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Papain

Papaya-Enzym mit vielen Gesundheitswirkungen

Verdauungsfördernde Wirkung: Papain ist ein Enzym aus dem Milchsaft der Papaya, das im Verdauungssystem und vielen anderen Bereichen des Körpers eine hohe biologische Wirksamkeit aufweist. Als proteolytisches, sprich proteinauflösendes Enzym, spaltet Papain vor allem Peptidbindungen  (Eiweißmoleküle) und erleichtert Verdauungs- und Umwandlungsprozesse von Nahrungsprotein zu  Aminosäuren. Papain-Einnahmen vor der Mahlzeit haben sich bei Verdauungsbeschwerden wie Blähungen, Gärungsprozessen, Völlegefühl, Aufstoßen, enzymatisch bedingten Resorptionsstörungen sowie bei Gluten-Unverträglichkeit nachweislich bewährt.

Immunstärkung und Heilungsförderung: Papain wirkt stark antiinflammatorisch (antientzündlich),  antioxidativ sowie stärkend und zugleich regulierend auf das Immunsystem. Bei allen akuten und chronischen Entzündungen (z.B. Gelenkerkrankungen), Sportverletzungen oder Insektenstichen wird das Enzym erfolgreich eingesetzt, da es die Wundheilungs- und Regenerationsprozesse aktiviert und intensiviert. Papain dient zur Prophylaxe und Behandlung von Autoimmunerkrankungen da es in Kombination mit anderen proteolytischen Enzymen wie Bromelain und Pankreas-Amylase die Bildung von Interleukinen und dem Tumor-Nekrose-Faktor (TNF) stimuliert. Dadurch wird der Abbau von Immunkomplexen gefördert, die Überreaktionen des Immunsystems bei Autoimmunerkrankungen auslösen. Da Papain die Auflösung von Fibrin und Fibrinogen im Blut stimuliert, wirkt es blutverdünnend, verhindert das Verklumpen der Blutplättchen (Thrombozytenaggregation) und steuert der Entstehung von Thrombosen und Gefäßerkrankungen entgegen.

Weitere wissenschaftliche Veröffentlichungen: 1. Blanco C. et al.: Carica papaya pollen allergy. Ann Allergy Asthma Immunol; 81(2):171-175. (1998). 2. Chaudhry A. et al.: Comparing two commercial enzymes to estimate in vitro proteolysis of purified or semi-purified proteins. Journal of Animal Physiology and Animal Nutrition (Berlin) 89(11-12):403-12 (2005). 3. Sakalova A. et al.: Retrolective cohort study of an additive therapy with an oral enzyme preparation in patients with multiple myeloma. Cancer Chemotherapy and Pharmacology. 47 Suppl:S38-S44. (2001). 4. Starley I. et al.: The treatment of paediatric burns using topical papaya. Burns.25(7):636-639. (1999). 5. Treatment of rheumatic disease with a mixture of enzymes in tablets and jointment. Von, Kameke E.; Maehder, K.; Jacob, E.; Arztezeitschrift fur Naturheilverfahren; 23(3); 1982; PP 156-170. 6. Keenan H. et al.: Pulmonary disease in workers exposed to papain: Clinico-physiological and immunological studies. Clinical Allergy; 10(6); 1980; PP 721-731. 7. Starkov, G. et al.: Papain as a therapeutic enzyme in medicine. Klinicheskaya Meditsina; 56(8); 1978; PP 119-122. 8. Magnes. D. et al.: Proteolytic enzymes in oral surgery. Am. Dent. Assoc.; 72(6); 1966; PP 1420-5.

Pantothensäure (Vitamin B5)

Anti-Stress-Vitamin für agile Nerven und gesunde Haut

Sorgt für regen Nervenbotenstoffwechsel: Wie die meisten B-Vitamine ist Pantothensäure an  unterschiedlichsten Vorgängen im Stoffwechsel essentiell beteiligt. Speziell bei der Reizweiterleitung der Nervenzellen erfüllt Pantothensäure eine unersetzliche Funktion. Mit weiteren Vitaminen des B-Komplexes im Verbund steuert es die Biosynthese von Nervenbotenstoffen (Neurotransmittern) wie Acetylcholin, das die Reizübertragung zwischen Nerven- und Muskelzellen und zwischen Neuronen sicherstellt. Die Anwendung von Pantothensäure hat sich insbesondere bei kognitiven Leistungsschwächen wie Konzentrations-, Gedächtnis-, Lern- und Verhaltensstörungen bei Kindern sowie bei erhöhter Stressbelastung und Erschöpfungszuständen bewährt.

Regeneration von Haut und Schleimhaut: Im Zellstoffwechsel ist Pantothensäure für die Regeneration und den Aufbau von Zellen und Gewebe im Besonderen von Haut und Schleimhaut zuständig. Der Prozess der Wundheilung, auch bei Verbrennungen und größerem Gewebeverlust, sowie die Regeneration gereizter Schleimhäute oder bei Schleimhautläsionen sind maßgeblich von ausreichend vorhandenem Vitamin B5 abhängig. Zu den vielen Aufgaben des Vitamins zählen zudem die Sicherstellung des Energie- und Fettstoffwechsels, die Bildung von Hämoglobin, Steroidhormonen, Aminosäuren, Gallensäure sowie Haar-, Haut und Blutpigmenten, die Immunstärkung sowie seine medizinische Anwendung u.a. bei Arthritis, Hyperlipidämien, Bindehautreizungen und dem Burning-Feet-Syndrom.

Weitere wissenschaftliche Veröffentlichungen: 1. Aprahamian M. et al.: Effects of supplemental pantothenic acid on wound healing: experimental study in rabbit. Am J Clin Nutr. 1985;41(3):578-89. 2. Arsenio L. et al.: Effectiveness of long-term treatment with pantethine in patients with dyslipidemia. Clin Ther. 1986;8:537–545. 3. Bertolini S. et al.: Lipoprotein changes induced by pantethine in hyperlipoproteinemic patients: adults and children. Int J Clin Pharmacol Ther Toxicol.1986;24:630–637. 4. Haslam R. et al.: Effects of megavitamin therapy on children with attention deficit disorders. Pediatrics 1984;74:103-1. 5. Lacroix B. et al.: Role of pantothenic and ascorbic acid in wound healing processes: in vitro study on fibroblasts. Int J Vitam Nutr Res. 1988;58(4):407-413. 6. Leung L (1995): Pantothenic acid deficiency as the pathogenesis of acne vulgaris. Med Hypotheses 44 (6): 490-2. PMID 7476595. 7. McCarty M.: Inhibition of acetyl-CoA carboxylase by cystamine may mediate the hypotriglyceridemic activity of pantethine. Med Hypotheses. 2001;56(3):314-317. 8. Meyer N. et al.: Nutrient support of the healing wound. New Horizons. 1994;2(2):202-214.

Selen

Mineral für Zellschutz und Immunstimulation

Antioxidative Zellschutzfunktion: Selen stellt einen der wirksamsten Antioxidantien und das wichtigste Spurenelement für die körpereigene Abwehr von Zellschädigungen durch freie Radikale dar. Als Bestandteil  von Schlüsselenzymen wie der Glutathionperoxidase schützt Selen die Körperzellen und die genetische Erbsubstanz (DNA) vor aggressiven Peroxidradikalen (oxidativer Stress). Selen bremst damit Zellalterungsprozesse, verhindert den vorzeitigen Zelluntergang und senkt das Krebsrisiko signifikant. Da Selen zudem die Eigenschaften besitzt, Schwermetalle zu neutralisieren, schützt es das Zellsystem vor Schwermetallbelastung insbesondere durch Cadmium, Blei und Quecksilber.

Immunstärkung und Immunmodulation: Selen stimuliert und reguliert die humorale und zelluläre Immunabwehr. Insbesondere die Konzentrationen an T-Lymphozyten (Immunzellen) und Antikörper, sogenannte Immunglobuline (IgG), sowie des Tumor-Nekrose-Faktors (TNF) werden durch erhöhte Selengaben gesteigert. Entzündungsreaktionen wirkt Selen entgegen indem es die Bildung von entzündungsfördernden, immunschwächenden Botenstoffen, den Prostaglandinen, vermindert. Selen wird vor allem bei erhöhter Infektanfälligkeit (Immunschwäche), Krebserkrankungen aber auch allen entzündlichen Gelenk- und Hauterkrankungen sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Erkrankungen, die mit erhöhtem oxidativen Stress assoziiert sind (z. B. Diabetes mellitus) in der Prophylaxe und Therapie eingesetzt.

Weitere wissenschaftliche Veröffentlichungen: 1. McKenzie R. et al.: Selenium: an essential element for immune function. Immunol Today 1998;19:342-5. 2. Peretz A. et al.: Selenium supplementation in rheumatoid arthritis investigated in a double blind, placebo-controlled trial. Scand J Rheumatol 2001;30(4):208-212. (2001). 3. Stranges S. et al.: Effects of selenium supplementation on cardiovascular disease incidence and mortality: secondary analyses in a randomized clinical trial. Am J Epidemiol. 15;163(8):694-9. (2006). 4. Gartner R. et al.: The effect of a selenium supplementation on the outcome of patients with severe systemic inflammation, burn, and trauma. BioFactors 14 2001; 199-204. 5. Neve J.: Human selenium supplementation as assessed by changes in blood selenium concentration and glutathione peroxidase activity. J Trace Elem Med Biol 1995;9:65-73. 6. Fleet J.: Dietary selenium repletion may reduce cancer incidence in people at high risk who live in areas with low soil selenium. Nutr Rev 1997;55:277-9. 7. Grimble RF. Nutritional antioxidants and the modulation of inflammation: Theory and practice. New Horizons 1994;2:175-85. 8. Look M. et al.: Serum selenium versus lymphocyte subsets and markers of disease progression and inflammatory response in human. 10. Romero-Alvira D.: The keys of oxidative stress in acquired immune deficiency syndrome apoptosis. Medical Hypotheses 1998;51(2):169-73.