630 patients. Br J Clin Pract. 1998;42:448–452. 4. Diegoli M. et al.: A double-blind trial of four medications to treat severe premenstrual syndrome. Int J Gynaecol Obstet. 1998;62:63–67. 3. Kidd P.: Attention deficit / hyperactivity disorder (ADHD) in children: rationale for its integrative management. Altern Med Rev. 2000;5(5):402-428. 4. Shor-Posner G.: Impact of vitamin B6 status on psychological distress in a longitudinal study of HIV-1 infection. Int J Psychiatry Med. 1994;24(3):209-222. 5. Findling R. et al.: High-dose pyridoxine and magnesium administration in children with autistic disorder: an absence of salutary effects in a double-blind, placebo-controlled study. J Autism Dev Disord 1997;27(4):467-478. 6. Lerner V. et al.: Vitamin B6 treatment in acute neuroleptic-induced akathisia: a randomized, double-blind, placebo-controlled study. J Clin Psychiatry 2004;65(11):1550-1554. 7. Miodownik C.: Vitamin B6 versus mianserin and placebo in acute neuroleptic-induced akathisia: a randomized, double-blind, controlled study. Clin Neuropharmacol 2006 Mar-Apr;29(2):68-72. 8. Miodownik C. et al.: High-dose vitamin B6 decreases homocysteine serum levels in patients with schizophrenia and schizoaffective disorders: a preliminary study. Clin Neuropharmacol 2007 Jan-Feb;30(1):13-7. 9. Nye C. et al.: Combined vitamin B6-magnesium treatment in autism spectrum disorder. Cochrane Database Syst Rev. 2005 Oct 19;(4):CD003497.