Gewichtskontrolle

Chitosan

Bindet Nahrungsfett und senkt Cholesterinwerte

Herausragende Fettbindekraft: Der Cellulose ähnliche Faserstoff Chitosan besitzt die Eigenschaft, Nahrungsfette im Darm in einem nicht umkehrbaren Prozess zu binden. Die biochemisch einfache Ursache liegt in der Anziehungskraft zwischen positiv geladenem Chitosanmolekül und negtiv geladenem Fettmolekül. Der dabei entstehende Komplex ist für menschliche Verdauungsenzyme nicht spaltbar. In der Folge wird das Fett über den Darm, ohne in den Blutkreislauf und damit in die Energiebilanz mit einzugehen, wieder ausgeschieden.

Senkung erhöhter Blutfettwerte: Der Mechanismus der Fettbindekraft greift ebenso bei überschüssig im Dünndarm vorliegendem Cholesterin. So erfüllt Chitosan die nützliche Funktion, bei einem Zu viel an “schlechtem” LDL-Cholesterin dieses zu binden. Aufgrund der Fähigkeit als ausgezeichneter Fettbinder hat Chitosan seit einigen Jahren einen festen Stellenwert zur Regulierung der Cholesterin- und Blutfettwerte sowie als Lipidbinder (umgangssprachlich „Fettblocker“) zur Unterstützung bei der Gewichtskontrolle eingenommen.

Weitere wissenschaftliche Veröffentlichungen: 1. Bokura H., Kobayashi S.: Chitosan decreases total cholesterol in women: a randomized, double-blind, placebo-controlled trial. Eur J Clin Nutr. 57:721-5 (2003). 2. Deuchi K. et al.: Decreasing effect of chitosan on the apparent fat digestibility by rats fed on a high-fat diet. Biosci Biotechnol Biochem. 58:1613–1616 (1994). 3. Deuchi K. et al.: Effect of the viscosity or deacetylation degree of chitosan on fecal fat excreted from rats fed on a high-fat diet. Biosci Biotechnol Biochem. 59:781–785 (1995). 4. Wuolijoki E. Et al.: Decrease in serum LDL cholesterol with microcrystalline chitosan. Methods Find Exp Clin Pharmacol 21(5):357-361(1999). 5. Pittler, M.H. et al.: Randomized, Double-Blind Trial of Chitosan for Body Weight Reduction. European Journal of Clinical Nutrition (UK) 53, 379-381(1999). 6. Schiller R. et al.: A randomized, double-blind, placebo-controlled study examining the effects of a rapidly soluble chitosan dietary supplement on weight loss and body composition in overweight and mildly obese individuals. J Am Nutraceutical Assoc. ;4:42–49 (2001). 7. Maezaki Y. et al.: Hypocholesterolemic effect of chitosan in adult males. Biosci Biotechnol Biochem. 57:1439–1444 (1993). 8. Kobayashi T. et al.: Effect of chitosan on serum and liver cholesterol levels in cholesterol-fed rats. Nutr Rep Int. 327–334 (1979).

Chrom

Der Faktor für mehr Glukosetoleranz

Verbesserung der Insulinverwertung: Dem essentiellen Spurenelement Chrom kommt neben anderen zentralen Aufgaben eine signifikante Bedeutung im Stoffwechsel von Glukose (Traubenzucker) und Insulin zu. Als Bestandteil des so genannten Glukose-Toleranzfaktors GTF verbessert Chrom die Verwertbarkeit der im Blut vorliegenden kleinsten Kohlenhydrateinheit, der Glukose (Blutzucker). Indem Chrom die Empfindlichkeit der Zellrezeptoren auf das Hormon Insulin aus der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) erhöht, verbessert es den Glukose-Einstrom aus dem Blut in die Zelle. Aus diesem Grund hat die Aufnahme von Zucker eine erhöhte Chromfreisetzung aus den körperlichen Depots wie der Leber zur Folge. Liegt ein Mangel an Chrom vor, kann Insulin seine Wirkung am Insulinrezeptor der Zelle nicht oder nur mangelhaft entfalten. Dieser Mechanismus gilt sowohl bei Diabetikern wie auch Nicht-Diabetikern. Eine Reihe an klinischen Studien, u.a. eine Meta-Analyse über 41 frühere Untersuchungen, konnten die positive Wirkung von zusätzlichen Chrom-Supplementen auf die Insulinverwertung von Diabetikern Typ 2 bestätigen.

Weitere wissenschaftliche Veröffentlichungen: 1. Abraham A. et al.: The effects of chromium supplementation on serum glucose and lipids in patients with and without non-insulin-dependent diabetes. Metabolism 41:768-71 (1992). 2. Anderson R. et al.: Chromium supplementation of human subjects: effects on glucose, insulin, and lipid variables. Metabolism 32:894-9. (1983). 3. Althuis M. et al: Glucose and insulin responses to dietary chromium supplements: a meta-analysis. Am J Clin Nutr 76:148-55. (2002). 4. Anderson R. et al.: Elevated intakes of supplemental chromium improve glucose and insulin variables in individuals with type 2 diabetes. Diabetes 46:1786–1791 (1997). 5. Balk E. Et al.: Effect of chromium supplementation on glucose metabolism and lipids: a systematic review of randomised controlled trials. Diabetes Care 30:2154-2163 (2007). 6. Hopkins Jr. L. et al.: Improvement of impaired carbohydrate metabolism by chromium(III) in malnourished infants. Am J Clin Nutr 21:203-11. 22 (1968). 7.  Hermann J, Arquitt A.: Effect of chromium supplementation on plasma lipids, apolipoproteins, and glucose in elderly subjects. Nutr Res 14: 671-4 (1994). 8. Jeejeebhoy K. et al.: Chromium deficiency, glucose intolerance, and neuropathy reversed by chromium supplementation in a patient receiving long-term total parenteral nutrition. Am J Clin Nutr. 30:531-8 (1977). 9. Rabinowitz M. Et al: Effects of chromium and yeast supplements on carbohydrate and lipid metabolism in diabetic men. Diabetes Care 6:319-27 (1983).

Flohsamen (Psyllium)

Reguliert die Darmfunktion und entgiftet den Körper

Natürliche Stuhlregulierung: Die Samenschalen des Flohsamen (Psyllium, Plantago ovato) werden neben anderen Anwendungsbereichen vor allem zur Anregung und Regulierung der Darmfunktionen bei chronischer Darmträgheit und Verstopfung (Obstipation) eingesetzt. Die reichlich enthaltenen Schleimstoffe des Psylliums besitzen eine herausragend hohe Quellfähigkeit, was zur Vergrößerung des Darminhaltes führt und den Reflex der Darmentleerung auslöst. Flohsamen findet auch Anwendung bei Reizdarmbeschwerden sowie den chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen Colitis ulcerosa und Morbus Crohn sowie weiteren Störungen, bei denen die Regulierung der Stuhlkonsistenz angestrebt wird, wie Analfissuren und Hämorrhoiden. Aufgrund des starken Wasserbindevermögens der Faserstoffe schafft Flohsamen ebenfalls bei Durchfallerscheinungen Abhilfe. Die hohe Wirksamkeit von Psyllium wurde in einer Vielzahl an wissenschaftlichen Studien erforscht und einschlägig bestätigt.

Weitere wissenschaftliche Veröffentlichungen: 1. Fernandez-Banares F. et al.: Randomized clinical trial of Plantago ovata seeds (dietary fiber) as compared with mesalamine in maintaining remission in ulcerative colitis. Am J Gastroenterol 94:427–33 (1999). 2. Gelissen I. et al.: Effect of Plantago ovata (psyllium) husk and seeds on sterol metabolism: studies in normal and ileostomy subjects. Am J Clin Nutr 59:395-400 (1994). 3. Rodriguez-Moran M.: Lipid- and glucose-lowering efficacy of plantago psyllium in type II diabetes. J Diabetes Complications 12:273–8 (1998). 4. Spiller G. et al.: Bulk laxative efficacy of a psyllium seed hydrocolloid and of a mixture of cellulose and pectin. J Clin Pharmacol ;19:313-20 (1979). 5. Stevens J. et al.: Comparison of the effects of psyllium and wheat bran on gastrointestinal transit time and stool characteristics. J Am Diet Assoc 1;88:323-6 (1988). 6. Voderholzer W. et al.: Clinical response to dietary fiber treatment of chronic constipation. Am J Gastroenterol 92:95–8 (1997).

Glucomannan

Gefäß mit Cholesterin-EinlagerungenFaserstoff mit positiver Wirkung auf Gewicht und Cholesterinwert

Unterstützt eine nachhaltige Gewichtsreduktion: Glucomannan (Konjak Mannan) ist ein aus den Wurzeln des asiatischen Aronstabgewächses Konjac (lat. Amorphophallus konjac), der so genannten Teufelszunge, extrahierter wasserlöslicher Ballaststoff. Der Pflanzenstoff Glucomannan besteht aus langen unverdaulichen Kohlenhydrat-Ketten und besitzt die Fähigkeit, in Wasser zu festen Gelen aufzuquellen. Das Polysaccharid kann dabei die 50-fache Wassermenge seiner Eigenmasse binden und hat damit die höchste bislang bekannte Wasserbinde-Kapazität aller Naturstoffe. Durch sein hohes Quellvermögen erzeugt Glucomannan auf natürliche Weise eine angenehme Fülle im Magen, sorgt für ein natürliches Sättigungsgefühl und wird daher im Rahmen einer kalorienarmen Ernährung zur Unterstützung einer nachhaltigen Gewichtsreduktion erfolgreich eingesetzt. Eine Vielzahl an Studien sowie die EFSA, die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit, bestätigen diese Effekte.

Senkt Blut-Cholesterinwerte: Glucomannan wirkt sich zudem positiv auf Gesamtcholesterin-, LDL-Cholesterin- und Triglycerid-Wert aus. Eine Studie der American Society for Clinical Nutrition konnte außerdem eine Verbesserung der Blutzuckerwerte sowie weiterer Risikofaktoren für Gefäß- und Herzprobleme bei Diabetes Typ 2 nachweisen.

Glucomannan wird in Pulverextrakt-Form – optimaler Weise in Kombination mit Vitamin C – zur Unterstützung der Gewichtsreduktion und der Cholesterinsenkung  eingesetzt. Dabei sollte nur Konjak-Extrakt verwendet werden, da es Glucomannan in hoch konzentrierten Mengen liefert, hingegen enthält Konjak-Mehl nur einen vergleichsweise sehr geringen Anteil an Glucomannan.

Weitere wissenschaftliche Veröffentlichungen: 1. Martino F. et al.: Effect of dietary supplementation with glucomannan on plasma total cholesterol and low density lipoprotein cholesterol in hypercholesterolemic children. Nutr Metab Cardiovasc Dis 15:17480 (2005). 2. Gallaher D. et al.: A glucomannan and chitosan fiber supplement decreases plasma cholesterol and increases cholesterol secretion in overweight normocholesterolemic humans. J Am Coll Nutr 21:428-433 (2002). 3. Vuksan V. et al.: Konjac-mannan (glucomannan) improves glycemia and other associated risk factors for coronary heart disease in type 2 diabetes. A randomized controlled metabolic trial. Diabetes Care 22:913–9 (1999). 4. Zhang M. et al.: The effect of foods containing refined Konjac meal on human lipid metabolism. Biomed Environ Sci 3:99–105 (1990). 5. Arvill A. et al.: Effect of short-term ingestion of konjac glucomannan on serum cholesterol in healthy men. Am J Clin Nutr 61:585–9 (1995). 6. American Society for Clinical Nutrition Effect of glucomannan on plasma lipid and glucose concentrations, body weight, and blood pressure: systematic review and meta-analysis1. 7. EFSA Journal: Scientific Opinion on the substantiation of health claims related to konjac mannan (glucomannan) and reduction of body weight (ID 854, 1556, 3725), reduction of post-prandial glycaemic responses (ID 1559), maintenance of normal blood glucose concentrations (ID 835, 3724), maintenance of normal (fasting) blood concentrations of triglycerides (ID 3217), maintenance of normal blood cholesterol concentrations (ID 3100, 3217), maintenance of normal bowel function (ID 834, 1557, 3901) and decreasing potentially pathogenic gastro-intestinal microorganisms (ID 1558) pursuant to Article 13(1) of Regulation (EC) 2010.

 

Jod

Unentbehrliches Element für Schilddrüse und Hormonhaushalt

Bildung der Schilddrüsenhormone: Das Spurenmineral Jod ist ein unersetzlicher Baustein für die Schilddrüse und die Synthese der Schilddrüsenhormone Trijodthyronin (T3) und Tetrajodthyronin (T4), kurz Thyroxin genannt. Alle Funktionen der Schilddrüse sowie hormonell gesteuerte Stoffwechselvorgänge hängen direkt von einer ausreichend vorhandenen Jodmenge ab. Die Hormone T3 und T4 regulieren und steuern den Energiestoffwechsel, die Stoffwechselrate (Thermogenese) und Körpertemperatur sowie alle Prozesse der Zellteilung und des Zellwachstums. Sie sind damit unabkömmlich für die körperliche und geistige Entwicklung in Wachstums- und Entwicklungsphasen (Embryonalzeit, Kindesalter). Die für Erwachsene tägliche Zufuhrempfehlung für Jod (200 µg) wird im deutschsprachigen Raum kaum erreicht. Die Folgen von alimentären Jodmangel sind Hypothyreose (Schilddrüsenunterfunktion) und in kindlichen Entwicklungsphasen schwere körperliche und geistige Unterentwicklung. Zum Ausgleich von Jodmangel haben sich Supplemente der jodreichen Meeresalge Kelp zur nutritiven Therapie bewährt.

Weitere wissenschaftliche Veröffentlichungen: 1. Als, C. et al.: Swiss pilot study of individual seasonal fluctuations of urinary iodine concentration over two years: is age-dependency linked to the major source of dietary iodine? Eur J Clin Nutr 57 (2003) 636-646. 2. Harach H.: Thyroid cancer and thyroiditis in the goitrous region of Salta, Argentina, before and after iodine prophylaxis. Clin Endocrinol (Oxf) 1995;43:701-6. 3. Harach H. et al.: Thyroid carcinoma and thyroiditis in an endemic goitre region before and after iodine prophylaxis. Acta Endocrinol (Copenh) 1985;108:55-60. 4. Kim J.: Dietary iodine intake and urinary iodine excretion in patients with thyroid diseases. Yonsei Med J. 2000;41:22-8. 5. Meng W., Scriba P.C.: Jodversorgung in Deutschland. Deutsches Ärzteblatt 2002; 99(39): 2560-2564. 6. Papanastasiou L, Alevizaki M, Piperingos G, et al.: The effect of iodine administration on the development of thyroid autoimmunity in patients with nontoxic goiter. Thyroid 2000;10:493-7.  7. Reiners C. et al.: Bericht über eine klinische Studie – Verbreitung von Schilddrüsenanomalien in der erwerbstätigen Bevölkerung Deutschlands: Ultraschallscreening bei 96.278 Beschäftigten. Thyroid 2004; 14(11): 926-932. 8. Weltgesundheitsorganisation (WHO): Iodine status worldwide – WHO Global Database on iodine deficiency. De Benoist B. et al. (edits.), Geneva WHO 2004.

L-Tyrosin

Aktiviert das Nervensystem, erhöht Antrieb und Energievermögen

Botenstoffe für Nervenstärke und Stimmungsaufhellung: Die Aminosäure L-Tyrosin erfüllt neben ihrer („proteinogenen“ = proteinbildenden) Rolle am Eiweißaufbau eine wesentliche Funktion im Zentralnervensystem. Tyrosin ist als Vorläuferstoff für die Synthese der Neurotransmitter (Botenstoffe des Nervensystems) Dopamin, Adrenalin, Tyramin und Noradrenalin im Gehirn zentral wichtig. Damit ist der Mikronährstoff an der Stimulation und Regulation der Gehirnaktivitäten beteiligt und hat eine aktivierende und leistungssteigernde Wirksamkeit. Insbesondere die Botenstoffe Adrenalin und Noradrenalin weisen stimmungsaufhellende Effekte auf, steigern Wachheit, Leistungsvermögen und Stressresistenz und vermindern Erschöpfungs- und depressive Stimmungstiefs. Dopamin, Adrenalin und Noradrenalin steuern auch die Energieversorgung und die Durchblutung von Gehirn und Organen (sympathisches Nervensystem).

Tyrosin wird als sanftes Antidepressivum, milder Appetithemmer sowie unterstützend bei Entzugstherapien  (z.B. bei Amphetaminen) eingesetzt. Weitere medizinische Anwendungsgebiete stellen Störungen des Neurotransmitterstoffwechsels, Burnout-Syndrom, Gedächtnisstörungen, Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom (ADS), Störungen des Wach-/Schlafrhythmus, Prämenstruelles Syndrom (PMS), Schilddrüsenerkrankungen (Hypothyreose) sowie degenerative Nervenerkrankungen wie Parkinsonsche Erkrankung und Alzheimer-Demenz dar.

Weitere wissenschaftliche Veröffentlichungen: 1. Bernheimer H. et al.: Brain dopamine and the syndromes of Parkinson and Huntington. Clinical, morphological and neurochemical correlations. J Neurol Sci 20:415-455 (1973). 2. Banderet L. et al.: Treatment with tyrosine, a neurotransmitter precursor, reduces environmental stress in humans. Brain Res Bull. 22:759-762 (1989). 3. Bickel H. et al.: The influence of phenylalanine intake on the chemistry and behaviour of a phenylketonuric child. Acta Paediatr 43:64–77 (1954). 4. Eisenberg M. et al.: Effect of tyrosine on attention deficit disorder with hyperactivity. J Clin Psychiatry. 49:193-195 (1988). 5. Gibson C.: Tyrosine for the treatment of depression. Adv Biol Psychiatry. 10:148-159 (1983). 6. Neri D. et al: The effects of tyrosine on cognitive performance during extended wakefulness. Aviat Space Environ Med 66(4):313-319 (1995). 7. Melamed E. et al.: Plasma tyrosine in normal humans: effects of oral tyrosine and protein-containing meals. J Neural Transm 47:299-306 (1980). 8. Schwahn D. et al.: Tyrosine levels regulate the melanogenic response to alphamelanocyte-stimulating hormone in human melanocytes: implications for pigmentation and proliferation. Pigment Cell Res 14:32-39 (2001).