Hauterkrankungen

Aloe Vera

Foto: Aloe Vera Pflanze (Barbadensis miller)
Das Gel der reinen Aloe Vera fördert die Gesundheit und wirkt positiv bei Erkrankungen wie Neurodermitis (VitaminWiki)

Wüstenpflanze beschleunigt Wundheilung und verbessert Blutzuckerwerte

„Vier Pflanzen sind unerlässlich für das menschliche Leben: der Weizen, die Rebe, die Olive und die Aloe. Die erste nährt ihn, die zweite erfreut sein Herz, die dritte bringt ihm Harmonie und die vierte macht ihn gesund.“ CHRISTOPH KOLUMBUS

Die Aloe Vera (Aloe barbadensis) zählt zu den Pflanzen, deren nachgewiesene Wirkungen und medizinische Anwendungsbereiche längst in der modernen Wissenschaft angekommen sind. Bislang konnten 230 Substanzen wissenschaftlich identifiziert werden. Darunter hat besonders Acemannan, ein immunförderndes Mucopolysaccharid (Kohlenhydratverbindung), das Forschungsinteresse geweckt. Insbesondere wird Aloe wegen ihrer Wirkungen auf die Immun- und Verdauungsfunktionen sowie ihrer entzündungslindernden, wundheilenden und Blutzucker regulierenden Eigenschaften eingesetzt.

Verbesserte Wundheilung: Das Mark der Aloe beschleunigt die Prozesse der Wundheilung und die Regeneration von Haut- und Schleimhautgewebe sowohl bei oberflächlich als auch tiefer gehenden Wunden wie Operations- und Verbrennungswunden.

Senkung des Blutzuckerspiegels: Das Mark der Aloe hat eine senkende Wirkung auf den Blutglukosespiegel. Darüber hinaus reduziert Aloe oxidativen Stress der Körperzellen, der bei Diabetikern in der Regel erhöht ist.

Weitere wissenschaftliche Veröffentlichungen: 1.Bunyapraphatsara N. et al.: Anti-diabetic activity of Aloe vera L. juice. II. Clinical trial in diabetes mellitus patients in combination with glibenclamide. Phytomedicine 3(3):245-248 (1996). 2. Kaufman T. et al.: Aloe vera gel hindered wound healing of experimental second-degree burns: a quantitative controlled study. J Burn Care Rehabil. 9:156-159 (1988). 3. Chithra P. et al: Influence of Aloe vera on collagen characteristics in healing dermal wounds in rats. Mol Cell Biochem. 181:71-76 (1998). 4. Fulton J. Jr.: The stimulation of postdermabrasion wound healing with stabilized aloe vera gel-polyethylene oxide dressing. J Dermatol Surg Oncol. 16:460-467 (1990). 5. Syed T. et al.: Aloe vera estract 0.5% in ahydrophilic cream versus Aloe vera gel for the management of genital herpes in males. A placebo-controlled, double-blind, comparative study. J Eur Acad Dermatol Venereol. 7:294-295 (1996). 6. Vardy D. et al.: A double-blind, placebo-controlled trial of an Aloe vera (A. barbadensis) emulsion in the treatment of seborrheic dermatitis. J Dermatol Treat. 10:7-11 (1990). 7. Okyar A. et al.: Effect of Aloe vera leaves on blood glucose level in type I and type II diabetic rat models. Phytother Res. 15:157-161 (2001). 8. Ajabnoor M.: Effect of aloes on blood glucose levels in normal and alloxan diabetic mice. J Ethnopharmacol. 28:215-220 (1990).

Biotin

Bild: Biotin im Hautgewebe
Das B-Vitamin Biotin (Vitamin B7) erfüllt wichtige Aufgaben für die Gesundheit von Haut, Haaren und Nägel. Mangelerscheinungen bei Biotinmangel sind besonders schnell im Hautgewebe erkennbar (VitaminWiki)

Vitamin für Haut und Haar

Essentiell für Zell-, Haut-, Haar- und Nagelwachstum: In jeder Körperzelle zu finden, bildet das B-Vitamin Biotin (auch Vitamin B7) einen zentralen Bestandteil verschiedener Enzyme unseres Stoffwechsels. Biotin oder auch Vitamin H (für Haut) genannt, ist ein essentieller Mikronährstoff, der die Zellfunktionen, das Zellwachstum, die Zellerneuerung und die optimale Zusammensetzung der Zellmembranen ermöglicht. Das für alle Wachstumsvorgänge nötige Vitamin steuert auch den Schwefeleinbau, also die Einlagerung von Schwefel, in die Haarwurzelzellen und Fingernägel und reguliert den Fettgehalt unserer Haut. Biotin-Supplementationen führen bei Personen mit  trockener Haut, Schuppen, Haarausfall und brüchigen Fingernägeln in klinischen Studien zu einer signifikanten Verbesserung der Haut-, Haar- und Nagelbeschaffenheit. Fehlt dem Körper Biotin über einen längeren Zeitraum (latenter oder klinischer Biotin-Mangel), beginnen die Talgdrüsen zum Schutz der Haut eine krankhaft gesteigerte Talgsekretion, die zu Haarausfall bis hin zu Glatzenbildung führt.

Weitere zentrale Funktionen erfüllt Biotin, meist als Co-Enzym, bei der Aktivierung von Eiweiß-, Kohlenhydrat- und Fettstoffwechsel- sowie bei Zellbildungs- und Fortpflanzungsprozessen.

Weitere wissenschaftliche Veröffentlichungen: 1. Hochman L. et al.: Brittle Nails: Response to Daily Biotin Supplementation. Cutis. 3;51(4): 303-05 (1999). 2. Mock D.: Skin manifestations of biotin deficiency. Semin Dermatol. 10(4):296-302 (1991). 3. Schulpis K. et al.: The effect of isotretinoin on biotinidase activity. Skin Pharmacol Appl Skin Physiol. Jan9;12(1-2):28-33 (1999). 4. Maeda Y. et al.: Biotin deficiency decreases ornithine transcarbamylase activity and mRNA in rat liver. J. Nutr. 126: 61-66 (1996). 5. Said H.M.: Biotin bioavailability and estimated average requirement: why bother? Am J Clin Nutr 69: 352-353 (1999). 6. Schmidt, Dr. med. Edmund, Schmidt, Nathalie Leitfaden Mikronährstoffe. 211-217 Urban & Fischer Verlag; München (2000). 7. Said H. et al: Biotin uptake by human colonic epithelial NCM460 cells: a carrier-mediated process shared with pantothenic acid. Am J Physiol. 1998;275(5 Pt 1):C1365-1371.

Chrom

Der Faktor für mehr Glukosetoleranz

Verbesserung der Insulinverwertung: Dem essentiellen Spurenelement Chrom kommt neben anderen zentralen Aufgaben eine signifikante Bedeutung im Stoffwechsel von Glukose (Traubenzucker) und Insulin zu. Als Bestandteil des so genannten Glukose-Toleranzfaktors GTF verbessert Chrom die Verwertbarkeit der im Blut vorliegenden kleinsten Kohlenhydrateinheit, der Glukose (Blutzucker). Indem Chrom die Empfindlichkeit der Zellrezeptoren auf das Hormon Insulin aus der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) erhöht, verbessert es den Glukose-Einstrom aus dem Blut in die Zelle. Aus diesem Grund hat die Aufnahme von Zucker eine erhöhte Chromfreisetzung aus den körperlichen Depots wie der Leber zur Folge. Liegt ein Mangel an Chrom vor, kann Insulin seine Wirkung am Insulinrezeptor der Zelle nicht oder nur mangelhaft entfalten. Dieser Mechanismus gilt sowohl bei Diabetikern wie auch Nicht-Diabetikern. Eine Reihe an klinischen Studien, u.a. eine Meta-Analyse über 41 frühere Untersuchungen, konnten die positive Wirkung von zusätzlichen Chrom-Supplementen auf die Insulinverwertung von Diabetikern Typ 2 bestätigen.

Weitere wissenschaftliche Veröffentlichungen: 1. Abraham A. et al.: The effects of chromium supplementation on serum glucose and lipids in patients with and without non-insulin-dependent diabetes. Metabolism 41:768-71 (1992). 2. Anderson R. et al.: Chromium supplementation of human subjects: effects on glucose, insulin, and lipid variables. Metabolism 32:894-9. (1983). 3. Althuis M. et al: Glucose and insulin responses to dietary chromium supplements: a meta-analysis. Am J Clin Nutr 76:148-55. (2002). 4. Anderson R. et al.: Elevated intakes of supplemental chromium improve glucose and insulin variables in individuals with type 2 diabetes. Diabetes 46:1786–1791 (1997). 5. Balk E. Et al.: Effect of chromium supplementation on glucose metabolism and lipids: a systematic review of randomised controlled trials. Diabetes Care 30:2154-2163 (2007). 6. Hopkins Jr. L. et al.: Improvement of impaired carbohydrate metabolism by chromium(III) in malnourished infants. Am J Clin Nutr 21:203-11. 22 (1968). 7.  Hermann J, Arquitt A.: Effect of chromium supplementation on plasma lipids, apolipoproteins, and glucose in elderly subjects. Nutr Res 14: 671-4 (1994). 8. Jeejeebhoy K. et al.: Chromium deficiency, glucose intolerance, and neuropathy reversed by chromium supplementation in a patient receiving long-term total parenteral nutrition. Am J Clin Nutr. 30:531-8 (1977). 9. Rabinowitz M. Et al: Effects of chromium and yeast supplements on carbohydrate and lipid metabolism in diabetic men. Diabetes Care 6:319-27 (1983).

Dong Quai

Natürlicher Regulator für hormonelles Gleichgewicht

Unterstützung der weiblichen Hormonregulation: Dong Quai (Angelica sinensis) hat seit vielen Jahren einen festen Stellenwert in der traditionellen und modernen Medizin. Die Wurzelpflanze dient insbesondere zur Behandlung weiblicher Beschwerden, die auf hormonellen Imbalancen beruhen. So wird der so genannte „weibliche Ginseng“ vor allem zur Linderung von Wechseljahresbeschwerden wie Hitzewallungen, Haut- und Scheidentrockenheit und Depressionen sowie zur Regulierung des Menstruationszyklus und dem prämenstruellen Syndrom (PMS) eingesetzt. Die in Dong Quai enthaltenen Phytoöstrogene sind bioaktive Pflanzenbestandteile, die aufgrund ihrer Ähnlichkeit zum weiblichen Geschlechtshormon Östrogen hormonähnliche Aktivität ausüben. Phytoöstrogene besitzen die regulative Fähigkeit, den Hormonspiegel je nach Notwendigkeit zu erhöhen oder zu senken. Dong Quai hat allgemein schmerzlindernde (analgetische), entzündungshemmende (antiinflammatorische) und muskelentspannende (antispastische) Wirkungen und umfasst daher ein breites Spektrum an Anwendungsgebieten.

Weitere wissenschaftliche Veröffentlichungen: 1. Carroll D.: Nonhormonal therapies for hot flashes in menopause. Am Fam Physician. 73(3):457-64 (2006). 2. Hirata J. et al.: Does dong quai have estrogenic effects in postmenopausal women? A double-blind, placebo-controlled trial. Fertil Steril 68(6):981-986 (1997). 3. Israel D., Youngkin E.: Herbal therapies for perimenopausal and menopausal complaints. Pharmacother. 17(5):970-98 (1997). 4. Lau C. et al.: Use of dong quai (Angelica sinensis) to treat peri- and postmenopausal symptoms in women with breast cancer: is it appropriate? Menopause 2005;12:734-40. 5. Shaw C.: The perimenopausal hot flash: epidemiology, physiology, and treatment. Nurse Pract. 22(3):55-56, 61-66 (1997). 6. Zhiping H., et al.: Treating amenorrhea in vital energy-deficient patients with angelica sinensis-astralagus membranaceus menstruation-regulating decoction. J Trad Chin Med;6(3):187-190 (2002).

Gamma-Linolensäure

Steuert Immunüberreaktionen entgegen

Bildung immunmmodulierender Botenstoffe: Die Gamma-Linolensäure (GLA) gehört der Gruppe der mehrfach ungesättigten Omega-6-Fettsäuren an und ist Ausgangsstoff zur Bildung hormonähnlicher Reglerstoffe. Diese Botenstoffe, genannt Eicosanoide, und insbesondere die Prostaglandine unter ihnen, erfüllen zahlreiche biologische Funktionen und regulierende Aktivitäten in den verschiedenen Steuersystemen des menschlichen Körpers. Die Gamma-Linolensäure sorgt dabei für ein dynamisches Gleichgewicht bei der Synthese unterschiedlicher Prostaglandine, wie PGE1 und PGE2. In Form von Schwarzkümmel- oder Nachtkerzenöl wird die Gamma-Linolensäure innerlich oder äußerlich zur Regulierung allergischer und entzündlicher Prozesse sowie bei der großen Gruppe der Autoimmunerkrankungen eingesetzt. Von Autoimmunerkrankungen spricht man, wenn das Immunsystem gegen das eigene Gewebe eine Immunantwort startet, wie es bei Neurodermitis, Psoriasis (Schuppenflechte), Multiple Sklerose, Rheumatischer Arthritis oder entzündlichen Darmerkrankungen wie Morbus Crohn der Fall ist.

Weitere wissenschaftliche Veröffentlichungen: 1. Furse R. et al.: Gammalinolenic acid, an unsaturated fatty acid with anti-inflammatory properties, blocks amplification of IL-1 beta production by human monocytes. J Immunol. 1;167(1):490-496 (2001). 2. Goyal A.: A randomized multicenter study of gamolenic acid (Efamast) with and without antioxidant vitamins and minerals in the management of mastalgia. Breast J11(1):41-47 (2005). 3. Jamal G. et al.: Gamma-linolenic acid in diabetic neuropathy. Lancet 5-10-6;1(8489):1098 (1986). 4. Middleton S. et al.: A double-blind, randomized, placebo-controlled trial of essential fatty acid supplementation in the maintenance of remission of ulcerative colitis. Aliment Pharmacol Ther ;16(6):1131-1135 (2002). 5. Miles E. et al.: The influence of different combinations of gamma-linolenic acid, stearidonic acid and EPA on immune function in healthy young male subjects. Br J Nutr 91(6):893-903 (2004). 6. Takwale A. et al.: Efficacy and tolerability of borage oil in adults and children with atopic eczema: randomised, double blind, placebo controlled, parallel group trial. BMJ 327(7428):1385 (2003). 7. Usami M. et al: Effect of gamma-linolenic acid or docosahexaenoic acid on tight junction permeability in intestinal monolayer cells and their mechanism by protein kinase C activation and/or eicosanoid formation. Nutrition 19(2):150-156 (2003). 8. van Gool C. et al.: Gamma-linolenic acid supplementation for prophylaxis of atopic dermatitis–a randomized controlled trial in infants at high familial risk. Am J Clin Nutr 77(4):943-951 (2003).

Gotu Kola

Bild: Querschnitt einer Vene (Blutgefäß)
Gotu Kola stärkt das Gefäßendothel der Venenwände (VitaminWiki)

Stärkung der Venen bei Gefäß- und Venenleiden

Kräftigt die Kapillaren und verbessert die Blutzirkulation: Gotu Kola (Centella asiatica) hat sich aufgrund seiner positiven Wirkungen auf die Blutkapillaren und das Zirkulationssystem zur Behandlung von Venen- und Gefäßleiden bewährt. Die in Gotu Kola enthaltenen Pflanzenstoffe, darunter so genannte triterpenische Glykoside, stärken das Kollagen des Bindegewebes und verbessern die Integrität des Venensystems. Gotu Kola steuert unter anderem der Verhärtung der Gefäßwände (Arteriosklerose) entgegen und verbessert die Durchblutung der Extremitäten. Wie wissenschaftliche Studien zeigen, kann Gotu Kola die Entstehung von Krampfadern signifikant verringern, indem es in den Stoffwechsel der so genannten Mukopolysacharide (Stoffe mit strukturellen Funktionen in den Venenwänden) regulierend eingreift. Der Einsatz von Gotu Kola ist gängig bei allen venösen Störungen wie Krampfadern, Varizen, Ödemen, Entzündungen der Venen und venösen Insuffizienzen (Venenverhärtung).

Weitere wissenschaftliche Veröffentlichungen: 1. Bradwejn J. et al.: A double-blind, placebo-controlled study on the effects of Gotu Kola (Centella asiatica) on acoustic startle response in healthy subjects. J Clin Psychopharmacol.;20:680 – 684 (2000). 2. Belcaro G. et al.: Improvement of capillary permeability in patients with venous hypertensionafter treatment with TTFCA. Angiology.;41: 533 – 540 (1990). 3. Belcaro G. et al.: Capillary filtration and ankle edema in patients with venous hypertension treated with TTFCA. Angiology.;41:12 – 18 (1990). 4. Cesarone M. et al.: The microcirculatory activity of Centella asiaticain venous insufficiency. A double-blind study]. Minerva Cardioangiol. 42:299 – 304 (1994). 5. Pointel J. et al.: Titrated extract of Centella asiatica(TECA) in the treatment of venous insufficiency of the lower limbs. Angiology. 38:46 – 50 (1987). 6. Cesarone M. et al. Activity of Centella asiaticain venous insufficiency. Minerva Cardioangiol. 40:137 – 143v (1992). 7. Mahajani S. et al.: Study of venodynamic effect of an Ayurvedic formulation of Centella asiatica using venous occlusion plethysmography (VOP) and laser-Doppler velocimetry (LVD). Can J Physiol Pharmacol;72(suppl 1):180 (1994).

Grapefruit

Schützt vor Pilzausbreitung, bewahrt Herz und Gefäße

Natürliches Antibiotikum hemmt Bakterien, Pilze und Co.: Bioaktive Pflanzenstoffe der Grapefruit (Citrus paradisi) besitzen die Eigenschaft, mehr als 930 bislang bekannte Krankheitserreger wie Bakterien, Viren, Pilze und Parasiten, die das biologische Gleichgewicht stören, in ihrem Wachstum zu hemmen respektive zu eliminieren. Darunter fallen Bakterien wie Salmonellen, Escherichia coli und Campylobacter jejuni sowie der Hefepilz Candida Albicans. Insbesondere zur Behandlung der weitverbreiteten Candidiasis sowie bei Mundsoor, Fuß- und Hautpilz hat sich der Einsatz von Grapefruitextrakt bewährt.

Multipler Arteriosklerose-Schutz: Der lösliche Faserstoff Pektin sowie Citrus-Bioflavoinoide und eine Reihe antioxidativer Pflanzenwirkstoffe wie Naringin, Hesperidin, Glutathion, Polyphenole wie Apigenin, Glucar- und Galacturonsäure der Grapefruit senken erhöhte Blutfettwerte (Cholesterin, Triglyceride), verbessern das Verhältnis zwischen LDL- und HDL-Cholesterin und verhindern die gefäßschädigenden Prozesse der so genannten Lipidoxidation. Die konzentrierte Aufnahme von Grapefruitextrakt als alimentäre Ergänzung senkt nachweislich das Risiko für die Entstehung arteriosklerotischer Gefäßveränderungen und beugt der Entwicklung koronarer Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor.

Weitere wissenschaftliche Veröffentlichungen: 1. Cerda J.: Inhibition of atherosclerosis by dietary pectin in microswine with sustained hypercholesterolemia. Circulation 89(3):1247-53 (1994). 2. Gao K. et al.: The citrus flavonoid naringenin stimulates DNA repair in prostate cancer cells. J Nutr Biochem.17(2):89-95 (2006). 3. Gorinstein S. et al.: Red Grapefruit Positively Influences Serum Triglyceride Level in Patients Suffering from Coronary Atherosclerosis: Studies in Vitro and in Humans. J Agric Food Chem. ;54(5):1887-1892 (2006). 4. Heggers, J. P. et al.: The effectiveness of processed grapefruit-seed extract as an antibacterial agent: II. Mechanism of action and in vitro toxicity. Altern Complement Med. 8(3):333-340 (2002). 5. Khaw K. et al.: Relation between plasma ascorbic acid and mortality in men and women in EPIC-Norfolk prospective study: a prospective population study. European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition. Lancet. 3;357(9257):657-63 (2001). 6. Shela Gorinstein et al.: Red Grapefruit Positively Influences Serum Triglyceride Level in Patients Suffering from Coronary Atherosclerosis: Studies in Vitro and in Humans. In: Journal of Agricultural and Food Chemistry. 7. Tenney, L.: Grapefruit Seed Extract: Powerful Protection Against Viruses, Bacteria, Fungi and other Harmful Microbes. Pleasant Grove, Utah, USA. 19 (2000).

Indol-3-Carbinol (Broccoli)

Antikrebswirkung mit Broccoli-Extrakt

Seit einigen Jahren ist der in besonders hoher Konzentration in Broccoli-Keimlingen und reifem Broccoli enthaltene Pflanzenstoff Indol-3-Carbinol Untersuchungsgegenstand der modernen Krebsforschung. Bislang bestätigen mehr als 30 breit angelegte Studien die signifikante Antikrebswirkung von Indol-3-Carbinol (I3C).

Bindung Krebs verursachender Substanzen: Indol-3-Carbinol ist in der Lage, toxische und krebsauslösende Substanzen (Karzinogene) wie Dioxine,  Aflatoxine und Amine unschädlich zu machen und damit die DNA, die zelluläre Erbsubstanz, vor bösartigen Zellveränderungen zu schützen.

Hemmung der Zellteilung und -vermehrung:
I3C greift zudem direkt in den Zellzyklus ein und hemmt die typische schnelle Teilung von Krebszellen.

Sekundärprävention:
Nach Beendigung sowie begleitend während einer Strahlen-, Chemo- oder anderer spezifischer Krebstherapien wird IC3 eingesetzt, um die Nebenwirkungen der Behandlung zu verringern und die Wirksamkeit zu erhöhen. Indol-3-Carbinol regt darüber hinaus die körpereigene Bildung von Gluathion in den Leberzellen (Hepatozyten) an. Gluathion unterstützt die Leber in ihrer Entgiftungsfunktion und schützt seinerseits das Erbgut der Körperzellen vor Strahlenschädigung durch Strahlungstherapien.

Indol-3-Carbinol wird behandlungsbegleitend vorrangig bei hormonell bedingten Krebsarten wie Prostata-, Brust- und Gebärmutterkrebs eingesetzt.

Weitere wissenschaftliche Veröffentlichungen: 1. Lee I., Han F. et al.: Inhibition of MUCI expression of indole-3-carbinol.; Int J Cancer 109:810-16 (2004). 2. Nugon-Baudon, L., Rabot, S.: Glucosinolates and glucosinolate derivates: implications for protec-tion against chemical carcinogenesis. Nutr. Res. Rev. 7, S. 205-231 (2003). 3. Cover C. et al: Indole-3-carbinol and tamoxifen cooperate to arrest the cell cycle of MCF-7 human breast cancer cell. Cancer Res. 1999; 59 1244-51 (1999). 4. Wong GY. et al.: A dose-ranging study of indole-3-carbinol for breast cancer prevention. J Cell Biol.; 28:111-116 (1988). 5. Bradlow HL. et al.: Long term responses of women to indole-3-carbinol or a high fiber diet. Cancer Epidemiol Biomarkers Prev. 3:591-595 (1994). 6. Bradlow HL. et al.: Multifunctional aspects of the action of indole-3-carbinol as an anti-tumor agent. Ann NY Acad Sci. 889:204-213 (1999). 7. Devanaboyina U, et al.: Effects of indole-3-carbinol (I3C) and phenethyl isothiocyanate (PEITC) on 7,12-dimethylbenz[aanthracene (DMBA)-induced DNA adducts in rat mammary glands and liver (Meeting abstract). Proc Annu Meet am Assoc. Cancer Res 38:A2427 (1997). 8. He Y. et al.: Indole-3-carbinol as a chemopreventive agent in 2-amino-1-methyl-6-phenylimidazo [4,5-b pyridine (PhIP) carcinogenesis: inhibition of PhIP-DNA adduct formation, acceleration of PhIP metabolism, and induction of cytochrome P450 in female F344 rats. Food Chem Toxicol. 38:15-23 (2000).

Krill-Öl

KrillMaritimer Schutz von Herz und Arterien

Herz- und Gefäß-Prophylaxe: Das Öl des Kleinkrebses Krill (Euphausia superba) dient aufgrund seines besonders zuträglichen Fettsäuremusters zur Primär- und Sekundärprävention sowie adjudanten (begleitenden)  Therapie  von Herz- und kardiovaskulären Erkrankungen. Nahezu ein Drittel der in Krill-Öl gespeicherten Fettsäuren nehmen die Omega-3-Fettsäuren EPA (Eicosapentaensäure) und DHA (Docosahexaensäure) ein, denen in über 9.000 klinischen Studien kardioprotektive Wirkungen nachgewiesen wurden. So reduziert eine hohe Zufuhr dieser Fettsäuren das Risiko für Herz- und Gefäßerkrankungen signifikant, unter anderem durch die Senkung erhöhter Blutfett-, Cholesterin- und Blutdruckwerte. Zudem wird die Blutfließfähigkeit verbessert, das Risiko für Blutgerinnselbildung reduziert und Entzündungsprozessen des Gefäßendothels sowie der Entstehung arteriosklerotischer Gefäßablagerungen (Plaques) entgegen gesteuert. Eine der positiven Nebenwirkungen ist daher der blutverdünnende Effekt beim Verzehr von Krill-Öl Kapseln.

Verbund mit Zellschutz-Carotinoid Astaxanthin: Der rote so genannte „Leuchtkrebs“ bietet zudem einen einzigartigen Komplex aus Fettsäuren, Phospholipiden (Baustein der Zellmembranen) und dem hoch antioxidativen Farbpigment Astaxanthin. Krill-Öl kann aufgrund dieses beispiellosen Verbundes besonders gut vom Organismus resorbiert werden. Damit ist Krill-Öl das einzige Öl, das Astaxanthin liefert – das von Wissenschaftlern als einen der stärksten Zellprotektoren eingestufte rotfarbene Carotinoid. Untersuchungen ergaben für Astaxanthin das 6.000-fache antioxidative Potential von Vitamin C und eine 50-fach stärkere antioxidative Wirksamkeit verglichen mit allen bislang bekannten Fischölen. Die in renommierten Fallstudien zu Krill-Öl belegten Wirkungen in der Prophylaxe und Therapie umfassen unter anderem: Schutzeffekte für Herz- und Gefäßsystem und Regulierung erhöhter Blutfettwerte (Cholesterin-Triglyceride). Aufgrund seiner antiinflammatorischen (entzündungreduzierenden) Wirksamkeit hat sich Krill-Öl zudem insbesondere bei chronischen, entzündlichen Erkrankungen wie den chronisch-entzündliche Gelenkerkrankungen (Arthritis, Arthrose), Hauterkrankungen (Schuppenflechte, Neurodermitis) und chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (Morbus Crohn, Colitis ulcerosa) bewähren können.

Weitere wissenschaftliche Veröffentlichungen: 1. Bunea R. et al.: Evaluation of the effects of Neptune Krill Oil on the clinical course of hyperlipidemia. Altern Med Rev 9(4):420-8 (2004). 2. Werner A. et al.: Treatment of EFA deficiency with dietary triglycerides or phospholipids in a murine model of extrahepatic cholestasis. Am J Physiol Gastrointest Liver Physiol.;286(5):G822-32. Epub 2003 Dec 11 (2004). 3. Sampalis T.: Evaluation of the Effect of NKO on Biomarkers of Chronic Inflammation in vivo. JSS medical research, inc. June 9, 2004. 4. Sally T. et al.: Dietary Krill Oil Supplementation Reduces Hepatic Steatosis, Glycemia, and Hypercholesterolemia in High-Fat-Fed Mice . Journal of Agricultural and Food Chemistry, 17.9. (2009). 5. Deutsch L.: Evaluation of the Effect of Neptune Krill Oil on Chronic Inflammation and Arthritic Symptoms. Journal of the American College of Nutrition, Vol. 26, No.1 (2007). 6. Duda M. et al.: Fish oil, but not flaxseed oil, decreases inflammation and prevents pressure overload-induced cardiac dysfunction. Cardiovasc Res. 1;81(2):319-27 (2009). 7. Tou J. et al.: Krill for human consumption: nutritional value and potential health benefits. Nutr Rev.;65(2):63-77 (2007).

Lutein

Innerer UV-Schutz der empfindlichen Netzhaut

Carotinoid bewahrt vor der altersbedingten Makuladegeneration (AMD): Eine der zwei häufigsten Ursachen für das Erblinden ab 55 Jahren stellt die AMD dar. Der „gelbe Fleck“, die Makula, bildet das Zentrum unserer Netzhaut, der Retina. Für das Scharfsehen verantwortlich, besitzt die Makula die höchste Dichte an Fotorezeptorzellen. Diese so genannten Stäbchen und Zäpfchen sind reich an ungesättigten Fettsäuren, die sich jedoch für oxidative (zellschädigende) Prozesse ausgesprochen anfällig zeigen. Zum Schutz vor schädlicher Oxidation enthält die Makula daher einen besonders hohen Gehalt an Lutein (lat. gelb), dem Carotinoid und gelben Farbpigment, dem sie auch ihren Namen verdankt (Macula lutea). Lutein schützt den gelben Fleck, indem es durch UV-Strahlung hervorgerufenen oxidativen Stress vermindert, wie auch die AMD Alliance International bestätigt. Hohe Luteinwerte konnten in Studien das Erkrankungsrisiko für AMD um 82% senken. Da der Körper Lutein selbst nicht bilden kann, muss es in ausreichender Menge über die Nahrung sowie Nahrungsergänzung zugeführt werden.

Weitere wissenschaftliche Veröffentlichungen: 1. Chopdar A. et al.: Age-related macular degeneration. BMJ 2003 326: 485-488. JM Seddon et al. Association between C-reactive protein and age-related macular degeneration. JAMA 291: 704-710. (2004). 2. Fessler B.: Alterstbezogene Makuladegeneration – Mit photodynamischer Therapie gegen den Sehverlust. Deutsche Apotheker-Zeitung (DAZ) 42: 4824-4825. 3. Hammond B., Wooten B., Snodderly D.: Density of the Human Crystalline Lens is related to the Macular Pigment Carotenoids, Lutein and Zeaxanthin. Optom. Vis. Sci. 74: 499-504. (1997). 4. Evans et al. : Causes of visual impairment in people aged 75 years and older in Britain: an add-on study to the MRC trials of assessment and management of older people in the community. British Journal of Ophthalmology 2004 88: 365-370. (2000). 5. Bartlett H., Eperjesi F.: Age-related macular degeneration and nutritional supplementation: a review of randomised controlled trials. Ophthal Physiol Opt 23: 383-399. (2003). 6. M Mozaffarieh et al.: The role of carotenoids, lutein and zeaxanthin, in protecting against age-related macular degeneration: a review based on controversial evidence. Nutritional Journal 2:20 (2003).

Lycopin

Tomaten-Pigment schützt vor Krebs

Krebsschutz aus der Pflanze: Verschiedene wissenschaftliche Studien der letzten beide Jahrzehnte konnten nachweisen, dass der rote Tomatenfarbstoff Lycopin hoch zellschützende Effekte und eine signifikante Schutzwirkung vor Krebs besitzt. Wie Forscher heraus fanden, bewahrt das rotfarbene Carotinoid die Wände der Körperzellen sowie die  „Funktionsorgane“ unserer Zellen, die so genannten Organellen, sowohl vor oxidativen Stress (Lycopin ist einer der stärksten natürlichen Antioxidantien, der u.a. die Zellen vor Singulett-Sauerstoff schützt) als auch vor krebserregenden Substanzen unterschiedlichster Art (Karzinogene). Studien konnten nachweisen: Umso höher der Lycopin-Spiegel im Körper ist, desto niedriger ist das Risiko, an Haut-, Brust-, Prostata-, Darm-, Lungen-, Magen-, Blase-, Speiseröhren-, Gebärmutter- und Bauchspeicheldrüsenkrebs zu erkranken. Dies bestätigen neuste Forschungen, die beim 90. Jahrestreffen der AACR, der amerikanischen Vereinigung für Krebsforschung (American Association for Cancer Research), präsentiert wurden.

Weitere wissenschaftliche Veröffentlichungen: 1. Bilton, R. et al.: The White Book on antioxidants in tomatoes and tomato products and their health benefits, 2nd rev. edition 2001, CMITI Sarl Avignon, ISSN 1145-9565. 2. Block, G. et al.: Fruit, vegetables, and cancer prevention: A review of the epidemiological evidence, Nutr. Cancer 18 (1992) 1-29. 3. Bowen, P. et al.: Tomato sauce supplementation and prostate cancer: Lycopene accumulation and modulation of biomarkers of carcinogenesis, Exp. Biol. Med. 227 (2002) 886-893. 4. Bradley, S. et al.: Why is there an association between eating fruit and vegetables and a lower risk of stroke?, J. Human Nutr. Diet. 11 (1998) 363-372. 5. Cooper, D. A. et al.: Dietary carotenoids and certain cancers, heart disease, and age-related macular degeneration: A review of recent research, Nutr. Rev. 57 (1999) 201-214. 6 Franceschi, S. Et al.: Role of different types of vegetables and fruit in the prevention of cancer of the colon, rectum, and breast, Epidemiol. 9 (1998) 338-341. 7. Gaziano J. M. et al.: Supplementation with b-carotene in vivo and in vitro does not inhibit low density lipoprotein oxidation, Atherosclerosis 112 (1995) 187-195. 8. Giovannucci, E. et al.: A prospective study of tomato products, lycopene, and prostate cancer risk, J. Natl. Cancer Inst. 94 (2002) 391-398.

Nachtkerzenöl

flower #72Harmonisiert den Hormonhaushalt, mindert Entzündungsvorgänge

Linderung von Hormon- und Wechseljahresbeschwerden: Das Öl aus den Kernen der Nachtkerze (Oenothera biennes) besitzt eine besonders hohe Konzentration an Gamma-Linolensäure (GLS), einer dreifach ungesättigten Omega-6-Fettsäure. Als essentieller Baustein zum Aufbau so genannter Gewebshormone übt GLS auf verschiedene Körpersysteme positiv regulierende Wirkungen aus. Diese biologisch aktiven hormonähnlichen Reglerstoffe, so genannte Prostaglandine, besitzen stark immunregulierende, schmerz- und entzündungshemmende (anti-inflammatorische) Eigenschaften. Bei durch Hormonimbalancen ausgelösten Beschwerden wie Wechseljahres- und PMS-Beschwerden (Prämenstruelles Syndrom) wirkt sich die Zufuhr von Gamma-Linolensäure reichem Nachtkerzenöl ausgleichend aus und lindert Beschwerden wie Hitzewallungen, Brustempfindlichkeit (Mastodynie), depressive Zustände sowie Reizbarkeit und  Erschöpfung. Nachtkerzenöl besitzt allgemein relaxierende Effekte auf den Organismus, wirkt krampflösend und entspannt die Unterleibsmuskulatur bei Menstruations- und postmenopausalen Schmerzen.

Entzündliche Gelenk- und Hauterkrankungen: Menschen mit chronisch-entzündlichen Erkrankungen profitieren im Besonderen von den signifikant entzündungsmodulierenden Effekten des Nachtkerzenöls. Sowohl bei rheumatischen Erkrankungen (Gelenkentzündungen) als auch entzündlichen Nerven- und Hauterkrankungen können vorherrschende Entzündungsprozesse gebremst und die Medikamenteneinnahme reduziert werden. Neurodermitis- sowie Psoriasis-Betroffene (Schuppenflechte) können mit der inneren Anwendung von Nachtkerzenöl gute Erfolge bei der Linderung von Ekzemen, Juckreiz, Hautentzündungen, -reizungen und Hautschäden erzielen. Weitere Einsatzbereiche der nutritiven Anwendung stellen die Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Lipidstoffwechselstörungen, Steigerung der Abwehrkraft (Immunmodulans), Akne und das ADH-Syndrom dar.

Weitere wissenschaftliche Veröffentlichungen: 1. Blommers J. et al.: Evening primrose oil and fish oil for severe chronic mastalgia: a randomized, double-blind, controlled trial. Am J Obstet Gynecol 187(5):1389-1394 (2002). 2. Budeiri D. et al.: Is evening primrose oil of value in the treatment of premenstrual syndrome? Controlled Clin Trials 17(1):60-68 (1996). 3. Gateley C. et al.: Evening primrose oil (Efamol), a safe treatment option for breast disease. Breast Cancer Res Treat (14):161 (2001). 4. Huntley A., Ernst E.: systematic review of herbal medicinal products for the treatment of menopausal symptoms. Menopause 10(5):465-476 (2003). 5. Joe L. et al.: Evening primrose oil in rheumatoid arthritis. Ann Pharmacother 27(12):1475-1477 (1993). 6. Korsch, E. et al.: Therapie mit Nachtkerzensamenöl-Kapseln bei schwerem atopischem Ekzem’, Sozialpädiatrie, 1, 12-17(1993). 7. Qureshi S. et al.: Topical nonsteroidal anti-inflammatory drugs versus oil of evening primrose in the treatment of mastalgia. Surgeon. 3(1):7-10 (2005). 8. Jepson R. et al.: Evening Primrose oil or other essential fatty acids for premenstrual syndrome. The Cochrane Library. Oxford, Update software (2000).

Pantothensäure (Vitamin B5)

Anti-Stress-Vitamin für agile Nerven und gesunde Haut

Sorgt für regen Nervenbotenstoffwechsel: Wie die meisten B-Vitamine ist Pantothensäure an  unterschiedlichsten Vorgängen im Stoffwechsel essentiell beteiligt. Speziell bei der Reizweiterleitung der Nervenzellen erfüllt Pantothensäure eine unersetzliche Funktion. Mit weiteren Vitaminen des B-Komplexes im Verbund steuert es die Biosynthese von Nervenbotenstoffen (Neurotransmittern) wie Acetylcholin, das die Reizübertragung zwischen Nerven- und Muskelzellen und zwischen Neuronen sicherstellt. Die Anwendung von Pantothensäure hat sich insbesondere bei kognitiven Leistungsschwächen wie Konzentrations-, Gedächtnis-, Lern- und Verhaltensstörungen bei Kindern sowie bei erhöhter Stressbelastung und Erschöpfungszuständen bewährt.

Regeneration von Haut und Schleimhaut: Im Zellstoffwechsel ist Pantothensäure für die Regeneration und den Aufbau von Zellen und Gewebe im Besonderen von Haut und Schleimhaut zuständig. Der Prozess der Wundheilung, auch bei Verbrennungen und größerem Gewebeverlust, sowie die Regeneration gereizter Schleimhäute oder bei Schleimhautläsionen sind maßgeblich von ausreichend vorhandenem Vitamin B5 abhängig. Zu den vielen Aufgaben des Vitamins zählen zudem die Sicherstellung des Energie- und Fettstoffwechsels, die Bildung von Hämoglobin, Steroidhormonen, Aminosäuren, Gallensäure sowie Haar-, Haut und Blutpigmenten, die Immunstärkung sowie seine medizinische Anwendung u.a. bei Arthritis, Hyperlipidämien, Bindehautreizungen und dem Burning-Feet-Syndrom.

Weitere wissenschaftliche Veröffentlichungen: 1. Aprahamian M. et al.: Effects of supplemental pantothenic acid on wound healing: experimental study in rabbit. Am J Clin Nutr. 1985;41(3):578-89. 2. Arsenio L. et al.: Effectiveness of long-term treatment with pantethine in patients with dyslipidemia. Clin Ther. 1986;8:537–545. 3. Bertolini S. et al.: Lipoprotein changes induced by pantethine in hyperlipoproteinemic patients: adults and children. Int J Clin Pharmacol Ther Toxicol.1986;24:630–637. 4. Haslam R. et al.: Effects of megavitamin therapy on children with attention deficit disorders. Pediatrics 1984;74:103-1. 5. Lacroix B. et al.: Role of pantothenic and ascorbic acid in wound healing processes: in vitro study on fibroblasts. Int J Vitam Nutr Res. 1988;58(4):407-413. 6. Leung L (1995): Pantothenic acid deficiency as the pathogenesis of acne vulgaris. Med Hypotheses 44 (6): 490-2. PMID 7476595. 7. McCarty M.: Inhibition of acetyl-CoA carboxylase by cystamine may mediate the hypotriglyceridemic activity of pantethine. Med Hypotheses. 2001;56(3):314-317. 8. Meyer N. et al.: Nutrient support of the healing wound. New Horizons. 1994;2(2):202-214.

Schwarzkümmelöl

Lindert Bronchialerkrankungen, harmonisiert das Immunsystem

Regulierung der Immunabwehr: Das Samenöl des Schwarzkümmels (Nigella sativa) besitzt ein für den menschlichen Organismus besonders günstiges Fettsäuremuster. Sein hoher Gehalt an Gamma-Linolensäure (GLA) in Kombination mit Omega-3-Fettsäuren und ätherischen Ölen ist für die regulierenden und harmonisierenden Wirkungen von Schwarzkümmelöl auf das Immunsystem verantwortlich. Gamma-Linolensäure dient dem Organismus als Grundbaustoff zur Bildung bestimmter Reglerstoffe, vorrangig der Prostaglandine (PGE). Diese Gewebshormone harmonisieren die Immunreaktionen des Körpers und verhindern Entzündungsprozesse („anti-inflammatorische Mittlerstoffe“) und immunologische Überreaktionen (durch Histamin-Hemmung z.B. bei Allergien oder chronischen Hauterkrankungen). Die im Schwarzkümmelöl enthaltenen ätherischen Öle und sekundären Pflanzenstoffe aktivieren darüber hinaus die natürlichen Abwehrmechanismen und fördern den Prophylaxe-Schutz gegen verschiedene Krankheitserreger (z.B. Grippeviren).

Linderung bei Atemwegserkrankungen: Das reine Schwarzkümmelöl hat sich zudem in der Behandlung von akuten und chronischen Infekten der Bronchien, Asthma, Reiz- und Keuchhusten, Bronchitis und anderen Atemwegsinfekten bewährt. Pflanzenverbindungen des Schwarzkümmelöls sowie Gewebshormone, deren Eigensynthese im Organismus aktiviert wird, wirken erweiternd auf die Bronchien sowie schleimlösend (sekretlösend), entkrampfend und schweißtreibend. Die ätherischen Öle, Pflanzenstoffe und ungesättigten Omega-3-Fettsäure aktivieren die Abwehrkräfte und wirken präventiv gegen Erkältungserreger (antibakteriell), weshalb sich Schwarzkümmelöl unter anderem gezielt in der Erkältungszeit bewährt hat. Weitere Anwendungsbereiche zur inneren Anwendung von Schwarzkümmelöl sind Autoimmunerkrankungen (z.B. Neurodermitis, Psoriasis), chronische und akute Entzündungen, Störungen des Fett- und Blutzuckerstoffwechsels sowie Hormonstörungen und Menopause-Beschwerden. Äußerlich wird Schwarzkümmelöl insbesondere bei Hautentzündungen, Pilzbefall, Irritationen der Haut, Neurodermitis und Akne eingesetzt.

Weitere wissenschaftliche Veröffentlichungen: 1. Houghton, P. et al.: Fixed oil of nigella sativa and derived Thymoquinone inhibit eicosanoid generation in leukocytes and membrane lipid peroxidation. Planta Med. 61 (1995) 33-36. 2. Ansari, A. et al.: Structural studies on a saponin isolated from nigella sativa. Phytochemistry, Vol. 27, No. 12 (1988) 3977-3979. 3. Berdel, D.: Schwarzkümmelöl bei Asthma? Arzneimittel-, Therapie-Kritik. Hans Marseille Verlag GmbH, München, (1997). 4. El-Dakhakhny, M.: Studies on Egyptian Nigella sativa L. Arzneimittel-Forsch. 15 (1965) 1227-1229. 5. Atta-ur-Rahman, et al.: Isolation and strukture determination of Nigellicine, a novel alkaloid from the seeds of nigella sativa. Tetrahedron Letters, Vol. 26, No. 23 (1985) 2759-2762. 6. Kämmerer, W.: Essentielle Fettsäuren zur Therapie der atopischen Neurodermitis. Pharm. Ztg. 139, Nr. 28 (1994) 2195-2201. 7. Karawya, M. et al.: Essential oil and lipids of nigella sativa seed and their biological activity. Zag. J. Pharm. Sci. Vol. 3, No. 2 (1994) 49-57. 8. Nergiz, C. et al.: Chemical composition of nigella sativa L. seeds. Food chemistry 48 (1993) 259-261.