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Chrom

Der Faktor für mehr Glukosetoleranz

Verbesserung der Insulinverwertung: Dem essentiellen Spurenelement Chrom kommt neben anderen zentralen Aufgaben eine signifikante Bedeutung im Stoffwechsel von Glukose (Traubenzucker) und Insulin zu. Als Bestandteil des so genannten Glukose-Toleranzfaktors GTF verbessert Chrom die Verwertbarkeit der im Blut vorliegenden kleinsten Kohlenhydrateinheit, der Glukose (Blutzucker). Indem Chrom die Empfindlichkeit der Zellrezeptoren auf das Hormon Insulin aus der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) erhöht, verbessert es den Glukose-Einstrom aus dem Blut in die Zelle. Aus diesem Grund hat die Aufnahme von Zucker eine erhöhte Chromfreisetzung aus den körperlichen Depots wie der Leber zur Folge. Liegt ein Mangel an Chrom vor, kann Insulin seine Wirkung am Insulinrezeptor der Zelle nicht oder nur mangelhaft entfalten. Dieser Mechanismus gilt sowohl bei Diabetikern wie auch Nicht-Diabetikern. Eine Reihe an klinischen Studien, u.a. eine Meta-Analyse über 41 frühere Untersuchungen, konnten die positive Wirkung von zusätzlichen Chrom-Supplementen auf die Insulinverwertung von Diabetikern Typ 2 bestätigen.

Weitere wissenschaftliche Veröffentlichungen: 1. Abraham A. et al.: The effects of chromium supplementation on serum glucose and lipids in patients with and without non-insulin-dependent diabetes. Metabolism 41:768-71 (1992). 2. Anderson R. et al.: Chromium supplementation of human subjects: effects on glucose, insulin, and lipid variables. Metabolism 32:894-9. (1983). 3. Althuis M. et al: Glucose and insulin responses to dietary chromium supplements: a meta-analysis. Am J Clin Nutr 76:148-55. (2002). 4. Anderson R. et al.: Elevated intakes of supplemental chromium improve glucose and insulin variables in individuals with type 2 diabetes. Diabetes 46:1786–1791 (1997). 5. Balk E. Et al.: Effect of chromium supplementation on glucose metabolism and lipids: a systematic review of randomised controlled trials. Diabetes Care 30:2154-2163 (2007). 6. Hopkins Jr. L. et al.: Improvement of impaired carbohydrate metabolism by chromium(III) in malnourished infants. Am J Clin Nutr 21:203-11. 22 (1968). 7.  Hermann J, Arquitt A.: Effect of chromium supplementation on plasma lipids, apolipoproteins, and glucose in elderly subjects. Nutr Res 14: 671-4 (1994). 8. Jeejeebhoy K. et al.: Chromium deficiency, glucose intolerance, and neuropathy reversed by chromium supplementation in a patient receiving long-term total parenteral nutrition. Am J Clin Nutr. 30:531-8 (1977). 9. Rabinowitz M. Et al: Effects of chromium and yeast supplements on carbohydrate and lipid metabolism in diabetic men. Diabetes Care 6:319-27 (1983).

Soja-Protein

Optimale Eiweißquelle plus schützender Phytoöstrogene

Bausteine zur Eiweißbildung: Soja-Protein weist mit einem Wert von 85 eine für den menschlichen Organismus vergleichbar hohe so genannte „biologische Eiweiß-Wertigkeit“ auf. Auch als orale Bioverfügbarkeit von Eiweiß bezeichnet, ist die Eiweiß-Wertigkeit ein Messparameter, mit dem der physiologische Wert einer Proteinquelle für den menschlichen Organismus charakterisiert wird. Soja liefert auch rein vegetarisch lebenden Menschen alle wichtigen und essentiellen Aminosäuren. Als Besonderheit liefert Soja-Eiweiß bemerkenswerte Mengen an L-Glutamin, eine Aminosäure, die über die übliche Ernährungsweise in geringen Mengen aufgenommen wird und daher als limitierende (begrenzende) Aminosäure für die körpereigene Eiweißsynthese, zum Aufbau von Zellen, Geweben, Muskelmasse, Hormonen, Regler-  und Immunstoffen, gilt.

Soja-Isoflavone bieten Schutz für Knochen und Herz-Kreislauf-System: Die in Soja-Eiweiß enthaltenen Isoflavone Genistein und Daidzein stellen die für den Menschen wichtigsten Phytoöstrogene dar. Phytoöstrogene sind sekundäre Pflanzenstoffe, deren hormonähnliche Oberflächenstruktur den weiblichen Östrogenen gleicht, die daher deren Zellrezeptoren besetzen und damit ein breites Spektrum an positiv regulierenden Wirkungen auf das Hormon- sowie Herz-Kreislauf-System und Knochenstrukturen ausüben. In verschiedenen placebokontrollierten Studien konnten u.a. folgende Wirkungen für Soja-Isoflavone nachgewiesen werden: Mehrfacher Herz-Kreislauf-Schutz einschließlich Senkung der Lipidwerte (LDL-Cholesterin, Triglyceride), Erhalt/Erhöhung der Knochendichte (Osteoporose-Prophylaxe), antioxidative Wirksamkeit sowie positiver Einfluss auf die Flexibilität der Blutgefäße insbesondere bei Frauen in der Prä- und Postmenopause. Soja-Isoflavone haben darüber hinaus seit Jahren einen festen Stellenwert zur sanften, effektiven Linderung von Wechseljahres- und Menstruationsbeschwerden.

Weitere wissenschaftliche Veröffentlichungen: 1. Adlerereutz H.: Soy isoflavones: A safety review. Nutrition Review. 2003;61:1–33. 2. Potter S.: Overview of proposed mechanisms for the hypocholesterolemic effect of soy. J Nutr 1995;125:606S–11S. 3. Anderson J. et al.: Meta-analysis of the effects of soy protein intake on serum lipids. N Engl J Med 1995;333:276–82. 4. Arliss R. et al.: Do soy isoflavones lower cholesterol, inhibit atherosclerosis, and play a role in cancer prevention? Holistic Nurse Practitioner. 2002;16(5):40–48. 5. Bhathena S. et al.: Beneficial role of dietary phytoestrogens in obesity and diabetes. American Journal of Clinical Nutrition. 2002;76:1191–1201. 6. Carroll K.: Review of clinical studies on cholesterol-lowering response to soy protein. J Am Diet Assoc 1991;91:820–7. 7. FDA Talk Paper.: FDA Approves New Health Claim for Soy Protein and Coronary Heart Disease. Accessed May 6, 2005. 8. Hasler C.: The cardiovascular effects of soy products. Cardiovascular Nursing. 2002;16(4):50–63. 9. Tikkanen M. et al.: Effect of soybean phytoestrogen intake on low density lipoprotein oxidation resistance. Proc Natl Acad Sci USA 1998;95:3106–10.