Zellgesundheit

Cobalamin (Vitamin B12)

Nervenvitamin hält das Gehirn agil

Umhüllung der Nervenfasern: Vitamin B12 ermöglicht die Bildung der schützenden so genannten Myelin-Hülle der Nervenzellen und nimmt damit eine Schlüsselrolle im Nervensystem ein. Myelin ist eine weiße isolierende Schutzschicht, die die Nervenfortsätze der Gehirn- und peripheren Nervenzellen umgibt. Die Myelinscheiden (auch Markscheiden, Schwannsche Scheiden) sorgen für eine optimale Weiterleitung nervlicher Impulse und sind unentbehrlich für die kognitive Leistungsfähigkeit wie dem Konzentrations- und Gedächtnisvermögen aber auch der Stimmungsregulierung und der Regeneration der Nervenzellen. Der behandlungsergänzende (komplementäre) Einsatz von Cobalamin hat sich bei verschiedenen neurologischen Erkrankungen als erfolgreich erwiesen. Ein Vitamin B12-Mangel äußert sich in teilweise irreversiblen neurologischen oder psychiatrischen Beschwerden wie Gedächtnisschwäche, verminderte mentale Kraft, Antriebslosigkeit, Schlafstörungen und anderen Störungen im zentralen Nervensystem.

Weitere wissenschaftliche Veröffentlichungen: 1. Bell D.S.: Metformin-induced vitamin B12 deficiency presenting as a peripheral neuropathy. South Med J, 103(3), 265-7(2010). 2. Goldberg TH.: Oral vitamin B12 supplementation for elderly patients with B12 deficiency. J Am Geriatr Soc 43:SA73 (1995). 3. Kumar S.: Vitamin B12 deficiency presenting with an acute reversible extrapyramidal syndrome. Neurol India 52: 507–9(2004). 4. Lindenbaum J. et al.: Neuropsychiatric disorders caused by cobalamin deficiency in the absence of anemia or macrocytosis. N Engl J Med 318:1720–8 (1988). 5. Penninx B. et al.: Vitamin B(12) deficiency and depression in physically disabled older women: epidemiologic evidence from the Women’s Health and Aging Study. Am J Psychiatry 157:715–21 (2000). 6. Snowden JA, Chan-Lam D, Thomas SE, Ng JP.: Oral or parenteral therapy for vitamin B12 deficiency. Lancet 353:411 (1999). 7. Shemesh Z, Attias J, Ornan M, et al. : Vitamin B12 deficiency in patients with chronic-tinnitus and noise-induced hearing loss. Am J Otolaryngol 14:94–9 (1993).

Colostrum

Erstmilch aktiviert das Immunsystem

Starkes Immunstimulans: Die Erstmilch Colostrum erfüllt für Mensch und Tier einen ganz klaren Zweck: das neugeborene Leben maximal vor Infektionen zu schützen und die Ausreifung eines intakten Abwehrsystems bestmöglich zu fördern. Daher liefert Colostrum von Kühen eine außerordentlich hohe Konzentrationen an Immunfaktoren, Immunglobulinen (Antikörper), Enzymen und Wachstumsfaktoren, die die körpereigenen Abwehrkräfte optimal stärken. Colostrum enthält alle Substanzen, die zur Ausreifung der unterschiedlichen Körpersysteme, einen funktionierenden Zellstoffwechsel und ein optimales Wachstum notwendig sind. Dabei enthält die Erstmilch von Kühen ein Vielfaches an immunologisch aktiven Stoffen verglichen mit der Erstmilch des Menschen und ist zugleich für den menschlichen Organismus uneingeschränkt geeignet.

Regulierung der immunologischen Abwehr: Colostrum enthält unter anderem das Hormon PRP (Prolinreiche Polypeptid), das wegen seiner modulierenden, ausbalancierenden Wirkung auf das Immunsystem bedeutsam ist. Bei Überreaktionen des Immunsystems wie bei Allergien und Autoimmunerkrankungen (Reaktionen gegen körpereigene Zellen) werden die übersteigerten immunologischen Prozesse zurück geschraubt, wohingegen das Abwehrsystem bei relativer Immunschwäche aktiviert wird.

Weitere wissenschaftliche Veröffentlichungen: 1. Larson, B.: Transfer of passive immunity: Effect of age and lactation on colostrum immunoglobulin content (1999). 2. Mechor, G. et al.: Effect of temperature on colostrometer readings for estimation of immunoglobulin concentration in bovine colostrum. J. Dairy Sci., 74:3940-3943 (1991). 3. Mero A. et al.: Effects of bovine colostrum supplementation on serum IGF-1, IgG. 4. Ostrowski K. et al.: Pro- and antiinflammatory cytokine balance in strenuous exercise in humans. J. Physiol. London, 515: 287 (1997). 5. Plettenberg A. et al.: A preparation from bovine colostrum in the treatment of HIV-positive patients with chronic diarrhea. Clin Investig, 71(1):42-45 (1993). 6. Rump J. et al.: Treatment of diarrhoea in human immunodeficiency virus-infected patients with immunoglobulins from bovine colostrum. Clin Investig 70(7):588-594 (1998). 7. Sarker S. et al: Successful treatment of rotavirus diarrhea in children with immunoglobulin from immunized bovine colostrum. Pediatr Infect Dis J 17(12):1149-1154 (2007).

Folsäure

Grundlegend für Zellbildung und gesunde Homocysteinwerte

Ermöglicht die Zellentstehung: Das wasserlösliche B-Vitamin Folsäure nimmt eine essentielle Schlüsselfunktion in allen Prozessen der Zellneubildung und Zellteilung ein. Zellarten mit besonders hoher Teilungsrate wie Schleimhaut-, Darm-, Lungen- und Blutzellen wie Erythrozyten (rote Blutkörperchen) sind daher im Besonderen auf eine ausreichende Folatzufuhr angewiesen. Zudem ist das B-Vitamin unentbehrlich für die Entwicklung des Nervensystems des Embryos. Ein Unterversorgung mit Folsäure vor Beginn sowie im ersten Drittel der Schwangerschaft hat angeborene irreversible Fehlbildungen des Fötus mit schwersten neurologischen (geistigen und physischen) Störungen zur Folge.

Homocysteinabbau: Folsäure wird zudem gemeinsam mit Vitamin B6 und B12 zur Umwandlung und damit Entgiftung der schädlichen Aminosäure Homocystein benötigt. Das Zwischenprodukt des Eiweißstoffwechsels Homocystein übt eine (mit Cholesterin vergleichbar) schädigende Wirkung auf die Blutgefäße aus. Indem es zur Einlagerung von Fetten in die Gefäßwände und so zum Verlust der Gefäßelastizität führt, initiiert es gefährliche arteriosklerotische Prozesse. Ein erhöhter Homocysteinspiegel stellt damit einen der wesentlichen Risikofaktoren für Gefäßschädigungen und kardiovaskuläre Erkrankungen dar.

Weitere wissenschaftliche Veröffentlichungen: 1.Persad, V.L. et al.: Incidence of open neural tube defects in Nova Scotia after folid acid fortification. CMAJ 167 241-245 (2002). 2. Milunsky A. et al.: Multivitamin/folic acid supplementation in early pregnancy reduces the prevalence of neural tube defects. JAMA 1989;262:2847-2852 (1989). 3. Smithells R.: Vitamin deficiencies and neural tube defects. Arch Dis Chil 51:944-950 (1976). 4. Laurence K. et al.: Double-blind randomized controlled trial of folate treatment before conception to prevent recurrence of neural tube defects. Br Med. (1981). 5. Kane M. et al.: The interrelationship of the soluble and membrane-associated folate-binding proteins in human KB Cells. J Biol Chem 261:15625–15631 (1986). 6. Prasad P. et al.: Selective expression of the high-affinity isoform of the folate receptor (FR-Alpha) in the human placental cells. Biochim Biophys Acta 4;1223:71–75 (1994). 7. Jardine, M. et al.:  The effect of folic acid based homocysteine lowering on cardiovascular events in people with kidney disease: systematic review and meta-analysis. BMJ (Clinical research ed.) 344: e3533. 8. Sato Y. et al.: Effect of folate and mecobalamin on hip fractures in patients with stroke: a randomized controlled trial. JAMA 293 (9): 1082–8 (2005).

Fo-Ti (Polygonum multiflorum)

Verhindert Grauwerden der Haare

Erhalt der Haarpigmentierung: Das Forschungsteam um H.-J. Park lieferte im März 2011(1.) den jüngsten wiederholten wissenschaftlichen Nachweis für die Wirkung von Fo-Ti auf die Hemmung der Kopfhaarergrauung. Die hierzulande als Vielblütiger Knöterich, in Japan als He Shou Wu („mit schwarzen Haaren“) bekannte Wurzel Polygonum multiflorum, enthält spezielle Pflanzenwirkstoffe wie das resveratrol-ähnliche Glykosid TSG (Tetrahydroxystilben-Glucopyranosid). Ihnen konnten verschiedene signifikant positive Wirkungen bei der Bremsung physiologischer Alterungsprozesse nachgewiesen werden. Fo-Ti erhält unter anderem die Bildung des Farbpigments Melanin, das sich in der Faserschicht des Kopfhaars befindet. Im Zuge des Alterungsprozesses geht die körpereigene Bildung dieses Pigmentstoffs zurück. Die vielen wissenschaftlichen Belege stützen die Jahrtausende alte Anwendung des Vielblütigen Knöterichs als präventiv gesundheitsförderliches Tonikum sowie um den unerwünschten Anzeichen vorzeitigen Alterns natürlich entgegen zu steuern.

Weitere wissenschaftliche Veröffentlichungen: 1. Park H. et al.: Topical application of Polygonum multiflorum extract induces hair growth of resting hair follicles through upregulating Shh and β-catenin expression in C57BL/6 mice. J Ethnopharmacol (2011). 2. Chan Y. et al.: Beneficial effects of different Polygonum multiflorum Thunb. extracts on memory and hippocampus morphology. Journal of Nutritional Science and Vitaminology. (Tokyo). 48(6):491-497 (2002). 2. Pan H. et al.: Processed root tuber of Polygonum multiflorum on SOD and LPO levels in mice, China Journal of Chinese Materia Medica 18(6): 344 (1993). 3. Chan Y. et al.: Long-term administration of Polygonum multiflorum Thunb. reduces cerebral ischemia-induced infarct volume in gerbils. American Journal of Chinese Medicine. 31(1):71-77 (2003). 4. Chen Y.: 2,2-Diphenyl-1-picrylhydrazyl radical-scavenging active components from Polygonum multiflorum thunb. Journal of Agricultural and Food Chemistry.47(6):2226-2228 (1999). 5. Pang M. et al.: Studies on the leukopoietic actions of Polygonum cuspidatum and Huanghuji Mixture, Xinjiang Journal of Materia Medica; 2: 33-35 (1989). 6. Van Damme E. et al.: Molecular cloning of the lectin and a lectin-related protein from common Solomon’s seal (Polygonatum multiflorum). Plant Molecular Biology. 31(3):657-672 (1996).

Glucosamin und Chondroitin

Knorpelnährstoffe bieten neue Therapiewege bei Gelenkerkrankungen

Bildung von Knorpelgewebe und Gelenkflüssigkeit: Glucosamin und Chondroitin sind unentbehrliche körpereigene Baustoffe, die in den Chondroblasten, den aufbauenden Knorpelzellen, gebildet werden. Als Hauptbaustein der so genannten Proteoglykane sorgen die Gelenknährstoffe im Bindegewebs-Kollagen von Knorpel, Knochen, Bändern, Sehnen und Gelenkflüssigkeit (Synovia) für Elastizität und hohe Belastbarkeit. Proteoglykane besitzen aufgrund ihrer großen Wasserbindekapazität eine aufpolsternde Wirkung auf die Grundsubstanz des Knorpels. Interessanter Weise erfüllen Glucosamin und Chondroitin eine Reihe unterschiedlicher Wirkmechanismen, die zur Erhaltung der Gelenkfunktionalität dienen. Hierzu zählen die Verminderung knorpelabbauender Prozesse, Stimulierung knorpelaufbauender Prozesse, Erhöhung der Viskosität der Gelenkflüssigkeit, Stimulierung der Kollagenbildung der Knorpelzellen sowie die Entzündungs- und Schmerzhemmung (antiinflammatorischer Effekt). Chondroitin und Glucosamin finden präventiven und therapeutischen Einsatz bei allen degenerativen Gelenkerkrankungen sowie Erkrankungen, bei denen Abbauprozesse des Knorpels überwiegen, wie Osteoarthritis, Arthrose oder Morbus Bechterew.

Weitere wissenschaftliche Veröffentlichungen: 1. Bassleer C et al.: Stimulation of proteoglycan production by glucosamine sulfate in chondrocytes isolated from human osteoarthritic articular cartilege in vitro. Osteoarthritis Cartilage Nov;6(6):427-34 (1998). 2. Kelly GS.: The role of glucosamine sulfate and chondroitin sulfates in the treatment of degenerative joint disease. Alt Med Rev. 3(1):27-39 (1998).
3. Leeb B. et al.: A metaanalysis of chondroitin sulfate in the treatment of osteoarthritis. J Rheumatol. 27:205-211 (2000). 4. Mueller-Fassbender H. et al: Glucosamine sulfate compared to ibuprofen in osteoarthritis of the knee. Osteoarthritis Cartilage 12:61-69 (1998). 5. McAlindon T. et al.: Glucosamine and chondroitin for treatment of osteoarthritis: a systematic quality assessment and meta-analysis. JAMA 15;283(11):1469-75 (2000). 6. McCarty MF et al.: Sulfates glycosaminoglycans and glucosamine may synergize in promoting synovial hyaluronic acid synthesis. Med Hypotheses 54(5):798-802 (2000). 7. Reginster J. et al.: Long term effects of glucosamine sulphate on osteoarthritis progression : a randomised, placebo-controlled clinical trial. Lancet. 27; 357251-6. 30 (2001). 8. Ronca F. et al.: Anti-inflammatory activity of chondroitin sulfate.Osteoarthritis Cartilage. 6(suppl A):14-31 (1998). 9. Reichelt A. et al: Efficacy and safety of intramuscular Glucosamine sulfate in osteoarthritis of the knee: a randomized, placebo-controlled, double blind study. Arzneimittelforschung 44:75-80 (1994).

Gotu Kola

Bild: Querschnitt einer Vene (Blutgefäß)
Gotu Kola stärkt das Gefäßendothel der Venenwände (VitaminWiki)

Stärkung der Venen bei Gefäß- und Venenleiden

Kräftigt die Kapillaren und verbessert die Blutzirkulation: Gotu Kola (Centella asiatica) hat sich aufgrund seiner positiven Wirkungen auf die Blutkapillaren und das Zirkulationssystem zur Behandlung von Venen- und Gefäßleiden bewährt. Die in Gotu Kola enthaltenen Pflanzenstoffe, darunter so genannte triterpenische Glykoside, stärken das Kollagen des Bindegewebes und verbessern die Integrität des Venensystems. Gotu Kola steuert unter anderem der Verhärtung der Gefäßwände (Arteriosklerose) entgegen und verbessert die Durchblutung der Extremitäten. Wie wissenschaftliche Studien zeigen, kann Gotu Kola die Entstehung von Krampfadern signifikant verringern, indem es in den Stoffwechsel der so genannten Mukopolysacharide (Stoffe mit strukturellen Funktionen in den Venenwänden) regulierend eingreift. Der Einsatz von Gotu Kola ist gängig bei allen venösen Störungen wie Krampfadern, Varizen, Ödemen, Entzündungen der Venen und venösen Insuffizienzen (Venenverhärtung).

Weitere wissenschaftliche Veröffentlichungen: 1. Bradwejn J. et al.: A double-blind, placebo-controlled study on the effects of Gotu Kola (Centella asiatica) on acoustic startle response in healthy subjects. J Clin Psychopharmacol.;20:680 – 684 (2000). 2. Belcaro G. et al.: Improvement of capillary permeability in patients with venous hypertensionafter treatment with TTFCA. Angiology.;41: 533 – 540 (1990). 3. Belcaro G. et al.: Capillary filtration and ankle edema in patients with venous hypertension treated with TTFCA. Angiology.;41:12 – 18 (1990). 4. Cesarone M. et al.: The microcirculatory activity of Centella asiaticain venous insufficiency. A double-blind study]. Minerva Cardioangiol. 42:299 – 304 (1994). 5. Pointel J. et al.: Titrated extract of Centella asiatica(TECA) in the treatment of venous insufficiency of the lower limbs. Angiology. 38:46 – 50 (1987). 6. Cesarone M. et al. Activity of Centella asiaticain venous insufficiency. Minerva Cardioangiol. 40:137 – 143v (1992). 7. Mahajani S. et al.: Study of venodynamic effect of an Ayurvedic formulation of Centella asiatica using venous occlusion plethysmography (VOP) and laser-Doppler velocimetry (LVD). Can J Physiol Pharmacol;72(suppl 1):180 (1994).

Grapefruit

Schützt vor Pilzausbreitung, bewahrt Herz und Gefäße

Natürliches Antibiotikum hemmt Bakterien, Pilze und Co.: Bioaktive Pflanzenstoffe der Grapefruit (Citrus paradisi) besitzen die Eigenschaft, mehr als 930 bislang bekannte Krankheitserreger wie Bakterien, Viren, Pilze und Parasiten, die das biologische Gleichgewicht stören, in ihrem Wachstum zu hemmen respektive zu eliminieren. Darunter fallen Bakterien wie Salmonellen, Escherichia coli und Campylobacter jejuni sowie der Hefepilz Candida Albicans. Insbesondere zur Behandlung der weitverbreiteten Candidiasis sowie bei Mundsoor, Fuß- und Hautpilz hat sich der Einsatz von Grapefruitextrakt bewährt.

Multipler Arteriosklerose-Schutz: Der lösliche Faserstoff Pektin sowie Citrus-Bioflavoinoide und eine Reihe antioxidativer Pflanzenwirkstoffe wie Naringin, Hesperidin, Glutathion, Polyphenole wie Apigenin, Glucar- und Galacturonsäure der Grapefruit senken erhöhte Blutfettwerte (Cholesterin, Triglyceride), verbessern das Verhältnis zwischen LDL- und HDL-Cholesterin und verhindern die gefäßschädigenden Prozesse der so genannten Lipidoxidation. Die konzentrierte Aufnahme von Grapefruitextrakt als alimentäre Ergänzung senkt nachweislich das Risiko für die Entstehung arteriosklerotischer Gefäßveränderungen und beugt der Entwicklung koronarer Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor.

Weitere wissenschaftliche Veröffentlichungen: 1. Cerda J.: Inhibition of atherosclerosis by dietary pectin in microswine with sustained hypercholesterolemia. Circulation 89(3):1247-53 (1994). 2. Gao K. et al.: The citrus flavonoid naringenin stimulates DNA repair in prostate cancer cells. J Nutr Biochem.17(2):89-95 (2006). 3. Gorinstein S. et al.: Red Grapefruit Positively Influences Serum Triglyceride Level in Patients Suffering from Coronary Atherosclerosis: Studies in Vitro and in Humans. J Agric Food Chem. ;54(5):1887-1892 (2006). 4. Heggers, J. P. et al.: The effectiveness of processed grapefruit-seed extract as an antibacterial agent: II. Mechanism of action and in vitro toxicity. Altern Complement Med. 8(3):333-340 (2002). 5. Khaw K. et al.: Relation between plasma ascorbic acid and mortality in men and women in EPIC-Norfolk prospective study: a prospective population study. European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition. Lancet. 3;357(9257):657-63 (2001). 6. Shela Gorinstein et al.: Red Grapefruit Positively Influences Serum Triglyceride Level in Patients Suffering from Coronary Atherosclerosis: Studies in Vitro and in Humans. In: Journal of Agricultural and Food Chemistry. 7. Tenney, L.: Grapefruit Seed Extract: Powerful Protection Against Viruses, Bacteria, Fungi and other Harmful Microbes. Pleasant Grove, Utah, USA. 19 (2000).

Holunder

Kleine schwarze Beere bietet Immun-, Zell- und Gefäßschutz

Stärkung der Abwehrkräfte, Befreiung der Bronchien: Sambucus nigra, die schwarze Holunderbeere, hat sich aufgrund ihrer ausgeprägt immunstärkenden Eigenschaften zur Vorbeugung und Behandlung von Erkältungserkrankungen, grippalen Infekten sowie akuten und chronischen Bronchialinfekten besonders in den Wintermonaten bewährt. Holunderbeeren und -blüten enthaltenen eine besondere Kombination an ätherischen Aromakomplexen, Anthocyanen, organischen Pflanzensäuren und Vitamin C. Die in den Beeren bis zu 0,01% vertretenen ätherischen Öle wirken schweißtreibend und schleimlösend bei Atemwegsinfekten der Bronchien. Die Wirkung zur Stärkung der Abwehrkräfte sowie ausgeprägt entzündungshemmende, schmerzstillende, antivirale, schweiß- und harnfördernde sowie fiebersenkende Eigenschaften sorgen für einen positiven Allgemeinzustand und werden vom Menschen seit Jahrhunderten in vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten genutzt.

Antioxidativ, entzündungshemmend, antibakteriell: Die Beeren des schwarzen Holunders sind reich an Anthocyanen (Flavonoide), Pflanzenfarbstoffe, die in dunkelroten und blauen Pflanzenfrüchten vorkommen und in der Holunderbeere in besonders hoher Konzentration vorhanden ist. Anthocyane sind grundsätzlich hoch antioxidativ wirksam und schützen die Körperzellen vor Angriffen durch reaktive freie Radikale, welche Zellmembranen und Zellkern irreversibel schädigen. Anthocyane wirken dadurch stark zell- und gefäßschützend sowie entzündungshemmend und beugen arteriosklerotischen Gefäßveränderungen und koronaren Herzerkrankungen vor. Die in den Holunderbeeren enthaltenen Pflanzensäuren wie Apfel-, Zitronen- und Weinsäure wirken antimikrobiell und hemmen das Wachstum verschiedener potentieller Krankheitserreger.

Weitere wissenschaftliche Veröffentlichungen: 1. Barak, V. et al.: The effect of Sambucol, a black elderberry-based, natural product, on the production of human cytokines: I. Inflammatory cytokines. Eur. Cytokine Netw. 2:290–296 (2001). 2. Zakay-Rones. et al.: Inhibition of several strains of influenza virus in vitro and reduction of symptoms by an elderberry extract (Sambucus nigra L.) during an outbreak of influenza B Panama. J Altern Complement Med 1(4):361-369 (1995). 3. Christensen, K.B., et al.: Identification of bioactive compounds from flowers of black elder (Sambucus nigra L.) that activate the human peroxisome proliferator-activated receptor (PPAR) &ggr; Phytotherapy Research (2010). 4. Lee, J.: Anthocyanins and other polyphenolics in American elderberry (Sambucus canadensis) and European elderberry (S. nigra) cultivars. Journal of the Science of Food and Agriculture. 87 (14), 2665-2675 (2007). 5. Vandenbussche, F. et al.: Analysis of the in planta antiviral activity of elderberry ribosome-inactivating proteins. European Journal of Biochemistry. 271 (8), 1508-1515, (2004). 6. Vlachojannis, J.E., et al.: A systematic review on the sambuci fructus effect and efficacy profiles. Phytotherapy Research. 24 (1), 1-8 (2010).

Indol-3-Carbinol (Broccoli)

Antikrebswirkung mit Broccoli-Extrakt

Seit einigen Jahren ist der in besonders hoher Konzentration in Broccoli-Keimlingen und reifem Broccoli enthaltene Pflanzenstoff Indol-3-Carbinol Untersuchungsgegenstand der modernen Krebsforschung. Bislang bestätigen mehr als 30 breit angelegte Studien die signifikante Antikrebswirkung von Indol-3-Carbinol (I3C).

Bindung Krebs verursachender Substanzen: Indol-3-Carbinol ist in der Lage, toxische und krebsauslösende Substanzen (Karzinogene) wie Dioxine,  Aflatoxine und Amine unschädlich zu machen und damit die DNA, die zelluläre Erbsubstanz, vor bösartigen Zellveränderungen zu schützen.

Hemmung der Zellteilung und -vermehrung:
I3C greift zudem direkt in den Zellzyklus ein und hemmt die typische schnelle Teilung von Krebszellen.

Sekundärprävention:
Nach Beendigung sowie begleitend während einer Strahlen-, Chemo- oder anderer spezifischer Krebstherapien wird IC3 eingesetzt, um die Nebenwirkungen der Behandlung zu verringern und die Wirksamkeit zu erhöhen. Indol-3-Carbinol regt darüber hinaus die körpereigene Bildung von Gluathion in den Leberzellen (Hepatozyten) an. Gluathion unterstützt die Leber in ihrer Entgiftungsfunktion und schützt seinerseits das Erbgut der Körperzellen vor Strahlenschädigung durch Strahlungstherapien.

Indol-3-Carbinol wird behandlungsbegleitend vorrangig bei hormonell bedingten Krebsarten wie Prostata-, Brust- und Gebärmutterkrebs eingesetzt.

Weitere wissenschaftliche Veröffentlichungen: 1. Lee I., Han F. et al.: Inhibition of MUCI expression of indole-3-carbinol.; Int J Cancer 109:810-16 (2004). 2. Nugon-Baudon, L., Rabot, S.: Glucosinolates and glucosinolate derivates: implications for protec-tion against chemical carcinogenesis. Nutr. Res. Rev. 7, S. 205-231 (2003). 3. Cover C. et al: Indole-3-carbinol and tamoxifen cooperate to arrest the cell cycle of MCF-7 human breast cancer cell. Cancer Res. 1999; 59 1244-51 (1999). 4. Wong GY. et al.: A dose-ranging study of indole-3-carbinol for breast cancer prevention. J Cell Biol.; 28:111-116 (1988). 5. Bradlow HL. et al.: Long term responses of women to indole-3-carbinol or a high fiber diet. Cancer Epidemiol Biomarkers Prev. 3:591-595 (1994). 6. Bradlow HL. et al.: Multifunctional aspects of the action of indole-3-carbinol as an anti-tumor agent. Ann NY Acad Sci. 889:204-213 (1999). 7. Devanaboyina U, et al.: Effects of indole-3-carbinol (I3C) and phenethyl isothiocyanate (PEITC) on 7,12-dimethylbenz[aanthracene (DMBA)-induced DNA adducts in rat mammary glands and liver (Meeting abstract). Proc Annu Meet am Assoc. Cancer Res 38:A2427 (1997). 8. He Y. et al.: Indole-3-carbinol as a chemopreventive agent in 2-amino-1-methyl-6-phenylimidazo [4,5-b pyridine (PhIP) carcinogenesis: inhibition of PhIP-DNA adduct formation, acceleration of PhIP metabolism, and induction of cytochrome P450 in female F344 rats. Food Chem Toxicol. 38:15-23 (2000).

Inositol

Brainfood stärkt Gehirnleistung, Gedächtnis- und Lernvermögen

Bestandteil der Zellmembran: Das Vitaminoid Inositol ist gemeinsam mit Cholin für die Bildung so genannter Phospholipide sowie des Nervenstoffs Lecithin verantwortlich. Es bildet damit einen unentbehrlichen Baustein der Zellmembran (Zellwand) und ermöglicht alle wichtigen Nerven- und Gehirnfunktionen.

Aktiviert Nervenfunktionen: Die Übermittlung von Nervenimpulsen im Gehirn und Nervensystem wird unmittelbar von Inositol bestimmt, das sich in der Zellmembran der Neuronen befindet. Inositol und Cholin aktivieren und steuern die Bildung wichtiger Nervenbotenstoffe wie Serotonin und Acetylcholin. Sie ermöglichen damit die Signalübertragung zwischen den Gehirnzellen, so dass Nervenreize optimal übermittelt werden können. Inositol hat sich in Kombination mit Cholin insbesondere zur Verbesserung der Konzentrations-, Gedächtnis- und Wahrnehmungsfähigkeit bei Altersvergesslichkeit und Konzentrationsschwäche in der zweiten Lebenshälfte bewährt. Aufgrund seiner Bedeutung im Neurotransmitterstoffwechsel wird Inositol darüber hinaus in der komplementären Behandlung bei einer Vielzahl an psycho-neurologischen Störungen wie Depression, Alzheimer-Erkrankung, Panik-, Angst- und Zwangsstörungen sowie Neurosen eingesetzt.

Weitere wissenschaftliche Veröffentlichungen: 1. Benjamin J. et al.: Inositol treatment in psychiatry. Psychopharmacol Bull. 1995;31:167-175. 2. Benjamin J. et al.: Double-blind, placebo-controlled, crossover trial of inositol treatment for panic disorder. Am J Psychiatry. 1995;152:1084-1086. 3. Bierer, L.M. et al.: Neurochemical of dementia severity in Alzheimer´s disease relative importance of cholinergic deficits. J. Neurochem. 64 (1995) 749. 4. Chanty, D. et al.: Lecithin and cholin in human health and disease. Nutr. Rev. 52 (1994) 327. 5. Chengappa K. et al.: Inositol as an add-on treatment for bipolar depression. Bipolar Disord. 2000;2:47-55. 6. Fux M. et al.: Inositol treatment of obsessive-compulsive disorder. Am J Psychiatry. 1996;153:1219-1221. 7. Gregersen G. et al.: Oral supplementation of myoinositol: effects on peripheral nerve function in human diabetics and on the concentration in plasma, erythrocytes, urine and muscle tissue in human diabetics and normals. Acta Neurol Scand. 1983;67:164-172. 8. Levine J. et al.: Follow-up and relapse analysis of an inositol study of depression. Isr J Psychiatry Relat Sci. 1995;32:14-21.

Kalium

Hält das Herz im Takt und schützt vor Bluthochdruck

Stabilisiert die Herzzellen, bewahrt vor Herzrhythmusstörungen: Kalium ist unentbehrlich für die Reizweiterleitung der Kardiozyten, der Herzmuskelzellen. Gemeinsam mit Magnesium reguliert der Mineralstoff die elektrische Stabilisierung der Muskelzellen und entkrampft die Herzmuskulatur. Das Funktionieren des Herzmuskels wird daher maßgeblich über die Kaliumkonzentration gesteuert. Bei Herzrhythmusstörungen liegen in der Regel niedrige Kaliumwerte im Herzmuskelgewebe (Myokard) vor. Ausgeprägter Kaliummangel (Hypokaliämie) hat lebensbedrohliche Herzrhythmusstörungen zur Folge. Menschen mit koronaren Herzerkrankungen, Herzinsuffizienz und Angina pectoris profitieren insbesondere von der komplementären, therapeutisch kontrollierten Ergänzung mit Kalium.

Blutdruckregulierung: Über eine Verbesserung der Kaliumbilanz durch Kalium-Supplementierung kann der (systolische und diastolische) Blutdruck signifikant gesenkt werden.

Weitere wissenschaftliche Veröffentlichungen: 1. Alappan R. et al.: Hyperkalemia in hospitalized patients treated with trimethoprim-sulfamethoxazole. Ann Intern Med. 124(3):316-320 (1996). 2. Appel LJ. Nonpharmacologic therapies that reduce blood pressure: a fresh perspective. Clin Cardiol . 22(Suppl. III):III1-III5 (1999). 3. Brancati F. et al.: Effect of potassium supplementation on blood pressure in African Americans on a low-potassium diet. Arch Intern Med. 156:61–72 (1996). 4. Cappuccio E.: Does potassium supplementation lower blood pressure? A meta-analysis of published trials. J Hypertens . 9:465-473 (1991). 5. Corruzzi P. et al.: Potassium depletion and salt sensitivity in essential hypertension. J. Clin. Endocrinol. Metab. 86: 2857-2862 (2001). 6. Geleijnse J. et al.: Blood pressure response to changes in sodium and potassium intake: a metregression analysis of randomised trials. J. Hum. Hypertens. 17: 471-480 (2003). 7. Grimm R.H. et al.: The influence of oral potassium chloride on blood pressure in hypertensive men on a low-sodium diet. N. Engl. J. Med. 322: 569-574 (1990). 8. Kendler BS.: Recent nutritional approaches to the prevention and therapy of cardiovascular disease. Prog Cardiovasc Nurs . 12(3):3-23 (1997).

Knoblauch

Universalschutz für den Herz-Kreislauf-Apparat

Lipidsenker und Mehrfach-Gefäßschutz: Unterschiedliche Metastudien belegen die Wirkung von Knoblauch-Extrakt (Allium sativum) in der Prophylaxe und komplementären Behandlung bei Hyperlipidämie, Arteriosklerose und Bluthochdruck sowie seine positiven Wirkungen auf verschiedene Herz-Kreislauf-Risikofaktoren. Im Knoblauch enthaltene Sulfide (Schwefelverbindungen), insbesondere Alliin, das zu Allicin und Vinyldithiin umgewandelt wird, senken den Gesamt- und LDL-Cholesterin- sowie Triglyceridspiegel. Durch die tägliche Supplementierung mit Knoblauchextrakt kann der Entstehung und dem Fortschreiten arteriosklerotischer Gefäßablagerungen entgegen gesteuert werden. Diese so genannten Plaques entstehen infolge zu hoher Blutfettspiegel durch Fett- und Cholesterineinlagerungen und führen zur Verhärtung der Gefäßinnenwände (Arteriosklerose) und Durchblutungsstörungen bis hin zu Gefäßverschlüssen.

Regulierung von Mikrozirkulation und Blutdruck: Die Sulfide des Knoblauchs weisen gefäßerweiternde (vasodilatorische), fibrinolytische (Blutgerinnsel lösende), blutverdünnende Wirkungen auf und hemmen die Verklumpung von Blutplättchen. Durch die tägliche Aufnahme von Knoblauchauszügen kann eine Blutdrucksenkung von 10 mm Quecksilber erzielt, die Fließfähigkeit des Blutes verbessert und der Entwicklung koronarer Herzkrankheiten (KHK) entgegen gesteuert werden.

Weitere wissenschaftliche Veröffentlichungen: 1. Ackermann R. et al.: Garlic shows promise for improving some cardiovascular risk factors. Arch Intern Med. 161:813-824 (2001). 2. Alder R. et al.: A systematic review of the effectiveness of garlic as an anti-hyperlipidemic agent. J Am Acad Nurse Pract. 15(3):120-129 (2003). 3. Silagy, C. et al.: Garlic as a lipid-lowering agent – a meta-analysis. J R Coll Phys London; 1994; (28): p. 39-45. 4. Paradox, P.: Garlic. In: Gale encyclopedia of alternative medicine. Gale Group, 2001. 5. Kleijnen, J. et al.: Garlic, onoin and cardiovascular risk factors: A review of the evidence from human experiments with emphasis on commerciallyavailable preparations. Br J Clin Pharmacol; 1989; (28): p. 535-44. 6. Dillon S. et al.: Antioxidant properties of aged garlic extract: an in vitro study incorporating human low density lipoprotein. Life Sci. 72(14):1583-1594 (2003). 7. Kendler B.: Recent nutritional approaches to the prevention and therapy of cardiovascular disease. Prog Cardiovasc Nurs . 12(3):3-23 (1997). 8. Koscielny et al.: The antiatherosclerotic effect of Allium sativum. Atherosclerosis . 144:237-249 (1999). 9. Loy M. et al.: Herbal medicine for the treatment of cardiovascular disease. Arch Intern Med. 158:2225–2234. 10. Wojcikowski K. et al.: Effects of garlic oil on platelet aggregation: a double-blind placebo-controlled crossover study. Platelets 2007 Feb;18(1):29-34. 11. Yeh Y., Liu L.: Cholesterol-lowering effect of garlic extracts and organosulfur compounds: human and animal studies. J Nutr. 2001;131(3s):989S-993S.

L-Phenylalanin

Signalvermittler im Nervensystem, für geistige Beweglichkeit und Nervenstabilität

Bildung von Nervenbotenstoffen: Die essentielle Aminosäure Phenylalanin ermöglicht die körpereigene Synthese der Neurotransmitter Dopamin, Noradrenalin, Adrenalin, Serotonin und Tyramin, für die Reizübermittlung zwischen den Nervenzellen unentbehrliche Signalstoffe. Über seine Rolle im Neurotransmitter-Stoffwechsel steigert Phenylalanin die geistige Wachheit und kognitive Hirnfunktionen wie Konzentrations- und Gedächtnisvermögen und hat stimmungsaufhellende und nervenstabilisierende Wirkungen. Da es den Abbau körpereigener Endorphine (natürlich schmerzhemmende Peptide im Gehirn) verhindert, findet Phenylalanin  Anwendung bei chronischen Schmerzen. Das aus Phenylalanin gebildete Dopamin reduziert Appetit- und Heißhungerempfinden und fördert die Gewichtsreduktion.

Therapeutischer Einsatz bei Depression, Demenz und Parkinsonscher Krankheit: Über die Erhöhung des Noradrenalin- und Adrenalin-Spiegels wirkt Phenylalanin stimmungsverbessernd und angstmindernd bei chronisch Depressiven. Betroffene der Alzheimer-Demenz sowie Morbus Parkinson weisen einen Dopamin-Mangel auf. Phenylalanin erhöht den Dopamin-Spiegel und kann die Symptome signifikant lindern. Weitere Einsatzbereiche sind Multiple Sklerose, Vitiligo, Prämenstruelles Syndrom (PMS), Erschöpfungszustände sowie akuter/chronischer Stress (Infektionen, Traumata).

Weitere wissenschaftliche Veröffentlichungen: 1. Gardos G. et al.: The acute effects of a loading dose of phenylalanine in unipolar depressed patients with and without tardive dyskinesia. Neuropsychopharmacology. 6:241-247 (1992). 2. Heller B.: Pharmacological and clinical effects of D-phenylalanine in depression and Parkinsons disease. In: Mosnaim AD, Wolf ME,eds. Noncatecholic Phenylethylamines. Part 1. New York, NY: Marcel Dekker; 397-417 (1978). 3. Heller B. et al.: Therapeutic action of D-phenylalanine in Parkinson’s disease. Arzneimittelforschung. 26:577-579 (1976). 4. Kravitz H. et al.: Dietary supplements of phenylalanine and other amino acid precursors of brain neuroamines in the treatment of depressive disorders. J Am Osteopathic Assoc. 84(suppl):119-123 (1984). 5. Sabelli H. et al.: Clinical studies on the phenylethylamine hypothesis of affective disorder: urine and blood phenylacetic acid and phenylalanine dietary supplements. J Clin Psychiatry. 47:66-70 (1986). 6. Beckmann H. et al.: DL-phenylalanine versus imipramine: a double-blind controlled study. Arch Psychiat Nervenkr. 227:49-58 (1979). 7. Woodward W. et al.: The effect of L-dopa infusions with and without phenylalanine challenges in parkinsonian patients: Plasma and ventricular CSF L-dopa levels and clinical responses. Neurol. 43:1704-1708 (1993). 8. Wood D. et al.: Treatment of attention deficit disorder with DL-phenylalanine. Psychiatry Res.16:21-26 (1985).

Lutein

Innerer UV-Schutz der empfindlichen Netzhaut

Carotinoid bewahrt vor der altersbedingten Makuladegeneration (AMD): Eine der zwei häufigsten Ursachen für das Erblinden ab 55 Jahren stellt die AMD dar. Der „gelbe Fleck“, die Makula, bildet das Zentrum unserer Netzhaut, der Retina. Für das Scharfsehen verantwortlich, besitzt die Makula die höchste Dichte an Fotorezeptorzellen. Diese so genannten Stäbchen und Zäpfchen sind reich an ungesättigten Fettsäuren, die sich jedoch für oxidative (zellschädigende) Prozesse ausgesprochen anfällig zeigen. Zum Schutz vor schädlicher Oxidation enthält die Makula daher einen besonders hohen Gehalt an Lutein (lat. gelb), dem Carotinoid und gelben Farbpigment, dem sie auch ihren Namen verdankt (Macula lutea). Lutein schützt den gelben Fleck, indem es durch UV-Strahlung hervorgerufenen oxidativen Stress vermindert, wie auch die AMD Alliance International bestätigt. Hohe Luteinwerte konnten in Studien das Erkrankungsrisiko für AMD um 82% senken. Da der Körper Lutein selbst nicht bilden kann, muss es in ausreichender Menge über die Nahrung sowie Nahrungsergänzung zugeführt werden.

Weitere wissenschaftliche Veröffentlichungen: 1. Chopdar A. et al.: Age-related macular degeneration. BMJ 2003 326: 485-488. JM Seddon et al. Association between C-reactive protein and age-related macular degeneration. JAMA 291: 704-710. (2004). 2. Fessler B.: Alterstbezogene Makuladegeneration – Mit photodynamischer Therapie gegen den Sehverlust. Deutsche Apotheker-Zeitung (DAZ) 42: 4824-4825. 3. Hammond B., Wooten B., Snodderly D.: Density of the Human Crystalline Lens is related to the Macular Pigment Carotenoids, Lutein and Zeaxanthin. Optom. Vis. Sci. 74: 499-504. (1997). 4. Evans et al. : Causes of visual impairment in people aged 75 years and older in Britain: an add-on study to the MRC trials of assessment and management of older people in the community. British Journal of Ophthalmology 2004 88: 365-370. (2000). 5. Bartlett H., Eperjesi F.: Age-related macular degeneration and nutritional supplementation: a review of randomised controlled trials. Ophthal Physiol Opt 23: 383-399. (2003). 6. M Mozaffarieh et al.: The role of carotenoids, lutein and zeaxanthin, in protecting against age-related macular degeneration: a review based on controversial evidence. Nutritional Journal 2:20 (2003).

Maitake

„Klapperschwamm“ mit hoch immunologischen, krebshemmenden Wirkungen

Stimulierung der zellulären Immunantwort: Der japanische Nahrungspilz Maitake (Grifola frondosa) wird als immunstärkender Wirkextrakt bei allen immunsuppressiven Erkrankungen und Therapien sowie in der Krebsbehandlung zunehmend  (in Asien standardisiert) eingesetzt. Physiologisch bedeutende Wirkstoffe des Klapperschwamms stellen so genannte Beta-Glucan-Polysacharide, Beta-1,3- und Beta-1,6-Glucan, dar, deren immunmodulierende, antioxidative und tumorhemmende Wirkungen wissenschaftlich belegt sind. Die Maitake-D-Fraktion stimuliert die Aktivität von T-Helfer-Zellen, Makrophagen (Fresszellen), Interleukinen und Gamma-Interferon.

Zellschutz vor Viren, Bakterien und Tumorausbreitung: In der Krebstherapie hat die Maitake-D-Fraktion hemmenden Effekt auf das Wachstum von Krebszellen und vermindert die Tumorregression (bei Leber-, Lungen-, Mamma-, Magen- und Darmkarzinom) sowie die Nebenwirkungen von Chemo- und Strahlentherapien. Darüber hinaus wirken die Inhaltsstoffe hoch antioxidativ, antibakteriell und antiviral, das heißt, sie hemmen die Ausbreitung des Virus im Wirtskörper. Durch wissenschaftliche Studien belegt sind neben den immunstimulierenden, tumorhemmenden und antioxidativen Zellwirkungen auch die Eigenschaften des Maitake zur Senkung erhöhter Blutdruck- und Blutfettwerte (Cholesterin, Triglyceride) sowie zur Verbesserung der Insulinsensibilität.

Weitere wissenschaftliche Veröffentlichungen: 1. Inoue A. et al.: Effect of Maitake (Grifola frondosa) D-Fraction on the Control of the T-Lymph Node Th-1/Th-2 Proportion; Biol. Pharm. Bull. 25(4) 536-540 (2002). 2. el-Mekkawy, S. et al.: Anti-HIV-1 and anti-HIV-1-protease substances from Ganoderma lucidum, in: Phytochemistry; vol 49(6), pp 1651-7 (1998). 3. Cunningham-Rundles S.: Are Botanical Glucans Effective in Enhancing Tumoricidal Cell Activity? American Society for Nutrition. J. Nutr. 135: 2919S (2005). 4. Hong F. et al.: Mechanism by which orally administered beta-1,3-glucans enhance the tumoricidal activity of antitumor monoclonal antibodies in murine tumor models. J Immunol. 173:797-806 (2004). 5. Kodama N. et al. Maitake D-Fraction enhances antitumor effects and reduces immunosuppression by mitomycin-C in tumor-bearing mice. Nutrition. 21:624-629 (2005). 6. Konno S.: Potential growth inhibitory effect of maitake D-fraction on canine cancer cells. Vet Ther. 5:263-271 (2004). 8. Memorial Sloan-Kettering Cancer Institute. Maitake. 2007. 7. Nanba H. Activity of maitake D-fraction to inhibit carcinogenesis and metastasis. Ann NY Acad Sci. 768:243-245 (1995). 8. Nanba H. et al.: Effect of maitake D-fraction on cancer prevention. Ann NY Acad Sci. 833:204-207 (1997).

NADH – Coenzym 1

Natürliche Quelle für Zellenergie, geistige Frische und Wachheit

Energiemobilisierung in jeder Zelle: NADH, unter Zellbiologen Nicotinamid-Adenin-Dinukleotid-Hydrid, ist ein in jeder menschlichen Körperzelle vorhandenes Molekül. Das so genannte Coenzym 1 ist für die Entwicklung und Energiebildung der Zelle sowie für mehr als 100 biologische Reaktionen lebensnotwendig. Eine Hauptfunktion des Coenzyms ist die Energieübertragung in den energiebildenden Prozessen der Zelle, die sich über den Elektronentransport von energiereichem Wasserstoff (Hydrogenium), der bei Stoffwechselprozessen frei wird, vollzieht. NADH steigert so das verfügbare Energielevel des Körpers mit einem deutlich spürbaren Anstieg von Wachheit, Energie-, Konzentrations- Wahrnehmungs- und Leistungsvermögen. NADH-Mangel geht mit geistigen und körperlichen Erschöpfungszuständen und Müdigkeit einher, die Kraftreserven werden direkt aufgezehrt.

Förderung der Gehirnfunktionen: NADH stimuliert zudem die Bildung der wichtigen Überträgerstoffe im Nervensystem, der Neurotransmitter Serotonin, Dopamin und Adrenalin. Diese Botenstoffe ermöglichen die Informationsweiterleitung zwischen den Neuronen (Nervenzellen) und bestimmen maßgeblich unsere Denk- und Gedächtnisfähigkeit, mentale Stimmungslage sowie den Schlaf-/Wachrhythmus und die Schlafqualität. Weitere wichtige Funktionen von NADH sind die Regeneration von Zell-DNA-Schäden sowie antioxidative und immunaktive Abwehrstärkung. Der Einsatz von NADH hat sich in der Behandlung von Depression, dem chronischen Müdigkeitssyndrom (CFS), Lebererkrankungen, Immunschwäche sowie bei Erschöpfungszuständen, Jetlags sowie Nerven- und Demenzerkrankungen (Störungen des Neurotransmitter-Stoffwechsels) bewährt.

Weitere wissenschaftliche Veröffentlichungen: 1. Birkmayer G. et al.: Stimulation of endogenous L-dopa biosynthesis – a new principle for the therapy of Parkinson’s disease. Acta Neurol Scand, Suppl 126:183-7 (1989). 2. Birkmayer J.: Coenzyme nicotinamide adenine dinucleotide: new therapeutic approach for improving dementia of the Alzheimer type. Ann Clin Lab Sci 26:1-9 (1996). 3. Forsyth LM, Preuss HG, MacDowell et al.: Therapeutic effects of oral NADH on the symptoms of patients with chronic fatigue syndrome. Ann Allergy Asthma Immunol 82:185-191 (1999). 4. Swerdlow H.: Is NADH effective in the treatment of Parkinson’s disease? Drugs Aging 13:263-8 (1998). 5. Cornell University (New York): doppelblinde, placebokontrollierte Studie: NADH: Improved Aspects of Cognitive Performance Following Sleep Deprivation. 6. University of California/San Diego & Washington Neuropsychological Institute: Studienergebnis: NADH verbessert die durch Jetlag reduzierte Hirnleistung. 7. Zubenko G.: Endoplasimic reticulum abnormality in Alzheimer’s disease: selectie alteration in platelet NADH-cytochrome c reductase activity. J Geriatr Psychiatry Neurol 2:3-10 (1989). 8. Zubenko G. et al.: Brain regional analysis of NADH-cytochrome C reductase activity in Alzheimer’s disase. J Neuropathol Exp Neurol 49:206-14 (1990).

Papain

Papaya-Enzym mit vielen Gesundheitswirkungen

Verdauungsfördernde Wirkung: Papain ist ein Enzym aus dem Milchsaft der Papaya, das im Verdauungssystem und vielen anderen Bereichen des Körpers eine hohe biologische Wirksamkeit aufweist. Als proteolytisches, sprich proteinauflösendes Enzym, spaltet Papain vor allem Peptidbindungen  (Eiweißmoleküle) und erleichtert Verdauungs- und Umwandlungsprozesse von Nahrungsprotein zu  Aminosäuren. Papain-Einnahmen vor der Mahlzeit haben sich bei Verdauungsbeschwerden wie Blähungen, Gärungsprozessen, Völlegefühl, Aufstoßen, enzymatisch bedingten Resorptionsstörungen sowie bei Gluten-Unverträglichkeit nachweislich bewährt.

Immunstärkung und Heilungsförderung: Papain wirkt stark antiinflammatorisch (antientzündlich),  antioxidativ sowie stärkend und zugleich regulierend auf das Immunsystem. Bei allen akuten und chronischen Entzündungen (z.B. Gelenkerkrankungen), Sportverletzungen oder Insektenstichen wird das Enzym erfolgreich eingesetzt, da es die Wundheilungs- und Regenerationsprozesse aktiviert und intensiviert. Papain dient zur Prophylaxe und Behandlung von Autoimmunerkrankungen da es in Kombination mit anderen proteolytischen Enzymen wie Bromelain und Pankreas-Amylase die Bildung von Interleukinen und dem Tumor-Nekrose-Faktor (TNF) stimuliert. Dadurch wird der Abbau von Immunkomplexen gefördert, die Überreaktionen des Immunsystems bei Autoimmunerkrankungen auslösen. Da Papain die Auflösung von Fibrin und Fibrinogen im Blut stimuliert, wirkt es blutverdünnend, verhindert das Verklumpen der Blutplättchen (Thrombozytenaggregation) und steuert der Entstehung von Thrombosen und Gefäßerkrankungen entgegen.

Weitere wissenschaftliche Veröffentlichungen: 1. Blanco C. et al.: Carica papaya pollen allergy. Ann Allergy Asthma Immunol; 81(2):171-175. (1998). 2. Chaudhry A. et al.: Comparing two commercial enzymes to estimate in vitro proteolysis of purified or semi-purified proteins. Journal of Animal Physiology and Animal Nutrition (Berlin) 89(11-12):403-12 (2005). 3. Sakalova A. et al.: Retrolective cohort study of an additive therapy with an oral enzyme preparation in patients with multiple myeloma. Cancer Chemotherapy and Pharmacology. 47 Suppl:S38-S44. (2001). 4. Starley I. et al.: The treatment of paediatric burns using topical papaya. Burns.25(7):636-639. (1999). 5. Treatment of rheumatic disease with a mixture of enzymes in tablets and jointment. Von, Kameke E.; Maehder, K.; Jacob, E.; Arztezeitschrift fur Naturheilverfahren; 23(3); 1982; PP 156-170. 6. Keenan H. et al.: Pulmonary disease in workers exposed to papain: Clinico-physiological and immunological studies. Clinical Allergy; 10(6); 1980; PP 721-731. 7. Starkov, G. et al.: Papain as a therapeutic enzyme in medicine. Klinicheskaya Meditsina; 56(8); 1978; PP 119-122. 8. Magnes. D. et al.: Proteolytic enzymes in oral surgery. Am. Dent. Assoc.; 72(6); 1966; PP 1420-5.

Propolis

Natürliches Anti-Biotikum aus dem Bienenstock

Zur Immunsteigerung, Krankheitsabwehr und besseren Heilung: Propolis (lat. propolis cera) wird das Kittharz (auch Bienenharz, Bienenleim) genannt, das Bienen zur biologischen Abwehr gegen Bakterien, Viren und Pilzen zur Auskleidung des Bienenstocks herstellen. Bienenpropolis enthält hochwirksame  Substanzen mit bakteriziden, antiviralen und fungiziden Eigenschaften, die ihre antibiotischen Effekte auch im menschlichen Körper ausüben. Ebenso ist die stimulierende Wirkung von Propolis auf die zelluläre Immunabwehr wissenschaftlich belegt. Propolis aktiviert die zelluläre Immunantwort, sprich die Aktivität von Immunzellen wie Makrophagen und Zytokinen, den Botenstoffen unsres Abwehrsystems. Zudem weist Propolis stark antioxidative, entzündungshemmende und regenerations- und heilungsfördernde Fähigkeiten auf. Aufgrund des breiten Wirkspektrums hat sich Propolis neben der Anwendung als natürliches Antibiotikum und zur Immunaktivierung, zur allgemeinen Förderung von Regenerations- und Heilungsprozessen bewährt.

Weitere wissenschaftliche Veröffentlichungen: 1. Borrelli F. et al.: Phytochemical compounds involved in the anti-inflammatory effect of propolis extract. Fitoterapia 73 Suppl 1:S53-S63. (2002). 2. Debiaggi M. et al.: Effects of propolis flavonoids on virus infectivity and replication. Microbiologica. 13:207-213. (1990). 3. Grange J. et al.: Antibacterial properties of propolis (bee glue). J R Soc Med. 83:159-160. (1990). 4. Harish Z. et al.: Suppression of HIV-1 replication by propolis and its immunoregulatory effect. Drugs Exp Clin Res. 23:89-96. (1997). 5. Hladon B. et al.: In vivo studies on the cytostatic activity of propolis extracts. Arzneimittelforschung. 30:1847-1848. (1980). 6. Steinberg D. et al.: Antibacterial effect of propolis and honey on oral bacteria. Am J Dent 9(6):236-239. (1996). 7. Krol W. et al.: Synergistic effect of ethanolic extract of propolis and antibiotics on the growth of staphylococcus aureus. Arzneimittelforschung, 43 (5): 607-609, 1993. 7. Churchill R. American Chiropractor, 34-38, January/February 1980. 8. Dim V. et al.: Immunomodulatory action of propolis: IV. Prophylactic activity against gram-negative infections and adjuvant effect of the water-soluble derivative. Vaccine, 10 (12): 817-823, 1992.